Gesellschaft
17. Mai '13 (gestern)
Jüdisches Museum München:
Rituale gegen das Vergessen
ls eine „Arena der Erinnerung“, deren „Gestaltungsidee
aufgrund inhaltlicher Vorgaben im Zeichen des Kreises“ steht, präsentiert sich
bis zum 1. September die Werkschau „Alles hat seine Zeit - Rituale gegen das
Vergessen“ im Jüdischen Museum am Jakobsplatz. Sie zeigt sich als eine
Ausstellung der Kontraste auf zwei übereinanderliegenden Ebenen, die durch den
Einbau von sich ergänzenden Halbkreisen zu einem einheitlichen Ganzen geformt
werden. Der erste Teil des Titels „Alles hat seine Zeit“ ist an dem Wort „Alles
hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte
Zeit...
> Rituale gegen das Vergessen: Ausstellung im Jüdischen Museum in München
Kunst und Künstler
16. Mai '13
Der Elfte Tag:
Olympia-Attentat 1972
Das Attentat auf die israelische Mannschaft während der Münchner
Olympiade 1972 gilt generell als Auftakt des internationalen
Terrorismus, der seitdem den Rhythmus unserer Tage skandiert. Das
Attentat wurde in zahlreichen Filmen – u.a. von Steven Spielberg -
rekonstruiert, analysiert und interpretiert. Zum 40. Jahrestag des
blutigen Massakers hat Emanuel Rotstein vom TV-History unter dem Titel „Der elfte Tag“ eine
umfangreiche Dokumentation produziert, die nun im Rahmen des
diesjährigen DOKfests in Kooperation mit der Europäischen Janus Korczak
Akademie e.V. im Arri-Kino präsentiert wurde.
> Der Elfte Tag – Doku-Schau über die Überlebenden des Olympia-Attentats 1972
Gesellschaft
14. Mai '13
Journalismus: Mythos
der Objektivität
Das
Bild der Journalisten-Zunft heute ist nicht gut. Journalisten rangieren in der
Glaubwürdigkeitsskala ziemlich weit unten. Kein Wunder, es gibt zu viele
Beispiele, in denen etwas behauptet wird und man gleichzeitig das Gegenteil in
einem anderen Medium lesen kann. Hat Schopenhauer also recht, wenn er sagt,
Journalisten seien nur Tagelöhner des Geistes? Oder Nietzsche, der meinte, noch
hundert Jahre Zeitungen und alles stinkt? Oder der Kollege Jean Francois Revel,
ein bekannter französischer Publizist, leider schon verstorben, der in seinem
Buch mit dem Titel: La connaissance inutile (Das unbrauchbare Wissen) im ersten
Satz schreibt:
> Mythos Objektivität - Vom Umgang der Journalisten mit der Wahrheit
Philosophie und Wissenschaft
11. Mai '13
Ein Universum
aus Nichts
Der Physiker Richard Feynman, dem es mit seinen legendären Vorlesungen
wie keinem anderen gelungen ist, die Physik aufregend und interessant
darzustellen, wartete immer wieder und allzu gern mit einem seiner
berühmten Bonmots auf. So konnte es passieren, dass er sich an Menschen
wandte und zu ihnen sagte: "Sie werden nicht glauben, was mir heute
passiert ist! Sie werden es einfach nicht glauben!" Auf die erstaunte
Frage seines Gegenübers, der wissen wollte, was denn geschehen sei,
pflegte er zu antworten: "Absolut nichts!"
> Viel Lärm um nichts oder: Weniger ist mehr
Kirche und Religion
11. Mai '13
Die Päpste der
Entweltlichung
Nördlich von Rom, an den Berghängen rund um das in einem fruchtbaren Tal
gelegene Städtchen Rieti, weisen Straßenschilder auf vier kleine Heiligtümer
hin. Es sind vier Orte, an denen Franz von Assisi zu Beginn des dreizehnten
Jahrhunderts eine gewisse Zeit verbracht hat, nachdem er mit einigen Gefährten
seine Heimatstadt in Umbrien verlassen hatte. Poggio Bustone: eine kleine
Einsiedelei an einer schroffen Felswand, in die sich die „Büßer von Assisi“ mit
Franziskus an der Spitze zurückgezogen hatten, als sie überhaupt nicht mehr
wussten, wie es weitergehen soll.
> Guido Horst: Die Päpste der Entweltlichung 
Kunst und Künstler
10. Mai '13
Wagnerjahr: Hermann Levi
und Alfred Pringsheim
Einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird
eine der herausragendsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturwelt um die
vorausgegangene Jahrhundertwende: der Komponist und Orchesterdirigent Hermann
Levi. Nach München wurde der als Sohn des Hessischen Landesrabbiners Dr.
Benedikt Levi in Gießen geborene Musiker von König Ludwig II. an das Hof- und
Nationaltheater berufen, wo er unangefochten 24 Jahre als Generalmusikdirektor
wirkte. Dutzfreund vom jungen Johannes Brahms und Clara Schumann förderte Levi ...
> Zum 200. Jubiläum des Komponisten: Wagners jüdische Förderer: Levi und Pringsheim
Feuilleton
10. Mai '13
Franz Hessel:
Pariser Romane
"Ich schreibe etwas zitterig, doch es geht. Aber wird Dich dies alles,
was ich da schreibe, noch angehen, Claude? Bist du nicht am Ende auch
eingestellt in das Gegenwärtige, das Zielbewusste, den Sinn der Zeit?
Und ich veralte immer mehr mit meinen Gedanken an das vergangene,
vergehende Paris und an die Gebärden eines Mädchenkindes, das inzwischen
längst aus meinem Leben verschwunden und am Ende auch eingestellt ist
in das Jetzt. Vielleicht ist sie inzwischen Braut oder kriegsgetraute
Gattin eines Fliegerhelden oder U-Boot-Kommandanten."
> Da wurde der Fremde ein Gast oder: Was ist aus unserer Welt geworden?
Kunst und Künstler
09. Mai '13
David Platner
Extremwelten
Eine "weiße Dame" auf Burg Wolfsegg, der Märchenkönig Ludwig II. im
Starnberger See - es gibt viele Orte, an denen es angeblich noch spukt.
Geistern hier tatsächlich die Seelen Verstorbener umher? Sind die
Ereignisse in Spukhäusern etwa Aufzeichnungen der alten Gemäuer? Oder
entspringen diese Wahrnehmungen vielleicht doch nur den Hirngespinsten
von Spinnern? Zahlreiche Forscher sind heute der Auffassung, dass diese
Begebenheiten aller Wahrscheinlichkeit nach auf schwer nachweisbare
Infraschallwellen zurückzuführen sind. "Beispielsweise kann eine
Schallwelle mit der richtigen Frequenz - rund 18 Hz...
> [Der Mensch] ist gleichermaßen unfähig, das Nichts zu sehen...
Kunst und Künstler
09. Mai '13
Filigrane
Schönheiten
Seine Bilder sind berühmt. Vor allem eines: "Allein steht er da,
schwarze Hose, weißes Hemd, angespannt. Jede Faser seines Körper scheint
zu sagen: 'Ich gehe hier nicht weg!' Er ist mutig, denn sein Gegner ist
übermächtig: 3,60 Meter breit, 2,20 Meter hoch, 44 Tonnen schwer und
verbundgepanzert. Der chinesische Student stellt sich vier T-72
Kampfpanzern der Volksbefreiungsarmee in den Weg, ein fünfter Panzer
rollt gerade ins Bild." Sein1989 während des Massakers auf dem
Tian'anmen Platz aufgenommenes Foto ging um die Welt und schuf eine
fotografische Ikone.
> Filigrane Schönheiten
Kunst und Künstler
09. Mai '13
Das Blaue Band
Verschieden und auch sehr unterschiedlich sind die Orte, die
der international renommierten Künstlerin Petra Liebl Osborne in ihrem
rastlosen Dasein als Wanderin zwischen den Welten – der Alten und der Neuen –
als Inspirationsquelle dienen. Der Ort und der Augenblick, deren Faszination
sie zum Unterliegen kommt, beflügeln ihre Kreativität und leiten einen Prozess
ein, der zur Schaffung von Werken führt, die für immer – und sei es nur noch
ideell - zum Ort ihrer Wahlgehören. Dies selbst wenn das Ergebnis als
Kunstprodukt woanders transferiert wird, wie in der atemberaubenden Personale
VENEDIG – TITTMONING – MIAMI – EIN BLAUES BAND
> Das Blaue Band
Der Blick in die Welt
08. Mai '13
"Wenn ich keine Freiheit
habe, warum lebe ich dann?"
Ich finde mich wieder in einem Haus im obersten Stock, über
einer sehr belebten, lauten, bunten Straße mit unzähligen kleinen Geschäften im
Kairor Stadtteil Maadi.Eine alltägliche Situation beim Fischverkäufer:
"Auf welchen Namen darf ich den Fisch preparieren?" - "Muhammed
Mursi." scherzt ein Kunde und es wird gelacht. "Nein, nein. Dann
bekommst du von mir keinen Fisch gebraten." Ich erlebe dieses solidarische, kritische
miteinander scherzen und lachen der Ägypter/Innen in vielen Situationen.
> "Wenn ich keine Freiheit habe - warum lebe ich dann?" - Interview mit Muhammad F. 
Buchbesprechungen
07. Mai '13
Redewendungen
aus der Antike
Fast täglich und nahezu selbstverständlich nutzen wir solche
Formulierungen, ohne uns auch nur im geringsten darüber Gedanken zu
machen. Redensarten und Redewendungen sind und bleiben unverzichtbarer
Bestandteil unserer Sprache. Sie bringen eine Sache kurz und knapp auf
den Punkt und ersparen umständliche und wortreiche Umschreibungen.
Menschen aller Bildungsstufen bedienen sich ihrer. Herkunft und
ursprüngliche Bedeutung hingegen vermag kaum jemand zu benennen, denn
vielfach liegt ihr Ursprung schon einige "Jährchen" zurück.
> Zustände wie im alten Rom
Gesellschaft
07. Mai '13
In Kürze: Interview
mit Alfred Grosser
Im Interview mit dem deutsch-französischen Publizisten und Historiker sprach die Tabula Rasa über die Philosophen Albert Camus und Emmanuel Levinas. Im Fokus des Gespräches stand auch die Frage nach dem Geist der Verzeihung und die Frage nach dem Glück. Grosser verrät, warum es sich lohnt, Mythen zu bekämpfen und warum die "Alternative für Deutschland" keine kurzweilige Bewegung ist. Die Tabula Rasa traf den berühmten Politologen auf einer Veranstaltung der Katholischen Akademie Bayern.
Hier hat unsere Redaktion allerlei Lesenswertes für Sie im Netz zusammengesucht:
Metastudie
"Der Mensch schafft ein prähistorisches Klima"
Alfred Grosser im Gespräch
"Die Kanzlerin angreifen ist jetzt Mode geworden"
Französischer Publizist über die diplomatischen Verwerfungen zwischen Paris und Berlin
Euro
Der Aufstand gegen Deutschlands Spardiktat
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