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Die aktuelle Juli-Ausgabe 2016 ist da!

 

Kunst 01.12.15 Artikel lesen

175 Jahre Anton Dohrn und seine Zoologische Forschungsstation in Neapel Vortrag von Angelika Weber

Als europäische Persönlichkeit von Rang und Namen, zu der Menschen aus der ganzen Welt pilgerten und sich inspirieren ließen, haben wir mit Anton Dohrn ein gutes Beispiel, wie schnell die Berühmtheit in Vergessenheit umschlagen kann. Aber zeitlose Werte - wie von ihm verkörpert - haben ohnehin ihre immanente Wirkung. Solch eine Neuentdeckung birgt also den Keim einer innovativen ausbaufähigen Plattform in sich. Und so wird dieses Jubiläum nicht ungenutzt verstreichen. Denn Anton Dohrn als Forscher, Meeresbiologe, Unternehmer und Kunstmäzen hat mit seinem Kreis von Künstlern ein Universum geschaffen, das als Mikrokosmos geistigwissenschaftlicher Lebendigkeit ein Spiegelbild unserer nach Erkenntnis strebenden Wissenschaften, Künste und des Lebens insgesamt ist ...

Dienstag, 8. Dezember 2015 um 19:00 Uhr
Ort: Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke Kunstareal München Katharina-von-Bora-Str. 10

 
Glaube 25.06.15 Artikel lesen

Reinhard Marx und Klaus Töpfer zur Umweltenzyklika von Papst Franziskus "Laudato si"

Mit seiner Umweltenzyklika „Laudato si“ griff Papst Franziskus ein Thema auf, das bereits im Vorfeld der Veröffentlichung und erst recht danach ein sehr großes Echo auslöste: sehr viel Zustimmung und auch einige Kritik.

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Gesellschaft 25.06.15 Artikel lesen

»Weimar-Dialog 2015« – Kurt Biedenkopf, Willibald Böck und Hilmar Kopper diskutieren zur Währungsunion 1990

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Am Sonntag, 28. Juni, um 17 Uhr laden die Klassik Stiftung Weimar, die kulturdienst: GmbH und die Thüringische Landeszeitung zu einem weiteren Gesprächsabend in der Reihe »Weimar-Dialog« ins Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein.

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Geld 02.02.15 Artikel lesen

Kalter Krieg mit der Öl-Waffe?

Bilde ich mir das ein, oder haben wir es mit einem globalen Ölkrieg zu tun, mit den USA und Saudi-Arabien auf der einen sowie Russland und Iran auf der anderen Seite?“ Diese Frage stellt der Leitartikler Thomas Friedman in der „New York Times“. In Russland spricht man seit Wochen offen und zusehends wütend von einem Komplott. Die USA würden mit ihren saudischen Verbündeten den Weltmarkt mit billigem Öl fluten, um Moskau wie Teheran politisch unter Druck zu setzen.

> Kalter Krieg mit der Öl-Waffe?
 
Geld 02.02.15 Artikel lesen

Kaeser in der Kritik: Krisenstimmung bei Siemens

Joe Kaesers mäßig erfolgreiche Reformen und ein unglücklicher Zukauf werden für Siemens immer mehr zum Problem. Nun präsentierte der Vorstandsvorsitzende einige böse Überraschungen für das erste Quartal 2015 – Anleger zeigten sich enttäuscht. Im Laufe der Woche verlor die Siemens-Aktie rund zehn Prozent. Es herrscht Krisenstimmung.

> Kaeser in der Kritik: Krisenstimmung bei Siemens
 
Geld 02.02.15 Artikel lesen

Lufthansa: Hebt die Aktie jetzt ab?

Eine große Enttäuschung. Nichts anderes stellte die Lufthansa-Aktie für viele Anleger im vergangenen Jahr dar. Eine nie zuvor dagewesene Streikwelle, geopolitische Krisen und die stärker werdende Konkurrenz durch Billig-Airlines stutzten dem Kranich massiv die Flügel. Jetzt könnte allerdings vieles besser werden. Nicht zuletzt dank des niedrigen Ölpreises setzt die Lufthansa derzeit zum Steilflug nach oben an.

> Lufthansa: Hebt die Aktie jetzt ab?
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Gesellschaft 27.01.15 Artikel lesen

Je suis Michel

An dem Tag, als der neue Roman „Soumission“ von Michel Houellebecq (56) in Frankreich erschien, haben zwei radikale Attentäter muslimischen Glaubens in der Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris zwölf Menschen ermordet. Die Zeitung hatte eine Karikatur auf der Titelseite, die Houellebecq in Feierlaune zeigt. Der Autor zog sich nach dem Massaker aus Paris zurück.

> Je suis Michel
 
Geld 12.01.15 Artikel lesen

Airbus: Wieder mehr Aufträge als Boeing?

Anleger blicken mit Spannung auf die Jahrespressekonferenz der Airbus Group am 13. Januar. Der europäische Großkonzern (ehemals EADS) wird dort offenbar Zahlen im Flugzeuggeschäft vorstellen, welche die Rekorde des Konkurrenten Boeing für 2014 sogar noch in den Schatten stellen sollen. An der Börse wurden diese Aussagen eines Insiders prompt mit deutlichen Kursgewinnen quittiert. Auch der schwache Euro beflügelt derzeit den Luftbus.

 
Geld 12.01.15 Artikel lesen

Investoren fahren die Ernte ein

Die Biotech-Branche hat viel Potenzial und eine hohe Dynamik. In den nächsten Jahre sind viele neue Medikamente zu erwarten. Interview mit Dr. Daniel Koller, Leiter des Managementteams der BB Biotech AG.

> Investoren fahren die Ernte ein
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Geld 12.01.15 Artikel lesen

Wolfgang Schäuble: der letzte Preuße Berlins

Wolfgang Schäuble wird wegen der schwarzen Null heftig attackiert. Doch der Finanzminister wird immer dann besonders stark, wenn es kracht – und das aus guten Gründen.

> Der letzte Preuße Berlins
 
Hauptartikel 16.12.14 Artikel lesen

HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer: Finanzbranche: Wenn plötzlich alles anders ist

HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer über „disruptive changes“: Die Folge der Finanzkrise war eine umfassende Regu­lierung. Aber das ist nur eine Herausforderung für die Bankenbranche. Denn sie hat derzeit mit einem Orkan und einem Erdbeben gleichzeitig zu tun.

> HypoVereinsbank-Chef Theodor Weimer: Finanzbranche: Wenn plötzlich alles anders ist
 
Hauptartikel 16.12.14 Artikel lesen

Marissa Mayer: Sie macht Yahoo zum neuen Börsenstar

Marissa Mayer kam von Google und beschert nun dem schärfsten Google-Konkurrenten ein erstaunliches Comeback. Nicht nur dass Firefox künftig Yahoo als Standard-Suchmaschine anbietet, lässt die Aktie massiv steigen.

> Sie macht Yahoo zum neuen Börsenstar
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Hauptartikel 15.12.14 Artikel lesen

Kein Ludwig Erhard, nirgends!

Die FDP ist verschwunden, der Wirtschaftsflügel der Union hat still zu sein. SPD, Grüne und Linke haben gar keine Marktwirtschaftler mehr. Wer vertritt eigentlich noch das Erbe von Ludwig Erhard?

> Kein Ludwig Erhard, nirgends!
 
Hauptartikel 15.12.14 Artikel lesen

BMW: Neuer Chef, bewährter Erfolgskurs?

Paukenschlag bei BMW! Der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer gibt seinen Posten auf und wechselt im Mai nächsten Jahres in den Aufsichtsrat des Münchner Automobilherstellers. Sein knapp zehn Jahre jüngerer Nachfolger Harald Krüger läutet rechtzeitig den Generationswechsel an der Spitze des Konzerns ein. BMW will sich durch diesen geordneten Übergang unnötige Spekulationen und Unruhe ersparen.

> Neuer Chef, bewährter Erfolgskurs?
 
Geld 03.12.14 Artikel lesen

Zalando überspringt Ausgabepreis

Der schwierige Start ist vergessen. Die Samwer-Papiere springen über ihren Ausgabepreis, weil der Konzern erstmals schwarze Zahlen erwartet. Die Anleger jubeln. Und Experten zufolge steht Zalando eine rosige Zukunft bevor.

> Zalando überspringt Ausgabepreis
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Gesellschaft 03.12.14 Artikel lesen

Bundesverkehrs- und Digitalminister Alexander Dobrindt: Wir werden digitale Kolonie

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Bundesverkehrs- und Digitalminister Alexander Dobrindt schlägt auf einer Microsoft-Konferenz in Berlin Alarm und kündigt für 2015 eine Investitionsoffensive an.

> Wir werden digitale Kolonie
 
Kunst 28.11.14 Artikel lesen

Spazierengehen: Matthias Mühling, Direktor des Lenbachhauses

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Mit dieser jüngst dauerhaft ins Lenbachhaus integrierten Sammlung ist ein neuer Akzent in dessen Bestand gesetzt. Es handelt sich dabei um Landschaftsmalerei der früheren Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, die sich damals als führend unter den Kunstgattungen emanzipierte, und mit der neu errungenen Freiheit künstlerischer Selbstfindung eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Moderne legte.

> Vortragsreihe zur Frühen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts
 
Geld 24.11.14 Artikel lesen

China-Fantasie für Daimler-Aktie

Die Geschäfte laufen glänzend. Doch der Aktienkurs schwächelt. Nun macht Daimler die große Tür nach China auf. Ein strategischer Schritt nach vorn.

> China-Fantasie für Daimler-Aktie
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Geld 24.11.14 Artikel lesen

Die Börse HDGDL, Sixt!

Beim Autovermieter Sixt läuft es prächtig: Ein florierendes Geschäft in den USA, Bahn- und Pilotenstreiks in Deutschland und ein verändertes Bewusstsein gegenüber dem Autobesitz beflügeln den Mobilitätsdienstleister aus München. Liebe Sixt-Aktie, die Börse jedenfalls hat Dich ganz doll lieb.

> Die Börse HDGDL, Sixt!
 
Geld 24.11.14 Artikel lesen

Thyssen-Krupp: Hiesinger spart sich in die Gewinnzone

Durchatmen bei Thyssen-Krupp. Der Industrieriese hat erstmals seit drei Jahren wieder ein schwarzes Jahresergebnis erzielt. Es ist ein Befreiungsschlag für Konzernchef Hiesinger, denn seine Bilanz war bisher tiefrot.

> Thyssen-Krupp: Hiesinger spart sich in die Gewinnzone
 
Geld 18.11.14 Artikel lesen

TV gibt es bald in Ultra HD

Das Satellitenfernsehen hat auch im Internetzeitalter große Chancen. Die Vorteile schildert Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer von Astra Deutschland.

> TV gibt es bald in Ultra HD
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Geld 18.11.14 Artikel lesen

Wie stabil fliegt die rote Rakete?

Mit großem Wirbel und viel Konfetti ist Rocket Internet an die Börse gegangen. Anderthalb Monate später besitzen die Aktiencharts eine erste ernstzunehmende Aussagekraft. Wie viel Potential steckt tatsächlich hinter dem Berliner E-Unternehmen?

> Wie stabil fliegt die rote Rakete?
 
Geld 18.11.14 Artikel lesen

Walmart: Beflügelt in die entscheidende Jahresphase

Die kommenden Wochen sind für viele Händler die wichtigsten des Jahres. Das Weihnachtsgeschäft macht traditionell den Löwenanteil ihres Geschäfts aus. Auch der US-Riese Walmart, die weltweit wertvollste Einzelhandelskette, startet jetzt diese heiße Phase. Da kommt der Rückenwind durch die jüngst veröffentlichten, positiv ausgefallen Quartalszahlen gerade recht.

> Walmart: Beflügelt in die entscheidende Jahresphase
 
Geld 11.11.14 Artikel lesen

Adidas: Es läuft wenig weltmeisterlich

Olympische Spiele im Winter, die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer – der Pokal dabei in den Händen eines Spielers mit drei Streifen auf dem Trikot. Was begehrt das Herz eines Sportartikelherstellers mehr? Doch der Aktienkurs ist im Verlauf des Jahres dramatisch abgestürzt.

> Adidas: Es läuft wenig weltmeisterlich
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Geld 11.11.14 Artikel lesen

Stuttgarter Strategen

Daimlers Strategie ist klar, die Ziele sind deutlich: Sie wollen das Beste sein und nicht Nichts. Ganz so, wie es in einem aktuellen Werbespot von Mercedes Benz propagiert wird. Kürzlich präsentierte der Konzern die dazu passenden positiven Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Ist Daimler wirklich so gut in Fahrt? Zumindest in China scheint es noch Aufholbedarf zu geben.

> Stuttgarter Strategen
 
Geld 03.11.14 Artikel lesen

Die fetten Jahre sind vorbei

Die deutsche Konjunktur bricht ein. Der Aufschwung geht zu Ende, die Risiken steigen. Es wird Zeit, sich wieder um die Wettbewerbsfähigkeit zu kümmern anstatt um Rentengeschenke und Mindestlöhne. Die schlechten Konjunkturnachrichten sind ein Weckruf für die Politik.

> Die fetten Jahre sind vorbei
 
Geld 03.11.14 Artikel lesen

Französischer Ölkonzern: Total ungewiss

Die großen Ölkonzerne haben ihre Quartalszahlen veröffentlicht und teils mit guten Ergebnissen überrascht. Ein Konzern war bei dieser Entwicklung allerdings Total - außen vor. Für die Franzosen folgten auf den tragischen Unfalltod des Geschäftsführers nun auch noch schwache Quartalszahlen, der Ausblick auf das Schlussviertel ist noch trüber. Für die Total-Aktie ging es zuletzt trotzdem wieder bergauf.

> Französischer Ölkonzern: Total ungewiss
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Geld 27.10.14 Artikel lesen

… and you’re done, Amazon!

Der Verlust bei Amazon hat sich verzehnfacht. Entsprechend heftig ist die Reaktion der Börse. Die Zahlen des vierten Quartals setzen den Online-Händler unter Druck wie nie. Die Gründe dafür und welchen Ausweg es gibt.

> … and you’re done, Amazon!
 
Geld 27.10.14 Artikel lesen

Prof. Dr. Hans Werner Sinn: "Euer Geld ist in großer Gefahr"

Der kleine Crash könnte erst der Anfang sein: Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn warnt die Deutschen. Andere Analysten tun das auch.

> Prof. Dr. Hans Werner Sinn: "Euer Geld ist in großer Gefahr"
 
Geld 27.10.14 Artikel lesen

Förderbanken: Die Hilfesteller

Im Sport würde man ihre Tätigkeit als Hilfestellung bezeichnen. In der Wirtschaft übernehmen die Förderbanken diese Funktion. Ohne ihre Unterstützung würde so manches Projekt „nicht zum Laufen“ kommen.

> Förderbanken: Die Hilfesteller
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Gesellschaft 08.10.14 Artikel lesen

Mentales Training kommt in Mode

Es begann im Spitzensport, dann entdeckte die Psychologie ein neues Forschungsfeld. Inzwischen ist „mentales Training“ eine Mode für Leistungsträger. Selbst Topmanager nutzen die Methoden der geistigen Stärkung.

> Mentales Training kommt in Mode
 
Geld 08.10.14 Artikel lesen

Forschung braucht mehr Förderung

Hervorragende Schulen, Universitäten und Forschungsstätten sind für das Wohlergehen zukünftiger Generationen von immenser Bedeutung. Gemeinsame Initiativen von Industrie und Politik wären eine wichtige Unterstützung der europäischen Wirtschaft.

> Forschung braucht mehr Förderung
 
Geld 08.10.14 Artikel lesen

Globale Märkte brauchen globale Teams

Die Erfindung des Lackleders legte 1850 das Fundament des internationalen Familienunternehmens. Innovationen und Diversität sind auch heute die Basis des Erfolgs. Gastbeitrag von Mohsen Sohi, Vorstandschef der Freudenberg-Gruppe.

> Globale Märkte brauchen globale Teams
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Geld 15.09.14 Artikel lesen

„Kaufen“-Knopf gegen das Fire Phone

Im aufstrebenden E-Commerce-Markt lassen Online-Unternehmen ihrer Kreativität freien Lauf. Der langfristige Erfolg blieb dabei bisher oft aus. Ändert sich das nun? Offensichtlich möchten es Twitter mit dem Button „kaufen“ und Amazon mit dem Fire Phone nun wirklich wissen.

> „Kaufen“-Knopf gegen das Fire Phone
 
Geld 07.09.14 Artikel lesen

Wann platzt die Immobilienblase?

Der deutsche Immobilienmarkt boomt. Die Preise steigen in allen Lagen, die Transaktionsvolumen erreichen Rekordwerte, Makler verbreiten beste Laune. Doch die Zeichen mehren sich, dass die Party bald zu Ende geht.

> Wann platzt die Immobilienblase?
 
Geld 07.09.14 Artikel lesen

Allianz: Finanzkrise war gestern

Der weltgrößte Versicherungskonzern wirtschaftet profitabel und hat die düsteren Tage der Lehman-Pleite längst hinter sich gelassen. Für die meisten Analysten ist die Aktie des Münchener DAX-Konzerns ein Kauf.

> Allianz: Finanzkrise war gestern
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Geld 06.09.14 Artikel lesen

Widerstand gegen die Bankenunion

Die Bankenunion soll das Finanzsystem der Euro­zone stabiler machen und die Abwicklung maroder Banken erleichtern. Doch in Deutschland wächst der Widerstand gegen dieses Vorhaben. Eine Reihe von Ökonomen sieht gewaltige Risi­ken durch die Bankenunion für den Steuerzahler – und ruft deshalb erneut nach Karlsruhe.

> Widerstand gegen die Bankenunion
 
Geld 06.09.14 Artikel lesen

Chinas Automarkt blüht

China ist schon heute der wichtigste Markt für viele Automobilhersteller. Trotz im Vergleich zu Europa völlig verschiedener Kunden gelingt es Audi, BMW und Mercedes ganz vorne mitzuspielen. Sie freuen sich über rege Nachfrage und hohe Beliebtheitswerte aus dem Reich der Mitte. Allerdings gibt es immer wieder Probleme mit der restriktiven Regierungspolitik. Dennoch ist der chinesische Markt attraktiv wie kaum ein zweiter.

> Chinas Automarkt blüht
 
Geld 19.08.14 Artikel lesen

Alibaba und die vielen Käufer

Es könnte einer der bedeutendsten Börsengänge der Geschichte werden. Schließlich handelt es sich um eine IT-Firma mit herausragenden Kundenzahlen. Sie kommt aus dem Zukunftsland China und fühlt sich offenbar fit für den weltweit renommiertesten Börsenplatz, für Wall Street. All das sind beste Voraussetzungen für eine rundum erfolgreiche Unternehmung.

> Alibaba und die vielen Käufer
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Gesellschaft 19.08.14 Artikel lesen

Das Methusalem-Komplott

Die Verabschiedung des Rentenpakets war ein „schwarzer Tag für die Demokratie“. Denn nur durch kluge politische Entscheidungen kann „eine Versklavung der nachwachsenden Generationen“ verhindert werden. Gastbeitrag von Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherung.

> Das Methusalem-Komplott
 
Geld 07.08.14 Artikel lesen

„Supergeil“ gefährdet die Süßwarenbranche

Der Offenburger Bonbonmacher Vivil gehört zu den bekannten Firmen Baden-Württembergs. Doch der Konzern leidet unter der Konkurrenz von Eigenmarken. Unternehmenschef Alexander Müller-Vivil hat deshalb eine neue Markenstrategie gestartet.

> „Supergeil“ gefährdet die Süßwarenbranche
 
Glaube 18.02.14 Artikel lesen

Morgen im Interview
Walter Kardinal Kasper

Beim Pressegespräch in der Katholischen Akademie Bayern traf die Tabula Rasa Walter Kardinal Kasper, emeritierter Kurienkardinal und ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Kardinal Kasper nimmt dezidiert Stellung zum Stand der Ökumene und erörtert den Begriff der Barmherzigkeit, bezugnehmend auf sein Buch, das im Herder-Verlag erschienen ist und für das auch Papst Franziskus Werbung machte, weil auch er von der Wichtigkeit der Barmherzigkeit überzeugt ist. Die Tabula Rasa sprach aber auch über die neuen Gefahren, die das Christentum im 21. Jahrhundert bedrohen.

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Hauptartikel 16.01.14 Artikel lesen

Brennpunkt Rom. Sébastien
Bourdons
Münchner "Kalkofen"

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© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, München

Sébastien Bourdon (1616–1671), Mitbegründer der Académie royale de peinture et de sculpture, gilt als prominenter Vertreter der klassizistischen Barockmalerei in Frankreich. Als junger Mann lebte er eine Zeit lang in Rom. Die Stadt zog damals Maler aus ganz Europa an. Inspiriert von einem Gemälde des dort tätigen niederländischen Malers Pieter van Laer schuf er sein frühes Meisterwerk, das noch so ganz unklassisch aussieht: den »Römischen Kalkofen«. Schon im 17. Jahrhundert gelangte das Bild nach München. Seit 1750 ist es im Besitz der Wittelsbacher nachweisbar. Es schmückte das Schlafzimmer der Kurfürstin Maria Anna und später die Hofgartengalerie; seit 1836 hing der »Kalkofen« in der Alten Pinakothek.

> Brennpunkt Rom. Sébastien Bourdons Münchner "Kalkofen"
 
Wissen 25.11.13 Artikel lesen

Klaus-Michael Kodalle:
Verzeihung denken

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Lange Zeit hat sich die Philosophie in ihren ethischen Diskursen über ein Thema ausgeschwiegen, das den Kernbereich menschlichen Zusammenlebens betrifft. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich das allmählich geändert. Anlass, mich dem thematischen Komplex Verzeihung zuzuwenden, waren vor über zwanzig Jahren die Debatten um Schuld und Schuldverdrängung, um Rechthaberei und heuchlerisch gutes Gewissen, um Entlarvungsattitüden und Demokratie-Enttäuschungen im Umfeld der deutschen Vereinigung. Der Anlass beschränkt jedoch nicht das Feld der Fragestellung.

> Klaus-Michael Kodalle: Verzeihung denken - Die verkannte Grundlage humaner Verhältnisse
 
Kunst 03.09.13 Artikel lesen

Rüdiger Safranski stellt
neues Goethe-Buch vor

Am Donnerstag, 5. September 2013, um 19 Uhr stellt Rüdiger Safranski im Weimarer Stadtschloss erstmals seine jüngst erschienene Goethe-Biographie »Goethe – Kunstwerk des Lebens« der Öffentlichkeit vor. Safranski nähert sich Goethe aus den primären Quellen – Werken, Briefen, Tagebüchern, Gesprächen, Aufzeichnungen von Zeitgenossen. So wird Goethe ungewohnt lebendig: Ein junger Mann aus gutem Hause,...

> Buchpremiere – Rüdiger Safranski stellt Goethe-Biographie im Weimarer Stadtschloss vor
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Kunst 01.07.13 Artikel lesen

LUCIA DI LAMMERMOOR
Philharmonie München

Mit Diana Damrau, Marie Mc Laughlin, Joseph Calleja, N.N., Nicholas Testé, Musikalische Leitung: Jesús López – Cobos. Für jede große Sopranistin war die Interpretation der berühmten Wahnsinnsszene in Gaetano Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR ein Karrierehöhepunkt. Jetzt stellt sich die Ausnahmesängerin Diana Damrau einmal mehr der Herausforderung, vokale Höchstleistungen mit darstellerischer Vehemenz zu verbinden. Zusammen mit ihr wird Joseph Calleja für sängerischen Glanz und für ein unvergessliches Belcantoereignis der Extraklasse sorgen. Eine Traumbesetzung für eine legendäre Oper! 01./ 04./ 10. Juli 2013, Philharmonie München.

 
Kunst 29.04.13 Artikel lesen

Baumeister der Gründerzeit
Von Schinkel zu von Seidl

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Während die große Retrospektive zu Karl Friedrich Schinkel noch bis zum 12.Mai in der Hypokunsthalle Einblick in sein Schaffen gewährt, gedenkt München eines anderen großen Baumeisters der Gründerzeit: Gabriel von Seidl (1848-1913 in München). Kein Ort hätte sich am besten geeignet, um eine ihm gewidmete Ausstellung zu zeigen als das von ihm selbst erbaute, 1900 eröffnete „Künstlerhaus“ im Herzen Münchens. Bei einem Festakt zu seinem 100. Todestag (30. April 2013) wird seine Leistung gewürdigt, die schon bei ihrer Gründung vor 120 Jahren „ein Sammelplatz..., ein Mittelpunkt für Frohsinn sein wollte. Unterschiedliche Beiträge werden seine Person, sein Lebenswerk und seine Zeit beleuchten.www.kuenstlerhaus-muc.de

 
Gesellschaft 25.04.13 Artikel lesen

In Kürze: Gespräch mit Japans
Generalkonsul Akira Mizutani

Im Interview mit dem Generalkonsul von Japan, Akira Mizutani, sprach die Tabula Rasa über die Lage in Nordkorea und in der Region. Wie wird sich Japan im Ernstfall schützen? Wie sind die Beziehungen zwischen dem Land und China? Haben die Japaner Angst vor dem Ernstfall, wenn Kim seine Drohungen ernst werden läßt? Wie ist die Lage im Land nach dem Tsunami, der Erdbebenkatastrophe und Fukushima? Auf welche Energien wird Japan in der Zukunft setzen? Aber auch die neue Geldpolitik und die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2020 waren Teil des Gespräches.

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Gesellschaft 23.04.13 Artikel lesen

Die Dekonstruktion
der Geschlechter

Die homosexuelle Feministin und Philosophin Judith Butler strebt dem Poststrukturalismus (und auch Konstruktivismus) zu, welcher die Kontingenz des gesellschaftlichen Zustandekommens hervorhebt und betont, dass Sprache mittels kontingenter Kategorien die Realität konstruiert und damit das binäre Geschlechterdenken erst konstituiert. Butler nimmt primär innerhalb ihres Werkes ,,Das Unbehagen der Geschlechter“ (,,gender trouble“ aus dem Jahr 1990) und der darin zum Vorschein kommenden feministischen Theorie vor allem Bezug auf die Autoren Althusser,...

> Susanne Weiß: Judith Butlers Kampf für eine Dekonstruktion der Geschlechter
 
Glaube 04.04.13 Artikel lesen

Michael Triegel: Übergabe
des Porträts Benedikt XVI.

Anlässlich des 86. Geburtstags von Joseph Ratzinger am 16. April 2013, wird das Porträt Benedikt XVI. des Leipziger Malers Michael Triegel feierlich und in Anwesenheit zahlreicher Kardinäle der Deutschen Botschaft am Heiligen Stuhl in Rom als Leihgabe übergeben. Die Botschaft beauftragte den seit seinem ersten offiziellen Papst-Porträt 2010 als „Papstmaler“ bekannten Triegel 2012 mit einem weiteren Gemälde des mittlerweile von seinem Amt zurückgetretenen Benedikt XVI. Dieses soll dauerhaft als Leihgabe des Künstlers im Foyer des Botschaftssitzes in Rom gezeigt werden.

> Michael Triegel – Porträt Benedikt XVI.
 
Gesellschaft 11.02.13 Artikel lesen

Stasi-Verdacht gegen
Gregor Gysi

Dr. Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Deutschen Bundestag, hat seine Teilnahme am politischen Aschermittwoch abgesagt. Nach neuen Vorwürfen um eine Zusammenarbeit mit dem Ex-DDR-Geheimdienst, Stasi, steht der Politiker weiter in der Kritik. Wie der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für den Aufbau Ost, Patrick Kurth, hervorhebt, legt er Gysi nahe, alle politischen Ämter „bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen“. Gegen den Politiker wurde seitens der Staatsanwaltschaft Hamburg ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Darin besteht der dringende Verdacht, dass Gysi eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben könnte.

> Gregor Gysi: Wer über das Grundgesetz spricht, muss auch etwas ...
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Gesellschaft 11.02.13 Artikel lesen

Benedikt XVI.
tritt als Papst zurück

Nach einer Meldung des "Corriere della Serra" wird das Oberhaupt der Katholiken, Papst Benedikt XVI., am 28. Februar 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. Den Entschluss hatte Ratzinger während einer Ratssitzung zur Heiligsprechung der Märtyrer von Otranto in lateinischer Sprache geäußert. Damit ist Benedikt XVI. der erste Papst seit Coelestin V., der aus eigenen Wunsch aus dem Amt tritt. Ratzinger blieb auch als Papst ein wortgewaltiger Theologe, der bis zum Schluß die Kirche auf Kurs halten wollte. Sein Kampf gegen den Relativismus hatte ihm immer wieder Kritik eingebracht. Auf dem Konklave am 18. und 19. April 2005 wurde Joseph Ratzinger im vierten Wahlgang zum 265. Papst gewählt.

> Joseph Ratzinger Papst Benedikt als Theologe> Glaube und Wissen – Die kreatürliche Vernunft im Werk Joseph Ratzingers
 
Politik 08.01.13 Artikel lesen

In Kürze: Interview
mit Thomas Goppel

Die Tabula Rasa sprach mit dem Staatsminister a. D., Dr. Thomas Goppel, über Studiengebühren, über die Christliche Soziallehre, über die Wertegemeinschaft und die Säkularisierung, über die "aktive Bürgergesellschaft" und über die Grenzen der Pressefreiheit. Was macht "Politik als Beruf" aus, und hat der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, seine Chance verspielt? Aber auch der Kirchenvater Augustinus und Adolph Koling waren Inhalt des Interviews. Über Musik lässt sich mit Thomas Goppel wunderbar reflektieren, hier zeigt sich der ausgewiesene Kenner und -liebhaber.

 
Gesellschaft 25.12.12 Artikel lesen

Weihnachtsansprache des
Bundespräsidenten Gauck

Liebe Bürgerinnen und Bürger hier im Land, liebe Landsleute in der Ferne, es ist Weihnachten. Viele von uns lesen und hören in diesen Tagen die Weihnachtsgeschichte. In dieser Geschichte um das Kind in der Krippe begegnen uns Botschaften, die nicht nur religiöse, sondern alle Menschen ansprechen: „Fürchtet Euch nicht!" und „Friede auf Erden!" Wir sehnen uns nach Frieden - auch und gerade, weil in der Realität so viel Unfriede, so viel Krieg herrscht. Vor wenigen Tagen bin ich aus Afghanistan zurückgekehrt. Es hat mich beeindruckt, wie deutsche Soldatinnen und Soldaten unter Einsatz ihres Lebens Terror verhindern und die Zivilbevölkerung schützen. Mein Dank gilt ihnen - wie auch den zivilen Helfern dort.

> Weihnachtsansprache 2012 des Bundespräsidenten Joachim Gauck
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Gesellschaft 24.12.12 Artikel lesen

Die Tabula Rasa wünscht frohe
Weihnachten und ein gutes 2013

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Die Tabula Rasa, Zeitung für Gesellschaft und Kultur wünscht all Ihren treuen Lesern und Freunden ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein friedliches und gesundes neues Jahr 2013. Gedankt sei all unseren AutorenInnen für Ihre treue Mitarbeit. Wir hoffen Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch im nächsten Jahr auf unserer Webseite begrüßen zu dürfen, dann im neuen Layout. Erleben Sie die stillen Tage mit den besten Wünschen. Für 2012 haben wir interessante Interviewpartner gewonnen, u.a. Dr. Thomas Goppel, Dr. Ingo Friedrich E.h., IKH Gabriele von Habsburg und IKH Prinzessin von Bayern. Ich verbleibe mit den besten Grüßen, Ihr Dr. Dr. Stefan Groß.

 
Gesellschaft 21.12.12 Artikel lesen

Die Weihnachtsbotschaft
Chestertons

Konsumrausch und Bekenntnisscheu, organisierte Vorfreude ohne echte Festfreude, Rührseligkeit statt Anspruch, Herausforderung, Heiterkeit: Damit dürfte die in weiten Teilen der spätmodernen Gesellschaft vorherrschende Weihnachtskrise, geboren aus Unwissenheit oder echter Gegnerschaft, beschrieben sein. Dass unlängst ein Kandidat bei einer TV-Quiz-Show ausschied, weil er den vierten Advent auf die Zeit nach Heiligabend verlegte, passt ins Bild. Vielleicht als Fest der Familie oder des Friedens scheint die Geburtsstunde des Christentums noch konsensfähig. Mancherorts stellt man multireligiöse Krippen unter den Baum.

> Alexander Kissler: Die Weihnachtsbotschaft Chestertons
 
Gesellschaft 19.12.12 Artikel lesen

SPD-Politiker
Peter Struck ist tot

Der SPD-Politiker Peter Struck ist im Alter von 69 Jahren nach einem Herzinfarkt gestorben. Der frühere Verteidigungsminister starb am Mittwoch im Berliner Krankenhaus Charité. Am Dienstag wurde Struck dort nach einem schweren Herzinfarkt eingeliefert. Struck gehörte 29 Jahre dem Bundestag an. Während der großen Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von 2005 bis 2009 hatte der Politiker mit Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) viele Kompromisse erreicht. „Peter Struck ist in der Zeit der großen Koalition zu einem verlässlichen Freund und Wegbegleiter geworden. Er hat sich um unser Land als aufrechter Demokrat verdient gemacht“, so Kauder.

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Kunst 03.12.12 Artikel lesen

Bachs Weihnachtsoratorium
in der Allerheiligen Hofkirche

Zu einem musikalischen Hochgenuss der Sonderklasse lädt die Bayerische Philharonmie e. V. unter Leitung ihres Intendanten und musikalischen Leiters, Mark Mast, für den 6. und 8. Dezember 2012, jeweils 20.00 Uhr in die Allerheiligen Hofkirche der Residenz München ein. Auf dem Programm steht Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (Teile I, III und VI). Erleben Sie mit den Künstlern einen musikalisch festlichen Vorweihnachtsabend im besonderen Ambiente. Vorverkauf unter Telefon 089 836606, info@bayerische-philharmonie.de, www.muenchen-ticket.de. Es sind für den 6. und 8. Dezember noch Restkarten an der Abendkasse verfügbar.

> Zur Webseite: bitte hier klicken!
 
Gesellschaft 30.10.12 Artikel lesen

31. Oktober
Reformationstag

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Insbesondere von evangelischen Christen in Deutschland wird am 31. Oktober der Reformationstag gefeiert. Laut der Überlieferung soll der Mönch und Professor für Theologie Martin Luther am Tag vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg seine 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablaß und Buße angeschlagen haben, um damit eine akademische Disputation auszulösen. Mit seinen Thesen leitete der die Reformation in der Kirche ein.

> Bischof Joachim Wanke und Daniel Deckers> Jürgen Moltmann: Warum macht die Hoffnung uns lebendig?> Warum sind wir so säkular? Eine Antwort aus dem deutschen Osten
 
Gesellschaft 24.10.12 Artikel lesen

Benefizkonzert der DMSG
in Allerheiligen Hofkirche

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Landesverband Bayern. e. V. lädt am Freitag, den 2. November 2012 um 19:00 Uhr, zu einem Benefizkonzert in die Münchner Allerheiligen-Hofkirche ein. Für das Konzert konnten bekannte Künstler gewonnen werden: Rudens Turku (Violine), Yumiko Urabe (Klavier) und Maximilian Dorner (Lesung). Auf dem Programm stehen Werke von Johannes Brahms, Robert Schumann und Auzüge aus Werken von von Pablo de Sarasate, Malaguena, Niccolò Paganini - F. Kreisler, La Campanella.

> Vita Rudens Turku> Mehr Informationen: Bitte hier klicken!
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Politik 24.10.12 Artikel lesen

CDU verliert die Macht
in den Metropolen

Seit Sonntag regiert die Union nur noch in zwei von 20 großen Städten: in Dresden und in Wuppertal. Und in Frankfurt/Main trauern die Hessen ihrer populären Stadtchefin Petra Roth nach. Die CDU kann in den Metropolen nicht mehr punkten und versucht vergeblich in dieses Milieu einzudringen. Die Tabula Rasa sprach mit Petra Roth, die sich immer wieder für die Metropolregionen stark gemacht hat.

> Im Interview mit Petra Roth: Metropolen entscheiden über unser Überleben
 
Glaube 17.09.12 Artikel lesen

Ist alles erklärbar?
Papst Benedikt XVI.-Stiftung

Die Naturwissenschaften haben in den letzten Jahrhunderten bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Auch die Fragen nach Religion und Gott beschäftigen die Naturwissenschaft: Welche Gehirnregionen sind bei religiösen Ritualen aktiv? Bietet der Glaube an Gott evolutionäre Vorteile? Viele Menschen kommen zum Schluss, dass das Religiöse bald im Rahmen naturwissenschaftlicher Theorien erklärt werden kann. Doch das Problem ist vielschichtiger. Wie verhalten sich naturwissenschaftliche Vernunft und religiöser Glaube? Über diese Fragen diskutieren Prof. Peter Christian Aichelburg, DDr. Stefan Groß und Prof. Franz Kerschbaum. Die Moderation hat Prof. DDDr. Clemens Sedmak.

> Ist alles erklärbar? Naturwissenschaften und Religion im Dialog
 
Kunst 14.06.12 Artikel lesen

Art Basel öffnet
ihre Türen

Wo die Kasseler Dokumenta den Weg weg vom Galeriebusiness sucht, sammelt sich dieser Tage fast alles, was Rang und Namen in der Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts hat, an den Ufern des Rheins, in Basel. Eine Teilnahme an der „Art“ Basel gilt als Ritterschlag für jeden, der fast 2500 präsentierten Künstler und ebenso ihrer nahezu 300 Galeristen. Im letzten Jahr hatte das Zulassungskomitee Judy Lybkes „Eigen und Art“ aus Berlin/Leipzig nicht zugelassen. Und die Szene fragte sich, welche der drei Berliner Galleristen Kollegen wohl dafür verantwortlich war.

> Die Königin aller Kunstmessen öffnet ihre Tore
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Welt 30.05.12 Artikel lesen

Assange wird
ausgeliefert

Der Gründer von Wikileaks - Julian Assange - darf von Großbritannien nach Schweden ausgeliefert werden. Diese Entscheidung hat das höchste britische Gericht nun bekanntgegeben. Dem Australier und Enthüller bleibt nunmehr nur noch der Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, um seine Auslieferung zu verhindern.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
 
Politik 16.05.12 Artikel lesen

Norbert Röttgen
tritt zurück

Bundesumweltminister Norbert Röttgen zieht die Konsequenzen aus seiner Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen. Die Wähler quittierten Röttgen sein Doppelspiel in Berlin und Düsseldorf. Der CDU-Politiker hatte bereits am Wahlabend sein Amt als CDU-Landeschef niedergelegt. Nun tritt Röttgen auch vom Amt des Umweltministers zurück, nachdem heftige Kritik aus den eigenen Reihen und von CSU-Parteichef Seehofer laut. In die Kritik kam Röttgen durch seine Pläne zur Kürzung der Solarförderung. Sein Nachfolger wird Peter Altmaier.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
 
Politik 10.05.12 Artikel lesen

Im Interview:
Petra Roth

Metropolen entscheiden über unser Überleben, dies ist die Kernthese der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Im Gespräch mit der Tabula Rasa erklärt die CDU-Politikern, die auch für das Amt des Bundespräsidenten in der Wulff-Nachfolge im Gespräch war, warum eine Reform des Föderalismus notwendig ist und welche Rolle dabei die Metropolregionen spielen. Roth will die Entscheidungsgewalt der Länderparlamente einschränken und die politische Stahlkraft der Ballungszentren fördern. Ihre Thesen formulierte die charismatische Politikerin in ihrem Buch "Aufstand der Städte, Metropolen entscheiden über unser Überleben".

> Metropolen entscheiden über unser Überleben
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Gesellschaft 08.05.12 Artikel lesen

Osama bin Laden und
der Schrecken des Terrors

Ein Jahr nach der Tötung des lange gesuchten Terrorchefs und Kopf von Al-Qaida, Osama bin Laden, konnten amerikanische Geheimdienste einen Terroranschlag vereiteln. Ein Selbstmordattentäter wollte sich mit einem Sprengsatz in einer Maschine auf dem Weg in die USA in die Luft sprengen. Seit der Tötung von bin Laden gibt es Befürchtungen, daß das Datum für Racheakte genutzt werden könnte.

> Auf der Suche nach einer terroristischen Persönlichkeit
 
Gesellschaft 08.05.12 Artikel lesen

Der "Club of Rome" und
die düsteren Prognosen

40 Jahre nachdem der erste Bericht des "Club of Rome" vorgelegt wurde, ist der Rome Reports "2052" erschienen. Die Wissenschaftler propezeihen einen drastischen Klimawandel mit gravierenden Umweltfolgen, einen geringen Anstieg des Bruttoinlandprodukts und der Volkswirtschaften. Allein die Entwicklungsländer können profitieren: hier nimmt die Armut bis 2052 ab. Insgesamt, so der Bericht, wird die Weltbevölkerung mit 8,1 Milliarden ihren Höhepunkt erreichen.

> Bestimmen Katastrophen unser Leben?
 
Glaube 07.05.12 Artikel lesen

"Kirche ist keine
Demokratie"

Seit jeher hat es die Politik mit innerweltlicher Macht zu tun. Und Demokratie ist eine politische Form, die auf die Herrschaft der Mehrheit, aber auch auf Machtkontrolle hinausläuft. Darin liegt der Charme einer freiheitlichen Demokratie, die rechtlich verfaßt ist. Unsere Verfassung kennt sogar Bestimmungen, denen eine „Ewigkeitsgarantie“ zugesprochen wird, und die auch von noch so großen Mehrheiten nicht liquidiert werden können.

> „Kirche ist keine Demokratie“
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Gesellschaft 02.05.12 Artikel lesen

Axel Cäsar Springer
100. Geburtstag

Axel Cäsar Springer, geboren am 2. Mai 1912 in Hamburg, galt nicht nur in Deutschland lange Jahre als der Medienpapst schlechthin, der das politische Geschick der Bundesrepublik mit "Bild" und dem Flaggschiff "Die Welt" mit bestimmte und eines der größten Medienimperien erfolgreich leitete. Springer war auch ein Befürworter der Deutschen Einheit und kämpfte für die Holocaust-Überlebenden und den unabhängigen Staat Israel. Der konservative Denker und Visionär polarisierte, mit der Generation 68 kam es dann zum Bruch. Springer starb 1985 im geteilten Berlin.

 
Gesellschaft 02.05.12 Artikel lesen

Weniger Arbeitslose
in Deutschland

In der Bundesrepublik ist die Zahl der Erwerbslosen weiter zurückgegangen. Wie die dafür zuständige Behörde, die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, mitteilte, waren im April zwei Millionen 963tausend Menschen als erwerbslos registriert. Dies sind fünfundsechzigtausdend weniger als im März und hundertfünfzehntausend weniger als im vergangenen Jahr. Der Chef der Agentur, Weise, betonte, daß die positive Grundtendenz am Arbeitsmarkt anhalten werde.

> Arbeitslosigkeit – hoffen, bangen, resignieren
 
Politik 27.04.12 Artikel lesen

Sensationelles Comeback
Lindner und die FDP

Mit 8,6% ist die NRW-FDP wieder in den Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes eingezogen. Die bisher 13-köpfige Fraktion bekommt Zuwachs, denn in der neuen Wahlperiode werden die Liberalen von 22 Abgeordneten vertreten. Wohin ein personengeführter Wahlkampf führt, hat neben Frau Kraft der ehemalige FDP-Generalsekretär und neue Hoffnungsträger Christian Lindner demonstriert. Die FDP, lange tot geglaubt, ist erstarkt.

> Christian Lindner im Gespräch mit der Tabula Rasa
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Kunst 27.04.12 Artikel lesen

Guardini-Preis für
Harnoncourt

Bild

Nikolaus Harnoncourt ist nicht nur ein Dirigent von Weltrang, er ist auch Musikphilosoph, Denker und Deuter von Welt. Unter Musik versteht er eine „Klangrede“, die sich dem Unaussprechlichen zuwendet. Dieser enge Zusammenhang von Sprache und Musik gibt ihm als Künstler seinen einzigartigen Rang. Zusammen mit seiner Frau Alice gründet er 1953 den Concentus Musicus Wien.

> Romano Guardini Preis 2012 der Katholischen Akademie Bayern an Nikolaus Harnoncourt> Mehr dazu: Hier klicken
 
Wissen 26.04.12 Artikel lesen

Marquis de Condorcet:
Fortschrittsoptimismus

Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet (1743-1794), wird als einer der letzten Philosophen und Enzyklopädisten betrachtet. Ferner gilt er – durch seinen „Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes“ – als einer der wichtigsten Vertreter des Fortschrittsoptimismus und Denker der Aufklärung vor und während der Zeit der Französischen Revolution. Darin postuliert er, dass der Mensch aufgrund seines Strebens nach verbesserten Bedingungen seines Daseins die Idee des Fortschrittes in sich trägt.

> Ingrid Gross: Geschichte als Fortschrittsoptimismus
 
Gesellschaft 17.04.12 Artikel lesen

Auf zur Art Cologne

Daniel Hug hat alles richtig gemacht. Als er vor vier Jahren die Kölner Kunstmesse übernahm, war sie wie eine etwas mürrische Tante in der Midlive Crisis. Vor dem Art Forum Berlin, der FIAC in Paris und der Art Basel Miami Beach war sie ins Frühjahr geflüchtet, wo ihre grau melierten Freunde traditionell die TEFAF in Maastricht aufsuchen. Was in solchen Fällen hilft, ist eine Adoption, Training mit aufgeweckten Jugendlichen und die Gesellschaft großer Namen.

> Jan Löw: Auf zur Art Cologne
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Gesellschaft 15.04.12 Artikel lesen

Papst Benedikt
XVI.
wurde 85.

Was Novalis wusste, ist Papst Benedikt Programm: „Nach innen geht der geheimnisvolle Weg.“ Gerade so, wie es ein Irrtum ist, den Poeten des Wissens für im landläufigen und also falschen Sinne romantisch zu halten, gerade so wäre es ein Irrtum, sich Benedikt XVI. als verzückungsbereiten Charismatiker vorzustellen, nur weil er tatsächlich ein Mystiker ist. Ja, mystisch ist das Koordinatensystem Benedikts.

> Zum 85. Geburtstag von Benedikt XVI.> Stefan Groß: Glaube und Wissen bei Joseph Ratzinger
 
Gesellschaft 14.04.12 Artikel lesen

In Kürze: Interview
mit Petra Roth

Die langjährige Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth, hat immer wieder Politikgeschichte geschrieben - auch und oft gegen die Interessen ihrer Partei, der CDU. Mit ihrem Buch, "Aufstand der Städte, Metropolen entscheiden über unser Überleben" plädiert die charismatische Politikern für die Vorbildfunktion der Metropolregionen, denn in ihnen entscheidet sich die Zukunft - nicht nur mit Blick auf die demographische Entwicklung, sondern auch im Blick auf den Klimawandel.

 
Gesellschaft 06.04.12 Artikel lesen

Frohe Ostern 2012
wünscht die Tabula Rasa

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Die Tabula Rasa wünscht allen Ihren Lesern und Leserinnen ein besinnliches und friedliches Osterfest 2012. Gedankt sei an dieser Stelle den treuen Mitarbeitern, ohne die die Zeitung nicht bestehen könnte. Dank Ihres Engagements ist es uns möglich, täglich unsere Webseiten zu aktualisieren.

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Gesellschaft 06.04.12 Artikel lesen

Der Fall
Günter Grass

Sind die Tiraden eines bösen alten Mannes, in blöde armselige Worte gepresst, den Aufschrei der Empörung wert, den sie am Vorabend des Osterfestes verursachten? Jedenfalls hat man sich dazu herab gelassen, ihrer zu zürnen. Wenn auch ich mich dazu erniedrige, noch einen schnellen Veriss drauf zu nageln, so geschieht dies nicht in der Absicht, den Märtyrer Grass, der meint, er blute für den ´Weltfrieden´, solcherart zu richten. Erwird diesen Text nicht lesen. Ihn liest auch keiner.

> Was muss noch gesagt werden? Der Fall Günter Grass
 
Welt 29.03.12 Artikel lesen

Papst Benedikt XVI.
trifft Fidel Castro

Papst Benedikt XVI. wurde zum Abschluß seiner Kubareise vom früheren Staats- und Parteichef Fidel Castro in der kubanischen Hauptstadt Havanna empfangen. In einem halbstündigen Gespräch sprachen beide über Fragen des Glaubens und über den Zustand der Welt. Zuvor hatte das Oberhaupt der Katholiken während einer Messe die volle Religionsfreiheit und die Anerkennung der katholischen Kirche in dem kommunistisch-regierten Land gefordert.

> Robert Lembke: „Das ewige Floß“. Wohin treibt Kuba?> Stefan Groß: Glaube und Wissen – Die kreatürliche Vernunft im Werk Joseph Ratzingers
 
Gesellschaft 25.03.12 Artikel lesen

Bonifikation für
Chefärzte

Von der Öffentlichkeit fast unbeachtet erschien eine Nachricht auf dem Laufband von n-TV, dass immer mehr Chefärzte in den Kliniken Bonifikationen zwecks Erreichung wirtschaftlicher Zielsetzungen erhalten. Leider ist der Öffentlichkeit wohl nicht bekannt, dass in den Krankenhäusern nach Diagnose, Krankheitsgrad und Schweregrad der Erkrankungen eine Abrechnung mit den Krankenkassen erfolgt. Mit der Fallpauschale wird über eine definierte Krankheit, eine so genannte mittlere Verweildauer, festgelegt, und darüber der Zahlbetrag für die Kostenerstattung ermittelt.

> Bonifikationen für Chefärzte zwecks Erreichung wirtschaftlicher Ziele
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Kunst 23.03.12 Artikel lesen

Martin Walser
"Über Rechtfertigung"

Für Martin Walser ist Religion keine Alterssentimentalität. Dies weiß keiner besser, als der in Wasserburg am Bodensee geborene Schriftsteller, der am 24. März seinen 85. Geburtstag begeht. Pünktlich zu seinem Jubiläum erscheint ein neuer Essay, in dem Walser sein persönliches Glaubensbekenntnis vorlegt. Und nicht nur das: Walser reflektiert über den Begriff der religiösen Rechtfertigung. "Über Rechtfertigung, Eine Versuchung", Rowohlt, Reinbek 2012. 2010 erschien "Nietzsche lebenslänglich".

> Martin Walser: Nietzsche lebenslänglich
 
Gesellschaft 23.03.12 Artikel lesen

Bundespräsident
Joachim Gauck

Am Morgen des 23. März 2012 wurde Joachim Gauck in Berlin - in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat - im Plenarsaal des Deutschen Bundestages als elfter Präsident der Bundesrepublik Deutschland vereidigt. Im Anschluß hielt Gauck seine Antrittsrede, die Sie hier nachlesen können. Nach seiner Vereidigung ist der neue Bundespräsident mit militärischen Ehren durch die Bundeswehr im Park von Schloß Bellevue begrüßt worden.

> Antrittsrede nach der Vereidigung zum Bundespräsidenten
 
Gesellschaft 21.03.12 Artikel lesen

Hans-Dietrich Genscher
feiert seinen 85. Geburtstag

Einer der Architekten der Deutschen Einheit, der Politiker Hans-Dietrich Genscher, geboren in Halle an der Saale, feiert seinen 85. Geburtstag. Wie kaum ein anderer hat Genscher das Bild seiner Partei, der FPD, geprägt und prägt es noch immer. Nach 18-jähriger Tätigkeit als Bundesaußenminister trat er 1992 vom Amt zurück. Legendär war Genschers Botschaft in der Deutschen Botschaft in Prag, wo er den dorthin geflüchteten DDR-Bürgern mitteilte, daß ihre Ausreise genehmigt sei.

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Gesellschaft 19.03.12 Artikel lesen

11. Bundespräsident
Joachim Gauck

Nach seiner Wahl zum 11. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland hat Joachim Gauck seinen neuen Amtssitz im Berliner Schloß Bellevue bezogen. Sowohl der ehemalige Bundespräsident Wulff als auch der Bayerische Ministerpräsident und Bundesratspräsident Horst Seehofer haben Gauck in der Residenz empfangen. Der 72-Jjährige DDR-Pastor erhielt 80 Prozent der Stimmen, Beate Klarsfeld hatte keine Chance.

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck
 
Gesellschaft 16.03.12 Artikel lesen

Beate Klarsfeld wird
als Symbol missbraucht

Ohrfeigen sind vielleicht die zärtlichste Form körperlicher Brutalität. Die symbolische Wirkung soll die Kraft der realen Berührung überstrahlen. Ohrfeigen junge Damen ältere Männer, spielen erotische Assoziationen hinein und lassen den Schlag als Schlag fast verblassen. Beate Klarsfelds Ohrfeige saß vierfach: Das Nachdenken über das Mitmachen im Nationalsozialismus wurde problematisiert (Altbundeskanzler Kiesinger war kein Nazi-Verbrecher, aber stellvertretender Leiter der Rundfunkpolitischen Abteilung des Auswärtigen Amtes).

> Lutz Rathenow: Beate Klarsfeld wird als Symbol missbraucht
 
Gesellschaft 12.03.12 Artikel lesen

"Europa wie weiter?"

Am Donnerstag, 15. März 2012 (19.00 Uhr) laden im Rahmen der traditionellen Bodensteiner Gespräche diesmal drei politische Stiftungen gemeinsam zum Gesprächsabend ein. Die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V., das Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung und das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. freuen sich auf hochkarätige Gäste, die in der Burg Bodenstein (Großer Saal, Burgstr. 1, 37339) zum Thema „EUROPA WIE WEITER? Wege für die Zukunft der Europäischen Union“ diskutieren.

> Mehr dazu, hier:
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Gesellschaft 11.03.12 Artikel lesen

Ein Nachtrag -
Die Causa Wulff

Der letzte ehemalige Bundespräsident trat von einem Amt zurück, welches er liebte. Er hatte während seines politischen Lebens große Fehler und Tabubrüche begangen, die er alle mit Bravour überstand. Als Papst Benedikt XVI. sich mit dem aus der Kommunion ausgeschlossenen geschiedenen und wiederverheirateten Katholiken traf, benutzte Wulff seine Begrüßungsansprache an den Papst, um seine eigenen Probleme anzusprechen. Als er vom jüdischen Journalisten Friedman auf hohe Managergehälter angesprochen wurde, konterte Wulff mit Pogromstimmung.

> Die Causa Wulff
 
Gesellschaft 28.02.12 Artikel lesen

Moderne Großstadtpolitik

Das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. lädt am Montag, 5. März 2012 (18.00 Uhr) Rathaus Jena, Rathausdiele, Markt 1, 07743 Jena zu einem Vortrag und Podiumsdiskussion ein. Die langjährige Oberbürgermeisterin von Frankfurt/M. Petra Roth wird Ihre Sicht moderner Großstadtpolitik darstellen. Im Anschluss werden Mike Mohring MdL (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag), Dr. Mario Voigt MdL (Generalsekretär der Thüringer CDU) und Prof. Dr. Dietmar Schuchardt (Mitglied der Jenaer CDU-Stadtratsfraktion) zum Thema diskutieren. Dr. Stefan Groß (www.tabularasa-jena) wird die Veranstaltung moderieren.

> Moderne Großstadtpolitik
 
Gesellschaft 21.02.12 Artikel lesen

Ausstellung: "Kölle Alaaf
unterm Hakenkreuz"

Als der Nationalsozialist Wilhelm Ebel im Mai 1935 den „Verein Kölner Karneval e. V.“ aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Polizei und NSDAP sowie der Nationalsozialistischen Organisation Kraft durch Freude ankündigte, kam es zu sogenannten Narrenrevolte: Der organsierte Karneval der Domstadt widersetzte sich mit der Gründung des „Festausschusses Kölner Karneval“ erfolgreich den Gleichschaltungsversuchen des Kölner Beigeordneten. Doch was Jahrzehnte lang der Kern für die These gewesen ist, dass sich der Kölner Karneval stets demonstrativ als Schutz- und Trutzburg gegen nationalsozialistische Strukturen und Einflussnahme bewährt habe, erweist sich als eine Mär.

> Ausstellung „Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz“
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Politik 18.02.12 Artikel lesen

Gauck wird neuer
Bundespräsident

Noch am Sonntagabend wurde die Entscheidung um die Nachfolge von Bundespräsident Christian Wulff (CDU) geregelt. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck soll Wulff im Amt nachfolgen. Doch der Einigung ging ein harter Machtkampf zwischen Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Rösler voraus. Die Tabula Rasa hat in ihrem Archiv geblättert und präsentiert Ihren Lesern ein Interview mit Joachim Gauck.

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck
 
Glaube 11.02.12 Artikel lesen

Mordkomplott gegen
Papst Benedikt XVI.

In Rom hat ein Zeitungsbericht über ein angebliches Mordkomplott gegen den deutschen Papst, Benedikt XVI., für Verwirrung gesorgt. Nach Informationen der italienischen Zeitung „Il Fatto Quotidiano“ soll das Attentat auf den Pontifex in den nächsten zwölf Monaten verübt werden. Diese Information geht aus einem vertraulichen Vatikan-Dokument hervor. Zwar wurde der Bericht im Vatikan von oberster Stelle zurückgewiesen, doch halten es Vatikan-Kenner - trotz Dementi - für möglich, daß der Vorgang Teil eines Machtkampfes an der Spitze der römischen Kurie sein könnte. Die Tabula Rasa hat sich mit dem Vernunftbegriff des Papstes beschäftigt.

> Stefan Groß: Glaube und Wissen – Die kreatürliche Vernunft im Werk Joseph Ratzingers
 
Gesellschaft 31.01.12 Artikel lesen

Die Anschläge in den
deutschsprachigen Medien

Bei einem Bombenattentat im Regierungsviertel von Oslo und einem Massaker in einem Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation auf der Insel Utöya am 22.7.2011 wurden insgesamt 93 Menschen getötet. Die Anschläge in Norwegen wurden spontan von den hegemonialen bürgerlichen Medien in ein Konstrukt islamistischer Bedrohung gestellt. Nachdem der Norweger Anders Breivik als Täter ermittelt wurde, musste diese Deutung revidiert werden. Die meisten Medien gingen kommentarlos und fast ohne Selbstreflexion von einem Kontext (islamistischer Terror) zum anderen (rechter Anschlag) über.

> „Das hat doch nichts mit uns zu tun!“. Die Anschläge in deutschsprachigen Medien
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Welt 30.01.12 Artikel lesen

Ahmadinedschad und
die nukleare Bedrohung

Nach Einschätzung der amerikanischen Regierung könnte der Iran innerhalb von zwölf Monaten Atomwaffen entwickeln. Aus Regierungskreisen hieß es, das man der Ansicht ist, dass es etwa ein Jahr dauern würde, bis der Iran in der Lage sei, eine Atombombe herzustellen. US-Verteidigungsminister Leon Panetta betonte, die USA würden es nicht zulassen, dass die iranische Regierung in den Besitz von Atomwaffen gelange. "Wenn sie fortfahren und wir Informationen erhalten, dass sie mit der Entwicklung einer Kernwaffe fortfahren, werden wir alles tun, was nötig ist, um es zu verhindern".

> Robert Lembke: Der Buhmann bangt
 
Politik 28.01.12 Artikel lesen

Die FDP, die Freiheit und
das neue Grundsatzprogramm

Die Liberalen wollen künftig als Partei des mündigen Bürgers, der fairen Bürgergesellschaft und als „einzige Partei der Freiheit“ ihre derzeitige politische Krise überwinden. Die neue Leitidee der FDP geht aus dem Entwurf für das neue Grundsatzprogramm hervor. In dem 30-seitigen Entwurf mit dem Titel "Freiheitsthesen" heißt es: „Als einzige Partei in Deutschland mache die FDP die Freiheit des einzelnen Menschen zum Maß, Mittel und Zweck ihrer Politik.“ Dabei wird auch betont, daß nur in einer liberalen Gesellschaft ein „sozialer Aufstieg für jeden möglich“ sei. Stefan Groß sprach mit dem damaligen FDP-Generalsekretär über neue Perspektiven.

> FDP-Generalsekretär Christian Lindner im Gespräch mit Stefan Groß
 
Welt 28.01.12 Artikel lesen

Infelix Griechenland

Um die Griechen endgültig vor der Pleite zu retten, müssen EZB, IWF und EU offenbar mehr Geld bereit stellen als ursprünglich gedacht. Zudem soll der griechische Haushalt kontrolliert werden. Wie das Nachrichtenmagazin der „Spiegel“ berichtet, wird nach Einschätzung der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) Griechenland noch einmal zusätzlich rund 15 Milliarden Euro benötigen.

> Der Beitritt Griechenlands in die EU> Griechisches Monopoly - Oder: Was macht unser Öl unter Griechenland
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Gesellschaft 27.01.12 Artikel lesen

Leutheusser-Schnarrenberger
und die Vorratsdatenspeicherung

Im Streit um die Vorratsdatenspeicherung hat Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ihren Kompromissvorschlag verteidigt. Der Bürger, der nichts zu verbergen habe, weil er unschuldig sei, dürfe nicht überwacht werden, so die FDP-Politikerin. Darüber hinaus zeigte sich die Ministerin zuversichtlich, daß es noch in der ersten Jahreshälfte 2012 zu einer einvernehmlichen Regelung kommen werde. Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für ein Modell, nach dem Telekommunikationsdaten einer Person erst dann aufbewahrt werden sollen, wenn ein konkreter Verdacht gegen diese besteht.

> Schmutzige Verarbeitung personenbezogener Daten
 
Politik 05.01.12 Artikel lesen

Wie weiter Herr
Bundespräsident?

Ein Kapitel zum Fremdschämen! So etwas hat unsere schwarz-gelbe Koalition als Inbegriff der Integrität, der moralischen Leuchtkraft, der Glaubwürdigkeit unserem Staat vorangestellt! Einen spießigen Krämer, der, wenn er in die Enge getrieben wird, sich dümmlich mit der Presse anlegt, sie zu zensieren versucht. Wären nicht die wütenden Reaktionen der Medien, dann hätten unsere famosen schwarzgelben Spießgesellen, die dieses armselige Licht, das sie unter dem Scheffel hervorgezogen haben, unter dem Mantel der beschönigenden Barmherzigkeit verborgen gehalten.

> Unser Bundespräsident
 
Politik 05.01.12 Artikel lesen

OB Sauerland
vor dem Aus

Bald anderthalb Jahre ist es nun her, dass der Deutschen größtes, in aller Welt beachtetes Volksfest, die sogenannte Loveparade, im Blut zu Tode getrampelter Menschen erstickte und so der exhibitionistischen Massenorgie ein klägliches, immerhin endgültiges Ende bereitet wurde. Die Gelegenheit, das voyeuristische Spektakel entsprechend zu bewerten, indem man es in einen passendes Kontext einordnet, wurde verpasst; stattdessen konzentrierte sich das Meinungsführende Establishment bald nur noch darauf, die ´Schuldigen´ zu finden – und fand am Ende einen einzigen: den OB Sauerland.

> Sauerland vor dem endgültigen Aus
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Gesellschaft 03.01.12 Artikel lesen

Die Weihnachtsbotschaft
Chestertons

Konsumrausch und Bekenntnisscheu, organisierte Vorfreude ohne echte Festfreude, Rührseligkeit statt Anspruch, Herausforderung, Heiterkeit: Damit dürfte die in weiten Teilen der spätmodernen Gesellschaft vorherrschende Weihnachtskrise, geboren aus Unwissenheit oder echter Gegnerschaft, beschrieben sein. Dass unlängst ein Kandidat bei einer TV-Quiz-Show ausschied, weil er den vierten Advent auf die Zeit nach Heiligabend verlegte, passt ins Bild.

> Die Weihnachtsbotschaft Chestertons
 
Politik 03.01.12 Artikel lesen

Dobrindt stellt sich
hinter Seehofer

In der Debatte um die Rente mit 67 hat sich CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hinter CSU-Chef Seehofer gestellt. Wie Dobrindt betonte, sei die Erhöhung des Renteneintrittsalters die richtige Antwort auf die demographische Entwicklung in Deutschland. Aber wenn länger gearbeitet werden soll, müssen auch die Möglichkeiten dazu gegeben sein. Dies heißt, daß die Beschäftigungschancen für Menschen über 50 spürbar zu verbessern sind.

 
Gesellschaft 01.01.12 Artikel lesen

Göring-Eckardt
und die neuen Werte

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Göring-Eckardt, hat die Bundesbürger dahingehend aufgerufen, ihren Lebensstil drastisch zu ändern. Wie die Politikerin der Grünen betonte, lebt die Menschheit derzeit in einer Zeit von Rohstoff-Knappheit und Klimakrise. Für die aus Thüringen stammende Politikerin liegt der Fokus bei der Umstrukturierung des Lebensstils auf der Besinnung auf traditionelle Werte - zu denen sie Solidarität und Vertrauen zählt.

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Gesellschaft 01.01.12 Artikel lesen

Hartz-IV-Sätze
werden erhöht

Mit Jahresbeginn werden die Hartz-IV-Sätze erhöht. Beispielsweise für alleinlebende Erwachsene um 10 Euro auf 374 Euro monatlich. Hingegen sinkt der Beitrag zur Rentenversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent. In der Zeitarbeitsbranche wird ab dem 1. Januar 2012 ein gesetzlicher Mindestlohn in Kraft gelten. Durch das Inkrafttreten des Familienpflegezeitgesetzes haben Beschäftigte in Zukunft die Möglichkeit, zur Pflege eines Angehörigen ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre zu reduzieren. Dafür ist dann ein Lohnausgleich vorgesehen, der verrechnet wird, wenn die Betroffenen wieder voll arbeiten.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV auf dem Prüfstand
 
Politik 23.12.11 Artikel lesen

Norbert Röttgen:
Die Berufung Europas

Es gibt keine andere Region auf der Erde, die mit der Ent­stehung von Globalisierung so sehr verbunden und deren geschichtliche Entwicklung wiederum selbst so von ihr geprägt ist wie (West-)Europa. Über mehrere Jahrhunderte der Neuzeit hinweg ist Europa eine der dominanten Mächte auf der Erde gewesen, sie hat den Globus gewissermaßen erschlossen und erstmals mit einem weltumspannenden Netz umwoben.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
 
Gesellschaft 23.12.11 Artikel lesen

Frohe Weihnachten
und ein gutes neues Jahr

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Die Tabula Rasa, Zeitung für Gesellschaft und Kultur wünscht all Ihren treuen Lesern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein friedliches und gesundes neues Jahr. Gedankt sei allen Autoren für Ihre treue Mitarbeit. Wir hoffen Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch im nächsten Jahr auf unserer Webseite begrüßen zu dürfen und verbleiben für die stillen Tage mit den besten Wünschen. Ihr Dr. Stefan Groß.

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Politik 21.12.11 Artikel lesen

Gauck statt Wulff?

Trotz kritischer Vorwürfe zur Kreditaffäre erhält der Deutsche Bundespräsident Christian Wulff Rückendeckung aus der Bevölkerung. 62 Prozent der Bundesbürger sind gegen einen Rücktritt des CDU-Politikers. Chancen, das Staatsoberhaupt im Amt zu beerben, wenn Wulff scheitern sollte, hätte der heute 71-jährige Joachim Gauck (Foto), der bei der Wahl des Bundespräsidenten im Juni 2010 für SPD und Grüne gegen Wulff angetreten war und erst im dritten Wahlgang verloren hatte. Gauck galt damals als gesamtdeutsche Integrationsfigur und war deutlich beliebter als Wulff.

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck> „Wahrheit macht versöhnungsbereit“
 
Gesellschaft 20.12.11 Artikel lesen

Hans Christian Andersen
Der Weihnachtsbaum

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Draußen im Wald stand ein niedlicher kleiner Tannenbaum. Er hatte einen guten Platz. Die Sonnenstrahlen liebkosten ihn, und der Wind strich durch seine Zweige. Im nächsten Jahr war der Baum schon um einen bedeutenden Ansatz größer und das Jahr darauf noch um einen. "Ach, wenn ich doch so groß wie die anderen Bäume wäre", seufzte das Bäumchen, "dann könnte ich meine Zweige weit ausstrecken und mit meinem Wipfel in die weite Welt hinausblicken."

> Der Weihnachtsbaum - Hans Christian Andersen (1805-1875)
 
Gesellschaft 20.12.11 Artikel lesen

Erich Kästner - Eine
vorweihnachtliche Betrachtung

Es hatte schon wieder geklingelt. Das neuntemal im Verlauf der letzten Stunde! Heute hatten, so schien es, die Liebhaber von Klingelknöpfen Ausgang. Mürrisch rollte ich mich türwärts und öffnete. Wer, glauben Sie, stand draußen? Sankt Nikolaus persönlich! In seiner bekannten historischen Ausrüstung. "Oh", sagte ich. "Der eilige Nikolaus!" - "Der heilige, wenn ich bitten darf. Mit h!" Es klang ein wenig pikiert.

> Eine vorweihnachtliche Betrachtung - Erich Kästner (1899-1974)
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Welt 19.12.11 Artikel lesen

Václav Havel ist tot

Er war die politische Schlüsselfigur im gewaltlosen Kampf gegen den Kommunismus. Erst war der 1936 geborene Václav Havel politischer Gefangener, dann avancierte er zur demokratischen Autorität mit weltweiter Anerkennung. Nach der sogenannten Samtenen Revolution, an der der Dichterpräsident wesentlich beteiligt war, war Havel von 1989 bis 1992 der Präsident der Tschechoslowakei sowie von 1993 bis 2003 Präsident der Tschechischen Republik. Am Sonntag ist der Politiker im Alter von 75 Jahren gestorben

 
Welt 19.12.11 Artikel lesen

Kim Jong Il ist tot

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il ist tot. Der Diktator, der nach dem Tod seines Vaters und "ewigen Präsidenten" Kim Il Sung 1994 die Macht übernommen hatte, regierte sein Land mit eiserner Faust. Nach offiziellen Angaben wurde Kim Jong Il 69 Jahre alt. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2008 galt er als gesundheitlich angeschlagen. Zum Nachfolger wurde sein Sohn Kim Jong Un bestimmt, die Trauerfeierlichkeiten finden am 21. Dezember statt.

 
Kunst 14.12.11 Artikel lesen

Leo-Baeck-Medaille
für Anselm Kiefer

Bild

Der deutsche Maler und Bildhauer Anselm Kiefer (66), der 1945 in Donaueschingen geboren wurde, ist mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. Der Deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat Kiefer die Medaille bei einer Gala im Waldorf Astoria Hotel verliehen. Allährlich vergibt das Leo-Baeck-Institut den Preis an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die deutsch-jüdische Aussöhnung verdient gemacht haben.

> Weltschmerz schlägt Ware
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Geld 14.12.11 Artikel lesen

Scholl-Latour und der
Tod von Gaddafi

Der Arabien-Experte Peter Scholl-Latour hat gegenüber Welt-Online betont, daß der frühere libysche Diktator Muammar al-Gaddafi möglicherweise nicht erschossen wurde. Vielmehr geht Scholl-Latour davon aus, daß Gaddafi von seinen Gegnern zu Tode gefoltert worden sei. "Gaddafi ist mit einer Eisenstange gepfählt worden“, so Scholl-Latour unter Berufung auf französische Informationen.

> Chronist aus Leidenschaft - Peter Scholl-Latour
 
Geld 14.12.11 Artikel lesen

2012: ifo-Institut senkt
Konjunkturprognose

Das Münchner ifo-Institut hat angesichts der andauernden Euro-Krise seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2012 deutlich gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr voraussichtlich nur um 0,4 Prozent zulegen. Im Sommer 2011 war der Präsident des ifo-Insituts, Hans-Werner Sinn, noch von einem Plus von 2,3 Prozent ausgegangen. Auch die Bundesbank hatte ihren Ausblick zuletzt nach unten korrigiert und zwar von 1,8 auf 0,6 Prozent. Die Bundesregierung erwartet nur noch ein Wachstum von einem Prozent.

 
Gesellschaft 14.12.11 Artikel lesen

Christian Lindner tritt
als Generalsekretär zurück

Der wortgewandte FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat seinen Rücktritt nach einem Gespräch mit Parteichef Philipp Rösler erklärt. Lindner kommentierte seine Entscheidung mit den Worten: "Es gibt den Moment, in dem man seinen Platz frei machen muß, um eine neue Dynamik zu ermöglichen." Der 32-jährige Politiker war im Zusammenhang mit der Organisation des Mitgliederentscheids seiner Partei zum Euro-Rettungsschirm ESM stark in die Kritik geraten. Die FDP käme derzeit nur auf drei Pozent der Wählerstimmen.

> FDP-Generalsekretär Christian Lindner im Gespräch mit der Tabula Rasa
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Bücher 13.12.11 Artikel lesen

Gavin Pretor-Pinney
Kleine Wellenkunde

Wenn man an Wellen denkt, assoziiert man unmerklich mit Strand, Sonne und Meer. Denn dort treten sie offenkundig zutage, als rollende Brecher, die Gischtwolken aufwerfen oder als stete Folge von Wellenkämmen, die eine nach der anderen mit schöner Regelmäßigkeit auf den Kiesstrand fallen, je nach Stimmung des Ozeans. Ihre Bewegungen hypnotisieren und bringen "einen ewigen Klang von Traurigkeit mit sich", schrieb der englische Dichter Matthew Arnold.

> Das Verborgene im Alltäglichen oder Die Wege der Welle
 
Gesellschaft 10.12.11 Artikel lesen

Michail Gorbatschow erhält
Franz-Josef-Strauß-Preis

Der frühere sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow (geb. 1931) wurde am Samstag in der Münchner Residenz mit dem Franz-Josef-Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichnet. Wie der Stiftungsvorsitzende der Seidel-Stiftung, Hans Zehetmair, betonte, sei der 80-jährige Politiker «ein Mann, der die Welt fundamental zum Besseren verändert hat». Der ehemalige sowjetische Präsident wurde als «hervorragender Staatsmann des 20. Jahrhunderts» für seine Verdienste beim Fall des Eisernen Vorhangs und bei der daraus resultierenden deutschen Wiedervereinigung gewürdigt.

> Michail Gorbatschow: Offener Brief von Michail Gorbatschow an die deutschen Medien
 
Kunst 07.12.11 Artikel lesen

Ehre für Christa Wolf

Die Berliner Akademie der Künste will die verstorbene Schriftstellerin Christa Wolf mit einer Gedenkveranstaltung ehren. Am kommenden Dienstag werden der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der Theologe Friedrich Schorlemmer, die Suhrkamp-Verlegerin Ulla Berkéwicz und der Akademiepräsident Klaus Staeck erwartet. Am Anschluß daran wird die Schrifstellerin, die vergangene Woche im Alter von 82 Jahren gestorben ist, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beigesetzt. Wolf war seit 1973 Mitglied der Ost-Berliner Akademie der Künste und seit 1982 im West-Berliner Pendant. Beide Akademien haben sich 1993 zusammengeschlossen. Volker Braun wird die Trauerrede halten.

> Wem gefallen gefallende Mythen? Christa Wolfs "Medea" - eine Stimme
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Kunst 07.12.11 Artikel lesen

Prag erinnert an
Rainer Maria Rilke

Bild

Rainer Maria Rilkes Geburtsstadt Prag erhält einen Gedenkort für ihren weltberühmten Dichter. Mit der Enthüllung einer Rilke-Büste der tschechischen Bildhauerin Vlasta Prachaticka erinnert das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren rechtzeitig vor dem 85. Todestag des Dichters am 29. Dezember. Rilke besuchte von 1882 bis 1886 die deutsche Volksschule. Das Bild seiner Heimatstadt hat er in seinem Gedichtband "Larenopfer" und in "Zwei Prager Geschichten" nachgezeichnet. Der Dichter starb 1926 in der Schweiz.

> Zur Erinnerung an Rainer Maria Rilke
 
Welt 06.12.11 Artikel lesen

Terrorakte in
Afghanistan

Bild

Wieder haben Attentäter an einem der wichtigsten Feiertage der schiitischen Moslems verheerende Anschläge auf Gläubige in mehreren Städten in Afghanistan verübt. In der Hauptstadt Kabul hat sich ein Selbstmordattentäter am Eingang eines wichtigen schiitischen Heiligtums der Stadt in die Luft gesprengt. Am Heiligtum hatten sich anlässlich des Aschura-Festes hunderte Gläubige versammelt. Mindestens 34 Menschen sind den Attentaten zum Opfer gefallen.

> Afghanistan in Blut und Chaos
 
Kunst 03.12.11 Artikel lesen

Christa Wolf ist tot

Nach der Feuilletonschlacht und dem IM-Vorwurf war es lange Zeit ruhig um Christa Wolf. Sie hatte Zeit, sich neu zu Wort zu melden. Dies geschieht nun mit ihrem Roman "Medea. Stimmen". Schon vor seinem Erscheinen stand die Frage im Raum, ob damit der deutsch-deutsche Literaturstreit, der ein Streit deutsch-deutscher Intellektueller war, erneut aufflammen würde. Ein Blick auf die Rezensionen zu "Medea" im westlich geprägten "Spiegel" und in der "Zeit" sowie im östlich verwurzelten "Freitag", in der "Wochenpost" und im "ndl" scheint die Vermutung zu bestätigen: Lob oder Schonung hier, Verriß dort.

> Wem gefallen gefallende Mythen? Christa Wolfs "Medea" - eine Stimme
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Geld 29.11.11 Artikel lesen

Wieviel Staat braucht
die Marktwirtschaft?

„Der deutsche Staat hat zur Stunde das Recht, das Sondereigentum durch geeignete Zwangsmaßnahmen so weit in Gemeineigentum zu verwandeln, als sein eigenes Dasein und seine innenpolitische Ordnung mit dieser Wandlung stehen und fallen.“ Diese Aussage klingt sehr dramatisch nach Staatssozialismus, scheint sehr aktuell zu sein und würde heute gewiss auf weite Zustimmung stoßen, nicht nur bei den „Linken“.

> Wolfgang Ockenfels: Wie viel Staat braucht die Marktwirtschaft?
 
Welt 29.11.11 Artikel lesen

Anders Behring Breivik
unzurechnungsfähig

Der Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, kann für die Tötung von 77 Menschen wahrscheinlich nicht vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Wie die Online-Ausgabe der Zeitung "VG" nun meldete, hatten zwei Rechtspsychiater den 32-Jährigen überraschend für unzurechnungsfähig erklärt. Am 22. Juli 2011 hatte Breivik zuerst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und danach ein Massaker auf der Insel Utøya verübt. Die endgültige Entscheidung über die Zurechnungsfähigkeit trifft das zuständige Gericht. Brevik selbst will nicht für unzurechnungsfähig erklärt werden.

> Steffen Dietzsch: Mord aus reinen Begriffen?
 
Welt 28.11.11 Artikel lesen

UNO-Klimakonferenz
begann in Durban

Am Montag begann im südafrikanischen Durban die 17. Weltklimakonferenz. Auf der Agenda - der Kampf gegen den Klimawandel. Nach Rio, Kyoto, Bali, Kopenhagen, Cancún sind die Erwartungen eher minimal. Zur Debatte stehe "nichts geringeres als die überwältigendste energietechnische, industrielle und verhaltensrelevante Revolution der Menschheitsgeschichte", betonte die Generalsekretärin des Sekretariats der UNO-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), Christiana Figueres, am Sonntag vor Beginn der Sitzungen, die bis zum 9. Dezember dauern und an denen Vertreter aus 196 Ländern teilnehmen.

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Politik 26.11.11 Artikel lesen

Bundeswehr auch nach
2014 in Afghanistan

Die Soldaten der Bundeswehr sollen auch nach 2014 in Afghanistan im Einsatz bleiben. Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (Foto) unterstrich, daß nach der Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen die Bundeswehrsoldaten beispielsweise als Ausbilder tätig sein könnten. FDP-Außenminister Guido Westerwelle erklärte seinerseits, daß eine deutsche Präsenz in Afghanistan ohne die Unterstützung durch das US-Militär nicht denkbar ist. Westerwelle betonte die Notwendigkeit, daß sich die Internationale Gemeinschaft auch künftig gemeinsam am Hindukusch engagiert.

 
Gesellschaft 24.11.11 Artikel lesen

Angela Merkel und
der Parteitag in Leipzig

Auf dem CDU-Parteitag brachte die Kanzlerin aller Deutschen zur Kenntnis, dass sie offensichtlich im Besitz eines Kompass ist, der in eine bestimmte Richtung weisen würde. Kritiker aus der Basis stellen hinter vorgehaltener Hand die Frage, ob Frau Dr. Merkel bewusst ist, dass ein Magnetkompass eine Missweisung aufweist, die dazu führen kann, dass man nicht zum Ziel gelangt. Der geographische Pol ist nicht identisch mit dem magnetischen Pol. Es ist ziemlich auffällig, dass die Parteispitze, in diesem Fall Frau Dr. Merkel, ständig darauf hinweist, Deutschland dienen zu wollen.

> Anmerkungen zu Reden der Parteivorsitzenden Frau Merkel auf dem CDU-Parteitag in Leipzig
 
Gesellschaft 22.11.11 Artikel lesen

20. Todestag
Klaus Kinski

Er war gefürchtet und geliebt, ein Exzentriker blieb er immer. In seinen Filmen spielte Klaus Kinski immer einen Verbrecher oder Geistesgestörten, in Interviews war er unberechenbar, legendär waren seine Talk-Show-Auftritte immer. Vor 20 Jahren ist der in Danzig geborene Schauspieler gestorben. Hinterlassen hat der damals 65-jährige Kinski ein Werk voller Spektakel. Die Tabula Rasa erinnert an ihn.

> Vorsicht Starkstrom: Der Fall Kinski
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Gesellschaft 13.11.11 Artikel lesen

Die Philosophie macht
Gesellschaft menschlicher

Der 1970 geborene Schriftsteller und Historiker Philipp Blom ist der Ansicht, daß der Blick durch die Philosophie geweitet werden kann. Wie er betonte, kann die Philosophie zwar nicht den Euro „stabilisieren oder die Schulden wegzaubern, aber sie kann helfen". Durch die Philosophie wird der Blick auf die Welt radikal verändert, denn durch die philosophische Reflexion kommt man zur Einsicht, daß das eigene Scheitern auch Teil des Menschseins ist. Wenn man dieses Phänomen akzeptiert, könnte die Gesellschaft menschlicher werden. Bekanntheit erlangte Blom mit seinen Werken wie "Sammelwunder, Sammelwahn" oder "Der taumelnde Kontinent".

 
Politik 12.11.11 Artikel lesen

Christian Lindner und
der Rettungsschirm

Der Generalsekretär der FDP, Christian Lindner, rechnet beim Mitgliederentscheid über den Euro-Rettungsschirm mit einem klaren Votum für den Kurs der Parteispitze. Die Alternative dazu sei ein schlichtes Nein zu allem. Die Parteimitglieder sind sich darüber bewußt, daß dies den Euro insgesamt gefährden würde. Auf dem FDP-Sonderparteitag in Frankfurt am Main, der am 12. November beginnt, steht der Umgang mit der Euro-Krise im Mittelpunkt. Mit Hilfe des Mitgliederentscheides will der Initiator, der FDP-Politiker Schäffler, den geplanten dauerhaften Rettungsschirm ESM stoppen.

> Christian Lindner im Interview mit Stefan Groß
 
Geld 11.11.11 Artikel lesen

Unternehmerverantwortung
in der Sozialen Marktwirtschaft

In der Sozialen Marktwirtschaft ist der Kunde König! Er ist der Souverän des wirtschaftlichen Geschehens und bestimmt durch seine Nachfrage, was und wieviel produziert wird. Der Unternehmer „dient“ also dem „König Kunde“ und letztlich dem Konsumenten. Der Markt insgesamt „dient“ der Versorgung der Bedürfnisse der Menschen und der Gesellschaft insgesamt. In diesem Sinne haben Unternehmer und Markt eine unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe und dadurch eine durch und durch "soziale" Funktion. Voraussetzung ist ein funktionierender Wettbewerb und ein freier Preismechanismus.

> Marie-Luise Dött: Unternehmerverantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft
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Welt 08.11.11 Artikel lesen

Nicolas Sarkozy
Narziss als Brandstifter

Es war Karl Marx, der in einer brillanten Spottschrift wider Napoleon den Dritten im Rückgriff auf Hegel meinte,“ dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zwei Mal ereigneten,“ und zwar“ das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ (MARX, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte. Dietz Verlag Berlin. S. 19). Dieser Tage ist man geneigt, ergänzend zu bemerken:“ Und ein weiteres Mal als tolldreister, törichter (Irr)Witz.“ Es geht um die unentschuldbaren, weil insgesamt irreparablen außenpolitischen Torheiten des jetzigen französischen Präsidenten.

> Nicolas Sarkozy: Der Narziss als Brandstifter
 
Wissen 08.11.11 Artikel lesen

Im Gespräch:
Julian Nida-Rümelin

Die Geisteswissenschaften sind gegenwärtig durch die Reformen an den Universitäten unter Druck geraten. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich fürchte, zumindest sehe ich darin eine Gefahr, dass sich hier eine Entwicklung wiederholt, wie sie aus den USA ziemlich vertraut ist, d. h. dass die harten Wissenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, aber auch die social sciences im Sinne einer harten Wissenschaft sehr stark dominieren...

> Stefan Groß im Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie
 
Kunst 07.11.11 Artikel lesen

Heinrich von Kleist

Scheitern als Lebensprinzip, so könnte man kurz Heinrich von Kleists irdisches Schicksal umschreiben. Und diese Maxime unterstrich der berühmte Dramatiker selbst, als er sich zuletzt als „nichtsnütziges Glied der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnete. Dabei hatte der 1777 im Frankfurt/Oder geborene Dichter die besten Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Karriere; er kam aus einer einflußreichen pommerschen Familie, ausgestattet also mit dem besten Pedigree, hatte von Jugend an beste Beziehungen zu einem erlesenen Kreis einflußreicher Politiker des preußischen Staatsapparates.

> Der post-moderne Heinrich von Kleist
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Glaube 07.11.11 Artikel lesen

November, Monat
der Entscheidung

Reliquien und Gebeine, eine Friedhofsinsel und nebelverhangene Gipfelkreuze: Da haben wir doch mit diesem Heft dem grauen November so richtig Tribut gezollt! Allerheiligen ist inzwischen vorbei, Volkstrauertag und Totensonntag kommen noch. Der Dauersport in unserer Gesellschaft, Tod und Sterben aus dem Bewusstsein zu verdrängen, legt zumindest in diesem Monat eine kurze Kunstpause ein. Memento mori, bedenke, dass du sterben wirst. Den siegreichen Feldherren im alten Rom soll ein Sklave diesen Satz beim Triumphzug beständig ins Ohr gerufen haben, während er dem Triumphator den Lorbeerkranz über das stolze Haupt hielt.

> November, Monat der Entscheidung
 
Gesellschaft 04.11.11 Artikel lesen

Gedanken zu Europa

Wie sieht das Ende einer Epoche aus? Veränderungen gehen langsam voran, so dass man sich daran gewöhnt, sie nicht zu bemerken. Stellen Sie sich vor, dass nach der nächsten Bundestagwahl der Bundestag mit genügender Mehrheit beschließen würde, keine freien Wahlen mehr zuzulassen. Der Normalbürger würde in den nächsten vier Jahren nichts davon spüren! Manchmal endet eine Epoche mit einem Paukenschlag, den man Revolution nennt. Unvermutet weht eine fremde Fahne über das Parlament der Hauptstadt und über das Rathausdach der Kleinstadt. Revolutionen sind selten geworden. So selten, dass Politiker und Journalisten sie herbeireden.

> Gedanken zu Europa: Demokratie ist ineffizient, Klima ist unbeständig
 
Welt 02.11.11 Artikel lesen

Neue Kernschmelze im
Kraftwerk Fukushima

Eine neue Hiobsbotschaft kommt aus Fukushima: In Reaktor 2 des japanischen AKW gebe es Anzeichen von erneuter Kernspaltung, gab der Betreiber der Atomruine, Tepco, bekannt. "Nach der Katastrophe in Fukujima fordern Bürger aus allen Teilen der Gesellschaft einen raschen Umstieg auf regenerative Energien. Bereits heute sind in Süddeutschland viele Hausdächer mit Photovoltaikanlagen bestückt und in Norddeutschland beherrschen Windräder das Landschaftsbild. Das Abschalten von sieben Kernkraftwerken hatte bislang keine Konsequenzen und auch dies bestätigt die These, dass ein Umstieg auf regenerative Energien rasch umsetzbar sei."

> Gerd Ganteför: Was kostet der Umstieg auf die regenerativen Energien wirklich?
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Gesellschaft 02.11.11 Artikel lesen

Weniger Arbeitslose
in der Bundesrepublik

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober in der Bundesrepublik weiter zurückgegangen. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren 2,73 Millionen Erwerbslose registriert. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 59.000 Arbeitslose weniger, im Jahresvergleich waren es 204.000 Menschen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 6,5 Prozent. Nach wie vor ist die Zahl der Arbeitslosen in den ostdeutschen Bundesländern höher.

> Philipp Legrand: Arbeitslosigkeit – hoffen, bangen, resignieren
 
Gesellschaft 30.10.11 Artikel lesen

Operation am
offenen Herzen

Eines kann man Frank-Walter Steinmeier nicht in Abrede stellen,dass er nicht erfinderisch ist, die für ihn offensichtlich unverständlichen Tatbestände mit markigen Formulierungen zu versehen. In der Tat kann man die Ergebnisse auf dem „Schuldengipfel“ als eine Operation am offenen Herzen bezeichnen. Allerdings wirkt Herr Steinmeier wenig glaubwürdig, wenn er im Bundestag seine Ahnungslosigkeit und sein Unverständnis einer Hebelung kundtut.

> Die Operation am offenen Herzen
 
Welt 28.10.11 Artikel lesen

EFSF und das Problem
der Glaubwürdigkeit

Der Verfasser dieses Kommentars ist nicht dafür bekannt, dass er der Ausweitung des Euro- Rettungsfonds ablehnend gegenüber steht. Es hat achtzehn Monate gedauert, bis die Kanzlerin aller Deutschen dem Kernproblem in dieser Angelegenheit näher gekommen ist. Aufgrund der zögerlichenVerhaltensweise hat sich das Problem zu einer realen Krise in der EU ausgeweitet. Es kann sogar behauptet werden, dass das bestehende Problem, dieses bezieht sich auch auf die so genannte Finanzkrise, mehr oder weniger durch mangelhafte Fähigkeiten der Protagonisten entstanden ist.

> Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF und das Problem der Glaubwürdigkeit von Rainer Wes
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Gesellschaft 25.10.11 Artikel lesen

Rupert Murdoch
und die Gegenstimmen

Der amerikanische Medienunternehmer Rupert Murdoch hat bei seiner Wiederwahl in die Konzernspitze viele Gegenstimmen entgegen nehmen müssen. Dies geht aus einer Börsenmitteilung der "News Corporation" hervor, in der die genauen Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung genannt werden. Die Aktionäre stimmten zu 14 Prozent gegen Rupert Murdoch - den Haupteigner. Noch schlimmer traf es seine Söhne James und Lachlan, denn diese mußten jeweils rund 35 Prozent Gegenstimmen hinnehmen. James Murdoch wird als Chef des Europageschäfts für den Abhörskandal bei der britischen Zeitung "News of the World" mitverantwortlich gemacht.

 
Kunst 21.10.11 Artikel lesen

August von Kotzebue

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„Das eigentliche Theatertalent der Deutschen war Kotzebue; er und seine Deutschen, die der höheren sowohl als die der mittleren Gesellschaft, gehörten notwendig zusammen; und die Zeitgenossen hätten von ihm im Ernste sagen dürfen: „In ihm leben, weben und sind wir.“ Hier war nichts Erzwungenes, Angebildetes, Halb- und Angeniessendes: was er wollte und konnte, wurde verstanden.“ So Nietzsche, einer der wenigen wichtigen nachgeborenen Befürworter des großen Theatertalents, das zu Lebzeiten immer wieder polarisierte.

> Annette Seemann: August von Kotzebue
 
Welt 20.10.11 Artikel lesen

Muammar al-Gaddafi
ist tot

Seit Monaten wurde nach ihm gesucht – nun meldet der libysche Übergangsrat, daß der Ex-Machthaber Gaddafi bei seiner Gefangennahme getötet wurde. Zuerst hieß es, daß Gaddafi während der Festnahme durch Schüsse in die Beine verletzt worden sei, später dann, daß er diesen schweren Verletzungen erlegen sei. Sirte war am Donnerstag von Milizen des Übergangsrates befreit worden. Mit dem Fall von Sirte und der Festnahme Gaddafis ist die Herrschaft des langjährigen Diktators endgültig beendet.

> Ghaddafi geht, Assad bleibt noch
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Welt 20.10.11 Artikel lesen

Kurden in Not

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Die NATO lobt die Türkei, weil sie kurdische Rebellen bekämpft und tötet, weil sie ein unabhängiges und freies Kurdistan anstreben. Die Türkei verfolgt die Kurden bis tief in das Nachbarland Irak. Zuvor hatten Kurden türkische Soldaten im Gefecht getötet. Die kurdischen Rebellen sind somit Terroristen. Die NATO ist mit dem militärischen Vorgehen der Türkei einverstanden. Die zahlreichen deutschen säkularen und kirchlichen Friedensbewegungen schweigen. Sie haben es schwer, auf der richtigen Seite zu stehen. Schließlich beten Türken und Kurden denselben Allah gleich häufig an.

> Kurden in Not
 
Politik 19.10.11 Artikel lesen

Bodo Ramelow
erwägt Austritt

Bodo Ramelow, Thüringer Fraktionschef der Linken, erwägt einen möglichen Austritt aus seiner Partei, sollte diese in ihrem neuen Programm einen anti-religiösen Bezug festschreiben. Die Linke will auf ihrem Parteitag darüber diskutieren. Ramelow sagte: "Das Parteiprogramm sollte das institutionelle Verhältnis von Staat und Kirchen beschreiben, aber jede Herabsetzung von Glauben strikt unterlassen." Respekt und religiöse Toleranz sind der Geist des derzeitigen Leitantrages; sollte sich die Linke jedoch als linke Weltanschauungspartei "verorten", dann ist ein Austritt des bekennenden Protestanten eine Sache, die er sich und seinem Glauben schuldig ist, unterstrich Ramelow.

 
Gesellschaft 18.10.11 Artikel lesen

Jean-Claude Trichet geht

Eine Ära geht zu Ende. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, gibt sein Amt am 31. Oktober 2011 ab. Sein Nachfolger wird der Italiener Mario Draghi. Nach acht Jahren seiner EZB-Präsidentschaft ist die Meinung über Jean-Claude Trichets bei den 1500 Mitarbeitern der EZB gespalten. Über 55 Prozent bemängeln, daß unter der Führung von Trichet die EZB in der Krise über ihr Mandat hinausgegangen ist. Trichet wurde 1942 im französischen Lyon geboren. Zuletzt räumte er Mängel im Finanzsektor, in der Finanzpolitik und im Hinblick auf die Finanzstabilität ein. Doch: "Der Euro ist als Währung nicht in Gefahr."

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Gesellschaft 18.10.11 Artikel lesen

Thomas de Maizière
und die neue Bundeswehr

Verteidigungsminister Thomas de Maizière will den geplanten Personalabbau von 36.000 Stellen bei der Bundeswehr mit einem milliardenschweren Maßnahmenpaket sozial abfedern. Im Rahmen der Einsparungen sind Dienstzeitverkürzungen und vorzeitiger Ruhestand geplant. Umgekehrt, so der CDU-Minister, muß die Attraktivität der Truppe verbessert werden. Die Kosten dafür bezifferte de Maizière auf eine Milliarde Euro bis 2015. Der Verteidigungsminister will die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten von 186.000 auf 170.000 verringern; die Zahl der Zivilbeschäftigten wird von derzeit 76.000 auf 55.000 reduziert.

> Thomas de Maizière und das christliche Wertebild in der modernen Gesellschaft
 
Gesellschaft 14.10.11 Artikel lesen

Paul Kirchhof in der
Katholischen Akademie

Der ehemalige Verfassungsrichter Professor Paul Kirchhof gilt als einer der profiliertesten Verfechter einer radikalen Vereinfachung des deutschen Steuerrechts. Seine Vorschläge sind ebenso wegweisend wie heftig umstritten. Bei der Abendveranstaltung „Gerechtigkeit im Steuerrecht – Gegenwartsauftrag oder intellektueller Traum?“ am Donnerstag, 20. Oktober 2011, wird Professor Kirchhof die Grundlinien seines Konzepts vorstellen. Nach dem Referat wartet auf Sie ein Gespräch zwischen dem Juristen Kirchhof und dem katholischen Sozialethiker Professor Markus Vogt, in dem neben den ökonomischen auch auf die sozialen und ethischen Aspekte des Steuerrechts eingegangen wird.

 
Gesellschaft 14.10.11 Artikel lesen

Michail Gorbatschow erhält
Franz Josef Strauß-Preis

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung verleiht im Dezember den Franz Josef Strauß-Preis an den ehemaligen sowjetischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow. Diesen Vorstandsbeschluss teilte Stiftungsvorsitzender Hans Zehetmair am Freitag in München mit. „Michail Gorbatschow wird für seine großen Verdienste gewürdigt, die er sich bei der Überwindung des Ost-West-Konflikts und als Wegbereiter der Wiedervereinigung für Deutschland, Europa und den Frieden in der Welt erworben hat“, begründet Staatsminister a.D. Hans Zehetmair die Verleihung.

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Politik 14.10.11 Artikel lesen

Lammert kritisiert
Slowakei

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, hat die zweimalige Abstimmung im slowakischen Parlament über den erweiterten Euro-Rettungsschirm kritisiert. Der Vorgang sei zwar, wie er hervorhob, rechtlich korrekt, aber offensichtlich von taktischem Kalkül geprägt. Für das Ansehen und die Autorität politischer Entscheidungen ist dies jedoch nicht hilfreich. Das slowakische Abgeordnetenhaus hatte erst im zweiten Anlauf die EFSF-Ausweitung gebilligt.

 
Welt 12.10.11 Artikel lesen

Das Wunder
von New York

Die NATO will den syrischen Präsidenten Baschir al-Assad stürzen, weil er sein Volk quält. Alle NATO-Mitglieder sind sich einig, sogar die islamische Türkei, die noch vor Kurzem vom unverbrüchlichen Bündnis mit dem südlichen Nachbarn Syrien sprach. Ob das Quälen des eigenen Volkes den Ausschlag gab, mögen Europäer bezweifeln, solange sie rational denken. Wie lange haben Europa und die NATO dem Morden im Süden des Sudan tatenlos zugesehen? Dort wurden mehrere Hunderttausend Menschen von der anerkannten Regierung umgebracht, ohne dass westliche Politiker von Albträumen verfolgt waren.

> Das Wunder von New York
 
Gesellschaft 11.10.11 Artikel lesen

400 Euro für Printmedien:
Das Buch vor dem E-Book

In der Bundesrepublik Deutschland gibt jeder private Haushalt pro Jahr 400 Euro für Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und ähnliche Druckerzeugnisse aus. Dies untermauern Zahlen des Statistischen Bundesamts von 2009. Im Unterschied zu Büchern aus Papier bleiben digitale E-Books nach wie vor ein Nischenprodukt. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK lag der Anteil an E-Books am gesamten deutschen Buchmarkt im ersten Halbjahr 2011 bei 0,7 Prozent. Die Bundesbürger haben im Zeitraum Januar bis Juni 2011 rund 1,4 Millionen elektronische Bücher gekauft. Dies sind – laut GfK – immerhin bereits 60 Prozent des Vorjahresumsatzes.

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Wissen 09.10.11 Artikel lesen

Im Gespräch mit
Julian Nida-Rümelin

Bild

http://www.julian.nida-ruemelin.de

Die Geisteswissenschaften sind gegenwärtig durch die Reformen an den Universitäten unter Druck geraten. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich fürchte, zumindest sehe ich darin eine Gefahr, dass sich hier eine Entwicklung wiederholt, wie sie aus den USA ziemlich vertraut ist, d. h. dass die harten Wissenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, aber auch die social sciences im Sinne einer harten Wissenschaft sehr stark dominieren, und dass die Geisteswissenschaften eher eine schmückende Nebenrolle bekommen.

> Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie
 
Gesellschaft 08.10.11 Artikel lesen

Bundesbürger
lesen wieder mehr

Laut einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" wird in bundesdeutschen Haushalten wieder mehr gelesen. Danach haben 76 Prozent der Befragten in diesem Jahr ein oder mehrere Bücher in ihrer Freizeit gelesen – dies allerdings nicht aus schulischen oder beruflichen Gründen. Ein Viertel der Befragten gab hingegen an, kein einziges Buch gelesen zu haben. Mit der Umfrage wurde das Vorurteil widerlegt, daß junge Menschen kein Interesse mehr an Büchern hätten. Gerade in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen gaben 81 Prozent an, im laufenden Jahr mindestens ein Buch gelesen zu haben.

> Hilft das Lesen in der Not? Warum unsere Wirtschaftskrise eine Krise der Moderne ist
 
Gesellschaft 07.10.11 Artikel lesen

Springers Kampf
um die Blattmacht

Totale Kehre beim Springerkonzern: Zuerst hatte Mathias Döpfner alles auf die Online-Medien gesetzt, nun scheint er einen völlig neuen Kurswechsel zurück zum traditionellen Blatt anzuvisieren. Nicht anders ist die gewollte Übernahme der WAZ-Gruppe zu interpretieren, die dem Konzernchef gerade vorschwebt. Aber in den Reihen der WAZ regt sich dagegen Widerstand. So will der Verleger der österreichischen "Kronen Zeitung", Christoph Dichand, die Übernahme durch den Springer-Konzern verhindern. Wenn die Anteile der WAZ-Gruppe an der Boulevardzeitung zum Verkauf stünden, wird man diese selbst übernehmen, so Dichand gegenüber dem Handelsblatt. Die Familie Dichand hält bereits die Hälfte der "Kronen Zeitung" und hat damit für die WAZ-Anteile ein Vorkaufsrecht.

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Feuilleton 06.10.11 Artikel lesen

Thomas Tranströmer
erhält Literaturnobelpreis

Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer, wie die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm bekanntgab. Zur Begründung hieß es, daß der 80-Jährige studierte Psychologe einer der größten Poeten unserer Zeit sei. Tranströmer gelingt es, den Lesern – durch seine dichten, klaren Bilder – einen neuen Zugang zur Wirklichkeit zu ermöglichen. Zu seinen wichtigsten Werken, die in rund 50 Sprachen übersetzt wurden, gehören die Gedichtbände "Das große Rätsel", "Für Lebende und Tote" und "Der wilde Marktplatz". Der Literaturnobelpreis ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert und wird traditionell am 10. Dezember in Stockholm verliehen. 2011 erhielt der Peruaner Mario Vargas Llosa die Auszeichnung. Die Tabula Rasa erinnert nochmals an den Preisträger des vergangenen Jahres.

> Michael Lausberg: Mario Vargas Llosa - ein politischer Schriftsteller
 
Gesellschaft 06.10.11 Artikel lesen

6,1 Millionen Lehrer
fehlen weltweit

Die Vereinten Nationen haben in New York bekannt gegeben, daß weltweit derzeit 6,1 Millionen Lehrer fehlen. Allein zwei Millionen neue Stellen müßten geschaffen werden, um den Kindern einen Elementarunterricht zu gewährleisten. Vier Millionen Lehrkräfte sind darüber hinaus nötig, um diejenigen Kollegen zu ersetzen, die aufgrund von Pensionierung, Krankheit oder Karrierewechsel ihren Beruf verlassen. Auch Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hatte am Tag des Lehrers davor gewarnt, die Lehrer mit ihren Aufgaben allein zu lassen oder mit Erwartungen zu überladen.

 
Gesellschaft 06.10.11 Artikel lesen

Steve Jobs
ist tot

Noch am Dienstag wurde darüber spekuliert, ob der ehemalige Chef von Apple, Steve Jobs, bei der Präsentation des neuen iPhone 4S mit auftreten wird, mittlerweile ist aber klar, daß Jobs mit seinem Rücktrittsschreiben Ende August als Konzernchef fast bis zum Schluß durchgehalten hat. Das Computergenie ist am 5. Oktober 2011 im Alter von 56 Jahren gestorben. Apple hatte lange Jahre nur ein Gesicht, und dies war Jobs, dem es gelang, seine Fangemeinde von Jahr zu Jahr kontinuierlich wachsen zu lassen. Apple steht bis heute für eine eigene Philosophie.

> Dossier iPad – Chancen und Risiken durch neue Lesegeräte> Steve Jobs ist tot, Steve Jobs lebt!
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Geld 04.10.11 Artikel lesen

Euro-Rettungsfonds
und die Glaubwürdigkeit

Der Verfasser dieses Kommentars ist nicht dafür bekannt, dass er der Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ablehnend gegenüber steht. Es hat achtzehn Monate gedauert, bis die Kanzlerin aller Deutschen dem Kernproblem in dieser Angelegenheit näher gekommen ist. Aufgrund der zögerlichenVerhaltensweise hat sich das Problem zu einer realen Krise in der EU ausgeweitet. Es kann sogar behauptet werden, dass das bestehende Problem, dieses bezieht sich auch auf die so genannte Finanzkrise, mehr oder weniger durch mangelhafte Fähigkeiten der Protagonisten entstanden ist.

> Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF und das Problem der Glaubwürdigkeit
 
Gesellschaft 30.09.11 Artikel lesen

Kein Ende um
die DDR-Stasi

Die Möglichkeiten zur Stasi-Überprüfung von Mitarbeitern im öffentlichen Dienst werden nach einem Beschluß des Bundestages ausgeweitet. Die Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes sieht eine Verlängerung der Frist bis 2019 vor. Bundestagsvize Wolfgang Thierse (SPD, Foto) hingegen hat diese "verdachtslose Erweiterung der Überprüfbarkeit von Personen" kritisiert und gab zu Bedenken, daß die geplante Überprüfung von Mitarbeitern im öffentlichen Dienst ohne konkreten Verdacht unverhältnismäßig ist. Für Thierse ist es nicht hinzunehmen, im Rechtsstaat ein Klima der Unterstellungen zu schaffen.

> Die Folgen der Staatssicherheit bis heute
 
Geld 29.09.11 Artikel lesen

Bundestag bestätigt
Euro-Rettungsschirm

Am 29. September 2011 hat der Deutsche Bundestag in Berlin der Erweiterung des Euro-Rettungsschirms mit klarer Mehrheit zugestimmt. Die Abgeordneten aus allen politischen Lagern sprachen sich dafür aus, die deutschen Garantien an dem Schirm auf 211 Milliarden Euro zu erhöhen. Für die Ausweitung des Rettungsschirms hatten 523 Abgeordnete gestimmt, 85 votierten dagegen, drei enthielten sich der Stimme. Die absolute Mehrheit liegt bei 311 von 620 Abgeordneten - damit wurde die sogenannte Kanzlermehrheit knapp übertroffen.

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Welt 27.09.11 Artikel lesen

Wladimir Putin gehört
ins 18. Jahrhundert

Alexander Rahr von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik hat klar festgestellt, daß Rußland alles andere als eine lupenreine Demokratie sei. Vor dem Hintergrund, daß der ehemalige KGB-Offizier Putin nächstes Jahr erneut um das Amt des Präsidenten kandidiere, betonte Rahr: Der derzeitige russische Miniterpräsident sei zwar ein Europäer, aber eben keiner des 21., sondern des 18. Jahrhunderts. Zugleich hob der Politikexperte hervor, daß für eine Vielzahl von Russen die wirtschaftliche Stabilität wichtiger als Freiheit und Pluralismus sei. Am. 27. September 2011 ist Alexander Rahrs Buch "Der kalte Freund" erschienen, im Fokus stehen dabei die deutsch-russischen Beziehungen.

 
Welt 27.09.11 Artikel lesen

Papandreou und die
Rettung Griechenlands

Wie der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou zusicherte, wird sein Land alle zugesagten Reformen erfüllen. Dennoch brauchen die Griechen weitere Unterstützung der Euro-Partner. In seiner Rede vor dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warb Papandreou um neue deutsche Investitionen und um eine entschiedene europäische Solidarität. Der Ministerpräsident hat nochmals den Zusammenalt Europas beschworen und betonte, daß es seine Hauptaufgabe sei, sein Land zu retten. Papandreou verlangte darüber hinaus mehr Respekt für Griechenland.

> Griechisches Monopoly - Oder: Was macht unser Öl unter Griechenland> Die Griechen in der Schuldenfalle
 
Glaube 23.09.11 Artikel lesen

Benedikt XVI. fordert
erneut Lebensschutz

Papst Benedikt XVI. hat in Erfurt mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß alle Christen dazu aufgerufen seien, den Schutz des Lebens und der Menschenwürde zu achten - dies gilt von der Empfängnis bis zum Tod und damit auch für Themen wie Präimplantationsdiagnostik und Sterbehilfe. An der Messe im Augustinerkloster haben auch Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Merkel teilgenommen. Der Papst dankte Deutschland dafür, daß es sich für ein menschenwürdiges Dasein überall auf der Welt einsetze. Im Blick auf die Ökumene hat das Oberhaupt der Katholiken aber die Erwartungen gedämpft, indem er erklärte, daß man in Glaubensfragen keine Kompromisse wie in der Politik schließen könnte.

> Hans Küng: Ist die Kirche noch zu retten?> Glaube und Wissen – Die kreatürliche Vernunft im Werk Joseph Ratzingers
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Kunst 21.09.11 Artikel lesen

Der postmoderne
Heinrich von Kleist

Scheitern als Lebensprinzip, so könnte man kurz Heinrich von Kleists irdisches Schicksal umschreiben. Und diese Maxime unterstrich der berühmte Dramatiker selbst, als er sich zuletzt als „nichtsnütziges Glied der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnete. Dabei hatte der 1777 im Frankfurt/Oder geborene Dichter die besten Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Karriere; er kam aus einer einflußreichen pommerschen Familie, ausgestattet also mit dem besten Pedigree, hatte von Jugend an beste Beziehungen zu einem erlesenen Kreis einflußreicher Politiker des preußischen Staatsapparates.

> Stefan Groß: Der post-moderne Heinrich von Kleist
 
Glaube 20.09.11 Artikel lesen

"Wo Gott ist, da ist Zukunft"
Der Papst in Deutschland

Am Donnerstag wird das Oberhaupt der Katholiken, Papst Benedikt XVI., in Deutschland zu einem viertägigen Besuch erwartet. Als Oberhaupt eines Staates, der mit einer Fläche von 0,44 Quadratkilometern und rund 1 000 Einwohnern der kleinste Staat der Welt ist, wird er auch vor dem Deutschen Bundestag sprechen. Einer der Höhepunkte der Reise des Kirchenfürsten dürfte dann die Eucharistiefeier am Donnerstag im 70.000 Besucher fassenden Berliner Olympiastadion sein. Weitere Gottesdienste sind für Erfurt und Freiburg geplant. Die Tabula Rasa hat in ihrem Archiv geblättert.

> Nun geht es erst richtig los> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch> Das Kreuz mit der PID
 
Politik 19.09.11 Artikel lesen

Klaus Wowereit bleibt:
FDP verliert deutlich

Berlins alter und neuer Bürgermeister Klaus Wowereit hat allen Grund zur Freude, denn seine SPD hat zwar Einbußen hinnehmen müssen, ist in der Bundeshauptstadt aber nach wie vor die stärkste Kraft, gefolgt von der CDU und den Grünen. Auch die Linke hat deutlich an Boden verloren und tritt nach der Wahl aus dem Regierungsbündnis. Der überraschende Gewinner ist die Piratenpartei, eine herbe Niederlage mit 1, 8 Prozent der Stimmen mußte hingegen die FDP um Außenminister Guido Westerwelle und Parteichef Rösler einstecken. Im Juli sprach die Tabula Rasa noch mit dem FDP-Generalsekretär Lindner über Ziele und neue Aufgaben der Liberalen.

> FDP-Generalsekretär Christian Lindner im Gespräch mit der Tabula Rasa
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Wissen 14.09.11 Artikel lesen

München: XXII. Deutscher
Kongress für Philosophie

Fünf Tage lang, vom 11. bis zum 15. September 2011, findet der XXII. Deutsche Kongreß für Philosophie mit dem Thema "Welt der Gründe" an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität statt. Im Mittelpunkt einer der größten Tagungen für Philosophie geht es um die wissenschaftliche und die lebensweltliche Praxis, die ohne Gründe nicht denkbar wären. Was sind Gründe, und was kann man konkret darunter verstehen, welchen Status haben diese, sind sie bloß rein subjektiv oder objektiv, in welchem Zusammenhang stehen sie zueinander. Ausgewiesenes Ziel des Kongresses soll es sein, verschiedene Perspektiven und Aspekte freizulegen, um weitere Fragestellungen zum Thema Gründe zu eröffnen. Berücksichtigt werden in München die unterschiedlichsten Strömungen des philosophischen Denkens, so phänomenologische, analytische, pragmatische, naturalistische, humanistische Ansätze. Wie vielgestaltig dieses Thema ist, zeigt sich an einer Vielzahl von prominenten Denkern. So konnten Seyla Benhabib, Lorraine Daston, Peter Gärdenfors, Jürgen Habermas, Franz von Kutschera, Susan Neiman und Robert Pippin als Referenten gewonnen werden. In Kürze können Sie ein ausführliches Interview mit dem Präsidenten der Gesellschaft und ehemaligen Staatsminister, Prof. Dr. Nida-Rümelin, hier lesen.

> Mehr erfahren Sie hier
 
Gesellschaft 14.09.11 Artikel lesen

Leopoldina: Ab wann
ist der Mensch ein Mensch?

Die Frage „Was ist Leben?“ steht im Zentrum der diesjährigen Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Vom 23. bis zum 25. September 2011 folgen über 500 Gäste aus aller Welt 20 Vorträgen im Kongress- und Kulturzentrum in Halle (Saale). Sie diskutieren aktuelle Fragestellungen wie die Methoden der Synthetischen Biologie, die Stammzellenthematik sowie die Problematik einer Abgrenzung von lernenden Computersystemen und Organismen. Am Freitagnachmittag sprechen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff. Zwei allgemeinverständliche Vorträge laden die breite Öffentlichkeit ein: Am Freitagabend, 20.00 Uhr, erläutert die Nobelpreisträgerin Professorin Christiane Nüsslein-Volhard in ihrem Vortrag „Zur Evolution der Schönheit“, wie sich ein Zebrafisch aus Stammzellen entwickelt. Der Theologe Professor Richard Schröder gibt im Abschlussvortrag am Sonntag, 11.45 Uhr, Antworten auf die ethisch und politisch kontrovers diskutierte Frage „Ab wann ist der Mensch ein Mensch?“ und konzentriert sich dabei auf den Status des menschlichen Embryos vor Beginn der Schwangerschaft.

 
Kunst 13.09.11 Artikel lesen

Manfred Osten und die
Aktualität Georg Büchners

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Am Donnerstag, 15. September 2011, um 18 Uhr hält Manfred Osten einen Vortrag zum Thema »Woyzeck oder das ›offene Rasiermesser‹ in uns – zur Modernität Georg Büchners«. »Er läuft ja wie ein geöffnetes Rasiermesser durch die Welt» und »Er sieht immer so verhetzt aus« – das sind die Bemerkungen des Hauptmanns über Woyzeck im gleichnamigen Werk Büchners. Goethe hat 1829 gegenüber Johann Peter Eckermann den Menschen als ein »dunkles Wesen« charakterisiert. Den Ursachen dieses desillusionierenden Menschenbilds des späten Goethe und den Konvergenzen dieser Auffassung mit vergleichbaren Einsichten Büchners soll der Vortrag auch vor dem Horizont moderner Erkenntnisse der Neurowissenschaften nachgehen. Osten ist trat in den Auswärtigen Dienst ein und war bis 1994 an verschiedenen Botschaften und im Auswärtigen Amt in Bonn tätig. Bis 2003 war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung.

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Feuilleton 12.09.11 Artikel lesen

Vor einem Jahr: Cees
Nooteboom erhielt KAS-Preis

Vor einem Jahr erhielt der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom, dessen Bücher in über 15 Sprachen übersetzt wurden, den Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung in Weimar. Nooteboom, geboren 1933, erlangte mit seinem Roman "Rituale" 1980 Weltruhm. In der Bundesrepublik erreichte der Autor durch die Veröffentlichung seiner Novelle "Die folgende Geschichte" 1991 ein breites Publikum. Die Laudatio auf den Preisträger von 2010 hielt Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, die Sie hier in der Tabula Rasa nochmals nachlesen können.

> Norbert Lammert: Das Paradies ist nebenan. Europa und die folgenden Geschichten.
 
Feuilleton 09.09.11 Artikel lesen

Arno Geiger erhielt
KAS-Preis in Weimar

Der 1968 in Bregenz geborene, in Wolfurt/Vorarlberg aufgewachsene Arno Geiger hat bislang ein Drama, fünf Romane, einen Band mit Erzählungen sowie jüngst das autobiographische Buch Der alte König in seinem Exil publiziert, das mit außergewöhnlich positivem Echo aufgenommen, für den Leipziger Buchpreis 2011 nominiert wurde und in der Spiegel-Bestsellerliste vom 21.3.11 auf dem zweiten Platz stand. In der deutschen Literaturwelt genießt der Autor seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Buchpreis (2005) ein hohes Ansehen. Am 18. September 2011 wurde Arno Geiger in Weimar mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Die Laudatio hielt die Berliner Literaturkritikerin Dr. Meike Feßmann (Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2006).

> Mehr dazu hier
 
Wissen 09.09.11 Artikel lesen

Nida-Rümelin fordert mehr
Philosophie an Schulen

Der Philosoph und ehemalige Kulturstaatsminister im ersten Kabinett von Gerhard Schröder, Professor Julian Nida-Rümelin, fordert, daß an bundesdeutschen Schulen mehr philosophiert werden soll. Die Philosophie kommt im Schulbetrieb einfach zu kurz und spiele lediglich eine beklagenswerte Randrolle, betonte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie in München. Die Schuld für die Misere gibt Nida-Rümelin den Kirchen, die das Unterrichtsfach jahrelang blockiert haben, auch und insbesondere aus Angst vor einer Konkurrenz zum Religionsunterricht. Dagegen hob Nida-Rümelin hervor, daß das Interesse an Philosophie in der Bundesrepublik nach wie vor groß sei, was sich darin spiegelt, daß sich philosophische Bücher sehr gut verkauften.

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Welt 09.09.11 Artikel lesen

Die Angst vor einem
neuen 9/11-Anschlag

Seit den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 warnen Innenminister regelmäßig vor der Gefahr von Terrorismus, so auch Bundesinnenminister Friedrich. Es gäbe derzeit zwar keine konkrete Gefahr vor Terrorismus, allerdings müsse sich die deutsche Gesellschaft der Bedrohung bewusst sein, so die Aussage des Ministers während seiner Israelreise in der vergangenen Woche. Derartige Aussagen sollen künftige staatliche Sicherheits- beziehungsweise Überwachungsmaßnahmen rechtfertigen. Die Sicherheitsdebatte wurde bereits in die Agenda der Deutschen Islamkonferenz aufgenommen. Hier warb Friedrich für eine Sicherheitspartnerschaft mit den Muslimen. Gestern sprach sich der Minister, zur Sicherheit aller Deutschen, für eine sechsmonatige Mindestspeicherfrist von Telefondaten aus.

> Philipp Legrand: Ouvertüre eines Innenministers – zur Terrorismusgefahr in Deutschland
 
Gesellschaft 09.09.11 Artikel lesen

Das Ende des Pazifismus

Der deutsche Pazifismus moderner Prägung tauchte auf, als die Deutschen erneut und innerhalb eines halben Jahrhunderts einen Weltkrieg verloren hatten. Nicht die Millionen Toten und Vertriebenen der eigenen Nation, schon gar nicht die fremder Völker oder gar die Ermordung Millionen Wehrloser prägte den aufkeimenden Pazifismus: Es war der Gedanke an den Krieg an sich, der nicht gewonnen wurde. Hätten die deutschen Nazis den Krieg gewonnen, was Gott verhütete, hätte der Pazifismus nicht die geringste Chance gehabt, sich in den Gehirnen des deutschen Volkes zu verbeißen. Dank des von den Alliierten gewonnenen Krieges und der erfolgreichen Umerziehung erlebten die Deutschen zum ersten Mal in ihrer tausendjährigen Geschichte eine Generationen lange Phase des Friedens.

> Das Ende des Pazifismus …
 
Politik 09.09.11 Artikel lesen

In Kürze: Norbert
Blüm im Interview

In einem Exklusivinterview mit der Tabula Rasa hat der ehemalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, der CDU-Politiker Norbert Blüm, über sein neues Buch "Ehrliche Arbeit, Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier" gesprochen. Gegenstand des Interviews waren auch Fragen zum homo oeconomicus, zur Vergesellschaftung der Wirtschaft, wie der konkrete Sozialstaat in Zukunft aussehen könnte und welche Rolle die Katholische Soziallehre dabei spielt. "Dumm ist der Konservatismus nicht", so Blüm, der für Entschleunigung plädiert. "Ich bin von Herkunft und Gemüt gar kein Konservativer, ich habe mich immer als progressiven Menschen verstanden. Ich entdecke nur plötzlich im Alter, dass möglicherweise die Welt zu bewahren die neue Maxime des Fortschrittes und der Zukunft ist."

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Glaube 07.09.11 Artikel lesen

Der Papst in Thüringen:
Eine evangelische Perspektive

Erfurt rüstet sich für den Papstbesuch, den ersten eines Papstes in der Stadt überhaupt. Der Blick der evangelischen Christen richtet sich dabei vor allem auf die ökumenische Begegnung am 23.September im Augustinerkloster. In diesem strengsten der sechs Erfurter Klöster begehrte Martin Luther am 17.Juli 1505 Aufnahme, nachdem er in einem Gewitter nahe Stotternheim gelobt hatte, ein Mönch zu werden. Hier empfing er 1507 die Priesterweihe, hier ängstigte ihn bis zur Verzweiflung die Frage: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?“ Die Antwort, die er als junger Professor in Wittenberg darauf in Auslegung des Römerbriefes 1,17 fand, legte das theologische Fundament der Reformation.

> Karl-Eckhard Hahn: Erwartungen an den Papstbesuch – eine evangelische Perspektive
 
Geld 06.09.11 Artikel lesen

Walter Eucken und die
Soziale Marktwirtschaft

In Freiburg war es die um Walter Eucken entstandene Freiburger Schule, wobei es sich um eine Gruppe christlich gesinnter Professoren handelte, die im Sommer 1942 einen gefährlichen Auftrag übernahm. Der Auftrag erfolgte von der „Bekennenden Kirche“ mit der Forderung eine Denkschrift zu verfassen dahingehend, wie man sich dass öffentliche Leben in einem von Hitler befreiten Deutschland vorzustellen hätte. Das für den Untergrund gedachte Papier wurde nicht veröffentlicht, da die Angst zu groß war, dass ihr Programm in die Hände der Gestapo fallen könnte.

> Walter Eucken (1891-1950) - Einer der Väter der „Sozialen Marktwirtschaft"
 
Politik 05.09.11 Artikel lesen

9/11: Friedrich warnt vor
Terrorgefahr in Deutschland

Vor dem 10. Jahrestag der Terroranschläge in den Vereinigten Staaten am 11. September hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erneut auf die Gefahr durch Islamisten in der Bundesrepublik hingewiesen. Wie der CDU-Politiker gegenüber der "Bild"-Zeitung betonte, gibt es insgesamt fast 1.000 Personen, die man als potenzielle Terroristen bezeichnen kann. Unter diesen sind 130 besonders gefährlich. Viele von ihnen stünden daher unter ständiger Beobachtung der Behörden. Wie der Innenminister betonte, geht die größte Gefahr von Einzeltätern aus, die schwerer zu entdecken seien. Friedrich rief die Muslime in Deutschland erneut zur Zusammenarbeit mit den Ermittlern auf.

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Welt 04.09.11 Artikel lesen

Vor 125 Jahren gab
Geronimo den Kampf auf

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Der Apachen-Häuptling Geronimo, wie ihn die Weisen nannten, eigentlich Gokhlayeh, so zumindest wurde er von seinen Eltern genannt, gab vor 125 Jahren den Kampf auf. Vor einigen Monaten wurde die Operation gegen den Terroristen Osama Bin Laden unter seinem Namen geführt. Was sich die Befehlshaber der Aktion bei diesem Code-Namen eigentlich gedacht haben, dürfte ihr deren Geheimnis sein. Einst war der Apache, der der 1829 geboren wurde, eine Kriegerlegende, die den Truppen der USA und Mexikos immer wieder die Stirn bot.

> Rainer Westphal: Operation Geronimo
 
Welt 04.09.11 Artikel lesen

Zum Streit zwischen
Israel und der Türkei

Darf man das derzeitige diplomatische Geplänkel zwischen der Türkei und Israel als peinliche bilaterale Posse werten oder zeichnet sich zwischen zwei führenden Regionalmächten ein Schlagabtausch ganz anderen Kalibers ab? Folgt einer ´Eiszeit´, der die geifernden Gazetten das eilige Wort blökten ein heißer Herbst oder steht am Ende doch wieder milderndes Tauwetter an? Fest steht: Ankara lässt immer öfter die Muskeln spielen und empfiehlt sich zunehmend forsch als grollender Schutzmächtling, dem die Krisenherde vor der eigenen Haustür und im näheren Umfeld gerade recht zu kommen scheinen, um das eigene Renommee aufpolieren zu können.

> Shanto Trdic: Zum Streit zwischen Israel und der Türkei
 
Gesellschaft 02.09.11 Artikel lesen

Datenleck bei
WikiLeaks

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat den nächsten handfesten Skandal im Haus. Der Australier Julien Assange, Chef von WikiLeaks, beschuldigt einen Reporter des britischen "Guardian", ein wichtiges Paßwort verraten zu haben. Jetzt sind Informanten von US-Diplomaten in Gefahr. In den vergangenen Jahren hatte die Enthüllungsplattform immer wieder geheime Dokumente aus internen Regierungskreisen ins Internet gestellt und damit regelmäßig für mehr Transparenz gesorgt. WikiLeaks kam so aber auch immer wieder in den Fokus der Geheimdienste.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
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Welt 01.09.11 Artikel lesen

Al-Gaddafi will um jeden
Preis die Macht behalten

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi offenbarte in einer Audio-Botschaft, daß er immer noch von einem militärischen Sieg über seine Gegner träumt. Niemals will er sich ergeben und den Kampf mit allen Mitteln fortsetzen, so die Parole des Mannes, dessen Land fast in den Händen der Aufständischen liegt. Seine Botschaft wurde vom syrischen Satellitensender Arrai in Auszügen verbreitet. „Wir sind keine Frauen, wir werden weiter kämpfen“. […] „Wir sind nicht dumm, wir sind nicht feige, wir sind tapfer.“ Dem Westen warf er vor, lediglich ein Interesse am libyschen Erdöl zu haben. Die Tabula Rasa denkt über terroristische Persönlichkeiten nach.

> Philipp Legrand: Auf der Suche nach einer terroristischen Persönlichkeit
 
Gesellschaft 01.09.11 Artikel lesen

Rente: Norbert Blüm
kritisiert Walter Riester

Für den früheren CDU-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm ist der Grund für das sinkende Rentenniveau klar. Dies sei „eine Folge der rot-grünen Rentenreform aus dem Jahr 2001“, die Walter Riester zu verantworten habe. Die damalige Bundesregierung unter Gerhard Schröder hatte die Riester-Rente als Ergänzung eingeführt – und dafür das Rentenniveau reduziert. „Da wurden der Rentenversicherung vier Prozent weggenommen und an die Versicherungskonzerne transferiert, um die Riester-Rente zu finanzieren.“ Nun fehlten diese vier Prozent der Rentenkasse, um ein angemessenes Niveau zu halten, so Blüm.

 
Glaube 31.08.11 Artikel lesen

Neue Reformen bei
Abendmahl für Geschiedene?

Hoffnung besteht für Christen, die nach einer Scheidung nicht mehr am Sakrament des Abendmahles teilnehmen dürfen. Dies betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der Erzbischof rechnet mit einer Lockerung des Abendmahlverbotes. Wie er betonte, geht es darum Menschen zu helfen, "deren Leben in wichtigen Dingen unglücklich verlaufen ist". Eine gescheiterte Ehe gehört dazu.

> Hans Küng: Ist die Kirche noch zu retten?
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Welt 31.08.11 Artikel lesen

Geldsegen für
ein freies Libyen

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Die Aufständischen in Libyen bereiten sich derzeit auf die Erstürmung der letzten Gaddafi-Hochburgen vor. Unterstützung erhalten die dabei aus dem Westen, der die Rebellen mit Milliarden finanziert. Neben Paris fließen Gelder aus London und auch die EU will ihre Sanktionen lockern. Am Donnerstag beginnt eine erste große Aufbaukonferenz. Wo sich der Diktator Gaddafi aufhält, ist bislang unbekannt, sicher ist unterdessen, daß seine Familienangehörigen nach Algerien flüchteten.

> Rainer Westphal: Der arabische Aufstand
 
Gesellschaft 31.08.11 Artikel lesen

Zahl der Arbeitslosen
ist leicht gestiegen

In der Bundesrepublik ist die Zahl der Arbeitslosen im August leicht gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren 2 Millionen 945.000 Menschen als erwerbslos gemeldet. Das sind 5.000 mehr als im Juli, jedoch 238.000 weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote liegt unverändert bei sieben Prozent. Wie der Vorstandschef Weise betonte, verliert der konjunkturelle Aufschwung derzeit an Fahrt. Er unterstrich dennoch, daß sich die grundsätzlich gute Dynamik auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt habe.

> Philipp Legrand: Arbeitslosigkeit – hoffen, bangen, resignieren
 
Welt 31.08.11 Artikel lesen

Vor 65 Jahren begann
der Indochinakrieg

Vor 65 Jahren begann der Kampf für die Unabhängigkeit von Vietnam, Laos und Kambodscha gegen die Kolonialmacht Frankreich. Französisch-Indochina war bis 1954 der Name der französischen Kolonialgebiete in Indochina auf dem Gebiet des heutigen Laos, Kambodscha und Vietnam.Sie wurde 1887 gegründet und vereinte die drei vietnamesischen Landesteile Cochinchina, Annam und Tongking, das Königreich Khmer und ab 1893 auch Laos.

> Die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit - Der Indochinakrieg 1946-1952
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Politik 30.08.11 Artikel lesen

Rösler unterstützt
Guido Westerwelle

Bei der Diskussion um einen möglichen Rücktritt von Außenminister Guido Westerwelle hat Parteichef Rösler nun die Personaldebatte auf der FDP-Tagung für beendet erklärt. Das Führungsteam der Liberalen wird auch in Zukunft aus der Parteispitze, der Fraktionsspitze und den Regierungsmitgliedern in der momentanen Konstellation bestehen. Westerwelle, so Rösler zur Begründung, sei der vorgegebenen Partei-Linie zum Libyen-Einsatz der NATO-Partner gefolgt. Zuvor hatte Westerwelle von mehreren prominenten Politikern seiner Partei Rückendeckung erhalten.

> Philipp Rösler: Politisches Interview
 
Glaube 30.08.11 Artikel lesen

Ökumenischer Preis 2011
für Bischof Johannes Friedrich

Die Katholische Akademie Bayern verleiht den Ökumenischen Preis 2011 an den evangelischen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Nach zwölf Jahren scheidet Friedrich im Oktober 2011 als bayerischer Landesbischof aus dem Amt. Er habe entscheidend dazu beigetragen, Brücken zwischen den Konfessionen zu bauen, würdigte Akademiedirektor Dr. Florian Schuller den Preisträger. Der mit 10 000 Euro dotierte Ökumenische Preis wird in einem Festakt am Dienstag, 11. Oktober 2011, in der Katholischen Akademie überreicht. Die Laudatio auf den Preisträger hält der Regensburger Bischof Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz.

 
Politik 30.08.11 Artikel lesen

Die Zukunft des
Guido Westerwelle

Über die Zukunft von Außenminister Guido Westerwelle wird derzeit heftig spekuliert - die Kanzlerin hält nach wie vor an ihrem Minister fest. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ denkt der 49-jährige Politiker darüber nach, ob er auch der am Dienstag beginnenden Klausurtagung der FDP-Bundestagsfraktion die Vertrauensfrage stellen wird. Der FDP-Politiker ist, so die Zeitung, aber fest entschlossen, um sein Amt zu kämpfen. Nun liegt es an seiner Partei, eine „klare Entscheidung“ zu treffen, ob man ihn noch im Amt haben wolle.

> Majid Sattar: Politik der Generation Ich
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Welt 27.08.11 Artikel lesen

Evakuierungen an US-Ostküste:
Die Angst vor "Irene" wächst

Zwar hat der Hurrikan "Irene" die amerikanische Ostküste noch nicht erreicht, doch noch nie zuvor wurden so viele Bürger aufgefordert, ihre Häuser wegen eines Orkans zu verlassen. Allein in New York betrifft es mehr als 300.000 Menschen, bereits in sieben Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen. "Warten und zögern sie nicht", mit diesem Aufruf appellierte der amerikanische Präsident Barack Obama an die 65 Millionen Amerikaner, die zwischen North Carolina und New England leben, also in jener rund 1000 Kilometer langen Ostküsten-Schneise, die vom Hurrikan "Irene" betroffen ist. Daß es Obama ernst meint, hat er damit unterstrichen, daß er seinen Ostküsten-Urlaub verkürzte und nach Washington zurückkehrte.

> Bestimmen Katastrophen unser Leben?
 
25.08.11 Artikel lesen

Friedrich-Nietzsche-Kolleg:
Weimar denkt II.

Am Sonntag, 28. August 2011, und Montag, 29. August 2011, geht das Philosophische Festival »Weimar denkt II« der Frage nach, ob die Philosophie in abstrakten Diskursen und auf verwinkelten Wegen den Menschen vergessen hat oder es der Mensch selbst war, der das Staunen, Hinterfragen und Entdecken verlernt hat. An Veranstaltungsorten in ganz Weimar setzt es damit einen Prozess fort, der auf einer Tagung im Jahr 2009, dem Jubiläumsjahr des Kollegs, begann. Fellows des Kollegs Friedrich Nietzsche – Philosophen, Kulturwissenschaftler, Schriftsteller und Künstler – werden die Philosophie in Gestalt von Vorträgen, Impulsreferaten und Diskussionsrunden vom Berg hinunter in das Getümmel der Stadt tragen.

> Mehr dazu finden Sie hier
 
Gesellschaft 23.08.11 Artikel lesen

Komiker Loriot
gestorben

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Vicco von Bülow ist bereits Montagnacht im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche in Ammerland am Starnberger See verstorben. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden. Seine zahlreichen Sketche hatten ein Millionenpublikum begeistert, so die Nudel im Gesicht beim verpatzten Rendezvous, der mißglückte Auftritt des Lottogewinners Erwin Lindemann oder die Cartoons "Herren im Bad" und "Das Frühstücksei". Auch seine beiden Kinofilme "Ödipussi" und "Pappa ante portas" haben Millionen in die Kinos gezogen. Die Todesmitteilung hatte der Diogenes-Verlag auf seiner Homepage veröffentlicht.

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Welt 22.08.11 Artikel lesen

Gaddafi-Regime fällt:
Das Ende einer Diktatur

Nach 42 Jahren hat Libyen das Ende des Regimes von Muammar al-Gaddafi gefeiert. In Tripolis bejubelten Tausende den Sieg der Aufständischen. Die Hauptstadt des Landes war am Montagmorgen bis auf wenige Widerstandsnester vollständig in der Hand der Regimegegner. Die Leibgarde von Gaddafi hatte die Waffen niedergelegt; zwei Söhne des Despoten wurden festgenommen. Bislang ist über den momentanen Aufenthaltsort von Gaddafi selbst nichts bekannt. Es ist aber davon auszugehen, daß Gaddafi sich nicht mehr in Tripolis befindet.

 
19.08.11 Artikel lesen

Walter Kappacher
liest in Weimar

Den 262. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes am 28. August 2011 begeht die Klassik Stiftung mit einem großen Fest im Park an der Ilm, flankiert von einer Lesung am Vorabend, die eine der seltenen Gelegenheiten bietet, den Schriftsteller Walter Kappacher zu erleben. Vor 200 Jahren erschienen die ersten Bände der Autobiographie »Dichtung und Wahrheit«, in der Johann Wolfgang von Goethe seine zum Teil schmerzvollen Liebeserlebnisse verarbeitete – Grund genug, die diesjährigen Geburtstagsfeierlichkeiten unter das Motto ›Liebe und Poesie‹ zu stellen. Im festlich illuminierten Park an der Ilm rund um das Römische Haus können Besucher auf kleinen »Poetischen Inseln« Theaterszenen, Lesungen, Musik und Gesang erleben.

> Lesung mit Walter Kappacher und Fest am Römischen Haus - Goethes Geburtstag
 
Gesellschaft 19.08.11 Artikel lesen

Brief an die Linken
Protest gegen "Junge Welt"

„Keine Zusammenarbeit mit der Jungen Welt!“ Sehr geehrte Frau Lötzsch, sehr geehrter Herr Ernst, sehr geehrter Herr Gysi, am 13. August 2011, dem 50. Jahrestag des Mauerbaus, hat sich die Zeitung Junge Welt für die Errichtung des menschenverachtenden DDR-Grenzregimes bedankt. Auf ihrer Titelseite schrieb sie über einem Foto bewaffneter Kampfgruppenangehöriger vor dem Brandenburger Tor in großen Lettern: „Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke“. Darunter listet sie 13 vermeintliche Errungenschaften der DDR auf und bedankt sich unter anderem „für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe“. An der Berliner Mauer kamen mindesten 136 Menschen zu Tode, im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen wurden etwa 11 000 Menschen gequält – das Titelblatt ist an Zynismus kaum zu überbieten.

> Offener Brief - An die Parteivorsitzenden der Linken
Nach Oben
 
Gesellschaft 18.08.11 Artikel lesen

Ursula von der Leyen plädiert
für Alzheimer-Hilfenetz

Die Bundesministerin für Arbeit, Ursula von der Leyen, sieht, wie sie gegenüber "Deutschlandradio Kultur" betonte, die Bundesrepublik Deutschland vor neue und einschneidende Herausvorderungen gestellt - gerade mit Blick auf das erschreckende Anwachsen der Zahl von Alzheimer-Patienten. Die CDU-Politikerin unterstrich, die schon vor Jahren über die Alzheimer-Erkrankung ihres Vaters im "Focus" berichtete, daß Deutschland ein größeres Hilfenetz nicht nur für die Erkrankten, sondern auch für deren Angehörige benötige. In der Bundesrepublik leben derzeit mehr als 1,4 Millionen Erkrankte. Prominentestes Beispiel ist sicherlich der Publizistikprofessor aus Tübingen, Walter Jens, über dessen Erkrankung sein Sohn Timann vor zwei Jahren ein Buch veröffentlichte

> Ursula von der Leyen: "Immer noch eine Tabudiagnose"> Annegret Balogh: Demenz – ein unabwendbares Schicksal oder doch nicht?> Stefan Groß: Demenz: Der lange Abschied von Walter Jens und das Resümee des Sohnes Tilman
 
17.08.11 Artikel lesen

Podiumsdiskussion mit
Gesine Schwan in Weimar

Ein Gipfeltreffen mit Gesine Schwan (D), Adam Michnik (PL), Jack Lang (F) findet am 26. August unter dem Motto "20. Geburtstag des 'Weimarer Dreiecks'" statt. Nils Minkmar moderiert die Veranstaltung. 1991 in Weimar von den drei damaligen Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Polens begründet, gab das »Weimarer Dreieck« Zeugnis vom Aussöhnungsprozess mit unseren Nachbarn nach Weltkrieg und Eisernem Vorhang. Mit der Osterweiterung der EU 2004 haben sich die Zielsetzungen verändert. Jetzt geht es um gemeinsame Projekte, Freundschaft, Zusammenarbeit. Den ausführlichen Veranstaltungsplan der ersten Woche von „pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2011 finden Sie hier!

> „pèlerinages“ Kunstfest Weimar 2011 - 19. August bis 11. September 2011 - Motto: „Vision“> Gesine Schwan: Wo wir stehen. Überlegungen zur gegenwärtigen Krise
 
Gesellschaft 17.08.11 Artikel lesen

Bildungsmonitor 2011
Sachsen und Thüringen Spitze

Vor dem Schulstart in Sachsen und Thüringen haben beide Länder mit Blick auf ihr Bildungsniveau vom Bildungsmonitor 2011 Bestnoten erhalten. Demnach führt Sachsen vor Thüringen und Baden-Württemberg, auf dem letzten Platz landete Berlin. Dennoch ist die Zahl der Schulabbrecher zu hoch. In keinem Industriestaat der Erde entscheidet die soziale Herkunft immer noch so stark über die Bildungschancen wie in der Bundesrepublik. Die "Financial Times Deutschland" hat unterdessen vorgeschlagen, sich die beiden führenden Bundesländer, Sachsen und Thüringen, zum Vorbild in Sachen Bildung zu nehmen. Zur Begründung hieß es, daß die innerdeutsche Konkurrenz um das beste Bildungssystem nichts nütze, wenn am Ende die Verlierer das Siegermodell doch nicht übernehmen wollten.

> Philipp Legrand: Die Reproduktion sozialer Ungleichheiten im deutschen Schulsystem
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Gesellschaft 16.08.11 Artikel lesen

Woddy Allen nimmt
Carla Bruni in Schutz

Hart ging der Regisseur Woody Allen gegen Gerüchte über Carla Bruni vor. Wie er gegenüber der "Frankfurter Rundschau" betonte, habe er selten so viele ausgedachte Geschichten über die französische First Lady gelesen, die in seinem Film "Midnight eine Rolle übernommen hatte. Wie Allen betonte, seien selbst Fotos der französischen Präsidentengattin verfälscht worden. Allen dementierte auch, daß wegen dem ehemaligen Modell keine Szenen nochmals gedreht werden müßten. Überhaupt sei Bruni bei den Dreharbeiten sehr engagiert gewesen und selbst der französische Präsident und ihr Ehemann, Nicolas Sarkozy, habe sie beim Filmprojekt tatkräftig unterstützt.

 
Gesellschaft 16.08.11 Artikel lesen

Die andere Seite
der Coco Chanel

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Eine neue Biographie über Coco Chanel, die heute in den USA erscheint, sorgt für Aufsehen. Der in Frankreich lebende US-Journalist Hal Vaughan behauptet, daß die Ikone der Haute Couture von den Nazis beeinflußt wurde. Chanel sei 1940 vom deutschen Geheimdienst rekrutiert worden. Darüber hinaus hatte sie eine Liebesaffäre mit einem hochrangigen deutschen Nazi-Spion. Bei seinen Recherchen beruft sich Vaughan auf Dokumente aus verschiedenen Archiven weltweit. Chanel hatte Gerüchte über eine Kollaboration mit den Nazis zu Lebzeiten immer bestritten.

 
Politik 15.08.11 Artikel lesen

Peer Steinbrück
neuer Kanzler 2013?

Wird Peer Steinbrück, der ehemalige Bundesfinanzminister, nächster Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten? Schon im Mai brachte sich der64-Jährige als Kanzlerkandidat ins Gespräch und bekundete die Bereitschaft als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf 2013 zu ziehen. Andrea Nahles kritisierte den Vorstoß Steinbrücks. Erst 2009 verkündete Steinbrück seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik und legte das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD nieder.

> Philipp Legrand: Steinbrück als Kanzlerkandidat?
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Gesellschaft 15.08.11 Artikel lesen

Attentäter Breivik
zeigt keine Reue

Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik hat drei Wochen nach dem dutzendfachen Mord in Oslo und auf der Ferieninsel Utoya bei einer Tatortbegehung keine Reue gezeigt. Wie die Polizei ervorhob, hat der Täter bei der Rekonstruierung von Details aber gut mit den Ermittlern zusammengearbeitet. Der 32-jährige Breivik wurde am 13. August 2011 für acht Stunden nach Utoya gebracht, wo der rechtsradikale Islamhasser im Juli 69 Menschen erschossen hatte.

> Steffen Dietzsch: Mord aus reinen Begriffen?
 
Welt 15.08.11 Artikel lesen

Gaddafi ruft
zur Schlacht

Der libysche Machthaber Muammar Abu Minyar al-Gaddafi Gaddafi, geboren 1942, hat seine Anhänger aufgefordert, die von den Rebellen gehaltenen Städte zurückzuerobern. In einer vom staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Botschaft rief der Diktator dazu auf, Libyen restlos von der NATO zu befreien. Nach eigenen Angaben kontrollieren die Gegner Gaddafis inzwischen auch Küstenstreifen östlich und westlich der Hauptstadt Tripolis. Unabhängige Informationen aus der Region gibt es jedoch nicht, die Lage im Inneren des Landes weiter unklar.

> Shanto Trdic: Brennpunkt Libyen – vom Aufstand zum Flächenbrand> Nathan Warszawski: Die Revolution, die nie stattgefunden hat> Rainer Westphal: Der arabische Aufstand
 
Politik 15.08.11 Artikel lesen

Im Sommerinterview:
Sigmar Gabriel

Was vor einem halben Jahr undenkbar war, scheint Realität zu werden. Die in der Wählergunst abgeschlagene SPD kommt langsam aus ihrem Stimmungstief heraus. Und glaubt man den neuesten Umfragen des ARD-Deutschlandtrends, dann würden die Sozialdemokraten – wären denn derzeit Wahlen – den Kanzler stellen. SPD-Chef Sigmar Gabriel wirke zumindest im Sommerinterview souveräner als sonst, wenngleich er bei der Kanzlerfrage auswich. Ob nun Steinbrück oder Steinmeier, dass scheint auch für Gabriel die Grechtenfrage zu bleiben. Einer rot-roten Koalition auf Bundesebene hat er zumindest schon eine Absage erteilt.

> Bettina Röhl: Erzengel Gabriel soll die SPD erlösen
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Politik 14.08.11 Artikel lesen

Für Bernhard Vogel
bleibt "C" das Fundament

Bild

KAS

Der Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bernhard Vogel, hat sich von den Kirchen mehr Rückendeckung für die Unions-Parteien gewünscht. Der CDU-Politiker beklagte, daß die deutschen Bischöfe überhaupt keine Hirtenbriefe mit konkreten politischen Wahlempfehlungen mehr schreiben. Für Vogel, für den das „C“ das Fundament seiner Partei ist, steht fest, daß die Katholiken als Wählerpotential für CDU/CSU an Bedeutung dramatisch verloren hätten. Vogel war Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976 bis 1988) und Thüringen (1993 bis 2002). Die Tabula Rasa traf ihn im Thüringischen Landtag zu einem Interview.

> Bernhard Vogel im Interview mit Stefan Groß
 
Welt 14.08.11 Artikel lesen

Fidel Castro feiert
seinen 85. Geburtstag

"Sozialismus oder Tod" - das war und ist das Motto von Fidel Castro. Seit Tagen wird auf der armen Karibik-Insel sein 85. Geburtstag gefeiert. Geboren wurde Castro am 13. August 1926 als Fidel Alejandro Castro Ruz im ostkubanischen Birán. Von 1956 bis 1959 kämpfte Castro gegen das Batista-Regime und führte die Rebellenarmee an. 2008 bestimmte die Nationalversammlung Raúl Castro zum Nachfolger und 2011 bestätigt der Máximo Líder sein Ausscheiden aus der Führung der Kommunistischen Partei (KP). Castro zählt zu den reichsten Politikern der Welt, sein Vermögen wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt.

> Robert Lembke: „Das ewige Floß“. Wohin treibt Kuba?
 
Politik 14.08.11 Artikel lesen

Christian Wulff
gedenkt Mauerbau

Am Morgen des 13. August 1961, einem Sonntag, hörte das junge Ehepaar Hartmut und Gerda Stachowitz in seiner Westberliner Studentenwohnung, dass an der Sektorengrenze eine Mauer gebaut werde. Voller Angst eilte Gerda Stachowitz in den Ostteil der Stadt, wo im Haus ihrer Eltern ihr kleiner Sohn Jörg war. Ihr Mann blieb im Westen. Viele Monate später wurden Hartmut und Gerda verhaftet, nachdem sie verzweifelt versucht hatten, durch einen Fluchttunnel wieder als Familie zueinander zu kommen. Beide kamen ins Gefängnis, der kleine Sohn in staatliche Hände, die Mutter wusste nicht, wie und wo. Erst zwei Jahre später war die Familie wieder vereint, erst 1973 durfte sie endlich die DDR verlassen.

> Christian Wulff: Zentrale Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus
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Gesellschaft 12.08.11 Artikel lesen

Wie gefährlich sind
die "Neuen Rechten"?

Die rechte Zeitung Junge Freiheit (JF) aus Berlin, die wöchentlich erscheint, hat sich zu einem Vorzeigeprojekt der Neuen Rechten entwickelt. Laut ihrem Herausgeber Dieter Stein fehle in der Bundesrepublik eine rechte parlamentarisch orientierte Alternative, die die Leerstelle im deutschen Parteiensystem rechts von der CDU/CSU besetze. Die Aufgabe der JF liege darin, an der Bildung einer solchen Alternative mit publizistischen Mitteln mitzuwirken. Die JF bezieht sich nachdrücklich auf antidemokratische Ideologen der Konservativen Revolution wie den Staatsrechtler Carl Schmitt.

> Michael Lausberg: Die Junge Freiheit
 
Politik 10.08.11 Artikel lesen

Lindner: Arbeitslosengeld
für ältere Menschen kürzen

FDP-Generalsekretär Christian Lindner schlägt wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt nun vor, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitnehmer zu verkürzen. Wie der Politiker betonte, erfordere die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt keine Quasi-Frühverrentungsformen. Ältere Arbeitnehmer würden als Fachkräfte gebraucht. "Die Bundesagentur für Arbeit sieht die für Ältere auf bis zu zwei Jahre verlängerte Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I selbst kritisch", so Lindner. "Wenn die Union Mut hat, folgt sie mit uns dem Rat der Experten."

> Stefan Groß im Gespräch mit Christian Lindner
 
Feuilleton 08.08.11 Artikel lesen

Geschichten sind Lebewesen
Michail Schischkins "Venushaar"

Seinem monumentalen Buch hat der russische Autor, der gern als Tolstois und Nabokovs Enkel bezeichnet wird, einen Auszug aus dem Alten Testament, dem "Buch der Offenbarung Baruchs" vorangesetzt: "Und angerufen wird der Staub und zu ihm gesagt: 'Gib zurück, was dir nicht gehört; offenbare, was du bewahrt für seine Zeit.' Denn durch das Wort ward die Welt erschaffen, und durch das Wort werden wir einst auferstehen." Und genau diesen Epigraph versucht Schischkin auf den folgenden, höchst anspruchsvollen Seiten mit atemberaubender Eloquenz, Fantasie, Fabulierlust und erzählerischer Kunstfertigkeit zu belegen.

> Heike Geilen: Geschichten sind Lebewesen Michail Schischkins "Venushaar"
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Gesellschaft 08.08.11 Artikel lesen

Ostdeutsche Universitäten
sind bei Studies immer beliebter

Laut einer Umfrage der "Hochschulinitiative Neue Bundesländer" gewinnen ostdeutsche Universitäten immer mehr an Attraktivität. Bundesweit haben 20 Prozent der Abiturienten angegeben, daß sie gern im Osten des Landes studieren würden. Vor zwei Jahren waren es lediglich nur 15 Prozent. Insgesamt schätzen 56 Prozent die Studienangebote in den neuen Ländern als sehr attraktiv ein, 2009 waren es noch 35 Prozent. Die „Hochschulinitiative“ vermutet, daß dieser Trend eng mit dem derzeit sich abzeichnenden Ansturm auf die Universitäten zusammenhängt. Viele, die Angst davor haben, in ihrer Heimatregion keinen Studienplatz zu erhalten, sind nach der Umfrage bereit, sich auch jenseits der Heimat umzuschauen.

 
Gesellschaft 08.08.11 Artikel lesen

Mauerbau
vor 50 Jahren

Am 13. August 1961, vor 50 Jahren, hat die DDR-Regierung unter dem damaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht begonnen, in Berlin eine Mauer zu bauen. Sie teilte die Stadt 28 Jahre lang in Ost und West. Geschichtsforscher gehen mittlerweile davon aus, daß allein an der Berliner Mauer zwischen 1961 und 1989 mindestens 136 Menschen getötet wurden. Die Gesamtzahl der Todesopfer an der innerdeutschen Grenze zwischen 1945 und 1989 beträgt nach neuesten Erkenntnissen fast 1400. "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", sagte Ulbricht noch wenige Wochen vor dem Mauerbau.

> „Wahrheit macht versöhnungsbereit“> Lothar de Maizière im Gespräch mit der Tabula Rasa> Günter Schabowski: Zwieback im Politbüro, Die profitfreie Planwirtschaft
 
Welt 04.08.11 Artikel lesen

Attentäter Breivik besorgte
Material im Ausland

Der Anwalt des Attentäters Anders Behring Breivik, Geir Lippestad, hat bestätigt, dass sein Mandant die Materialien für seine Anschläge größtenteils im Ausland gekauft habe und dazu rund 20 Länder bereiste. Breivik gab an, sich das für die Anschläge benötigte Material bei seinen Reisen gekauft zu haben. Dies betonte Lippestad gegenüber der Zeitung „Verdens Gang“, nachdem Brevik am Mittwoch zum dritten Mal von der Polizei verhört worden war.

> Steffen Dietzsch: Mord aus reinen Begriffen?
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Welt 27.07.11 Artikel lesen

Was macht unser
Öl unter Griechenland?

Die Pressekonferenz am 22. Juli 2011 dürfte wohl in die Analen der Geschichte der Bundesrepublik eingehen. Nach 18 Monaten Chaos ist die Kanzlerin aller Deutschen zu der weisen Erkenntnis gekommen, dass offensichtlich der Euro den Deutschen Wohlstand und Frieden gebracht hat. Darüber hinaus erklärte Sie, dass Sie nunmehr zu der Auffassung gelangt sei, dass es sich bei Europa und dem Euro um eine Schicksalsgemeinschaft handeln würde und alles was heute investiert wird, wir um ein Vielfaches zurück bekommen. Außerdem habe sie eine Obsession für Europa entwickelt. Welchen Personenkreis Frau Dr. im Blick hatte, als sie davon sprach, dass wir ein Vielfaches davon zurück bekommen würden, was heute investiert wird, bleibt dahingestellt.

> Rainer Westphal: Griechisches Monopoly
 
Gesellschaft 26.07.11 Artikel lesen

Wolfram Weimer kein
"Focus"-Chefredakteur mehr

Der ehemalige „Cicero“-Begründer und derzeitige "Focus"-Chefredakteur, Wolfram Weimer, hat nach nur einem Jahr im Amt in München das Nachrichtenmagazin verlassen. Der bisherige Co-Chefredakteur Uli Baur wird das Blatt nun alleinverantwortlich führen. Weimer hatte den "Focus" in den vergangenen Monaten auf einen Kurs von "höherer journalistischer Relevanz" gebracht, der auch die Verkaufszahlen gesteigert habe, hieß es aus München. Er soll nun dem Burda-Konzern beratend zur Seite stehen. Der Rückweg zum "Cicero" bleibt ihm vesperrt, gleichwohl er noch Gründungsherausgeber ist, weil sich der Riniger-Verlag nach Weimers Weggang nach links verschoben hat. Der von Weimer eingeschlagene Weg soll unter der Leitung von Uli Baur unterdessen beim "Focus" fortgesetzt werden.

> Rezension zu Wolfram Weimer, Freiheit, Brüderlichkeit, Bürgerlichkeit
 
Welt 25.07.11 Artikel lesen

Der Terror des Anders
Behring Breivik

Bei einem Bombenattentat im Regierungsviertel von Oslo und einem Massaker in einem Ferienlager der Regierungspartei auf der in der Nähe der Hauptstadt gelegenen Insel Utöya wurden insgesamt 93 Menschen getötet. Die Zahl der Todesopfer kann sich aber noch erhöhen, da noch viele Schwerverletzte in Osloer Kliniken um ihr Leben kämpfen. Gegen 15.20h Ortszeit erschütterte eine gewaltige Explosion das Regierungsviertel. Eine Autobombe tötete 7 Menschen, mehr als 20 wurden zum Teil schwer verletzt. Mehr als 3 Stunden später tötete der Rassist Anders Behring Breivik in einem Ferienlager norwegischer Sozialdemokraten als Polizist verkleidet mindestens 93 Teilnehmer.

> Michael Lausberg: Die Saat des Hasses
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Gesellschaft 25.07.11 Artikel lesen

Guardian-Liste 2011 der
wichtigsten Medienmacher

Die britische Zeitung "The Guardian" hat nach den einflußreichsten Medienmachern gesucht. Ganz oben im Ranking steht Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, dessen soziales Netzwerk inzwischen die Marke von 750 Millionen Nutzern deutlich überschritten hat. Auf Platz zwei folgen der Kurznachrichtendienst Twitter und sein Mitbegründer Jack Dorsey. Den dritten Platz, der Top-100, geht an Google-Mitbegründer Eric Schmidt. Trotz des Abhörskandals um Medienunternehmer Rupert Murdoch zählt dieser neben BBC-Direktor Mark Thompson und Apple-Chef Steve Jobs weiter zu den wichtigsten und mächtigsten Medienmachern 2011.

> Nietzsche on Facebook? - Postmoderne Welten des Philosophierens
 
Gesellschaft 24.07.11 Artikel lesen

Maler Lucian Freud ist gestorben

Der bedeutende Porträtkünstler und Enkel von Sigmund Freud, des Begründers der Psychoanalyse, ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 88 Jahren gestorben. Seine Menschenbilder, häufig als schonungslos bezeichnet, gelten als gemalte Werke der Psychoanalyse. Seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt Höchstpreise. Seine Bilder kennzeichnen sich durch einen realistischen Detailreichtum. Freud galt als Lebemann, der in Bars und Restaurants häufig mit attraktiven Frauen erschien. Geboren wurde er 1922 in Berlin. Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kamen emigrierte er mit seiner Familie nach Großbritannien. Freud wurde 1939 britischer Staatsbürger.

 
Gesellschaft 23.07.11 Artikel lesen

Amy Winehouse ist tot

Die Sängerin Amy Winehouse ist tot. Die 27-jährige Musikerin wurde in ihrer Londoner Wohnung leblos aufgefunden. Kurz nach 1600 Uhr wurden Polizeibeamte vom Rettungsdienst zur Wohnung von Winehouse gerufen. Als die Beamten eintrafen, war die Musikerin bereits tot. Über die genaen Todesumstände ist bislang nichts bekannt. Winehouse wurde mit ihrem 2006 veröffentlichten Album "Back in Black" bekannt, für das sie einem Grammy erhielt. Die letzten Jahre waren von Negativ-Schlagzeilen überschattet - Alkohol- und Drogenkonsum, ihre stürmische Ehe und das Ende ihrer musikalischen Karriere. Die Sängerin hatte Ende Juni 2011 nach einem verpatzten Konzert in Belgrad ihre gesamte restliche Europa-Tour abgesagt. Erst Ende Mai dieses Jahres wurde sie in London wieder in einer Entzugsklinik behandelt.

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21.07.11 Artikel lesen

„La Damnation de Faust“
beim Kunstfest Weimar

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An Goethes Geburtstag macht „pèlerinages Kunstfest Weimar allen Musikbegeisterten ein ganz besonderes Geschenk: Am Abend des 28. August spielt die Ungarische Nationalphilharmonie in der Weimarhalle unter der Leitung von Zoltán Kocsis „La Damnation de Faust von Hector Berlioz. Goethes Faust bildete die Grundlage von Hector Berlioz Dramatischer Legende op. 24. Berlioz taucht seinen Faust jedoch in französische Schauer-Romantik: Ein surrealer Höllenritt beendet Fausts Leben, Margarethe kommt in den Himmel – und Mephisto hat gewonnen! Wir haben die besten internationalen Solisten für „Fausts Verdammnis gewinnen können: die unvergleichliche bulgarische Mezzosopranistin Vesselina Kasarova als Margarethe, den jungen amerikanischen Tenor Raymond Very in der Rolle des Faust und den „teuflisch“ guten Spanier Rubén Amoretti als Mephisto. Als Brander ist der gefragte Bariton Christian Miedl zu hören.

 
Kunst 21.07.11 Artikel lesen

Herzog Ernst August II.
Konstantin von Sachsen-Weimar

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Wer ein Volljährigkeitsalter von 21 Jahren im Kopf hat, sollte darauf verwiesen werden, dass der wettinische Herzog obigen Namens dieses Alter nicht erreicht hat. Immerhin wurde er der Vater des mit Goethe befreundeten Herzogs Carl August, und der Kaiser erklärte ihn schon mit 18 Jahren als volljährig. Wer dem jungen Mann als Schicksalsausgleich für die kurze Lebensspanne eine sorglose Kindheit gewünscht hätte, muss erneut enttäuscht werden. Dem Vater war es wohl wichtiger, der Jagdleidenschaft nachzugehen, als sich um den Prinzen zu kümmern. Als dieser zehn wurde, verstarb der prunkliebende alte Herr.

> Otto Löw: Herzog Ernst August II. Konstantin von Sachsen-Weimar
 
Gesellschaft 20.07.11 Artikel lesen

Naturwissenschaftliche
Schriften Goethes erschienen

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Die umfangreiche Arbeit an der von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina betreuten historisch-kritischen Ausgabe von „Goethes Schriften zur Naturwissenschaft“ ist nach 70 Jahren abgeschlossen. Die Leopoldina-Ausgabe bietet dem Leser erstmals sämtliche Texte Johann Wolfgang von Goethes zur Naturforschung, kommentiert in chronologischer Ordnung mit den zugeordneten Materialien und ergänzt um zeitgenössische Zeugnisse. Die Ausgabe zeigt zudem Verbindungen auf, die zwischen seinem naturwissenschaftlichen und literarischen Werk sowie den geistigen und wissenschaftlichen Strömungen seiner Zeit bestehen. Sie umfasst 21 Text- und Kommentarbände mit mehreren Unterbänden.

> Leopoldina legt alle Schriften Goethes zur Naturwissenschaft in kommentierter Ausgabe vor
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Politik 18.07.11 Artikel lesen

Kein Quadriga-Preis
für Wladimir Putin

Kontrovers wurde über den diesjährigen Quadriga-Preisträger Wladimir Putin diskutiert, der den „Petersburger Dialog“ einstmals mitbegründete. Nun ist sich die Jury darüber einig, den Preis, der jährlich am 3. Oktober in Berlin vergeben wird, 2011 auszusetzen. Kritiker bemängelten, daß die Verleihung des Preises für Demokratie bei Putin nicht in den richtigen Händen sei, denn ob es sich bei ihm um einen Demokraten erster Klasse handelt, wurde von vielen in Frage gestellt. Die Tabula Rasa hat den Vorsitzenden des „Petersburger Dialogs“, Lothar de Maizìere interviewt.

> Stefan Groß im Gespräch mit Lothar de Maizière
 
Politik 18.07.11 Artikel lesen

Herzlichen Glückwunsch
Frau Dr. Merkel

Die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) feiert ihren 57. Geburtstag und nimmt den Bundesbürgern im traditionellen Sommerinterview die Angst vor der Zukunft - die Renten und Privatvermögen seien gesichert, der Euro sicher und die "Krise" bewältigbar. Die Japaner sind endlich am Ziel ihrer Träume angekommen und Fußballweltmeister, und die Bundespolitiker haben sich in die Sommerpause verabschiedet und auch die Tabula Rasa schaltet einen Gang zurück.

> Die geopolitische Tektonik von Frau Dr. Merkel
 
Politik 14.07.11 Artikel lesen

Im Interview mit
Christian Lindner

Bild

FDP

Im Gespräch mit der Tabula Rasa hat der Ausnahmepolitiker und junge Hoffnungsträger der FDP, Christian Lindner, nicht nur über den schweren Stand seiner Partei reflektiert, sondern auch über die zentralen Eckpfeiler seiner politischen Botschaft Auskunft gegeben, über das neue Parteiprogramm, über seine Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit und über die Stellung der christlichen Religion innerhalb der Wertegesellschaft. Lindner, der 2011 den Rednerpreis "re: republik" erhielt, studierte im Nebenfach Philosophie.

> FDP-Generalsekretär Christian Lindner im Gespräch mit der „Tabula Rasa"
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12.07.11 Artikel lesen

Monsignore Karl-
Heinz Ducke ist tot

Thüringens Stellvertretender Ministerpräsident Christoph Matschie ist tief betroffen über den Tod von Monsignore Karl-Heinz Ducke. „Wir verlieren mit Monsignore Ducke einen großartigen Menschen und wachen Zeitgenossen“, so Matschie. „Ich habe ihn auch ganz persönlich in besonderer Erinnerung. Im Herbst 1989 war er ein wichtiger Geburtshelfer der Demokratie. Als einer der drei Moderatoren des Runden Tisches in Berlin hatte er eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der ersten freien Wahlen in der DDR. Wir werden dass Andenken von Monsignore Ducke in Ehren bewahren.“

 
Gesellschaft 11.07.11 Artikel lesen

Richard Williamson wegen
Volksverhetzung verurteilt

Der britische Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson hat sich, wie das Landgericht Regensburg bestätigt, der Volksverhetzung schuldig gemacht. Die Richter verurteilten den 71-Jährigen zu einer Geldstrafe von 6.500 Euro. Das Amtsgericht Regensburg hatte den Bischof der Pius-Brüderschaft bereits zuvor zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Williamson hatte in einem Fernsehinterview den Massenmord an den Juden durch die Nazis abgestritten. Die Tabula Rasa hatte darüber schon berichtet und greift ins Archiv.

> Eilert Herms: Was Protestanten aus dem Fall Williamson lernen können> Guido Horst: Der Papst, die Juden und der Holocaust
 
Gesellschaft 10.07.11 Artikel lesen

Quadriga-Preis
für Wladimir Putin

Den diesjährigen Quadriga-Preis wird an den russischen Ministerpräsidenten Putin verliehen. Der Verein "Werkstatt Deutschland" erklärte, daß es Putin geschafft hat im Innern Stabilität durch das Zusammenspiel von Wohlstand, Wirtschaft und Identität zu erreichen. Die Verleihung an den russischen Politiker war nicht umstritten – insbesondere aus den Kreisen der Grünen. Der Quadriga-Preis wird jährlich zum Tag der Deutschen Einheit verliehen. Er geht an "Vorbilder, die der Aufklärung, dem Engagement und dem Gemeinwohl verpflichtet sind".

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Welt 10.07.11 Artikel lesen

Südsudan – neuer Staat
auf der Landkarte

Der Südsudan hat seine Unabhängigkeit vom Norden des Landes verkündet. Parlamentpräsident James Wani Igga verkündete „wir, die demokratisch gewählten Vertreter des Volkes, erklären den Südsudan auf der Grundlage des Willens der Bevölkerung und des Ausgangs des Unabhängigkeitsreferendums hiermit zu einer unabhängigen und souveränen Nation“. Eine neue Flagge hat die jüngste Nation der Welt bereits entworfen und symbolträchtig gehisst. Die Zeremonie zur Unabhängigkeit wurde in Juba, der Hauptstadt des Landes, abgehalten. Das Plebiszit zur Unabhängigkeit wurde im Januar dieses Jahres abgehalten und war Teil eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2005. Mit dem Abkommen endete ein mehr als zwei Jahrzehnte währender Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. Es wird erwartet, dass die Vereinten Nationen den Südsudan als 193. Mitgliedsstaat in die Organisation aufnehmen werden.

> Südsudan - eine Nation ohne Hoffnung
 
Politik 08.07.11 Artikel lesen

Das Jahrestief der
Angela Merkel

Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht es derzeit nicht gut – zumindest wenn man die Wählerumfragen betrachtet. Die Kanzlerin der Mitte fällt deutlich hinter mögliche Herausforderer wie SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und den früheren Finanzminister Peer Steinbrück (ebenfalls SPD) zurück. Die Union kann derzeit nur 32 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen und landet damit auf einem Jahrestief. Die SPD erhält 26 Prozent, die Grünen 23 Prozent, FDP und Linke bleiben bei 5 bzw. 8 Prozent. 85 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, Merkel "müsste in der Bundesregierung klarer den Kurs angeben", für 65 Prozent ist nicht erkennbar, wofür sie selbst eigentlich steht. 58 Prozent sind der Meinung, die Kanzlerin „regiert eher nach Umfragen als nach eigenen Überzeugungen".

 
07.07.11 Artikel lesen

Bundestag erlaubt begrenzte
Zulassung der PID

Der Deutsche Bundestag hat nach heftigen Diskussionen einer begrenzten Zulassung der sogenannten Präimplantationsdiagnostik zugestimmt. Die Mehrheit von 326 Abgeordneten sprach für das Verfahren aus, 260 stimmten dagegen. Damit wird die PID in Zukunft in solchen Fällen zulässig sein, in denen ein oder beide Elternteile die Veranlagung für eine schwerwiegende Erbkrankheit in sich tragen oder mit einer Tot- oder Fehlgeburt zu rechnen ist. Mehrere Politiker - darunter Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckart, Unionsfraktionschef Kauder und Bundestagsvizepräsident Thierse hatten gegen die Zulassung der PID gestimmt.

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Gesellschaft 06.07.11 Artikel lesen

Deutschlands Fußballfrauen
glänzen eindrucksvoll

Daß Frauenfußball attraktiv und ästhetisch genußvoll sein kann, haben die deutsche Nationalmannschaft der Frauen bei ihrem 4:2 Sieg gegen die Französinnen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Frauenfußball langweilig sei, wird wohl keiner mehr behaupten dürfen. Und in einer Sache sind die Damen den Herren dann haushoch überlegen - alles verläuft hier stiller und mit weniger Platzhirschmentalität. Wehleidige und sich inszenierende Männer bleiben uns bei dieser Fußballweltmeisterschaft jedenfalls erspart. Aus philosophischer Sicht interessiert sich die Tabula Rasa für die Perspektiven des Fußballs.

> Lukas Kaelin: Perspektiven einer Philosophie des Fußballs
 
Gesellschaft 01.07.11 Artikel lesen

Seid fruchtbar
und mehret euch!

Bild

Der erste Befehl Gottes an seine lebenden Geschöpfe steht im ersten Kapitel des ersten Buches der Bibel, Satz 22, am 5.Tag der Schöpfung: - Und Gott segnete seine Geschöpfe und sagte: „Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Meere, und ihr Vögel, vermehrt euch auf der Erde!“ - Mit Fug und Recht wird dieses Gebot als äußerst wichtig betrachtet, allein auf Grund seiner Stellung als erster dokumentierter Befehl Gottes an die lebenden Geschöpfe. Auch wenn noch ein Tag vergeht, bis der Mensch erschaffen wird, darf sich ein gläubiger Katholik über dieses Gebot nicht hinwegsetzen.

> Seid fruchtbar und mehret euch!
 
Geld 30.06.11 Artikel lesen

Preis Soziale Marktwirtschaft
2011 für Reinhard Kardinal Marx

„Professor Reinhard Marx hat die Dimensionen der Marktwirtschaft, deren Bedingungen und deren Grenzen aufgezeigt. Ein Wirtschaftssystem, das ohne Menschlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit ist, hat hiernach keine Moral und keine Zukunft.“, so begründet die Jury ihre Entscheidung. Der KAS-Vorsitzende, Hans-Gert Pöttering, begrüßte das Votum „sehr nachdrücklich“ und hob hervor: „Gerade der kritische Dialog mit den Kirchen hat die Soziale Marktwirtschaft zu einem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell werden lassen, das breiten Rückhalt in der Bevölkerung genießt.“ Der undotierte Ehrenpreis wird am 7. Dezember 2011 in der Frankfurter Paulskirche verliehen.

> Reinhard Marx: Marx schreibt an Marx
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Glaube 30.06.11 Artikel lesen

Berliner Kardinal Georg
Sterzinsky ist tot

Der frühere Berliner Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky ist gestorben. Wie aus dem Berliner Bistum mitgeteilt wurde, verstarb Sterzinsky am Donnerstag im Alter von 75 Jahren nach langer und schwerer Krankheit. Sterzinsky hatte es nach dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung verstanden, ein Bistum mit zwei verschiedenen Mentalitäten zu verbinden. Seit 1989 stand der Priester an der Spitze des Erzbistums, das sich auf Berlin sowie Teile von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erstreckt. Akzente setzte Sterzinsky immer wieder bei Fragen der Asyl- und Migrationspolitik. 1996 war er Gastgeber von Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Berlin. 1966 bis 1981 war er Pfarrer in Jena, 1981 wurde er zum Generalvikar im Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen berufen.

 
Glaube 29.06.11 Artikel lesen

Zu wenig Sterbebegleitung
in der Bundesrepublik

Von der Deutschen Hospizstiftung wurden die Gesundheitsminister der Länder aufgefordert, für mehr Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. Wie die Stiftung unterstrich, reicht das derzeitige Angebot für Sterbenskranke bei überhaupt nicht aus. Aktuell würden nur 71.000 Menschen pro Jahr in einem Hospiz, auf einer Palliativstation oder zu Hause eine professionelle Sterbebegleitung erhalten. Dies ist bei 845.000 Todesfällen im Jahr aber viel zu wenig. Perspektivisch muß es das Ziel sein, daß mehr als 60 Prozent der Sterbenden eine aktive Begleitung erfahren müßten.

> Ulrich Wedding: Der "ganzheitliche Ansatz" der Palliativmedizin
 
Geld 27.06.11 Artikel lesen

Paul Kirchhof und die
Reform des Steuerwesens

Professor Paul Kirchhof, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, fordert eine radikale Vereinfachung des Steuerrechts. In seinem „Bundessteuergesetzbuch“ ist vorgesehen, daß in Zukunft sämtliche Einkommen mit einem Satz von 25 Prozent einheitlich zu besteuern sind. Dabei sollen 534 Steuervorteile wie beispielsweise die Pendlerpauschale oder die Steuerbefreiung von Sonntags- und Nachtzuschlägen gestrichen werden. Bereits 2005 hatte sich der renommierte Steuerrechtler für eine Flat Tax ausgesprochen

> Constantin Graf von Hoensbroech: Kants Imperativ und Rüttgers` Regeln
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Kunst 24.06.11 Artikel lesen

Franz Liszt - Ein Europäer
in Weimar: Eröffnung 24. Juni

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Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt (1811–1886) am 22. Oktober 2011 zeigt die Klassik Stiftung Weimar vom 24. Juni bis zum 31. Oktober 2011 die in Kooperation mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar erarbeitete Landesausstellung »Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar«. Im Mittelpunkt der über 350 Exponate umfassenden zweiteiligen Ausstellung im Schiller-Museum und im Schlossmuseum stehen die europäischen Dimensionen sowohl des Komponisten und Interpreten Liszt wie auch seiner in Weimar verwirklichten Kunstprojekte. Dabei werden Liszts Leben und Wirken und die Bedeutung Liszts für die europäische Musik- und Geistesgeschichte umfangreich dokumentiert.

> »Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar«
 
Politik 24.06.11 Artikel lesen

Wo ist bitte der
Bundespräsident?

Seit nunmehr fast einem Jahr bekleidet Christian Wulff das Amt des Bundespräsidenten. Aufsehen erregte Wulff durch seine Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010, als er davon sprach, dass der Islam ebenso wie das Juden- und Christentum zu Deutschland gehören würde. Seine Aussage zog eine Vielzahl von Kontroversen nach sich. Seither ist es verhältnismäßig ruhig um Wulff geworden. Atomausstieg, Griechenlandkrise und die Angst vor dem Eurocrash - wo ist der Bundespräsident?

> Philipp Legrand: Wulff, der fleißige Schweiger
 
Wissen 22.06.11 Artikel lesen

Nietzsches Philosophie
des Unbewussten

Internationaler Nietzsche-Kongress in Naumburg/Saale: Die Friedrich Nietzsche Stiftung und die Nietzsche-Gesellschaft veranstalten einen internationalen Kongress zum Thema „Nietzsches Philosophie des Unbewussten“. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Jutta Georg (Frankfurt/M.) und Prof. Dr. Claus Zittel (Florenz/I) wird in 38 Vorträgen von Teilnehmern aus 16 Ländern das Thema erarbeitet. Vier parallele Sektionen werden sich mit den Themen Sprachen des Unbewussten, Maske und Scham, Kulturen des Unbewussten und Politik des Unbewussten beschäftigen. Im Rahmenproramm des Kongresses liest am 1. Juli 2011 um 20.00 Uhr die Autorin Juli Zeh aus ihrem Roman „Spieltrieb“.

> Zum Veranstaltungs-PDF
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Geld 20.06.11 Artikel lesen

Nach der Krise -
vor der Krise

Aus der Bibel kennen wir den naturalen Rhythmus von sieben mageren und sieben fetten Jahren. Auch die Erfahrung mit der modernen Wirtschaftswelt scheint die ewige Wiederkehr eines Konjunkturzyklus zu bestätigen, der sich aber nicht auf die geheiligte Zahl sieben festlegen läßt und sich überdies verläßlicher Berechnung entzieht. Diese Unberechenbarkeit ist eine Frechheit, die sich der Geschichtsverlauf gegenüber den politökonomischen Technokraten herausnimmt. Mit den Konjunkturen und Strukturen wird man einfach nicht fertig. Wegen der „Imponderabilien“, hätte Bismarck gesagt. Und der war eher ein preußischer Staatssozialist als ein liberaler Kapitalist.

> Nach der Krise – vor der Krise
 
Gesellschaft 20.06.11 Artikel lesen

Thomas de Maizière spricht
auf BKU-Sommerempfang

„Der neue Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière ist der Festredner des BKU-Sommerempfangs am Montag, 20. Juni, um 19.00 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin. Der BKU stellt das Jahr 2011 unter das Thema "Nachhaltigkeit". Zentral ist uns dabei, die "Nachhaltigkeit" nicht auf "Ökologie" zu verengen, sondern als Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu verstehen. Der BKU stellt das Jahr 2011 unter das Thema "Nachhaltigkeit". Zentral ist uns dabei, die "Nachhaltigkeit" nicht auf "Ökologie" zu verengen, sondern als Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu verstehen.“

> Zur Webseite des Bundes Katholischer Unternehmer kommen Sie hier
 
Welt 19.06.11 Artikel lesen

Unglückliches
Griechenland

Um Unterstützung für seine Reformen hat der griechische Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou gebeten, und er stellte dafür sogar die Vertrauenfrage im Parlament. Wie der Politiker hervorhob, muß sich das Land nunmehr darauf konzentrieren, den drohenden Staatsbankrott zu verhindern. Dies ist nur möglich, so Papandreou, mit Hilfe der Europäischen Union. Derzeit wird beim Euro-Finanzministertreffen in Luxemburg darüber beraten, wie der angeschlagenen griechischen Wirtschaft geholfen werden kann. Im Gespräch ist die Freigabe eines weiteren Rettungsschirms in der Höhe von zwölf Milliarden Euro. Dabei ist nach wie vor umstritten, in welcher Form private Gläubiger beteiligt werden sollen.

> Jürgen Habermas: Nach dem Bankrott> Rainer Westphal: Der Beitritt Griechenlands in die EU
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Politik 19.06.11 Artikel lesen

Röttgen, der Atomausstieg
und die Zukunft der Wirtschaft

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hält nicht nur mit Nachdruck am Atomausstieg fest, sondern sieht diesen als eine große Chance für die deutsche Wirtschaft. Wie der Politiker im "Deutschlandfunk" betonte, bietet die Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz einer Vielzahl von bundesdeutschen Unternehmen die Möglichkeit für neue Innovationen. Dennoch will Röttgen nicht, daß der angekündigte Atomaustritt 2022 in der Verfassung der Bundesrepublik verankert werde, denn beim Energieaustritt handelt es sich seiner Meinung nach nicht um ein Grundrecht, das mit anderen, wie etwa mit der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenwürde, zu vergleichen ist.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
 
Kunst 16.06.11 Artikel lesen

Stephan Balkenhol gestaltet
Wagner-Denkmal in Leipzig

Im blauen Gehrock und in Original-Körpergröße tritt der jugendliche Wagner aus dem Schatten seines anderen, berühmten Ich, einer vier Meter hohen Silhouette, die dem Entwurf von Max Klinger aus den Jahren 1904/05 nachempfunden ist. Der seit 1992 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe lehrende Bildhauer Stephan Balkenol konnte sich mit seinem vielschichtigen Entwurf gegen vier weitere namhafte Künstler durchsetzen und die Jury mit seinem naturalistischen künstlerischen Ansatz überzeugen.

> Sylvia Hüggelmeier: Mit Richard Wagner auf Augenhöhe
 
Kunst 16.06.11 Artikel lesen

42. Art Basel
öffnet ihre Türen

Kunst kommt von Können und uneigentlich von Müssen, ausdrücken müssen. Wer Freitagabends in der Kneipe mit Freunden alles Wichtige besprechen kann, wird seltenst Künstler. Interviews mit ihnen führen selten in die Tiefe. Wer sie erleben will muss reisen. In Basel hält die Kaiserin aller Kunstmärkte bis Sonntag Hof. Für junge Galerien ist die Berufung zur Art Basel der Ritterschlag. Sechs gestandene Galeristen beraten die Messeleitung zur jährlichen Auswahl. Drei von ihnen haben heuer ihren Sitz in Berlin. Und diese brachten die Überraschung fertig, Judy Lybkes Eigen + Art Galerie nicht in den heiligen Hallen beherbergen zu wollen.

> Jan Löw: Art Basel - Die Kaiserin aller Kunstmärkte hält Hof
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Gesellschaft 15.06.11 Artikel lesen

Plagiatsaffäre: zu Guttenberg
Koch-Mehrin & Co

Nach Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg mußte nun auch die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin ihren im Jahr 2000 erlangten Doktortitel abgeben. Wie die Prüfungskommission der Universität Heidelberg mitteilte, besteht die vorgelegte Arbeit in substanziellen Teilen aus Plagiaten. Wie der Promotionsausschuß bekannt gab, finden sich auf rund 80 Textseiten über 120 Plagiate. Die Arbeit trägt den Titel: „Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik: Die Lateinische Münzunion 1865 – 1927“ . Ihre politischen Spitzenämter hatte die Politikerin bereits aufgegeben - auch und insbesondere in Rücksicht auf ihre Familie.

> Wolfgang Ockenfels: Akademisch abgehoben> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
 
Gesellschaft 15.06.11 Artikel lesen

Schorlemmer: Der lange
Weg zur Deutschen Einheit

Für den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler und Theologen Friedrich Schorlemmer ist es eine ausgemachte Sache, daß sich die wirkliche Einheit der Deutschen noch eine geraume Zeit hinziehen wird. Wie das 1944 in Wittenberge geborene SPD-Mitglied betonte, seien 40 Jahre so prägend, daß die deutsche Einheit auch jetzt noch nicht mental, wirtschaftlich und kulturell vollzogen wurde. Schorlemmer rechnet damit, daß es mindestens noch zwei Jahrzehnte brauche, bis endlich die Mauer aus den Köpfen der Bundesbürger verschwunden sei. Am 15. Juni vor 50 Jahren hatte der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht verkündet, daß niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten, bereits zwei Monate danach haben die Bauarbeiten am innerdeutschen "Schutzwall" begonnen.

> Die Ulbricht-Maschine
 
Kunst 10.06.11 Artikel lesen

Maler Bernhard
Heisig ist tot

Der Maler Bernhard Heisig ist im Alter von 86 Jahren in seinem Wohnort Strodehne an der Havel in Brandenburg verstorben. Der gefeierte Künstler wurde 1925 in Breslau geboren und 1954 an die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig berufen, deren Rektor er ab 1961 war. Das Amt verlor er jedoch später wegen seiner Kritik an der damaligen DDR-Kulturpolitik. Heisig gehörte zu den Leipziger Malerfürsten und er galt neben Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer als Gründer der sogenannten Leipziger Schule. Seine Vorbilder waren u. a.Otto Dix, Max Beckmann und Oskar Kokoschka. Immer wieder wechselte er in seinen Werken zwischen klassischer Moderne, Realismus und Collagen-Kunst. Bekannt wurde er mit seinen Zeichnungen, Lithographien, Porträts und mit dem Historiengemälde zur 1848er-Revolution.

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Gesellschaft 07.06.11 Artikel lesen

Börne-Preis für
Joachim Gauck

Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Sohn der Stadt Rostock, Joachim Gauck, hat am Wochenende den Börne-Preis in Frankfurt am Main erhalten. In seiner Dankesrede hat der 71-jährige Theologe zu einer Rückbesinnung auf die Grundwerte unserer Gesellschaft aufgerufen. "Gerade unserer Nation, die regelmäßig von Angst-Attacken geschüttelt wird, würde es guttun, sich selbst weniger über die eigenen Mängel und Defizite zu definieren." "Sich dessen bewusstzuwerden heißt auch, dass wir die Werte, Freiheiten und Haltungen, die wir angenommen haben, achten, bewahren und verteidigen müssen."

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck> Constantin Graf von Hoensbroech: „Wahrheit macht versöhnungsbereit“
 
Welt 05.06.11 Artikel lesen

Afghanistan-Einsatz:
"In stolzer Trauer"

Der Respekt und die Trauer vor den in Ausübung ihrer Pflicht getöteten Soldaten in Afghanistan macht es erforderlich, auf den Wahnsinn kriegerischer Handlungen, insbesondere in diesem Lande, hinzuweisen. Auf den Begriff gefallen, wird bewusst verzichtet, da dieses eine Verharmlosung dessen beinhaltet, was den betroffenen jungen Menschen widerfahren ist. Der ungeliebte Lafontaine hat in seinen Ausführungen zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan immer wieder darauf hingewiesen, dass ein so genannter „asymmetrischer“ Krieg es bedingt, dass eine Unterscheidung von Zivilpersonen und Terroristen nicht möglich ist.

> Rainer Westphal: In stolzer Trauer
 
Gesellschaft 03.06.11 Artikel lesen

Die Aktualität
des Karl Marx

Bild

Viele glaubten ihn nun los zu sein, den Dämon besiegt zu haben - und dies für alle Zeiten. Nach dem Fall der sozialistischen Regime vor zwanzig Jahren hatte auch alles den Anschein, daß Karl Marx (1818-1883) nicht wieder in den Köpfen auftauchen würde, aus den Universitäten und ihren Lehrplänen ist er inzwischen ganz verschwunden. Doch nach der globalen Finanzkrise, die auch nach wie vor ihre Schrecken zeitigt, hat der Trierer Kapitalismuskritiker, Philosoph, Journalist und Utopist wieder Konjunktur. Was ist dran an Marx, können wir wieder von ihm lernen? Die Tabula Rasa blickt ins Archiv.

> Hans-Martin Lohmann: Ein Philosoph der handfesten Dinge - Warum sich Marx wieder lohnt
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Gesellschaft 01.06.11 Artikel lesen

Martin Heidegger und
das Wesen der Technik


In Zeiten des ökofundamentalistisch motivierten Wut- bzw. Angstbürgers von ‚Stuttgart 21‘ und Fukushima erlebt ein altbekanntes deutsches Motiv eine Renaissance - nämlich das der Technikskepsis. In diesem Zusammenhang wird oft das Denken Martin Heideggers zur Flankierung diverser Attacken in Stellung gebracht. Und tatsächlich scheinen seine Schriften um die 1950er Jahre herum davon zu strotzen, die Menschen vor dem vorstellenden Herstellen, der Machenschaft und der Ermächtigung durch das ‚Ge-stell‘ zu warnen. Lässt sich die Bodenhaftung und Natursehnsucht, das Aufbegehren gegen das Maschinenzeitalter und dessen Rationalismen als ideeller Gravitationskern Deutschlands ausmachen und eine Linie ziehen von der Frühromantik um 1800 bis hin zu Heidegger?

> Christian J. Grothaus: Der Blick auf das Wesen der Technik
 
30.05.11 Artikel lesen

Hans Ulrich
Gumbrecht in Jena

Hans Ulrich Gumbrecht, geb. 1948, Professor für spanische, französische und vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University; ständiger Gastprofessor an der Université de Montréal, am Collège de France sowie an der Zeppelin University, Friedrichshafen; Ehrendoktorwürden der Universitäten Siegen, Greifswald und Marburg; Mitglied der American Academy of Arts and Sciences; regelmäßige Beiträge in den Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und des Estado de São Paulo. Seine Monographien wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Literatur und Kultur; spanische, französische, deutsche und italienische Literatur der Renaissance; argentinische und brasilianische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts; Ästhetik und Ideengeschichte.

> Hans Ulrich Gumbrecht "Extreme und Explosionen der europäischen Aufklärung"
 
Gesellschaft 30.05.11 Artikel lesen

33. Deutscher Evangelischer
Kirchentag in Dresden

Die Landeshauptstadt an der Elbe erwartet zum Kirchentag über 120 000 Gäste. Am Mittwoch, 1. Juni 2011 beginnt in Dresden der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag. Fünf Tage lang beherbergt die Stadt Gäste aus aller Welt. Der Losung des Matthäusevangeliums folgend, „... da wird auch dein Herz sein“, sind die vielen Podien, Zentren und Foren in drei Themenbereiche unterteilt, in einen geistlichen, einen gesellschaftlich-politischen und einen internationalen. Neben Kirchenvertretern und Politikern werden auch renommierte Vertreter aus Gesellschaft und Kultur erwartet.

> Zum Programm kommen Sie hier
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Welt 28.05.11 Artikel lesen

G8-Gipfel: Anmerkungen
zur Regierungserklärung

Wer mit Spannung die Regierungserklärung von Frau Dr. Merkel in der obigen Angelegenheit verfolgt hat, dürftemehr als nur enttäuscht worden sein. In ihrer üblichen, oberlehrerhaften Form wurden Erkenntnisse der Regierung erläutert, welche offensichtlich nur von dieser als neu empfunden werden. Offensichtlich ist nach dem Prinzip verfahren worden, dass Binsenweisheiten einer ständigen Wiederholung bedürfen, um als neue Erkenntnis anerkannt zu werden. So wird von einer Zeitenwende in der Arabischen Welt gesprochen und von historischen Verpflichtungen diesen Ländern gegenüber.

> Anmerkungen zur Regierungserklärung zum G8-Gipfel in Deauville
 
Gesellschaft 27.05.11 Artikel lesen

Hans Küng: "Ist die
Kirche noch zu retten?"

In seinem neuen Buch "Ist die Kirche noch zu retten?" diagnostiziert der Theologieprofessor emeritus Hans Küng eine Krise in der katholischen Kirche, die ihn dazu zwingt, in der gegenwärtigen Situation nicht zu schweigen. Er kritisiert den Eurozentrismus, das Faktum des unhintergehbaren Wahrheitsanspruchs und das Festhalten am Zölibat. Zuletzt erschienen vom 1928 in der Schweiz geborenen Theologen, der einst mit Joseph Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI., in Tübingen befreundet war, bevor sich ihre Wege in den Wirren des Jahres 1968 trennten, "Was ich glaube" und Anständig wirtschaften. Warum Ökonomie Moral braucht" im Piper-Verlag.

> Freddy Derwahl, Benedikt XVI. und Hans Küng, Geschichte einer Freundschaft
 
Welt 27.05.11 Artikel lesen

Geburtsstunde von Amnesty
International vor 50 Jahren

Am 28. Mai 1961, vor genau 50 Jahren, wurde die Organisation Amnesty International in London von dem englischen Rechtanwalt Peter Benenson gegründet. Amnesty International engagiert sich bis heute, als eine von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation, für die weltweite Durchsetzung und Wahrung von Menschenrechten. 1977 erhielt Amnesty International den Friedensnobelpreis. Die Organisation ist in über 100 Ländern vertreten und finanziert sich aus Spenden sowie Mitgliedsbeiträgen.

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Geld 20.05.11 Artikel lesen

Unternehmenskultur,
Führungsstil und Ethik

Niemand dürfte heutzutage ernsthaft bestreiten, dass der Unternehmenskultur und den Elementen des Führungsstils eine erhebliche Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beizumessen ist. Deshalb ist es als erstaunlich zu bezeichnen, dass die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass diesen Erfolgsfaktoren offensichtlich immer weniger Bedeutung beigemessen wird. Die festzustellende, ständige Erosion, der Unternehmenskulturen in den Unternehmen ist deshalb auch bemerkenswert, da in allen Managerlehrgängen und ähnlichen Veranstaltungen sehr deutlich auf die Notwendigkeit einer entsprechenden Kultur, welche diese Bezeichnung verdient, hingewiesen wird.

> Unternehmenskultur, Führungsstil und Ethik
 
Politik 19.05.11 Artikel lesen

Leopoldina richtet
Empfehlungen an G8-Chefs

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Die Leopoldina hat gemeinsam mit den nationalen Wissenschaftsakademien der G8-Staaten im Vorfeld des G8-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs zwei Stellungnahmen erarbeitet. Die darin enthaltenen Empfehlungen werden heute den beteiligten Regierungen für die Verhandlungen am 26. und 27. Mai in Deauville (Frankreich) übergeben. In einer Stellungnahme zum Thema „Bildung in einer globalisierten Welt“ fordern die Akademien die Regierungen auf, gezielt in eine Infrastruktur zur weltweiten Verbreitung des wissenschaftlichen Wissens zu investieren.

> Leopoldina richtet Empfehlungen an die G8-Staats- und Regierungschefs
 
Glaube 18.05.11 Artikel lesen

Warum sind wir so säkulär?

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Immerhin mehr als die Hälfte der Bundesbürger glaubt an einen Gott, so das Resultat einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR. 58 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage nach Gott mit "Ja", 38 Prozent verneinten diese. Auch zwanzig Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Grenze gibt es in Sachen Religion und Gottesfrage große Unterschiede zwischen Ost und West. Während in den alten Ländern immerhin 67 Prozent an Gott glauben, sind es im Osten gerade einmal 25 Prozent. Auch sind eher die Frauen davon überzeugt, daß Gott existiert.

> Warum sind wir so säkular? Eine Antwort aus dem deutschen Osten> Wolfram Weimer, Credo, Warum die Rückkehr der Religionen gut ist> Wie christlich ist die Union?> Martin Lohmann: Pflege des antirömischen Affekts
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Politik 18.05.11 Artikel lesen

FDP: Trotz Rösler
nur drei Prozent

Trotz dramatischer Veränderungen an der Spitze der Liberalen in Deutschland kann die FDP nach wie vor bei den Wählern nicht punkten. Auch mit Philipp Rösler an der Spitze kommt die Partei in der Wählerumfrage derzeit nur auf 3 Prozent und sinkt damit auf ein neues Rekordtief. Über 50 Prozent der Deutschen haben kein Vertrauen in den neuen Wirtschaftsminister. Die Union hingegen kann einen Punkt dazugewinnen, bleibt aber mit 32 Prozent ebenfalls schwach. Die Grünen liegen derzeit bei 26 Prozent, die SPD bei 22 Prozent, die Linke verharrt bei 9 Prozent.

 
Glaube 16.05.11 Artikel lesen

Vatikan: Neue Leitlinien
gegen den Mißbrauch

Der Vatikan hat auf die Mißbrauchfälle vom vergangenen Jahr reagiert und neue Leitlinien gegen den Mißbrauch herausgegeben. In einem Rundschreiben an alle Bischöfe weltweit ordnete der Vatikan an, daß in Verdachtsfällen sofort und umgehend die Justiz einzuschalten sei. Auch wurden die Bischöfe auf der ganzen Erde ermahnt, "auf eventuelle Fälle sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Kleriker angemessen zu reagieren", denn dies, so die Leitlinie, gehört zu ihren wesentlichen und vordringlichen Aufgaben. Darüber hinaus sollen Auswahl und Ausbildung von Priestern und Ordensleuten der Vorbeugung von Mißbrauch dienen. Dies war eine zentrale Forderung des Oberhauptes der Katholiken, von Papst Benedikt XVI. Nun haben die nationalen Bischofskonferenzen ein Jahr Zeit, die neuen Vorgaben umzusetzen.

 
Feuilleton 16.05.11 Artikel lesen

Peter Michalziks
Heinrich von Kleist

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"Wer das Leben Heinrich von Kleists verfolgt, findet im Wesentlichen zwei Geschichten", beginnt der in Landshut geborene Journalist, Theaterkritiker und Buchautor Peter Michalzik seine Biografie über den deutschen Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizisten der Weimarer Klassik und Romantik. Allerdings scheinen diese beiden Geschichten kaum etwas miteinander zu tun zu haben. "Es ist zum einen die Geschichte eines schwer zugänglichen, merkwürdig verstockten Menschen, der lange als einer der großen Einsamen der deutschen Literatur galt. Zum anderen ist es die Geschichte eines agilen jungen Mannes in einer Zeit der Umbrüche, Kriege und Neuerungen.

> Heike Geilen: "Ich passe mich nicht unter die Menschen."
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Kunst 13.05.11 Artikel lesen

6. Richard Wagner Festtage
Leipzig vom 15. - 22. Mai 2011

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Wie einen jährlich wiederkehrenden Vorabend zum 200. Geburtstag des großen Sohnes der Stadt veranstaltet die Richard Wagner Gesellschaft seit 2006 ihre geistreichen, unkonventionellen und zeitgemäßen Festtage. Die Schirmherrschaft über die 15 Veranstaltungen hat in diesem Jahr der Oberbürgermeister Burkhard Jung übernommen Als musikalischer Höhepunkt und „Geburtstagsgeschenk“ wird der dritte Aufzug des „Siegfried“ unter der Leitung von David Timm konzertant aufgeführt. Sie sind sich ewig, sind sich immer: Siegfried und Brünhilde im strahlenden Schlussduett des dritten „Ring“-Teiles. Zum ersten Mal kooperieren alle drei Wagner-Vereine; Nike Wagner hält einen Festvortrag zum 200. Geburtstag von Franz Liszt (Veranstalter: Richard –Wagner-Verband Leipzig) und im Benefizkonzert zugunsten des Denkmalprojektes huldigt man ebenfalls dem berühmten Schwiegervater Richard Wagners (Veranstalter: Wagner Denkmal Verein) „See you in Walhalla“ witzelt das Kabarett und auch andere Events konterkarieren die Hochkultur.

 
13.05.11 Artikel lesen

Jan Fleischhauer in Erfurt

Das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. veranstaltet am Mittwoch, 18. Mai 2011 (20.00 Uhr) Buchhandlung Peterknecht, Anger 28, 99084 Erfurt eine Lese- und Gesprächsveranstaltung mit dem Autor und SPIEGEL-Journalisten Jan Fleischhauer. Er liest aus seinem Bestseller „Unter Linken. Von einem der aus Versehen konservativ wurde.“ und steht anschließend für ein Gespräch und Diskussion zur Verfügung. Mike Mohring, MdL (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag) wird nach der Lesung gleichfalls als Moderator und Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

> Jan Fleischhauer: „Unter Linken. Von einem der aus Versehen konservativ wurde.“
 
Welt 12.05.11 Artikel lesen

Der Fall Osama Bin Laden
Operation Geronimo

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Es dürfte weitgehend bekannt sein, dass der Zugriff auf Osama bin Laden, den Terroristen und Massenmörder, mit dem Code-Namen: „Geronimo“ stattgefunden hat. Was sich die Befehlshaber der Aktion bei diesem Code-Namen eigentlich gedacht haben, dürfte wohl deren Geheimnis bleiben. Bei Geronimo (Foto) handelt es sich um einen Indianerführer mit dem eigentlichen Namen Gokhlayed, übersetzt: „Einer der gähnt“. 1876 erfolgte seine Einweisung in das San-Carlos-Reservat, welches direkt in der Wüste gelegen war. Es gab kein Wasser und keine Nahrung; es bestand eine direkte Abhängigkeit zu den unregelmäßigen Lebensmittellieferungen der US-Armee.

> Operation Geronimo
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Politik 10.05.11 Artikel lesen

Philipp Rösler sichert seine
Machtposition in der FDP

Philipp Rösler hat den Machtkampf in der FDP gewonnen. Der promovierte Mediziner wechselt nun an die Spitze des Wirtschaftsministeriums. Sein Vorgänger im Amt, der bis Freitag amtierende Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, wurde mit großer Mehrheit zum neuen Fraktionschef gewählt. Die Rösler-Nachfolge als Gesundheitsminister wird sein bisheriger Staatssekretär Daniel Bahr übernehmen. Die bisherige Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger (46) hat auf eine erneute Kandidatur verzichtet und wird auf dem Parteitag in Rostock als erste Stellvertreterin Röslers im Vorsitz vorgeschlagen. Für Rösler und Brüderle sind die Personaldebatten damit vom Tisch.

> Philipp Rösler: Politisches Interview
 
Gesellschaft 09.05.11 Artikel lesen

Zensus 2011 - Die
Volkszählung beginnt

Heute beginnt nach 24 Jahren die erste Volkszählung seit der Wiedervereinigung. Im Zuge des Zensus werden Informationen über demographische und geographische sowie erwerbs-, bildungs-, haushalts-, familien-, gebäude- und wohnungsstatistische Merkmale erhoben. Bei der Erhebung handelt es sich erstmals um einen registergestützten Zensus, bei dem bereits vorhandene Daten der Verwaltung verwendet werden. Die Datenbanken der Bundesagentur für Arbeit, die Melderegister der Kommunen und die Register öffentlicher Arbeitgeber liefern dabei weit reichende Informationen über die bundesdeutschen Bürger.

> Philipp Legrand: Zensus 2011 – „Röntgendienststelle“ nimmt Arbeit auf
 
06.05.11 Artikel lesen

Zeitungen in Thüringen
erhalten neues Layout

Wie der Geschäftsführer der „Zeitungsgruppe Thüringen“, Klaus Schrotthofer betonte, will man in Thüringen „mit der konsequenten regionalen Ausrichtung“ der Tageszeitungen ernst machen. Schrotthofer hat den Zeitungen „Thüringer Allgemeine“, „Ostthüringer Zeitung“ und „Thüringische Landeszeitung“ eine neue Struktur und Layout verordnet. Zudem soll ein "Thüringen-Buch beigefügt werden, das aus dem Freistaat informiert. „Wir glauben“, so Schrotthofer „an die Zukunft unserer regionalen Tageszeitungen und konzentrieren uns deshalb auf, das was wir wirklich exklusiv besitzen: hohe regionale Kompetenz und Glaubwürdigkeit“. In Erfurt-Bindersleben werden seit 2010 die (Mantel-) Themen entwickelt, die regionalen Seiten werden von den einzelnen Redaktionen produziert. Die drei Zeitungen gehören zur WAZ Mediengruppe. Die verkaufte Gesamtauflage der drei liegt derzeit bei 315.000 Exemplaren.

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Gesellschaft 06.05.11 Artikel lesen

Zu Guttenberg: Uni-Bayreuth
bestätigt vorsätzliche Täuschung

Die Universität Bayreuth hat ihrem ehemaligen Doktoranten, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, nunmehr ein „vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten" bei seiner Promotionsarbeit bescheinigt. Wie die Hochschule mitteilte, hat zu Guttenberg „die Standards guter wissenschaftlicher Praxis evident grob verletzt und hierbei vorsätzlich getäuscht“. Bereits am 23. Februar hatte die Hochschule zu Guttenberg den Doktortitel aberkannt, der – auf Druck der Öffentlichkeit und parteiinterner Kritik – daraufhin sein Ministeramt am 1. März niederlegte.

> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
 
Politik 05.05.11 Artikel lesen

Angela Merkel und die
Taliban im eigenen Land

Noch kann Bundeskanzlerin Merkel hoffen, daß Osama Bin Laden gar nicht tot ist, zumal die USA jeden Beweis verweigern. Die Kanzlerin, die sich darüber freute und darüber wiederum scharf von den Gutmenschen hierzulande kritisiert wurde, weil man sich über den Tod, und sei es der eines Tyrannen, nicht freuen darf, muß nun um ihre moralische Standhaftigkeit fürchten. Aus allen Lagern treffen sie Vorwürfe, flankiert wird sie nur von Guido Westerwelle. Was aber an der ganzen Sache am meisten verwundert, ist, daß die Gutmenschen, die sonst nie über moralische Erwägungen aus dem Vatikan Rücksicht nehmen, ausgerechnet die Kritik am Tod von Osama Bin Laden aus Rom zum Ausweis ihrer Moralfähigkeit machen. Man hat das Gefühl, die Taliban stehen im eigenen Lande.

 
Gesellschaft 05.05.11 Artikel lesen

Und Einstein hat doch recht:
Die Erde verbiegt die Raumzeit

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Der Nasa-Satellit "Gravity Probe B" hat zwei Vorhersagen der Relativitätstheorie des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein mit bislang unerreichter Genauigkeit bestätigt. Dabei handelt es sich um den geodätischen Effekt und den Lense-Thirring-Effekt. Einerseits verbiegt die Erde die Raumzeit um sie herum. Zwar ist dieser Effekt winzig, kann aber gemessen werden, so die US-Raumfahrtbehörde. Andererseits zieht die Erde die Raumzeit bei ihrer Rotation mit sich. Wie die Astrophysiker der Behörde hervorhoben, haben diese Ergebnisse Langzeitfolgen für die Arbeit der theoretischen Physiker. Einsteins Werk mit dem Titel Zur Elektrodynamik bewegter Körper erschien 1905, 1916 publizierte er dann seine allgemeine Relativitätstheorie.

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Kunst 03.05.11 Artikel lesen

Wolfgang Welsch
spricht in Weimar

Ab Donnerstag, 05. Mai 2011, um 18 Uhr lädt das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar herzlich ein zum Auftakt der Vorlesungsreihe »Mensch und Welt – Jenseits der anthropischen Denkform der Moderne« mit Wolfgang Welsch. Welsch, der zurzeit Fellow am Kolleg Friedrich Nietzsche ist, widmet sich in der Eröffnungsvorlesung dem Thema »Die Denkform der Moderne – eine kritische Betrachtung«. Die Fragestellung der Vorlesungsreihe lautet: Gibt es zu der seit zweihundert Jahren dominierenden anthropischen Denkform, der zufolge in allem vom Menschen auszugehen und alles auf den Menschen zurückzuführen ist, tatsächlich keine Alternative oder ist es an der Zeit, über sie hinauszugehen?

> Auftakt zur Vorlesungsreihe »Mensch und Welt
 
Welt 02.05.11 Artikel lesen

Osama bin
Laden ist tot

Osama Bin Laden, das Gesicht der Terroranschläge vom 11. September 2001, wurde bei einer Operation amerikanischer Elitesoldaten im nordpakistanischen Abbottabad getötet. Zehn Jahre galt der Sohn eines reichen Bauunternehmers als der Inbegriff eines Terroristen. Die Tötung des Topterroristen dürfte dabei als Genugtuung für viele, nicht aber als einen Erfolg gegen den Terrorismus, bewertet werden. Die amerikanischen Botschaften rund um den Globus sind in Alarmbereitschaft und die Angst vor Vergeltungsanschlägen durch islamistische Terroristen scheint sprunghaft angestiegen zu sein.

> Philipp Legrand: Auf der Suche nach einer terroristischen Persönlichkeit
 
Gesellschaft 30.04.11 Artikel lesen

Roland Jahn: Keine
Gnade für Stasispitzel

Der neue Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, hält daran fest, 47 ehemalige Stasi-Mitarbeiter in seiner Institution zu entlassen. Der mit dieser Entscheidung in die Kritik geratene Nachfolger von Gauck und Birthler begründete seine Entscheidung damit, daß seine Behörde sonst wohl kaum glaubwürdig arbeiten könnte. Ihm geht es dabei nicht um Rache, eine Versöhnung sei aber nur in bestimmten Fällen möglich. SED-Opferverbände hätten ihm klargemacht, daß ihre Mitglieder die Tätigkeit der Ex-Stasi-Mitarbeiter in der Aufarbeitungsbehörde als einen Schlag ins Gesicht empfinden.

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Gesellschaft 28.04.11 Artikel lesen

Neuer Kultursender:
ZDFkultur ab 7. Mai

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Über ein neues kulturelles Angebot kann sich der deutsche Fernsehzuschauer demnächst freuen. Das neue Programm ZDFkultur soll am 7. Mai auf Sendung gehen und den bisherigen Theaterkanal des Zweiten ersetzen. Das auf ein junges und kulturinteressiertes Publikum abgestimmte Bildungsfernsehen will eine wichtige Lücke schließen, da die deutsche Medienlandschaft derzeit wohl kaum unter zu viel Kultur leidet. Mit diesem Argument haben die Macher des neuen Digitalsenders ZDFkultur ihr Projekt verteidigt. Von Seiten der Medienpolitiker wurde den Initiatoren vorgeworfen, daß das neue Projekt lediglich eine ähnliche Nische wie 3sat und ARTE bedienen würde.

 
Kunst 27.04.11 Artikel lesen

KAS-Literaturpreis
2011 für Arno Geiger

Mit ihrem diesjährigen Literaturpreis würdigt die Konrad-Adenauer-Stiftung die Werke von Arno Geiger. Sein jüngstes Buch, „Der alte König in seinem Exil“ (2011), ist ein autobiographischer poetischer Essay und eine Erzählung über seinen Vater und dessen Demenz. Der 1968 in Bregenz geborene Autor erhält den Preis für seine Werke, die von einer Ethik der familialen und sozialen Verantwortung zeugen, die sich gerade in unserer alternden Gesellschaft bewährt. Arno Geiger plädiert für ein kommunikatives Gedächtnis, das die Generationen nicht trennt, sondern zusammenführt und zusammenhält. Zugleich gestaltet der Autor mit genuiner Sprach- und Dialogkunst die wichtigen Themen unserer Zeit: Erinnerung und Sprache, Heimat und Identität, Menschenwürde und Freiheit. Der Vorsitzende der KAS, Hans-Gert Pöttering, verleiht den Literaturpreis am 18. September 2011 in Weimar.

 
Kunst 27.04.11 Artikel lesen

Luise Rinser -
100. Geburtstag

Am 30. April 1911 wurde die Schriftstellerin Luise Rinser in Landsberg am Lech geboren. Sie galt als eine der prominentesten Autorinnen der Nachkriegszeit, gescholten und geliebt gleichermaßen. Mit ihren Romanen, Erzählungen, Tagebüchern und Briefen erlangte sie Weltruhm. Und dennoch war ihr Leben ambivalent. Einerseits war sie eine Vertreterin des Linkskatholizismus, kämpfte für die Rechte der Frauen, andererseits sind ihre Texte von einer religiösen Mystik durchdrungen. 1984 kandidierte Rinser als Präsidentschaftskandidatin für die Grünen, aber sie sympathisierte auch mit Diktator Kim Il Sung, verfaßte eine Ode auf Hitler und hatte Kontakte zu DDR-Staatschef Erich Honecker. Eine neue Biographie von José Sánchez de Murillo, die im März 2011 erschien, Luise Rinser – Ein Leben in Widersprüchen, setzt sich kritisch mit dem politischen Selbstverständnis Rinsers auseinander.

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Glaube 27.04.11 Artikel lesen

Das Vermächtnis
Karol Wojtylas

Was ist für die Kirche auf Erden, die sich seit zweitausend Jahren durch „das Tal der Tränen“ müht, schon ein halbes Jahrzehnt? Wenig, sehr wenig. Irgendwie also ist das „Santo subito“ beim Requiem für Johannes Paul II. dann doch wahr geworden: Fünf Jahre sind eine außergewöhnlich kurze Zeit, um eine Dienerin oder einen Diener Gottes zur Ehre der Altäre zu erheben. Für Rom, für die Katholiken in Europa oder Amerika und für die ganze Kirche ist diese Seligsprechung wie eine Portion Sauerstoff. Man kann es nicht von der Hand weisen: Auch für Papst und Kurie gab es in den vergangenen beiden Jahren manche schlechte Schlagzeilen, noch zu Ostern vergangenen Jahres sprachen Journalisten von einer „schwarzen Woche“ im Vatikan. Am 1. Mai wird Johannes Paul II. selig gesprochen.

> Guido Horst: Das Vermächtnis Karol Wojtylas
 
Politik 26.04.11 Artikel lesen

Kein Ende im Streit
um Thilo Sarrazin

Auch nach dem überraschenden Ende des Parteiausschlußverfahrens gegen Bestsellerautor Thilo Sarrazin herrscht weiterhin Unruhe in der SPD. Der Vorsitzende des SPD-Arbeitskreises Migration, Kenan Kolat, hat nun seiner Partei vorgeworfen, daß sie eingeknickt sei. "Aufgrund einer mickrigen Erklärung alle Anträge zurückzuziehen", ist für ihn keineswegs akzeptabel. Auch der Landeschef von Baden-Württemberg kritisierte die SPD-Spitze scharf dafür, daß sie sich auf die Erklärung Sarrazins eingelassen hatte. "Sein biologistisches Geschwätz war der Kern unseres Vorwurfs, er verhalte sich parteischädigend. Davon hat er sich nicht distanziert". "Unsere mühselig aufgebaute Verankerung in der Einwanderer-Community droht Schaden zu nehmen." Thilo Sarrazin, geboren 1945 in Gera, bleibt Mitglied der SPD.

 
Welt 26.04.11 Artikel lesen

Tschernobyl
Vor 25 Jahren

Der russische Präsident Medwedew hat verbindliche Sicherheitsstandards für den Betrieb von Atomkraftwerken weltweit gefordert. Wie er in einer Botschaft zum Jahrestag der Katastrophe vor 25 Jahren unterstrich, müsse es eine größere Verantwortung der Länder geben, die Kraftwerke betrieben. Rußlands Präsident kündigte eine Initiative für das nächste G8-Treffen Ende Mai in Frankreich an. Medwedew hatte in der Ukraine an den Gedenkfeiern zum 25. Jahrestag des Super-GAUs teilgenommen. Auch der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill erklärte bei einer Messe zu Ehren der Opfer, daß die Welt in friedlichen Zeiten keine derartig schwere Katastrophe erlebt habe, die mit dem Reaktorunfall in Tschernobyl vergleichbar sei.

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Gesellschaft 24.04.11 Artikel lesen

Frohe Ostern wünscht
Ihnen die Tabula Rasa

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Liebe Leserinnen und Leser, die Tabula Rasa, Die Kulturzeitung aus Mitteldeutschland, wünscht Ihnen allen ein gesundes und friedvolles Osterfest 20111. Wir danken unseren Lesern, die immer öfter unsere Webseite besuchen. Für die Osterfeiertage steht Ihnen, wie gewohnt, unser komplettes Archiv zum Nachlesen und Stöbern zur Vefügung. Viele Autoren haben uns bislang unterstützt, Ihnen gebürt Dank für das kleine Projekt, das vor zwei Jahren das Licht der Welt erblickte. Seien Sie herzlich gegrüßt, und bleiben Sie uns gewogen, Ihr Dr. Stefan Groß.

 
Gesellschaft 20.04.11 Artikel lesen

Was ist eigentlich
Minimal-invasiv 2.0?

Alle Welt spricht mittlerweile von den Operationen mit den kleinen Schnitten. Wann sind diese kleinen Hautschnitte sinnvoll, was bewirken sie und welchen Vorteil hat dieses Verfahren, das unter dem Begriff Minimial-invasive Chirurgie derzeit immer wieder in den Medien für positive Schlagzeilen sorgt. Nicht nur in der ästhetischen Chirurgie wird mittlerweile minimal-invasiv operiert, auch bei schweren Krankheiten, wie bösartigen Tumoren, kommt diese Technik mit dem Ziel zum Einsatz, postoperative Schmerzen und unschöne Narben zu verringern. Was ist also dran an dieser Methode fragt die Tabula Rasa den Klinikdirektor der Jenaer Universitäts-Frauenklinik Jena – Professor Ingo Runnebaum.

> Minimal-invasive Operationen 2.0 - Stefan Groß spricht mit Professor Runnebaum
 
Politik 19.04.11 Artikel lesen

Haseloff ist Ministerpräsident
von Sachsen-Anhalt

Dr. Reiner Haseloff ist der neue Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. Bei der geheimen Wahl im Landtag stimmten 57 der 104 anwesenden Abgeordneten für den CDU-Politiker. Es gab 46 Gegenstimmen und eine Enthaltung. Damit verweigerten einige Abgeordnete der Koalition Haseloff die Unterstützung. Nunmehr haben CDU und SPD zusammen 67 der 105 Sitze im Parlament. Das Ergebnis der Wahl ist ein Indiz für den Widerstand in der Koalition gegen einige Punkte im neuen Regierungsprogramm. Bei der SPD stieß die Angliederung des Wissenschaftsressorts ans Wirtschaftsministerium auf Ablehnung. Haseloff tritt die Nachfolge von Professor Wolfgang Böhmer an, der nach neun Jahren als Regierungschef in den Ruhestand gegangen ist.

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Gesellschaft 19.04.11 Artikel lesen

Pulitzer Preis
für Online-Artikel

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Den diesjährigen Pulitzer Preis hat das gemeinnützige Nachrichtenportal "ProPublica" erhalten. Damit wurde die renommierte Auszeichnung zum ersten Mal für einen Artikel vergeben, der nicht zusätzlich in gedruckter Form erschienen ist. Im vergangenen Jahr waren die ausgezeichneten Artikel des im Jahr 2008 gegründeten Nachrichtenportals noch zusätzlich im "New York Times Magazine" erschienen. Der Pulitzer Preis wird seit 1917 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Journalismus verliehen - doch die neuen Online-Medien werden erst seit 2009 überhaupt berücksichtigt. Die Verleihung ist damit zugleich eine Anerkennung der Arbeit der neuen Medien.

 
Welt 19.04.11 Artikel lesen

Karibik-Insel Kuba -
Wohin gehst du?

Auf dem VI. Kongreß der Kubanischen Kommunistischen Partei lief wieder alles nach Plan. Die von Präsident Raúl Castro (Foto) vorgelegten Reformvorschläge wurden von den rund 1000 Delegierten angenommen. Künftig soll es um eine "Aktualisierung" des sozialistischen Modells in Kuba gehen. Im Programm "Leitlinien für die Wirtschafts- und Sozialpolitik" sind 300 Maßnahmen enthalten, die das wirtschaftlich verarmte Land aus der Wirtschaftskrise herausführen sollen. Einige Reformen sind bereits wirksam. So können sich die Kubaner mittlerweile selbständig machen. Mit diesen Maßnahmen will die Regierung einen Trend stoppen, der aus den Folgen eines massiven Stellenabbaus in der öffentlichen Verwaltung resultieren wird. Bis 2015 sollen 1,8 Millionen Angestellte ihren Arbeitsplatz verlieren.

> Robert Lembke: „Das ewige Floß“. Wohin treibt Kuba?
 
Gesellschaft 19.04.11 Artikel lesen

Harte Sanktionen gegen
Hartz-IV-Empfänger

Wie die „BILD“-Zeitung informierte, haben die Arbeitsagenturen 2010 so viele Strafen wie noch nie zuvor gegen Hartz-IV-Empfänger ausgesprochen. Insgesamt wurden 828.708 Sanktionen verhängt. Dies waren rund 14 Prozent mehr als 2009. Ein Großteil der Strafen hatte sich gegen Hartz-IV-Bezieher gerichtet, die sich zu spät arbeitslos gemeldet haben, die nicht zu vereinbarten Terminen in der Arbeitsagentur erschienen oder die keine Bewerbungen geschrieben haben. In 102.631 Fällen wurden Sanktionen ausgesprochen worden, weil sich die Betroffenen geweigert hätten, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder einen 1-Euro-Job anzunehmen. Auch die Höhe der Sanktionen ist gestiegen. So haben die Betroffenen 123,72 Euro weniger monatliche Unterstützung erhalten, während 2009 die durchschnittliche Kürzung noch bei 114,31 Euro gelegen hatte.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV: „menschenwürdiges Existenzminimum“?
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Gesellschaft 15.04.11 Artikel lesen

Energiewende kostet bis
zwei Milliarden Euro jährlich

Nach Einschätzung von FDP-Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (Foto) wird die von der Bundesregierung nunmehr angestrebte Energiewende zwischen ein und zwei Milliarden Euro jährlich kosten. Der Minister verlangte unterdessen von den Bundesländern, den beschleunigten Ausbau der Stromnetze mitzutragen. Wer die Energiewende will, muß auch für die neuesten Leitungen sich verantwortlich zeigen. Zuvor hatte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck im "Deutschlandradio Kultur" betont, daß man bei der Energiediskussion auch die wirtschaftlichen Chancen berücksichtigen soll, die in diesen Energien steckten.

 
Gesellschaft 14.04.11 Artikel lesen

Verschärfung der
Hartz IV Gesetze

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, wurden weitreichende Verschärfungen der Hartz IV-Gesetze (SGB II) vorgenommen. Die Gesetzgebung wurde den Wünschen der Bundesregierung angepasst, welche immer noch publiziert, dass die Wiedereingliederung der Betroffenen weitgehend von Druck und Repressalien abhängig wäre. Die Sanktionen gegen Erwerbslose wurden dahingehend erleichtert, dass eine Ankündigung der Androhung einer Leistungskürzung nicht mehr erforderlich ist. Nunmehr kann auch ein schlechtes Verhalten, es handelt sich hierbei nicht umeinen Aprilscherz, künftig sanktioniert werden. Sanktionen müssen nicht mehr umgehend verhängt werden, sondern Kürzungen bis zu einem Zeitraum von Monaten nach dem vermeintlichen Verstoß von mehr als hundert Prozent, sind möglich.

> Weitreichende Verschärfungen der Hartz IV Gesetze
 
Kunst 14.04.11 Artikel lesen

Neo Rauch im Gespräch
für Leipziger Wagner-Denkmal

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Zum 200. Geburtstag Richard Wagners (Foto) im Jahr 2013 soll in seiner Geburtsstadt Leipzig das von Max Klinger zum Jubiläumsjahr 1913 geplante und nie vollendete Denkmal durch eine zeitgenössische Darstellung vollendet werden. Der tonnenschwere drei Meter hohe, inzwischen restaurierte Marmorsockel mit Motiven aus Wagners Werken wurde bereits im Juni 2010 auf die ebenfalls wiederhergestellte Klinger-Treppe am Zugangzum ehemaligen Matthäikirchhof transportiert. Außer Neo Rauch nehmen Stephan Balkenol (Karlsruhe), Bernd Otto Steffen (Leipzig), Stephan Huber (München) und Carsten Nicolai (Berlin) am Wettbewerb teil. Jonathan Meese wurde angesprochen, zeigte aber kein Interesse. Die Jury entscheidet im Juni.

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Welt 13.04.11 Artikel lesen

Husni Mubarak
kommt in U-Haft

Der ehemalige ägyptische Präsident Husni Mubarak (82) soll 15 Tage in Untersuchungshaft genommen werden. Am 12. April wurde der Politiker in Al-Tur auf der Sinai-Halbinsel vernommen und anschließend mit Herzproblemen in ein Krankenhaus im Badeort Scharm el Scheich gebracht. Auch seine Söhne - Gamal und Alaa Mubarak – hat man zur Vernehmung festgenommen. Beiden wird vorgeworfen, daß sie tödliche Angriffe auf Demonstranten durch bezahlte Schlägertrupps im Januar mitgeplant haben – sie werden derzeit in Kairo verhört.

 
Welt 12.04.11 Artikel lesen

Super-GAU im
AKW Fukushima

Nun ist auch die japanische Regierung in der Realität angekommen und bewertet die Atomkatastrophe von Fukushima als ebenso gravierend wie das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Die Katastrophe werde auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (Ines) auf die höchste Stufe 7 statt bislang 5 eingeordnet, teilte die Atomaufsicht in Tokio mit. Die Einstufung bezieht sich auf den Zeitpunkt des Beginns der Katastrophe im März 2011. Seitdem sind die Werte der radioaktiven Verseuchung aber stark gesunken.

> Robert Lembke: Nach dem Beben ist vor dem Beben: Todesverachtung oder Dekadenz?> Notker Gloker: Atomkraft und Sicherheit> Steffen Dietzsch: Kerntechnik ist handhabbar!
 
Politik 11.04.11 Artikel lesen

Angela Merkel, zu
Guttenberg und das Plagiat

Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt im Fall des Plagiates der Promotion des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg auf dessen Mithilfe bei der Aufklärung. Die CDU-Politikerin geht davon aus, daß zu Guttenberg "weiterhin zur Aufklärung voll beiträgt". Die Anwälte des Freiherrn hatten zuvor versucht, eine Veröffentlichung des Untersuchungsberichts der Universität Bayreuth zu verhindern, wie die bayerische Hochschule bestätigte. In diesem Zusammenhang hatten die Anwälte die Universität scharf kritisiert und dieser vorgeworfen, das Ergebnis der Doktorarbeitsprüfung vorab öffentlich gemacht und damit zu einer Vorverurteilung beigetragen zu haben.

> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
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Welt 11.04.11 Artikel lesen

Dunkles Kapitel der
britischen Kolonialmacht

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Akten zur britischen Kolonialzeit in Kenia, die 50 Jahre unter Verschluss gehalten wurden, offenbaren wie brutal die englische Besatzungsmacht gegenüber der kenianischen Bevölkerung operierte. Kenia war bis 1963 eine britische Kolonie. Infolge der Mau-Mau Rebellion, die sich gegen die weißen Siedler und die Herrschaft der Kolonialmacht richtete, kam es zur Internierung von etwa 150.000 Kenianern. Das damalige Empire ging äußerst brutal gegen aufständische Kenianer vor. Dabei soll es zu massiven Folterungen bis hin zu sadistischen Handlungen gekommen sein. Vier der damaligen Opfer haben jetzt Klage gegen die britische Regierung vor dem Londoner High Court eingereicht. Weitere Klagen von misshandelten Kenianern dürften folgen.

 
Welt 11.04.11 Artikel lesen

Lenkt Gaddafi in
Waffenruhe ein?

Im Bürgerkrieg in Libyen scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU) zur Beendigung des Bürgerkriegs akzeptiert. Libyens Nummer eins will nun, so Ramtane Lamamra, der AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, einer sofortigen Waffenruhe mit den Aufständischen im Land zustimmen. Die Aufständischen forderten einen Rücktritt Gaddafis und einen Machtverzicht seines Clans. Zuvor hatten die Präsidenten von Südafrika, Mali, Mauretanien, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo dem libyschen Diktator ihre Vorstellungen präsentiert.

> Brennpunkt Libyen – vom Aufstand zum Flächenbrand
 
Gesellschaft 09.04.11 Artikel lesen

Anne Frank, der BND
und die Waffen-SS

Der ehemalige SS-Oberscharführer Josel Silberbauer, der 1944 Anne Frank in ihrem Amsterdamer Versteck aufgespürt hat und danach ins Konzentrationslager Auschwitz schickte, hat, wie das Magazin "Focus" berichtet, nach dem Krieg als V-Mann für den Bundesnachrichtendienst gearbeitet. Silberbauer hatte jahrelang geeignete Spitzel für den BND in Pullach ausgewählt. In seinem neuen Buch schildert der Publizist Peter-Ferdinand Koch, wie gut die Seilschaften der ehemaligen SS im deutschen Auslandsgeheimdienst funktioniert haben. Nach seinen Recherchen haben zeitweilig bis zu 200 Mitarbeiter des früheren Reichssicherheitshauptamtes beim BND gearbeitet - unter ihnen auch Mitglieder der SS-Totenkopfverbände.

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Politik 08.04.11 Artikel lesen

Wahltrend: Die Grünen,
die neue bürgerliche Mitte

In der Sonntagsfrage haben die Grünen weiter Boden gut gemacht. Die SPD kommt nur noch auf 27 Prozent (- 1), könnte aber zusammen mit den Grünen das Regierungslager stellen. 50 Prozent derzeit für rot-grün - dies gab es seit elf Jahren nicht mehr. Die Union hingegen fällt um zwei Punkte auf 33 Prozent, die FDP verliert einen Punkt und komt auf 5 Prozent. Große Probleme hat auch die Linkspartei, die nur noch 7 Prozent erreicht (- 2), nachdem sie die vergangenen zwei Jahre immer zweistelltige Werte erreichte.

 
Welt 08.04.11 Artikel lesen

Bundeswehr bald
in Libyen präsent?

Die Bundesrepublik Deutschland will sich nun doch mit der Bundeswehr an der Libyen-Mission beteiligen. Im Falle einer UN-Anfrage sollen dann deutsche Soldaten Hilfsaktionen für die libysche Bevölkerung absichern. Noch vor wenigen Tagen hatte Außenminister Westerwelle argumentiert, daß sich Deutschland nicht in allen Ländern engagieren kann, in denen Unrecht geschieht. "Voraussetzung für eine solche Mission ist aber ein Auftrag der Vereinten Nationen", betonte Westerwelle.

 
Politik 07.04.11 Artikel lesen

Terrorgefahr: Ouvertüre
eines Innenministers

Seit den verheerenden Terroranschlägen vom 11. September 2001 warnen Innenminister regelmäßig vor der Gefahr von Terrorismus, so auch Bundesinnenminister Friedrich. Es gäbe derzeit zwar keine konkrete Gefahr vor Terrorismus, allerdings müsse sich die deutsche Gesellschaft der Bedrohung bewusst sein, so die Aussage des Ministers während seiner Israelreise in der vergangenen Woche. Derartige Aussagen sollen künftige staatliche Sicherheits- beziehungsweise Überwachungsmaßnahmen rechtfertigen. Die Sicherheitsdebatte wurde bereits in die Agenda der Deutschen Islamkonferenz aufgenommen.

> Philipp Legrand: Ouvertüre eines Innenministers – zur Terrorismusgefahr in Deutschland
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Politik 06.04.11 Artikel lesen

Hans-Dietrich Genscher plädiert
für "neue Gesichter" in der FDP

Der ehemalige Außenminister und langjährige FDP-Vorsitzende Hans-Dietrich Genscher (84) hat sich im "Berliner Tagesspiegel" zu Wort gemeldet. Genscher empfahl seiner Partei eine personelle Erneuerung, die sich nicht nur auf den Vorsitz beschränken sollte. Der FDP-Politiker betonte, daß seine Partei in der „schwersten strukturellen Krise seit ihrem Bestehen“ steht und sprach sich ausdrücklich dafür aus, daß neben dem designierten Parteichef Philipp Rösler "neue Gesichter" die Zukunft mitgestalten müssen. „Da wird es manche in der FDP geben, die selbst zu dem Schluss kommen sollten: Es ist besser, das Profil der neuen FDP durch neue Gesichter prägen zu lassen.“ Dort müßten dann „die Personen glaubwürdig für die Ziele der Partei“ stehen.

 
Feuilleton 05.04.11 Artikel lesen

Vor 20 Jahren starb der
Schriftsteller Max Frisch

Gestern vor zwanzig Jahren verstarb der Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Durch Romane wie Stiller, Mein Name sei Gantenbein und Homo faber sowie die Theaterstücke Biedermann und die Brandstifter und Andorra erlangte Frisch einen großen Bekanntheitsgrad. Biedermann und die Brandstifter sowie Andorra zählen zu häufig behandelten Stücken im Schulunterricht. In seinen Werken beschäftigt sich Frisch mit dem Phänomen der Selbstentfremdung und Identität. Nach einem abgebrochenen Studium der Germanistik absolvierte Frisch ein Studium der Architektur und arbeitete einige Zeit als Architekt. Erst nach dem Erfolg seines Romans Stiller widmete er sich gänzlich seiner Arbeit als Schriftsteller.

> Heike Geilen: Vom schreibenden Architekten zum schriftstellerischen Wühltier
 
Welt 05.04.11 Artikel lesen

Nordirland - Der IRA-
Terror geht immer weiter

Am vergangenen Samstag kam es erneut zu einem Bombenanschlag in Nordirland. In der Stadt Omagh in der Nähe von Belfast verstirbt dabei ein Polizist. Der irische Ministerpräsident Enda Kenny verurteilt die Tat und meint: "Those who carried it out want to drag us back to the misery and pain of the past. They are acting in defiance of the Irish people". Irische Medien gehen davon aus, dass der Anschlag von Splittergruppen der Irisch-Republikanischen Armee verübt wurde. Der Nordirlandkonflikt hat seit 1968/69 bereits mehr als 3600 Todesopfer gefordert. Häufig wird im Hinblick auf die Auseinandersetzungen vom letzten Religionskonflikt in Europa gesprochen.

> Philipp Legrand: Nordirlandkonflikt - zur Genese des nordirischen Nationalismus
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Wissen 04.04.11 Artikel lesen

Kolleg Friedrich Nietzsche
stellt sein Programm 2011 vor

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Das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar freut sich, die diesjährigen Veranstaltungen und Projekte vorstellen zu können. Programmschwerpunkte bilden unter anderem die internationale Tagung »Nietzsche und die psychiatrische Welt« und die Vortragsreihe »Im Getümmel der Stadt: Weimar denkt II« im August sowie die große Vorlesungsreihe »Der Ausnahmezustand als Regel«, die sich ab November einer Bilanz der Kritischen Theorie widmet. Als Fellows und Gäste werden in diesem Jahr u.a. Wolfgang Welsch, Jean-Luc Nancy, Robert B. Pippin, Rüdiger Safranski, Christoph Menke und Rolf Wiggershaus erwartet.

> Zu den Seiten des Kollegs und zum Programm kommen Sie hier
 
Politik 04.04.11 Artikel lesen

Der Kampf um die FDP-Macht:
Die Chance des Philipp Rösler

Gute Karten im Poker um die Macht als Partei-Chef der Liberalen hat Gesundheitsminister Philipp Rösler. Der 38-jährige promovierte Mediziner wird wahrscheinlich auf dem Parteitag der FDP im Mai in Rostock für den Parteivorsitz kandidieren. Für Insider ist es bereits als ausgemacht, daß Rösler dann sein Ministerium zugunsten eines prestigeträchtigeren und wichtigeren Ressorts abgeben müsste, um als neuer Parteichef im Bundeskabinett größeres politisches Gewicht einzubringen. So wäre ein Wechsel an die Spitze des Wirtschaftsressorts denkbar, das derzeit mit dem FDP-Politiker Rainer Brüderle besetzt ist.

> Philipp Rösler: Politisches Interview
 
Welt 04.04.11 Artikel lesen

Japan: Nach dem Beben
ist vor dem Beben

Über 20.000 Tote, Schäden in Höhe von 220 Mrd. Euro und eine noch immer nicht unter Kontrolle gebrachte Havarie mit Strahlungsleck im Atomkraftwerk von Fukushima: Dies ist die nüchterne Bilanz des schweren Erdbebens vor der japanischen Ostküste, das nachträglich auf eine Stärke von 9,0 korrigiert wurde. Ein seltenes Jahrhundertereignis? Nicht, wenn es nach der Meinung von Erdbebenexperten geht. Der lange Schatten eines möglichen Super-GAUs ruht noch immer auf Japans Bevölkerung, da prognostizieren Seismologen bereits die nächsten Beben.

> Robert Lembke: Nach dem Beben ist vor dem Beben: Todesverachtung oder Dekadenz?
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Politik 04.04.11 Artikel lesen

Westerwelle gibt Parteivorsitz
und Vizekanzler-Amt auf

Außenminister Guido Westerwelle hat nach zehn Jahren an der Spitze der FDP den Parteivorsitz aufgegeben. Der 49-Jährige FDP-Politiker hatte am Sonntagabend in Berlin angekündigt, beim nächsten Parteitag im Mai in Rostock auf eine nochmalige Kandidatur zu verzichten. Auf Vorschläge für seine Nachfolge legte er sich jedoch nicht fest. Westerwelle sprach sich aber für einen "Generationswechsel" in der FDP aus. Als mögliche Nachfolger gelten Generalsekretär Christian Lindner und Gesundheitsminister Philip Rösler, der wahrscheinlich das Rennen gewinnt. Westerwelle, der Außemninister bleibt, hat aber mittlerweile sein Amt als Vizekanzler zur Verfügung gestellt. Der nächste Parteivorsitzende soll dann auch Vizekanzler sein.

 
Politik 01.04.11 Artikel lesen

Westerwelle tritt als
FDP-Chef zurück

Außenminister Guido Westerwelle hat nach zehn Jahren an der Spitze der FDP den Parteivorsitz aufgegeben. Der 49-Jährige FDP-Politiker kündigte am Sonntagabend in Berlin an, beim nächsten Parteitag im Mai in Rostock auf eine nochmalige Kandidatur zu verzichten. Auf Vorschläge für seine Nachfolge legte er sich jedoch nicht fest. Westerwelle sprach sich aber für einen "Generationswechsel" in der FDP aus. Als mögliche Nachfolger gelten Generalsekretär Christian Lindner und Gesundheitsminister Philip Rösler. Westerwelle will Außemninister bleiben, das Amt des Vizekanzlers würde er aber abgeben.

> Guido Westerwelle: "Es ist ein besonderer Tag"
 
Welt 31.03.11 Artikel lesen

Bewaffnung von libyschen
Rebellen wird ausgelotet

Die Gaddafi getreuen Anhänger können die Rebellen in Libyen erneut zurückdrängen. Daher wird insbesondere in den USA über eine bessere Bewaffnung der Aufständischen nachgedacht, um diese im Kampf gegen das Regime zu unterstützen. CIA-Agenten suchen derweil Kontakt zu den Rebellen, um herauszufinden, welche Ziele diese verfolgen und welche Vorstellungen sie von einer künftigen libyschen Nation haben. Die Angst seitens der Alliierten ist groß potenzielle Terroristen zu bewaffnen.

> Philipp Legrand: Qu’ est ce qu’ une nation?
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Politik 31.03.11 Artikel lesen

Krise in der FDP:
Westerwelle will gehen:

Das Schicksal von FPD-Parteichef Guido Westerwelle könnte sich bereits an diesem Montag entscheiden. Einem Zeitungsbericht zufolge will die Parteispitze dann über die personelle Neuaufstellung beraten. Westerwelle soll selbst dazu bereit sein, auf sein Amt zu verzichten, um sich ganz auf das Außenministerium zu konzentrieren. Die Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger, die in der Nachfolge hoch gehandelt wird, fordert: "Keiner sollte an seinem Posten kleben." Christian Lindner hat beim Machtpoker keine Chance.

 
Politik 30.03.11 Artikel lesen

Schwere Zeiten für
Guido Westerwelle

FDP-Vorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis forderte Generalsekretär Christian Lindner auf, nun das Amt des FDP-Parteivorsitzenden zu übernehmen. "Lindner traut sich gegen den Strich zu bürsten und die Wahrheit auszusprechen. Er kettet sich nicht sklavisch an die Union, wie es Westerwelle getan hat. Ich sehe ihn als natürlichen Nachfolger", so Chatzimarkakis gegenüber dem Magazin "Stern". Chatzimarkakis hat gefordert, daß Westerwelle bereits vor dem offiziellen Parteitag im Mai seinen Rückzug vom Amt des Parteichefs ankündigen soll: "Wer als Parteivorsitzender Schicksalswahlen verliert, muss als Parteivorsitzender die Konsequenzen ziehen." Die Doppelbelastung als Außenminister und Parteivorsitzender zugleich hat Westerwelle nicht überzeugend bewältigt.

> Majid Sattar: Politik der Generation Ich
 
Gesellschaft 29.03.11 Artikel lesen

Baustopp für
Stuttgart 21

Nun hat die Deutsche Bahn (DB) einen Bau- und Vergabestopp für das umstrittene Projekt „Stuttgart 21“ erlassen. Aus Bahn-Kreisen heißt es: „Bis zur Konstituierung der neuen Landesregierung wird die DB beim Bahnprojekt ’Stuttgart 21’ keine neuen Fakten schaffen, weder in baulicher Hinsicht noch bezüglich der Vergabe von Aufträgen.“ Die Bahn kündigte für den Mai an, wenn sich die neue Landesregierung konstituiert habe, unmittelbar mit den Verantwortlichen dann das Gespräch zu suchen. Unterdessen haben SPD und Grüne, die bei der Landtagswahl am Sonntag eine Mehrheit errungen hatten, diese Maßnahme positiv bewertet.

> Steffen Dietzsch: Nach der Schlichtung von Stuttgart
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Gesellschaft 29.03.11 Artikel lesen

Hans-Peter Friedrich
und die Islamkonferenz

Bereits vor dem Beginn der Deutschen Islamkonferenz wurde das Treffen, das vom neuen Bundesinnenminister Friedrich geleitet wird, für den, wie er jüngst betonte, der Islam nicht zur deutschen Leitkultur gehört, heftig kritisiert. So bezeichnete der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Mazyek, das Treffen als verkappte Debattier- und Sicherheitskonferenz. Für ihn sei in der Frage der Gleichstellung der Muslime bislang zu wenig passiert - ein Grund, warum der Zentralrat nicht teilnehmen wird. Zu den Teilnehmern der Islamkonferenz gehören Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen und Repräsentanten muslimischer Verbände. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen der islamische Religionsunterricht und die Ausbildung von Imamen in Deutschland.

 
Welt 29.03.11 Artikel lesen

Libyen: Barack Obama
will keinen zweiten Irak

Wie der amerikanische Präsident Barack Obama in einer Rede an der National Defense University in Washington betonte, liegt zwar die Militäraktion gegen Libyen im nationalen Interesse der USA, aber Libyen soll kein zweiter Irak werden. „Amerika hat ein wichtiges strategisches Interesse daran, Gaddafi daran zu hindern, seine Gegner zu überrollen“, so der US-Präsident. Der Diktator hätte in Bengasi ein Massaker durchführen können, was schließlich dazu geführt hätte, daß "tausende zusätzlicher Flüchtlinge über die Grenzen" Libyens nach Ägypten und Tunesien geflohen wären, was die dortigen Demokratiebewegungen massiv negativ beeinflußt hätte.

 
Gesellschaft 27.03.11 Artikel lesen

Bundesweite Anti-
Atomkraft-Initiativen

Bundesweit kam es gestern zu Protesten gegen die Energiegewinnung durch Kernkraftwerke. Unter dem Motto "Fukushima mahnt – alle AKWs abschalten" hatten Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände, globalisierungskritische und friedenspolitische Organisationen zu Demonstrationen aufgerufen. Den Veranstaltern zufolge nahmen in Berlin 120.000 in Hamburg 50.000 und in München sowie Köln jeweils 40.000 Personen an den Anti-Atom-Demonstrationen teil. In einer Pressemitteilung von "ausgestrahlt" wird verkündet, dass die Proteste der Auftakt für eine neue starke Anti-AKW- Bewegung seien.

> Moratorium und Atomethik
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Feuilleton 26.03.11 Artikel lesen

Für Rolf Hochhuth ist der
Klassenkampf nicht beendet

Der Dramatiker Rolf Hochhuth ist der Überzeugung, daß der Klassenkampf noch nicht beendet ist. Diese Meinung äußerte der 1931 in Eschwege geborene Dramatiker, der mit seinem "Der Stellvertreter" (1963) die katholische Kirche im Dritten Reich kritisierte, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Hochhuth hat die sozialen Mißstände in der Bundesrepublik angeklagt und der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, daß sie bei den Hartz IV-Empfängern um jeden Euro knausere. Viele Kinder könnten ihr Schulessen nicht mehr bezahlen, was vollkommen amoralisch sei. In seinem neuen Drama "Der fliehende Holländer" hat Hochhuth den Kapitalismus anprangert. In den 60er Jahren wurde der Dramatiker wegen seiner Attacken gegen den damaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard gerügt.

 
Welt 26.03.11 Artikel lesen

Thomas de Maizière
besucht Afghanistan

Nach drei Wochen im Amt ist der Nachfolger von Karl Theodor zu Guttenberg, der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière zu seinem Antrittsbesuch in Afghanistan eingetroffen. Der CDU-Politiker traf sich in der Hauptstadt Kabul mit Präsident Hamid Karsai und den Kommandeur der Internationalen Schutztruppe ISAF, US-General David Petraeus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Reise de Maizières bis zu seiner Ankunft am Hindukusch geheim gehalten. Erst am Freitag war es in der Provinz Kundus erneut zu einem Sprengstoffanschlag auf eine deutsch-afghanische Patrouille gekommen, bei dem ein afghanischer Soldat getötet wurde. De Maizière hatte bereits als Innenminister Afghanistan besucht

 
Gesellschaft 23.03.11 Artikel lesen

Zum Abschneiden der
NPD in Sachsen-Anhalt

Die selbst ausgegebenen Ziele waren hoch. Der NPD-Landesverband Sachsen-Anhalt wollte bei der Landtagswahl 2011 „sieben Prozent plus x“ holen. Der Einzug in den Landtag wurde allerdings mit 4,8% der Stimmen knapp verpasst. Während die NPD in den Landkreisen vor allem im Süden von Sachsen-Anhalt überproportional viele Stimmen holten, war das Ergebnis in den größeren Städten wie Magdeburg oder Halle eher enttäuschend. Im Wahlkreis Magdeburg II verbuchte die Partei lediglich 2,1% der Stimmen, im Wahlkreis Halle II waren es ebenfalls „nur“ 2,8%. Ihr bestes Ergebnis schaffte die NPD in Nebra mit 8,4% der Stimmen.

> Michael Lausberg: Rückschlag für die „braune Regionalpartei“?
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Politik 21.03.11 Artikel lesen

Brüderle und Röttgen für
Ausbau des Stromnetzes

CDU-Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat sich hinter Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gestellt und plädiert für einen forcierten Stromnetzausbau. Wie er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" mitteilte, ist der "beschleunigte Ausbau der Netze eine zentrale Voraussetzung zum Ausbau der erneuerbaren Energien". "Deshalb unterstütze ich die Initiative ausdrücklich." Der Ausbau des Stromnetzes wird als wichtig erachtet, um künftig eine wachsende Menge an Windstrom zuverlässig von Nord nach Süd zu transportieren. Auf die Verbraucher dürften in Zukunft höhere Strompreise zukommen. Angesichts der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima ist jedoch eine Mehrheit der Bundesbürger bereit, mehr für Strom zu zahlen, wenn er nicht aus Kernkraftanlagen kommt.

 
Politik 21.03.11 Artikel lesen

Reiner Haseloff, der neue
Mann für Sachsen-Anhalt?

Er war lange im Amt, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, und er hinterläßt große Spuren. Der Neue, Reiner Haseloff, soll die CDU künftig in Magdeburg führen. Der ehemalige Wirtschaftsminister wurde als Nachfolger von Böhmer bereits 2007 gehandelt, doch erst jetzt kann er die Nummer eins im Land der Frühaufsteher werden. Im Oktober vergangenen Jahres wählte der Landesparteitag Haseloff mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen zum Spitzenkandidaten. Stolz ist der CDU-Politiker auf seine Verläßlichkeit, er legt großen Wert auf Loyalität und begreift sich als Teamplayer. 1976 war Haseloff in die damalige Blockpartei CDU eingetreten. Von 1992 bis 2002 leitete er das Arbeitsamt Wittenberg als Direktor; danach ging es als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium, 2006 wurde er Wirtschaftsminister.

 
Politik 20.03.11 Artikel lesen

Wahl in Sachsen-Anhalt:
Die CDU ist stärkste Partei

Trotz Verlusten hat die CDU die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen und kann mit der SPD weiter zusammen regieren. Rechnerisch wäre allerdings auch ein rot-rotes Bündnis möglich, was aber unwahrscheinlich ist, da die Linke stärker ist als die SPD und die Sozialdemokraten eine Rolle als Juniorpartner der Linken ausgeschlossen hatten. Nach dreizehn Jahren schafften die Grünen die Rückkehr in den Landtag, während die FDP nicht mehr im Land vertreten sein wird. Auch die rechtsextreme NPD scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die CDU kam mit ihrem Spitzenkandidaten Reiner Haseloff auf 32,7 Prozent, die Linke mit ihrem Fraktionschef Wulf Gallert an der Spitze verlor leicht und erzielte 23,8 Prozent. Die SPD mit Jens Bullerjahn erreichte 21,5 Prozent.

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19.03.11 Artikel lesen

Wissenswertes
rund um die Brust

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Brustveränderungen sind sehr häufig und zum Glück nicht immer bösartig. Dennoch belasten sie Frauen sowohl körperlich als auch seelisch. In der Vorsorge kommt es darauf an, dass wir als Frauenärztinnen bzw. Frauenärzte über die gutartigen und bösartigen Veränderungen aufklären. Ich empfehle Frauen in meiner Sprechstunde auch die Selbstuntersuchung zu erlernen. Die Brustschwestern an meiner Klinik zeigen den interessierten Frauen die Techniken, wie Veränderungen erkannt werden können, welche unauffällig und welche entfernt werden müssen. Die Brustuntersuchung gehört zu jeder gynäkologischen Vorsorge dazu und sollte spätestens ab dem 30. Lebensjahr möglichst jährlich durchgeführt werden.

> Wissenswertes rund um die Brust – Im Gespräch mit Ingo B. Runnebaum
 
Welt 19.03.11 Artikel lesen

Libyen unter Feuer:
Von der Verantwortung

In der Nacht zum Freitag verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1973 (2011), die ein militärisches Eingreifen in Libyen legitimiert. Die Resolution wurde mit zehn zu null Stimmen bei fünf Enthaltungen (darunter Deutschland sowie die Veto-Mächte Russland und China) angenommen. Aus moralischer Perspektive erscheint die Entscheidung, ob man in den Konflikt in Libyen intervenieren soll, relativ einfach: intuitiv werden die meisten Menschen das Bedürfnis empfinden, Zivilisten zu helfen, die von schwerer Artillerie oder aus der Luft angegriffen werden. Darüber hinaus ist es jedoch unabdingbar, sich die politische Dimension eines möglichen Eingreifens zu vergegenwärtigen. Hierbei unterscheiden sich die Überlegungen je nach geographischer Lage und nach strategischem Interesse:

> Benjamin Stehle: Von der Verantwortung zu helfen
 
Gesellschaft 18.03.11 Artikel lesen

Konstantin Neven DuMont
im Gespräch mit der Tabula Rasa

Auf der Leipziger Buchmesse sprach Stefan Groß mit dem deutschen Unternehmer, Manager, Verleger und Moderator Konstantin Neven DuMont über die Zukunft des digitalen Zeitalters, über Pay Content, über das Ipad und über seine persönlichen Lese-Interessen. DuMont war bis 2010 Vorsitzender des publizistischen Beirates der "Berliner Zeitung", des "Berliner Kuriers", der "Hamburger Morgenpost", er war Vorsitzender des Herausgeberrates der "Frankfurter Rundschau" und Herausgeber des "Kölner Stadt-Anzeigers", des "Express" und der "Mitteldeutschen Zeitung". Er engagiert sich als Aufsichtsrat für die Deutsche Presse-Agentur, ist Mitglied vom Deutschen Presserat, Vorstandsmitglied der Freunde "Wallraf-Richartz-Museum" und "Museum Ludwig" in Köln.

> Interview mit Konstantin Neven DuMont über die Zukunft des digitalen Zeitalters
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Feuilleton 18.03.11 Artikel lesen

Clemens J. Setz erhält
Leipziger Belletristikpreis

Der österreichische Autor Clemens J. Setz, geboren 1982, hat den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Der aus Graz stammende Schriftsteller, wo er auch heute noch lebt, erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Belletristik. Sein Erzählband "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" sei, wie die Jury hervorhebt, ein einfühlsames Porträt der menschlichen Natur und ihrer Eigenarten. 2008 erhielt Setz den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Die Auszeichnung für die beste Übersetzung ging an Barbara Conrad für Lew Tolstois "Krieg und Frieden".

 
Welt 18.03.11 Artikel lesen

Guido Westerelle will keinen
Militärschlag gegen Gaddafi

Zur Resolution zu Libyen heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Außenministeriums. "Die Resolution enthält auf der einen Seite eine wesentliche Verschärfung der internationalen Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime. Das begrüßen und unterstützen wir, und das haben wir selbst vorangetrieben." Zwar hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle die UN-Resolution zu Libyen grundsätzlich begrüßt, aber sein Ministerium und er haben Vorbehalte gegen die in der Resolution ebenfalls vorgesehene Option einer militärischen Intervention im libyschen Afrika. "Wir sehen hier erhebliche Gefahren und Risiken. Deswegen können wir diesem Teil der Resolution nicht zustimmen." Wie der FPD-Politiker betonte, werden sich deutsche Soldaten nicht an einem militärischen Einsatz in Libyen beteiligen.

 
Gesellschaft 17.03.11 Artikel lesen

Die Unzufriedenheit mit dem
Bio-Kraftstoff E-10 wächst

Harte Zeiten für Autofahrer, denn an immer mehr Tankstellen ist normales Super und Super Plus „leider ausverkauft“. Damit sind die Autofahrer gezwungen, den Biosprit E 10 zu tanken, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Trotz E-10-Gipfel lehnen die meisten Verbraucher den Biosprit ab und verstehen die Entscheidung der Bundesregierung nicht. Derzeit produzieren die Raffinerien 80% E10 und nur 20% Super Plus, was jedoch nicht ausreicht, um die große Nachfrage zu decken. Mittlerweile fordert der Auto Club Europa einen sofort in Kraft tretenden Steuer-Rabatt auf Bio-Sprit. Wie der ACE erklärte, sollte Bundeswirtschaftsminister Brüderle sich „für eine ermäßigte Mineralölsteuer auf E10 stark machen. 10 Prozent Bioanteil müssen 10 Prozent weniger Steuer entsprechen.“ Beim Biokraftstoff handelt es sich nicht um ein Mineralölprodukt, und wer dafür Steuern erhebt, betrügt letztendlich die Verbraucher.

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Welt 16.03.11 Artikel lesen

Lage im japanischen
Atomreaktor dramatisch

Die Lage im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima in Japan gerät außer Kontrolle. Nach weiteren Feuern an zwei Reaktoren und einem starken Anstieg der Strahlung mußten sich die Arbeiter zeitweise aus dem Kraftwerk zurückziehen und ihre Arbeiten vorerst einstellen. Am Mittwoch fingen die Reaktoren 4 und Reaktor 3 Feuer. Zudem wurde in Block 3 die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt. Die radioaktive Strahlung auf der Anlage hat neue Rekordmarken erreicht. Unterdessen hat die japanische Regierung Südkorea gebeten, einen Teil seiner Reserven des Halbmetalls Bor zu schicken, um dadurch die schwer beschädigten Atomreaktoren im Kraftwerk zu stabilisieren.

> Wenn in Japan die Erde bebt, fallen in Deutschland die Meinungen um
 
Gesellschaft 16.03.11 Artikel lesen

Jenaer Lutz Rathenow ist
Stasi-Beauftragter in Sachsen

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stadtmagazin07.de

Der sächsische Landtag hat am Mittwoch einen neuen Stasi-Landesbeauftragten gewählt. Der Schriftsteller aus Jena stammende Lutz Rathenow folgt auf Michael Beleites. Dieser ist im Dezember nach zehn Jahren aus dem Amt ausgeschieden. 67 Abgeordnete stimmten für den von CDU und FDP aufgestellten Kandidaten Rathenow. 51 Abgeordnete votierten dagegen, sieben enthielten sich der Stimme. Der 58-Jährige hat die Wahl angenommen. Der DDR-Bürgerrechtler Rathenow ist ein regelmäßiger Mitarbeiter der Tabula Rasa.

> Beiträge von Lutz Rathenow finden Sie hier
 
Gesellschaft 16.03.11 Artikel lesen

Leipziger Buchmesse beginnt:
Martin Pollack erhält Buchpreis

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Copyright: Lukas Beck/Paul Zsolnay Verlag

Es ist soweit – die diesjährige Leipziger Buchmesse beginnt. Von Donnerstag bis Sonntag werden mehr als 2.000 Aussteller ihre Neuheiten präsentieren. Aus dem Gastland Serbien sind 60 Autoren in der Messestadt vertreten und zum 20. Mal findet zeitgleich zur Buchmesse das Literatur-Festival "Leipzig liest" statt. 1.500 Autoren lesen an 300 Orten überall in der Stadt aus ihren Neuerscheinungen. Der mit 15.000 Euro verbundene Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung geht in diesem Jahr an den österreichischen Schriftsteller Martin Pollack. Der 66-jährige Autor wird für sein "einprägsames und richtungsweisendes Werk" ausgezeichnet, so die Jury.

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Gesellschaft 16.03.11 Artikel lesen

Dominik Graf erhält
erneut Grimme-Preis

Der Regisseur Dominik Graf erhält zum neunten Mal den begehrten Grimme-Preis. Die Auszeichnung erhält er für die Regie der zehnteiligen Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens". Ausgezeichnet wird auch der "Tatort: Nie wieder frei sein" (BR) als bewegender Film, der im Spannungsfeld zwischen Selbstjustiz, individueller Schuld und gesellschaftlicher Konvention siedelt. Beeindruckt war die Jury von der Regiearbeit Hermine Huntgeburths in Christian Züberts Romanadaption "Neue Vahr Süd" (WDR/RB). Auch Aelrun Goette darf sich über ihren zweiten Grimme-Preis freuen, den sie für das Sozialdrama "Keine Angst" (WDR) erhielt. Einen Preis bekam auch das Drama "In aller Stille" (BR).

 
Gesellschaft 16.03.11 Artikel lesen

Porsche baut in Leipzig
sein neues Modell "Cajun"

Die Entscheidung im Aufsichtsrat der Porsche AG ist gefallen. Wie das Unternehmen informierte, wird es seine neue Baureihe mit der Modell-Bezeichnung „Cajun“ im Leipziger Porsche-Werk produzieren, dafür rund 500 Millionen Euro am Standort Leipzig investieren und etwa 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Der Automobilstandort Leipzig befindet sich derzeit auf der Überholspur: Auch Porsche baut sein neuestes Fahrzeug in Leipzig, das hiesige Werk wird ganz erheblich erweitert, hunderte neue Arbeitsplätze entstehen.

> „Automobilstandort Leipzig auf der Überholspur“
 
Welt 15.03.11 Artikel lesen

Helmut Schmidt verteidigt
die Info-Politik Japans

Bundeskanzler a. D, Helmut Schmidt, hat die zurückhaltende Informationspolitik der japanischen Regierung verteidigt. "Die Regierung ist nicht gezwungen, alles zu sagen, was sie weiß," sagte der SPD-Politiker. Wie er gegenüber "seiner" Zeitung "Die Zeit" betonte, ist es für Politiker unvermeidlich, durch eine gezielte Informationspolitik Paniken zu vermeiden. Er selbst ist dagegen, die gegenwärtigen Katastrophen, Erdbeben, Tsunami und Zerstörung der Kernkraftwerke in Japan, für die innerdeutsche Pro- und Anti-Kernkraft-Diskussion zu mißbrauchen. Während Schmidts Amtszeit von 1974 bis 1982 (Foto 1975) hatte sich in der Bundesrepublik die erste Umweltschutzbewegung formiert. Die Tabula Rasa hatte sein Buch "Außer Dienst" rezensiert.

> Helmut Schmidt: Außer Dienst
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Glaube 15.03.11 Artikel lesen

Papst Benedikt XVI. am
23. September in Erfurt

Papst Benedikt XVI. wird vom 22. bis 25. September in Deutschland zu Gast sein. Innerhalb dieses Zeitraums wird er die Landeshauptstadt Erfurt und das Eichsfeld besuchen. Am 23. September ist auf dem Domplatz in Erfurt eine Heilige Messe geplant, an der 70.000 Menschen teilnehmen könnten. Geprüft wird unterdessen, ob das von Benedikt XVI. anvisierte Gespräch mit Vertretern des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands in Erfurt stattfinden könnte. Der Besuch steht unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft". Der ehemalige Kardinal Joseph Ratzinger wird auch im Deutschen Bundestag reden.

 
Welt 15.03.11 Artikel lesen

Die Angst der Deutschen
vor dem atomaren Super-Gau

Die große Mehrzahl der deutschen Bevölkerung schaut mit Sorge nach Japan. Viele halten einen ähnlich schweren AKW-Unfall auch hierzulande für denkbar. Wie der "ARD-Deutschland Trend extra" ermittelte, äußern genau 70 Prozent diese Befürchtungen, während 28 Prozent dies für unwahrscheinlich halten. 39 Prozent der Bundesbürger haben Angst, daß die Radioaktivität die Bundesrepublik erreicht, 61 Prozent hingegen nicht. 80 Prozent befürworten das Moratorium der Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung auf drei Monate auszusetzen, während 18 Prozent dieses ablehnen. 53 Prozent der Deutschen sind für einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Den Vorschlag der Opposition, sieben der ältesten deutschen AKWs vom Netz zu nehmen, unterstützen 72 Prozent.

> Robert Lembke: Japan als Argument? Die Irrationalität der Politik in der Atomenergie-Frage
 
Gesellschaft 14.03.11 Artikel lesen

Das Atom-End-Zeitalter
wird in Deutschland eingeläutet

Drei Tage nach dem schweren Beben in Japan hat die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke ausgesetzt. Während es in den japanischen Atomreaktoren nach wie vor keine Entwarnung gibt, hat die Bundesregierung ein Moratorium für drei Monate verabschiedet, um die derzeitige Atompolitik zu überprüfen. Die erst im vergangenen Jahr beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der 17 Atomkraftwerke ist damit ins Wanken gekommen. Die Konsequenz ist, daß die ältesten deutschen Atomkraftwerke möglicherweise sofort abgeschaltet werden müssen. Deutschlands größter Energiekonzern E.on hat die Forderungen nach einer Rücknahme der Laufzeitverlängerung unterdessen zurückgewiesen. „Dafür gibt es keinen Grund“ [...] „Unsere Anlagen werden nach höchsten Sicherheitsstandards betrieben,“ so der Konzern.

> Zum Kommentar, klicken Sie hier
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Geld 13.03.11 Artikel lesen

Muhamad Yunus und
die Grameen-Bank

Die Grameen-Bank muß sich umschauen, denn Muhamad Yunus ist nicht mehr ihr Chef. Was sich derzeit um den Friedensnobelpreistrager von 2006 ereignet, kommt einem Trauerspiel nahe. Millionen von Menschen, die von Yunuus einen billigen Kredit erhielten, können wohl in Zukunft auf diese Unterstützung nicht mehr rechnen. Mit Yunus verläßt einer der wenigen einflussreichen Kämpfer für die Rechte der Ärmsten die Finanzbühne. Seit über 25 Jahren hat die Grameen Bank an die ärmsten der Armen Geld verliehen, insbesondere Frauen konnten davon profitieren. Mit diesen sogenannten Mikrokrediten gelang es vielen Familien, sich aus dem Elend zu befreien. Zahlreiche Geldhäuser weltweit hatten das Prinzip der Grameen Bank kopiert und zum Teil auch mißbraucht.

> Marie Luise Dött: Verstaatlichung und Politisierung der Grameen Bank verhindern
 
Glaube 12.03.11 Artikel lesen

Islamdebatte: Norbert Lammert
fordert gegenseitige Toleranz

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die unnötige Zuspitzung der Diskussion um die Rolle des Islam in Deutschland kritisiert. Er versteht die Kontroverse nicht, denn bei genauer Betrachtung kann man doch nicht bestreiten, daß in der Bundesrepublik viele Bürger mit muslimischer Glaubensüberzeugung leben und der Islam daher in Deutschland angekommen sei. Aber umgekehrt, so der CDU-Politiker, würde auch keiner bestreiten, daß die Bundesrepublik in ihrer Geschichte viel nachhaltiger durch die christliche Tradition geprägt wurde. Lammert fordert Toleranz sowohl von den Islamkritikern als auch von den Befürwortern. Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hatte mit seiner Äußerung, der Islam gehört nicht zu Deutschland, in der vergangenen Woche für Diskussionen gesorgt, woraufhin der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, den Aussagen Friedrichs widersprochen hatte.

> Wolfgang Schäuble: Das Miteinander der Religionen in Deutschland und Europa
 
Gesellschaft 12.03.11 Artikel lesen

Kritische Bilanz zu
Marianne Birthler

Wie der Chef des Berliner Forschungsverbundes SED-Staat, Klaus Schroeder, betonte, war Frau Birthler "eine Repräsentantin der Behörde aufgrund ihrer untadeligen Biografie - die Linie aber haben die Verwaltungsleute bestimmt." Schroeder zieht damit eine kritische Bilanz der rund zehnjährigen Amtszeit von Marianne Birthler, die seit dem Jahr 2000, nach Nachfolgerin von Joachim Gauck, die Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde gewesen war. Die 1948 in Berlin geborene Birthler hatte es in all den Jahren versäumt, so Schroeder, ihre Einrichtung enger mit anderen Institutionen zur Aufklärung zu vernetzen. Der Politikerin, die am Montag aus dem Amt scheidet, folgt der Jenaer DDR-Bürgerrechtler Roland Jahn.

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Politik 12.03.11 Artikel lesen

Renate Künast und die Frage
nach den Atomkraftwerken

Nach der äußert kritischen Situation der japanischen Atomkraftwerke nach dem schweren Beben in der Region ist auch in der Bundesrepublik der Streit um das Thema Atomkraft neu entfacht. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, sieht die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke infrage gestellt. Wie die Politikerin betonte, sei Deutschland zwar kein Erdbebengebiet, dennoch verdeutlicht das Ereignis, daß wir nicht die Natur beherrschen, „sondern die Natur herrscht über uns.“ Daher müsse erneut die Frage gestellt werden, ob nicht die falschen Entscheidungen getroffen worden seien, so beispielsweise die falsche Entscheidung der schwarz-gelben Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf zwölf weitere Jahre zu verlängern. Bundesumweltminister Norbert Röttgen schließt eine Gefährdung Deutschlands durch den Reaktorunfall in Japan aus.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
 
Glaube 11.03.11 Artikel lesen

Hans Küng kritisiert
neues Papst-Buch

Der Theologie-Professor und Kirchenkritiker Hans Küng hat das neue Jesus-Buch des Oberhauptes der Katholiken, Papst Benedikt XVI., kritisiert. Wie Küng anmerkte, der mit seinem Buch "Unfehlbar" vor über 30 Jahren für Furore sorgte, sei das neue Werk wissenschaftlich gesehen kaum interessant. Der ehemalige Professor für Fundamentaltheologie Ratzinger hat wieder die historisch-kritische Methode vernachlässigt. Viele Katholiken hätten vom Vatikan erwartet, daß dieser die großen Probleme löse, anstatt neue Bücher über den Gottessohn zu verfassen. Das Buch mit dem Titel "Jesus von Nazareth" kam am 10. März 2011 in den Buchhandel. Zeitgleich erschien das neue Buch von Hans Küng: "Ist die Kirche noch zu retten?"

 
Welt 11.03.11 Artikel lesen

Schweres Erdbeben
erschüttert Japan

Eines der schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans hat das Land am Freitag erschüttert. Das Erdbeben der Stärke 8,9 ließ den Nordosten erbeben. Eine über zehn Meter hohe Tsunami-Welle traf auf die Küste und forderte mehrere tausende Opfer. Mittlerweile haben hunderte Nachbeben weitere Schäden angerichtet. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt, über 200000 Menschen obdachlos, über 10000 Tote werden befürchtet. Das Erdbeben ereignete sich gegen 14.45 Uhr Ortszeit (06.45 Uhr MEZ). Auch die Millionenmetropole Tokio ist schwer betroffen. Die Angst vor weiteren Nachbeben ist groß, mittlerweile wurde der Atomalarm ausgelöst, weil zwei Atom-Kraftwerke schwere Probleme gemeldet hatten.

> Lisz Hirn: Bestimmen Katastrophen unser Leben?
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Politik 10.03.11 Artikel lesen

«Le roi est mort, vive le roi»
Zapfenstreich für zu Guttenberg

Der zurückgetretene Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg wurde mit einem Großen Zapfenstreich aus seinem Amt verabschiedet. Am feierlichen Zeremoniell im Bendlerblock in Berlin nahmen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und weitere 450 Gäste teil. Einige Spitzenpolitiker, darunter der Bundestagspräsident Norbet Lammert und die Bildungsministerin Annette Schavan, die Guttenberg in der Plagiatsaffäre kritisiert hatten, sagten ab. Der CSU-Politiker stand 16 Monate an der Spitze des Verteidigunsministeriums. Bundeskanzlerin Merkel unterstrich, daß Guttenberg die Tür zu der größten Reform in der Geschichte der Bundeswehr aufgestoßen habe - dafür verdiene er Hochachtung.

> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
 
Politik 10.03.11 Artikel lesen

2009: 127,7 Millionen
erhielten unsere Politiker

2009 haben die im Bundestag vertretenen Parteien rund 127,7 Millionen Euro an staatlichen Mitteln erhalten. Dies geht aus den Rechenschaftsberichten der Parteien vor. Die CDU erhielt gut 41,9 Millionen, die SPD 39,6 Millionen, die FDP 12,6 Millionen, die CSU 11,7 Millionen, die Grünen 11,1 Millionen und die Linke 10,7 Millionen Euro. Die CDU konnte die meisten Spenden für sich verbuchen, denn sie erhielt 2009 Spenden von insgesamt rund 41,1 Millionen Euro von natürlichen und juristischen Personen. Die SPD erhielt 18,7 Millionen Euro, die 16,2 Millionen Euro, die CSU 9,1 Millionen Euro, die Grünen 5,4 Millionen Euro, die Linke 2,9 Millionen Euro.

> Dietrich Böhler: Moral und Politik
 
Welt 10.03.11 Artikel lesen

Dalai Lama zieht sich
aus der Politik zurück

Das geistige Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, will in Zukunft seine politische Verantwortung als Chef der tibetischen Exilregierung abgeben. Tenzin Gyatzo ersucht daher das Exilparlament, ihm seinen Rücktritt zu ermöglichen. Der Mönch möchte das Amt einem "frei gewählten" Führer übergeben. "Mein Wunsch, die politische Führung zu übergeben, bedeutet nicht, dass ich mich meiner Verantwortung entziehen möchte", so der Friedensnobelpreisträger. Wie der höchste Trülku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus betonte, geht es ihm um das langfristige Wohl der Tibeter. Der neue Führer soll den Bemühungen Tibets um Autonomie von China eine größere Durchschlagskraft verleihen. Die Tabula Rasa wirft einen Blick auf die indischen Religionen.

> Michael Lausberg: Das vedische Zeitalter – Philosophie aus dem alten Indien
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Gesellschaft 10.03.11 Artikel lesen

"Forbes - Liste"
Mehr Milliardäre

Zwei Jahre nach der Finanzkrise ist die Zahl der Milliardäre rasant gestiegen und derzeit so hoch wie noch nie. 1210 neue Dollarmilliardäre verzeichnet die neue Liste des US-Magazins "Forbes" - dies sind 200 mehr als noch vor einem Jahr. Die Top-Liste wird angeführt vom Mexikaner Carlos Slim Helú. Der Telekommunikations-Unternehmer thront mit einem Vermögen von 74 Milliarden Dollar auf Platz eins. Dahinter folgen der Microsoft-Gründer Bill Gates, der einen beträchtlichen Teil seines Vermögens spenden will, mit 56 Milliarden Dollar und der Investor Warren Buffett mit 50 Milliarden Dollar. Erstmals seit Jahren ist unter den ersten Zehn kein Deutscher, dafür aber zwei Inder und ein Brasilianer. Bis vor einem Jahr waren die Brüder ALDI noch unter den 10 reichsten Männern der Welt.

> Bettina Röhl: Armut und Kapitalismus - Der bedeutendste deutsche Kommunist heißt Aldi
 
Gesellschaft 09.03.11 Artikel lesen

"Gorch Fock"-Bericht
liegt nun endlich vor

Der Gorch-Fock-Untersuchungsbericht liegt endlich vor. Wie die Deutsche Presse Agentur berichtete, wurde dieser nun dem Marine-Inspekteur Schimpf vorgelegt. Der Bericht wird nun zunächst an den Wehrbeauftragten des Bundestags, Königshaus, und dann weiter an die Verteidigungsexperten der Parteien weitergeleitet. Nach dem Unfalltod einer Kadettin bei der Ausbildung auf dem renommierten Segelschulschiff der Marine im November vergangenen Jahres hatte es Schikane-Vorwürfe gegen die Stammbesatzung gegeben. Daraufhin war der Kapitän der Gorch Fock, Schatz, vom damaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg ohne Verhandlung bis zum Ende der Untersuchungen suspendiert worden.

> Pfarrer Albrecht Hey im Gespräch mit der Tabula Rasa
 
Politik 09.03.11 Artikel lesen

Neue Umfragewerte:
Union im Aufwind

Nach dem überraschenden Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg konnte die Union in der Wählergunst wieder zulegen. Im Wahltrend von RTL und „Stern“ kletterten CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 36 Prozent - auf denselben Wert, den sie vor der Causa Guttenberg hatten. Daegegen fiel die SPD in der Wählergunst um 1 Punkt und liegt damit bei 26 Prozent. Die Grünen kommen erneut 16 Prozent, die Linke verharrt bei 10 Prozent, die FDP bei 5 Prozent. Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière erfreut sich schon jetzt in des Volkes Beliebtheit, jeder zweite Bürger hält ihn für eine gute Lösung.

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Gesellschaft 09.03.11 Artikel lesen

Phobien und
andere Krankheiten

Manche Muslime fühlen sich gerne beleidigt und üben sich in Selbstmitleid. Denn wer sich als unschuldiges Opfer beklagt, genießt das Mitleid der Öffentlichkeit. Wer aber jeden Anflug von Kritik gierig aufgreift, um nicht nur Mitleid zu erregen, sondern gewaltige Empörungsrituale zu organisieren, verdient weder Verständnis noch Immunität. Den Trick mit der Opferrolle, mit der ständigen Pflege von Empörungsbereitschaft durch dauerhaftes Beleidigtsein haben inzwischen nicht nur Muslime herausbekommen, die über Islamophobie klagen, sondern auch die Homosexuellenlobby, die sich von Homophobie umzingelt sieht und als ihren natürlichen Feind die katholische Kirche ausgemacht hat.

> Wolfgang Ockenfels: Phobien und andere Krankheiten
 
08.03.11 Artikel lesen

100. Internationaler
Frauentag wird gefeiert

Weltweit wird am 8. März 2011 zum 100. Mal der Internationale Frauentag gefeiert. Am 19. März 1911 wurde auf Beschluß der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen dieser Frauentag ins Leben - auf Vorschlag der deutschen Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Die zentrale politische Forderung des ersten Internationalen Tages für die Frau war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Die Tabula Rasa nimmt diesen Tag zum Anlaß und stellt die Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Jena vor.

> Ingo Runnebaum: Die Jenaer Frauenklinik mit Herz: Tradition verpflichtet
 
Politik 08.03.11 Artikel lesen

Christian Lindner, der
Islam und die CSU

„Die CSU war auch nicht prägende Kraft der deutschen Geschichte [...], trotzdem ist sie heute eine gesellschaftliche Realität, mit der wir umgehen müssen. [...] wir müssen heute auch die CSU integrieren“, so der Generalsekretär der FDP, Christian Lindner. Und zur deutschen Wertedebatte fügte er an: „Die bayerische Leitkultur ist geprägt worden, als Bayern noch Monarchie war. Da gab es keine CSU. So ähnlich ist es mit dem Islam. Er hat zwar unsere Leitkultur nicht geprägt, aber wir müssen ihn integrieren.“

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08.03.11 Artikel lesen

Ethikrat für begrenzte
Zulassung der PID

"Wir sind der festen Überzeugung, dass die PID nicht nur begrenzt werden sollte, sondern auch begrenzt werden kann", betonte die Vizechefin des Gremiums, Christiane Woopen. Sie vertrat dabei die sehr knappe Mehrheit des Rats für eine begrenzte Zulassung der PID. Eine Woche vor der ersten Beratung im Bundestag über Gentests an Embryonen hat diese Entscheidung des Deutschen Ethikrates die Befürworter unter den Abgeordneten gestärkt. 13 Mitglieder des Gremiums sprachen sich in ihrer Stellungnahme dafür aus, die Präimplantationsdiagnostik (PID) bei Embryonen aus dem Reagenzglas begrenzt zuzulassen, elf Ratsmitglieder dagegen. Die Tabula Rasa sprach mit dem Philosophen und PID-Gegner Prof. Dr. mult. Robert Spaemann.

> Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß
 
07.03.11 Artikel lesen

Goethe - der Schwarzseher
des 21. Jahrhunderts?

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Vorsorglich hat Goethe den zweiten Teil der Faust-Tragödie versiegelt. Könnte es sein, dass er damit auch die Büchse der Pandora verschlossen hat, deren Bedeutung sich erst jetzt – vor dem Horizont der Krisen unserer Zeit – zu offenbaren beginnt? Die Möglichkeit globaler Dimensionen unserer Krisen hat Goethe spätestens 1825 erkannt. Die globale Unterwerfung aller Lebensbereiche unter das absolute Diktat der Beschleunigung bilanziert er in einem Brief mit dem Wort »veloziferisch«. Das Wort, das die Eile (velocitas) mit Luzifer, dem Teufel, verbindet, ist für Goethe zugleich das Betriebsgeheimnis der Globalisierung. In »Faust II« antizipiert er zudem ein weiteres global entfesseltes Instrument. Goethe beschreibt hier bereits ausführlich das geheim-offenbare Schwunggrad der Wachstumsdynamik des globalen Dorfes: das schnelle Geld im Weltinnerraum des virtuellen Kapitals und der Verwöhnungstreibhäuser der Konsum- und Fortschrittsgesellschaft.

> »Goethe – der Schwarzseher des 21. Jahrhunderts?« Vortrag von Manfred Osten
 
Gesellschaft 07.03.11 Artikel lesen

Die Deutschen, die
Leitkultur und der Biosprit

Sie sind schon ein merkwürdiges Volk – die Deutschen. Einerseits ein Land von Geistestitanen, das die Lessings, Kants, Reinholds und Schillers hervorgebracht hat, die alles in Gang setzten, um ihre Landsmänner aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, um ihnen die Weiten und Grenzen ihrer Vernunft deutlich vor Augen zu führen. Die Deutschen waren eine Nation, die den Geist von Athen und Jerusalem tief eingeatmet hatte, die die schönsten Schöpfungen von Kunst und Kultur hat erklingen lassen – ein Volk, das viel auf sich hält. Andererseits sind die Deutschen ein Volk der Trägheitskultur, von Freizeithappening und von aktiver Vereinskultur abgelenkt, das sich über diesen emphatisch gepflegten Leidenschaften nur sehr eingeschränkt getraut, über Leitkultur zu reflektieren.

> Die Deutschen, die Leitkultur und der Biosprit
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Gesellschaft 07.03.11 Artikel lesen

Neue Debatte
über Biosprit E 10

Eine Debatte über die Unbedenklichkeit des neuen Kraftstoffs E 10 hat die "Welt am Sonntag" am Wochenende ausgelöst. Der Biosprit soll auch bei neuen Autos Probleme verursachen, bislang ist man davon ausgegangen, daß nur Modelle, die vor 1994 gebaut wurden, den Sprit nicht vertragen. Wie der Leiter der Mechanikentwicklung von BMW mitteilte, nimmt durch den hohen Ethanolanteil von zehn Prozent im Benzin die Wassermenge im Motor zu, was letztendlich dazu führt, daß sich das Öl verdünne und schneller alt werde. Die Folge sind kürzere Ölwechselintervalle, die die Kunden zahlen müßten - immerhin bis zu 200 Euro für einen Sechszylinder.

 
Politik 05.03.11 Artikel lesen

Bausteine für einen
modernen Konservativismus

Was verstehen Sie unter einer „Volkspartei“? Welchen Ansprüchen muss eine Partei genügen, um sich mit diesem Titel schmücken zu dürfen? Handelt es sich um eine Partei, die in ihren Wahlergebnissen regelmäßig beweist, den größten Teil der Bevölkerung hinter sich versammeln zu können? Oder zeichnet sich diese Partei durch ihre Mitgliederstärke aus? Ist es eine Partei, deren Programm so gestaltet ist, dass sich jeder Bürger dieses Landes damit identifizieren kann?Oder ist es vielleicht im Sinne der „Volx“-Bewegung eines bekannten deutschen Boulevardblattes eine Partei, die sich auch „der kleine Mann“ leisten kann?

> Mike Mohring: Freiheit –Verantwortung –Ordnung
 
Kunst 05.03.11 Artikel lesen

200. Geburtstag:
Franz Liszt in Jena

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Schon das erste Konzert in Jena brachte Liszt die Ehrenbürgerwürde ein. Er weilte in Weimar zur Hochzeit von Carl Alexander von Sachsen-Weimar mit der niederländischen Prinzessin Sophie, derselben, der die Sophien-Ausgabe von Goethes Gesammelten Werken zu danken ist. Auf Bitten erklärte sich Liszt zu einem Konzert in den Rosensälen bereit. In Städten wie Wien oder Berlin brachte derlei manchmal tausend Taler und mehr ein, in Jena waren es ganze 196 Taler, aber immerhin war das ein Drittel der Summe, die die Akademische Konzertkommission sonst fürs ganze Jahr zur Verfügung hatte.

> Franz Liszt in Jena
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Gesellschaft 04.03.11 Artikel lesen

WikiLeaks
außer Gefecht

Die Internetplattform WikiLeaks ist vorerst außer Kraft gesetzt und kann nicht mehr operieren. Wie der Pressesprecher Kristinn Hrafnsson gegenüber dem Magazin "Focus" betonte, ist das Einsendesystem lahmgelegt. Aussteiger von WikiLeaks haben die Seite nicht nur sabotiert, sondern auch wichtige Technik gestohlen. Unklar bleibt, wie lange die Reparatur noch dauert. Hrafnsson leitet die Aufklärungsplattform, weil sich WikiLeaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung vor Gericht verantworten muß.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
 
Kunst 04.03.11 Artikel lesen

Heinrich von Kleist-
Jahr wurde eröffnet

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Am 4. März 2011 wurde in Frankfurt/Oder, der Geburtsstadt von Heinrich von Kleist, das Jubiläumsjahr zum 200. Todestag des Dichters eröffnet. Bekannt wurde Kleist, dem Clemens Brentano ein langsames "Konsquenztelent" attestierte, durch das Lustspiel "Der zerbrochne Krug" und durch die Novellen "Die Marquise von O." und "Das Erdbeben in Chili". Der Biograph Jens Bisky, der 2007 im Rowohlt-Verlag Berlin seine Kleistbiographie vorlegte, war beispielsweise immer von der ungeheuer dichten und farbigen Sprache, ihrer Plastizität fasziniert. Wie Bisky im "Deutschlandfunk" hervorhob, sei Kleist kein Mann für Kompromisse gewesen. "Wohl aber habe er ein ausgeprägtes Sensorium für die Widersprüche des Zeitalters der Vernunft besessen."

 
Gesellschaft 04.03.11 Artikel lesen

Die Katastrophe von
Deepwater Horizon

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Vor fast einem Jahr, am 20. April 2010, kam es infolge verschiedener schwerer Versäumnisse zum Blowout der Ölplattform Deepwater Horizon, die dabei in Brand geriet und infolgedessen zwei Tage später unterging. Das dabei ausströmende Öl führte zur bislang größten Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Der britische Ölkonzern BP hat nun reagiert und auch die Bonuszahlungen der Topmanager des Konzerns eingefroren. Die Vorstände der Geschäftsbereiche, die die schwerste Ölpest in der Geschichte der USA zu verantworten haben, erhalten für 2010 keine Sondervergütungen, wie aus dem Jahresbericht des Unternehmens hervorging.

> Ulrich Büchler: Deepwater Horizon - Zeugnis einer Katastrophe.
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Welt 03.03.11 Artikel lesen

Al-Gaddafi - Das Plagiat
und die politisch Mächtigen

Auch der Tyrannensohn Saif al-Islam al-Gaddafi, 38, steht nun unter dem Verdacht, seine Doktorarbeit mittels Plagiat erschlichen zu haben. Der Sohn von Diktator Muammar al-Gaddafi hatte noch vergangene Woche angekündigt, "Flüsse voller Blut fließen" zu lassen, wenn das libysche Volk rebellieren sollte. Al-Gaddafi hat seinen Masterabschluss in "Philosophie, Politik und soziale Werte" gemacht. Er studierte an der renommierten London School of Economics (LSE). Das Thema seiner Promotion war „Die Rolle der Zivilgesellschaft bei der Demokratisierung internationaler Organisationen“. Untersuchen wollte Gaddafi, wie gerechtere und demokratischere globale Regierungsinstitutionen geschaffen werden könnten.

 
Politik 03.03.11 Artikel lesen

Innenminister: "Islam
gehört nicht zu Deutschland"

Kaum im Amt als Innenminister hat Hans Peter Friedrich Bundespräsident Wulff wiedersprochen und erklärt, daß der Islam nicht zu Deutschland gehört. Daraufhin hatte der Zentralrat der Muslime dem CSU-Politiker beim Thema Islam Realitätsverweigerung vorgeworfen. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit hat Friedrich für seine Aussage kritisiert und betonte, daß er damit den Islam ausgrenzt. Friedrich wurde am 3. März zum Ressortchef ernannt, ebenso wie der bisherige Innenminister de Maizière zum neuen Verteidigungsminister.

> Rede des Bundespräsidenten in der Türkei> Christian Wulff: "Vielfalt schätzen - Zusammenhalt fördern"> Constantin Graf von Hoensbroech: Schon relativiert oder gar vergessen?
 
Glaube 03.03.11 Artikel lesen

Der Papst und die
Frage nach Jesu Tod

In seinem neuen Jesus Buch (II. Teil) hat der römische Pontifex, Papst Benedikt XVI., eines der sensibelsten Themen der Theologiegeschichte erneut aufgegriffen, denn der Heilige Vater ist der Frage nachgegangen, wer für den Tod Jesu am Kreuz verantwortlich gewesen ist. Die These, daß das Volk der Juden an sich den Tod des Gottessohnes zu verantworten habe, hatte in der Geschichte des Abendlandes immer zu den schlimmsten antisemitischen Exzessen und Pogromen geführt. Nun hat das Oberhaupt der Katholiken die These abgelehnt, wonach die Juden für den Tod Jesu verantwortlich seien. Damit ist Benedikt XVI. einen Schritt auf das Judentum zugegangen. Immer wieder wurde er in den letzten drei Jahren für seine Neuformulierung der Karfreitagsfürbitte für die Juden kritisiert, in der für die Erleuchtung der Juden gebetet wird.

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Politik 02.03.11 Artikel lesen

De Maizière wird neuer
Verteidigungsminister

Die Nachfolge von Karl Theodor zu Guttenberg ist geregelt. Innenminister Thomas de Maizière wird dem Freiherrn im Amt des Verteidigungsministers folgen. Der 57-Jährige CDU-Politiker galt bereits vor Monaten als möglicher Nachfolgekandidat für Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), falls dieser - krankheitsbedingt - ausscheiden sollte. De Maizière war als Innenminister bereits für die innere Sicherheit zuständig und hatte Afghanistan schon besucht, weil dort deutsche Polizisten im Ausbildungseinsatz sind.

 
Gesellschaft 02.03.11 Artikel lesen

Was ist dran, am
Antinatalismus?

Obschon der Titel seines Buches dies verheißen mag: Jim Crawford ist kein Misanthrop. Der Leser hat es mit einem philanthropischen Antinatalisten zu tun. Einem Freund der Menschen, der dennoch und scheinbar paradoxerweise dafür plädiert, gar keine Menschen mehr zu zeugen, damit die Menschheit schnellstmöglich ausstirbt. Der Vorwurf, Crawford wisse wohl gar nicht, welches Glück es für Eltern mit sich bringt, Kinder zu haben, prallt an diesem Autor ab. Als liebender und sorgender Vater zweier Töchter ist er selbst Existenzgründer. Wobei er anders als die absolute Mehrzahl aller Eltern in der Lage ist, den eigenen Glücksgewinn zu hinterfragen und nach Glück und Leid im Leben seiner Kinder zu fragen.

> Bekenntnisse eines philanthropischen Antinatalisten
 
Politik 01.03.11 Artikel lesen

Wer ohne Schuld ist,
werfe den ersten Stein

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In Anbetracht der doch wohl gravierenderen Übel in der Welt scheint die Causa Guttenberg wie ein zuhöchst inszeniertes und dazu noch wie ein zuhöchst sekundäres Problem – sieht man auf die derzeitige Weltlage mit ihrem Leid und Tod. All diese Themen waren zwei Wochen fast ausgeblendet, wären nicht Libyen und der wirre Gaddafi dazwischengekommen. Aber auch der Aufstand in Libyen wirkte gegenüber dem Fall Guttenberg wie ein angehängtes Ereignis der Weltgeschichte. Die Causa Guttenberg war nicht das Thema des sogenannten kleinen Mannes ....

> Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein
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Politik 01.03.11 Artikel lesen

Guttenberg tritt zurück

Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg ist von seinem Amt zurückgetreten - und zieht damit die einzig mögliche Konsequenz. Ein entsprechendes Rücktrittsgesuch hatte der CSU-Politiker bereits bei Bundeskanzlerin Angela Merkel eingereicht. Auch das Bundespräsidialamt soll schon über die Entscheidung des Freiherrn informiert sein. Immer wieder war der Politiker wegen Plagiatsvorwürfen kritisiert worden. Nicht unerhebliche Textmengen seiner Promotionsarbeit soll er aus anderen Publikationen übernommen haben, ohne diese Stellen dann durch Fußnoten kenntlich zu machen. Über 200 solcher Stellen wurden in der Doktorarbeit wissenschaftlich nachgewiesen. Guttenberg betonte noch vergangene Woche, daß er nicht absichtlich getäuscht habe, was nun jedoch zweifelsfrei widerlegt ist.

 
Gesellschaft 01.03.11 Artikel lesen

Professoren fordern
Rücktritt von Guttenberg

Die Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat nun auch die deutsche Professorenschaft erreicht, die den Minister zunehmend kritisiert. Der Bayreuther Jura-Professor Oliver Lepsius hält den sofortigen Rücktritt des Verteidigungsminister für notwendig. „Er kann eine zweite Chance haben. Die muß er sich aber erarbeiten, die fällt ihm nicht in den Schoß“. „Eine zweite Chance kriegt Herr zu Guttenberg nur durch seinen Rücktritt.“

> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
 
Gesellschaft 01.03.11 Artikel lesen

Kölner Stadtarchiv:
Bilanz nach 2 Jahren

Wie zwei Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs deutlich wurde, konnten zehn Prozent der Bestände nicht geborgen werden. Zwar könnten aus dem Grundwasser noch fünf Prozent gerettet werden, die übrigen fünf Prozent aber bleiben verloren. Die bislang geretteten Bestände sind derzeit auf 20 Archive in ganz Deutschland verteilt. Die Kosten für die Restaurierung und die Zusammenführung aller Bestände wird auf bis zu 400 Millionen Euro geschätzt. Um dem Schaden in den Griff zu bekommen, werden mindestens 30 bis 50 Jahre vergehen.

> Constantin Graf von Hoensbroech: Eine Aufgabe für Generationen
Nach Oben
 
Politik 28.02.11 Artikel lesen

Lammert kritisiert
Causa Guttenberg

Bundestagspräsident Lammert hat sich kritisch zur Plagiatsaffäre von Verteidigungsminister zu Guttenberg geäußert. Der Soziologieprofessor erklärte, daß die Vorkommnisse ein "Sargnagel" für das Vertrauen in die Demokratie seien. In einem Protestbrief sprachen ungefähr 20.000 Bürger von einer Verhöhnung aller wissenschaftlichen Mitarbeiter und Doktoranden. Auch die Bundeskanzlerin geriet mit in die Kritik. Ihre Rückendeckung für den 39-jährigen CSU-Minister würde zum Glaubwürdigkeitsverlust der Bundesrepublik führen.

 
Politik 27.02.11 Artikel lesen

Erdogan sprach
über Integration

Der Ministerpräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, hat vor einer anwachsenden Ausländerfeindlichkeit in Deutschland gewarnt, die in der Türkei "mit großer Beunruhigung" betrachtet wird. Der AKP-Politiker hielt am Sonntag eine Rede über Integration. Am Montag wird Erdogan nach Hannover reisen, um dort gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Computermesse "Cebit" zu eröffnen. Das Partnerland der Fachmesse ist dieses Jahr die Türkei.

> Integration als Problem - Zur Tragik eines Begriffs
 
Welt 27.02.11 Artikel lesen

Brennpunkt Libyen

Die rasche Ankunft weniger tausend Flüchtlinge auf einer winzigen Mittelmeerinsel reichte schon aus, um einer verblüfften, vom Medienkartell wochenlang genarrten Öffentlichkeit das plötzliche Fürchten zu lehren. Man hatte den Menschen hierzulande vorauseilend versichert, ein Regimewechsel böte die sichere Gewähr, dass in den Staaten Nordafrikas bald wieder Ruhe und Ordnung Einkehr hielten, dass dem Sturm der Erhebung automatisch zivile, rechtsstaatliche Abläufe folgen müssten, die wiederum dauerhaft demokratische Verhältnisse nach sich zögen, ohne die es nun einmal nirgends gehen kann und darf.

> Brennpunkt Libyen – vom Aufstand zum Flächenbrand
Nach Oben
 
Welt 24.02.11 Artikel lesen

De Maizière, die Flüchtlinge
und das Bangen der Europäer

Kluge Männer hatten es bereits vorausgesagt: Die Revolution in Arabien führt nicht zur Demokratie, sondern zur Massenflucht der Demonstranten nach Europa. Genau dies hat nun auch Bundesinnenminister de Maizière erkannt und davor gewarnt, daß man sich angesichts der Unruhen in Nordafrika zu sehr auf die Flüchtlingsproblematik konzentrieren sollte. Wichtiger sei der Aufbau stabiler Systeme in diesen Ländern. Die Kritik einiger Mittelmeerstaaten, die auch der Bundesrepublik vorwerfen, sich nicht aktiv bei der Koordinierung der Flüchtlingsströme zu beteiligen, wies er zurück, denn Deutschland sei seiner humanitären Verantwortung immer nachgekommen und hat allein 2010 40.000 Menschen Asyl gewährt.

 
Politik 23.02.11 Artikel lesen

Guttenberg verliert
seinen Doktortitel

Die Universität Bayreuth hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel aberkannt. Dies gab Hochschulpräsident Rüdiger Bormann am Mittwochabend nach einer Sitzung der Promotionskommission der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bekannt. Der 39-jährige CSU-Politiker hatte in einem Brief an die Universität "gravierende handwerkliche Fehler" bei seiner Doktorarbeit eingeräumt und selbst um die Aberkennung des Titels gebeten. Am Mittwoch mußte Guttenberg vor dem Deutschen Bundestag zu seiner Promotion Stellung nehmen. Weiterhin hält ein Großteil der Bevölkerung weiterhin an Guttenberg als Minister fest.

> Michael Lausberg: Der Absturz des Homo Novus
 
23.02.11 Artikel lesen

Rembrandt van Rijn im
Weimarer Schillermuseum

Vom 25. Februar bis zum 08. Mai 2011 präsentiert die Klassik Stiftung Weimar im Rahmen einer hochkarätigen Ausstellung Radierungen von Rembrandt Harmensz van Rijn (1606–1669). Rembrandt zählt zu den bedeutendsten Schöpfern von Radierungen. Seine Arbeiten zeugen von einer beispiellosen Beherrschung dieses druckgraphischen Verfahrens und dienen bis heute als einflussreiche Quelle künstlerischer Inspiration. Im 17. Jahrhundert gründete Rembrandts Ruhm zu einem gewissen Teil gewiss auf seinen Gemälden, in vielleicht noch höherem Maße aber auf seinen Graphiken, die über ganz Europa in großer Zahl verbreitet waren.

> Die Ausstellung »Rembrandt – Meisterwerke aus den Graphischen Sammlungen
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Politik 23.02.11 Artikel lesen

Im Westen nichts Neues:
Grüne verlieren bei Wählern

Nach ihrem Hoch haben die Grünen wieder an Wählergunst verloren. Die Partei verliert zum dritten Mal in Folge einen Punkt und kommt derzeit nur noch auf 18 Prozent. Für die Grünen ist dies der schlechteste Wert seit Anfang August 2010. Die SPD dagegen steigt in der Umfrage um einen Punkt auf 23 Prozent. Die Linke sinkt um einen Punkt auf zehn Prozent. Konstant zur Vorwoche blieben die Werte von Union (36 Prozent) und FDP (5 Prozent). Derzeit liegt das Regierungslager aus Union und FDP gleichauf mit dem rot-grünen Bündnis, denn beide kommen jeweils auf 41 Prozent.

 
Gesellschaft 22.02.11 Artikel lesen

Warum eigentlich immer
nur Herr Guttenberg?

Sicherlich, der Verteidigungsminister hat einen überflüssigen Fehler begangen, den er bereut. Daß er daraus die Konsequenz gezogen hat, ist vollkommen richtig und auch, daß er seinen Titel der Bayreuther Universität zurückgegeben will. Richtig nicht nur im Hinblick auf die Sache „Promotion“ generell, sondern auch auf sein eigenes Plagiat, dem mittlerweile auf jeder Seite siebzig Prozent Fremdanteil bescheinigt wurde. Eine Promotion ist und bleibt eine nicht nur zeitaufwendige, sondern eben auch eine emotional höchst belastende Angelegenheit, die jeden Studierenden immer wieder an die Grenze der eigenen Möglichkeiten und der Verzweiflung bringt. Die Promotionszeit wirkt nachhaltig, die Arbeit wird oft hart erkämpft, oft gegen die Mühen der Ebene erstritten.

> Warum eigentlich immer nur Herr Guttenberg?
 
Welt 22.02.11 Artikel lesen

Al-Gaddafi - der
lange Atem der Macht

Der Terror hat ein Gesicht (Foto). Oberst Muammar al-Gaddafi, der seit 41 Jahren herrscht, ist nicht nur der dienstälteste, sondern auch mit Abstand der schrillste unter all den schillernden arabischen Herrschern. Mit eiserner Hand führt der – zuweilen wirre – Politiker sein Land. Und die Bevölkerung muß ständig unter seinen Eskapaden leiden. Kritik am ältesten Dienstherrn der arabischen Liga ist äußerst unangebracht – sie wurde in Libyen stets mit Haft und Folter geahndet. An Rücktritt denkt Gaddafi, ein guter Freund von Berlusconi, allerdings nicht. Den Libyern stehen - anders als in Ägyptern - schwere Tage bevor. Die Tabula Rasa hat einen Blick auf das Nachbarland am Nil geworfen.

> Rainer Westphal: Der arabische Aufstand
Nach Oben
 
Kunst 22.02.11 Artikel lesen

Willi Sitte
in Merseburg

Die Stadt Merseburg feiert den 90. Geburtstag des Malers Malers Willi Sitte mit einer Ausstellung seiner Werke - "Liebe, Lust, Erotik" . 50 Arbeiten des am 28. Februar 1921 geborenen Sitte geben einen repräsentativen Einblick in seine frühe Schaffenszeit bis in die 90er Jahre hinein. Dazu gehören Zeichnungen, Lithografien und teils unveröffentlichte Skizzenbücher. Der 90-jährige Maler ist wegen seiner DDR-Vergangenheit im Osten des Landes umstritten. Sitte war lange Zeit Präsident des "Verbandes bildender Künstler" und von 1986 bis 1989 sogar Mitglied im Zentralkomitee der SED. Die Sonderschau dauert bis zum 11. Mai.

 
Politik 21.02.11 Artikel lesen

Freiherr zu Guttenberg
verzichtet auf Doktortitel

Nach den Plagiatsvorwürfen der vergangenen Tage hat Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Konsequenz gezogen. Künftig will er auf den Doktortitel verzichten, sagte der 39jährige CSU-Politiker bei einem öffentlichen Auftritt im hessischen Kelkheim. Seine Entscheidung begründete er mit den Fehlern, die seine Arbeit offenkundig enthält. Er habe "an der einen oder anderen Stelle den Überblick über die Quellen verloren". Guttenberg entschuldigte sich bei all jenen, bei denen er abgeschrieben hatte, auch bei seinem Doktorvater. Einen Rücktritt von seinem Amt als Bundesminister lehnte er aber ab. Nun muß die Universität Bayreuth über den weiteren Verlauf des Verfahrens entscheiden - Guttenberg selbst aber kann seinen Titel rein rechtlich nicht zurückgeben, dieser muß ihm aberkannt werden.

 
Gesellschaft 17.02.11 Artikel lesen

Steve Jobs hat
Pankreaskrebs

Laut einer Information der US-Boulevardzeitung "National Enquirer" hat sich der Gesundheitszustand von Apple-Chefs Steve Jobs (hier im Bild mit Microsoft-Chef Bill Gates) dramatisch verschlechtert. Angeblich werde er derzeit in der gleichen Krebsklinik wie schon Patrick Swayze behandelt, der seiner Erkrankung vor eineinhalb Jahren unterlag. Alle äußeren Anzeichen sprechen auf ein Krebsleiden – auf einen Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs). Experten vermuten sogar, daß Jobs nur „noch sechs Wochen zu leben" habe. Diese Form von Krebs ist unheilbar und hat zumeist einen tödlichen Verlauf. Jobs, der mit iphone, ipad und ipod ganze neue Marktsegmente kreierte, wurde 1955 in San Francisco geboren.

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17.02.11 Artikel lesen

Deutsche Ärzteschaft lockert
Grundsätze bei Sterbehilfe

Immer dann, wenn Sterbenskranke ihrem Leben ein Ende setzen wollen, sind Ärzte in einer Zwickmühle. Laut den aktuellen Grundsätzen der BÄK widerspricht die Mitwirkung bei der Selbsttötung dem ärztlichem Ethos. Dies soll sich in Zukunft ändern. Demnächst sollen Ärzte nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen: Die Beihilfe zur Selbsttötung soll dann nicht mehr in jedem Fall als unethisch gelten. Mit diesem Vorstoß lockert die Spitze der deutschen Ärzteschaft nunmehr ihre berufsethischen Vorgaben. In den neuen "Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung" heißt es: "Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung ist keine ärztliche Aufgabe." Bisher galt, daß dies dem ärztlichen Ethos widerspreche. Patienten auf Verlangen zu töten, ist den Ärzten jedoch weiterhin verboten.

 
Kunst 17.02.11 Artikel lesen

Die Leiden des
Peter Handke

Es war einmal ... ein Kreuzritter von der traurigen Gestalt. Der saß mit schlaffen Schultern und trübe verhangenem Blick auf einem lahmen, lustlos wiederkäuenden Ross; ein müder, matter Gaul. Das Tier hielt mürrisch Hof, und je fahriger unser Held an den Zügeln zerrte und zog, umso zweckloser schien es: der Rappe, einst ein echter Heißsporn, nun aber recht klapprig auf den Beinen und an den Hufen ganz wund, wich nicht mehr vom Fleck. Das olle Zugpferd zog eine Schnute und der Reiter tat´s ihm gleich.

> Adolescentia Obscura – Die Leiden des Peter Handke
 
Kunst 16.02.11 Artikel lesen

Thüringen eröffnet:
Franz-Liszt-Jahr 2011

Am 22. Oktober würde der im damaligen Ungarischen Kronland geborene Franz Liszt 200 Jahre alt. Und zum 125. Male jährt sich 2011 auch der Todestag des Pianisten, Komponisten, Dirigenten, Pädagogen und Schriftstellers. Mit großer Besetzung, mit keinem anderen als Alfred Brendel, hat das Land Thüringen das Liszt-Jahr eröffnet, das die thüringische Landesregierung mit 1,2 Millionen Euro fördert. Die Federführung liegt bei der nach Liszt benannten Hochschule für Musik in Bayreuth. Das ganze Jahr über sind landesweit mehr als 200 Veranstaltungen zum Gedenken an Liszt geplant.

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Gesellschaft 16.02.11 Artikel lesen

Dr. jur. zu Guttenberg
und der Plagiatsvorwurf

Kaum ist die „Gorch Fock“-Affäre "vorbei", muß sich der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an einer anderen Front gegen den Vorwurf wehren, daß er bei seiner Doktorarbeit getäuscht habe. Wie die "Süddeutsche Zeitung" mitteilte, gibt es in der juristischen Doktorarbeit Guttenbergs einige Passagen, die wörtlich mit Formulierungen anderer Autoren übereinstimmen, ohne daß dies ausdrücklich gekennzeichnet wurde. Die Dissertation sei an mehreren Stellen "ein dreistes Plagiat" und "eine Täuschung", so der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano, der Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht lehrt. Die Tabula Rasa hat die Promotion gelesen.

> Alexander Kissler: Guttenbergsche Geschichtsprophetie
 
Gesellschaft 15.02.11 Artikel lesen

Apple und der gigantische
Gewinn mit den neuen Apps

Apple will in der Zukunft bei Zeitungsabos auf dem iPad 30 Prozent für sich selbst behalten. Das Geschäftsmodell für Software im App Store des Unternehmens wird auch für inhaltliche iPad-Angebote wie Zeitungen, Zeitschriften, Videos oder Musik übernommen. Der Beschluß läßt den Verlegern zwar die Möglichkeit, ihren Kunden ein Abonnement außerhalb der iPad-App anzubieten; in diesem Fall müssen sie aber die Bestellmöglichkeit zusätzlich auch innerhalb der App zu mindestens den gleichen Konditionen bereitstellen. Nur bei diesen "In-App-Käufen" kassiert Apple einen Anteil von 30 Prozent.

 
Gesellschaft 15.02.11 Artikel lesen

Freispruch für
Radprofi Contador

Der dreimalige Toursieger Alberto Contador wurde vom Doping-Verdacht freigesprochen. Dies teilte sein Anwalt mit. Der spanische Radsport-Verband RFEC folgte dem Antrag der Verteidigung, die kontaminiertes Fleisch für den positiven Dopingbefund verantwortlich gemacht hatte. Durch den Urteilsspruch darf der Radprofi ab sofort wieder in den Sattel steigen. Nach eigenen Angaben wird der Kletterkönig Contador bereits am 16. Februar 2011 bei der Algarve-Rundfahrt wieder am Start stehen.

> Constantin Graf von Hoensbroech: Anmerkungen zur Glaubwürdigkeitskrise des Sports
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Gesellschaft 15.02.11 Artikel lesen

Weltfußballer Ronaldo
verläßt das Spielfeld

Er kam aus einfachen Verhältnissen und spielte sich zum Weltfußballer empor: der Brasilianer Ronaldo. Doch nach 18 Jahren im Fußball-Geschäft ist nun Schluß. Ronaldo Luiz Nazario de Lima beendet seine Fußball-Laufbahn vorzeitig. Das gab der mittlerweile 34-Jährige auf einer Pressekonferenez am Montag in Sao Paolo bekannt. "Diese Karriere war sehr schön und wunderbar", so Ronaldo. Aus aktuellem Anlaß denkt die Tabula Rasa über eine Philosophie des Fußballs nach.

> Lukas Kaelin: Perspektiven einer Philosophie des Fußballs
 
Welt 13.02.11 Artikel lesen

Ägypten auf dem
Weg zur Demokratie?

Das ägyptische Militär hat eine reibungslose Übertragung der Macht an eine gewählte Regierung von Zivilisten versprochen. Unterdessen drängte der amerikanische Präsident Barack Obama in mehreren Telefonaten mit Staats- und Regierungschefs in Europa und im Nahen Osten weiter auf einen demokratischen Wandel in Ägypten. Nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak bleibt eine Vielzahl von Demonstranten auf dem Tahrir-Platz weiterhin mißtrauisch, ob das Militär tatsächlich sein Versprechen eines demokratischen Wandels einlöst. Einige Demonstranten wollen gar ausharren, bis es eine demokratische Ordnung gibt.

> Rainer Westphal: Der arabische Aufstand> Nathan Warszawski: Die Revolution, die nie stattgefunden hat
 
Glaube 11.02.11 Artikel lesen

Benedikt XVI.: Von
wegen ein Übergangspapst

Bild

Zwei italienische Journalisten waren es, Paolo Rodari und Andrea Tornielli, die im vergangenen Sommer das Buch mit dem etwas martialisch klingenden Titel „Angriff auf Ratzinger“ veröffentlicht haben. Das Buch beginnt mit einem längeren Zitat. Es spricht ein Kurienkardinal, der anonym bleiben will, aber seine Einschätzung des deutschen Pontifikats dennoch den beiden Autoren anvertrauen wollte. Und so diktierte er ihnen diese Sätze: „Ich habe immer noch, als ob es heute wäre, die Worte im Ohr, die ich einen damals äußerst einflußreichen Kardinal der römischen Kurie am Tag nach der Wahl Benedikts XVI. sagen hörte: ,Zwei, drei Jahre – länger als zwei, drei Jahre wird das nicht dauern’, wobei er seine Worte mit einer Art beschwichtigenden Geste begleitete.

> Guido Horst: Nun geht es erst richtig los
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Geld 11.02.11 Artikel lesen

Facebook im Rausch:
Geldfieber ausgebrochen

Die Investmentbank Goldman Sachs hat das soziale Netzwerk Facebook mit 50 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen selbst schätzt den Wert jedoch noch höher ein – von 60 Milliarden ist schon die Rede. Hingegen hält Google-Chef Eric Schmidt den Ansturm auf Facebook für ziemlich übertrieben und spricht gar von einer neuen Blase. "Das sind klare Anzeichen einer Blase". Einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge sind jedoch Facebook und Google, also beide Konzerne, an einer Übernahme des rasant wachsenden Kurznachrichtendienstes Twitter interessiert. Der Wert von Twitter wird derzeit auf rund acht bis zehn Milliarden Dollar beziffert.

 
Gesellschaft 11.02.11 Artikel lesen

Nokia und Microsoft
gegen den Rest der Welt

Nokia will sich mit voller Kraft - zusammen mit Microsoft - gegen den Abstieg aus der Topliga der Handybauer stemmen. Das Betriebssystem Windows Phone 7 soll nach Angaben des Konzerns künftig die Plattform für Nokia-Smartphones werden. Durch die neue Strategie soll der fortschreitende Bedeutungsverlust des weltgrößten Handyherstellers gestoppt werden. Die Finnen hatten zuletzt gegen die Konkurrenz von Apple, Google und anderen Anbietern Marktanteile bei Smartphones verloren. Das Betriebssystem Android von Google ist derzeit im Begriff, die weltweit wichtigste Software für internetfähige Handys zu werden.

 
Welt 10.02.11 Artikel lesen

Hosni Mubarak
ist zurückgetreten

Der ägyptische Staatschef Husni Mubarak ist zurückgetreten. Er hat die Macht an die Streitkräfte im Land übergeben. Am 18. Tag der Massenproteste gegen sein Regime hatte Mubarak sein Amt aufgegeben, wie Vizepräsident Omar Suleiman im staatlichen Fernsehen erklärte. Die präsidialen Vollmachten lägen nun beim Obersten Gremium der Streitkräfte. Oppositionsführer Mohamed ElBaradei erklärte: „Das Land ist nach Jahrzehnten der Unterdrückung befreit.“ Er sprach vom „großartigsten Tag meines Lebens“. Unter den Hunderttausenden Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo und in anderen Städten brach nach Suleimans Erklärung Jubel aus.

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Gesellschaft 10.02.11 Artikel lesen

"Schaut auf diese Stadt":
Berlinale wurde eröffnet

Die Jury der Internationalen Filmfestspiele in Berlin hat mit Nachdruck die Freilassung des iranischen Regisseurs Panahi gefordert. Die Meinungs- und Redefreiheit sei die Grundlage des Filmemachens, sagte Jurypräsidentin Rossellini. Man halte aus diesem Grund daher einen Olatz für Panahi. Der Regisseur sollte eigentlich Mitglied der diesjährigen Jury sein, wurde aber im Iran zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Berlinale wurde mit internationalen Gästen am 10. Februar mit dem Film "True Grit" der Regisseure Joel und Ethan Coen eröffnet.

 
Kunst 10.02.11 Artikel lesen

Preis der Leipziger
Buchmesse 2011

Wer erhält auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse den mit 45.000 Euro dotierten Preis? Die Jury hat nun die Nominierten in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essayistik und Übersetzung bekannt gegeben. In der Kategorie Belletristik: Wolfgang Herrndorf mit "Tschick", Anna Katharina Fröhlich mit ihrer Indien-Hommage "Kream Korner", Arno Geiger mit "Der alte König in seinem Exil", Clemens J. Setz mit seinem Band "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes", Peter Stamm mit "Seerücken". In der Kategorie Sachbuch/Essayistik konkurrieren neben Karen Duve folgende Autoren: Henning Ritter mit seinen "Notizheften", Andrea Böhm mit ihrem "Gott und die Krokodile", Patrick Bahners mit seinem "Die Panikmacher" und Marie Luise Knott mit ihrem Buch "Denkwege bei Hannah Arendt".

 
Kunst 09.02.11 Artikel lesen

"Heldenplatz"-Autor
Thomas Bernhard wird 80

Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, geboren als uneheliches Kind 1931 in Herrlen (Niederlande) wäre heute achtzig Jahre alt geworden. Seine Abneigung gegenüber dem seiner Meinung nach spießbürgerlichen Österreich löste regelmäßig heftige Reaktionen aus und brachte ihm im Land den Vorwurf des „Vaterlandsverräters“ und „Nestbeschmutzers“ ein. Anläßlich der Verleihung des Förderpreises zum Staatspreis 1968 provozierte Bernhard erneut, als er betonte, daß nicht nur alles lächerlich sei, „wenn man an den Tod denkt“, sondern zugleich die Behauptung aufstellte, daß die Österreicher Geschöpfe der Agonie seien. Mit seinen Gedichten, Erzählungen, Romanen und Theaterstücken hat er ein Gesamtwerk geschaffen, das zu den bedeutendsten schriftstellerischen Leistungen des 20. Jahrhunderts zählt. Und nach wie vor ruft Thomas Bernhards Literatur sowohl eine starke Resonanz beim Publikum als auch eine immer wieder kontrovers geführte wissenschaftliche Diskussion hervor. Bernhard starb 1989 im österreichischen Gmunden.

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Gesellschaft 09.02.11 Artikel lesen

Das neue Apple iPad
steht in den Startlöchern

Kaum ein Jahr auf dem Markt soll, so Insiderinformationen, auf die sich das „Wall Street Journal“ beruft, ein neues iPad-Modell an den Start gehen. Dieses soll dann noch leichter und dünner sein, über einen schnelleren Prozessor und mehr Speicherkapazität verfügen. Zudem ist es mit einer Kamera auf der Vorderseite ausgerüstet, damit nun auch Videoaufzeichnungen möglich werden. Wann genau das neue iPad erscheint, blieb offen. So sehr sich die Community über die Innovationskraft des Hauses Apple freut, der Wertverfall des alten Tablets ist damit vorprogrammiert. Es ist wie bei BMW – kaum gekauft, schon überholt, überaltert und nichts mehr wert. Ob das die 15 Millionen iPad-Besitzer freuen wird, die immerhin zwischen 500-800 Euro in ihr Spielzeug investiert haben, mag stark bezweifelt werden, ob der Konzern um den erkrankten Steve Jobs (Foto) sich damit einen Gefallen tut - auch.

 
Politik 09.02.11 Artikel lesen

Keine Ende um Hartz IV:
Gespräche in der Sackgasse

Nach dem erneuten Scheitern der Verhandlungen über die Hartz -IV-Reform hat SPD-Unterhändlerin Manuela Schwesig schwere Vorwürfe gegen die schwarz-gelbe Koalition erhoben. Es sei „ganz deutlich“ zu spüren gewesen, daß die Koalition und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen den klaren Auftrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) gehabt hätten, die Verhandlungen zum Scheitern zu führen, so die stellvertretende SPD-Vorsitzende im ZDF. Ein Jahr nach dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das am 9. Februar 2010 eine Neuberechnung der Regelsätze gefordert hatte, ist der Umfang der künftigen Unterstützung für Langzeitarbeitslose und deren Familien damit weiterhin unklar. Der Armutsexperte Christoph Butterwegge analysiert:

> Hartz IV auf dem Prüfstand
 
Welt 09.02.11 Artikel lesen

Causa Assange:
Kurze Ausszeit

Ein britisches Gericht hat die Entscheidung über eine Auslieferung von WikiLeaks-Gründer Assange an Schweden vertagt. Während der zweitägigen Anhörung lieferten sich die Prozessparteien heftige Redeschlachten. Die Assange-Anwälte gingen mit der schwedischen Justiz hart ins Gericht. Assange wird von zwei Frauen beschuldigt, von ihnen ungeschützten Geschlechtsverkehr verlangt und diesen auch durchgesetzt zu haben. Er soll nun dort wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung, sexuellen Belästigung und Nötigung befragt werden. Tobias Fresenius hat über WikiLeaks genauer nachgedacht.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
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08.02.11 Artikel lesen

Was bedeutet es
heute, glücklich zu sein?

Psychologe, Psychotherapeuten, Psychiater, Politiker, Gurus und Geistliche schreiben regelmäßig Beiträge zum Thema “Glück”. Die Buchläden bieten eine schier unermessliche Auswahl an Literatur zur (Selbst-) Hilfe. Und obgleich es so vieles gibt, das uns glücklich machen soll/kann/will, sind wir es erstaunlicherweise selten. Dieses Erstaunen führt uns zu einer Disziplin, für die dieses Phänomenaußerordentlich interessant ist: die Philosophie. Nun stellt sich die Frage, was eine PhilosophIn zu dieser Sache sagen kann. Kann die Philosophie eine neue Perspektive zu den Fragen “Was ist Glück?” und “Was bedeutet Glück?” liefern?

> De felicitate
 
Politik 08.02.11 Artikel lesen

Stagnation bei Hartz IV:
FDP gegen Aufstockung

In einem erneuten Spitzengespräch zu Hartz-IV kamen Regierung und Opposition zu keinem Ergebnis. FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat eine Änderung des Regelsatzes weiter abgelehnt. Der studierte Politikwissenschaftler sieht in den festgefahrenen Verhandlungen über eine Hartz-IV-Reform keine weiteren Spielräume, den Regelsatz über die geplante Erhöhung um fünf auf 364 Euro hinaus aufzustocken. „Beim Regelsatz wird sich nichts bewegen“. Das Bundesverfassungsgericht habe eine genaue Berechnungsgrundlage für Hartz-IV gefordert, das die Koalition umgesetzt hatte. Wenn nunmehr aber SPD und Grüne gemeinsam mehr forderten, dann sei dies eine Rückkehr zur bloßen Willkür.

 
Feuilleton 07.02.11 Artikel lesen

Erich Loest und die DDR-
Vergangenheit der Christa Wolf

Schriftsteller Erich Loest hat seine Kollegin Christa Wolf für ihre Haltung zur DDR schaf kritisiert. „Wer die DDR reformieren wollte, wollte sie erhalten, wer die DDR erhalten wollte, wollte die Deutsche Einheit nicht. So einfach ist das“, sagte Loest (84) im Interview mit der „Dresdner Morgenpost“. Die Schriftstellerin Wolf behauptete, seit 1965 in der DDR nicht mehr mitgespielt zu haben. „Das ist nicht wahr. 1989 gehörte sie zu den Engagiertesten für das Weiterbestehen der DDR“. Loest wird am 24. Februar 85 Jahre. In Kürze wird ein Tagebuch von ihm veröffentlicht. Nach Angaben der „Dresdner Morgenpost“ kommt auch Dichter Christoph Hein darin nicht gut weg. Loest, geboren im sächsischen Mittweida, kam vor 20 Jahren nach Leipzig zurück. In den letzten Jahren erschienen aus seiner Feder die Werke: Prozesskosten, Einmal Exil und zurück, Wäschekorb, Löwenstadt, Man ist ja keine Achtzig mehr, 2011.

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Welt 06.02.11 Artikel lesen

Ägypten: Eine Revolution,
die nie stattgefunden hat

Seit einigen Tagen ereignet sich Unvorstellbares in Ägypten, so unvorstellbar, dass nicht einmal die bestbezahlten Experten es vorhergesehen haben und erklären können. Selbst demokratisch gewählte und ehrenwerte Politiker des Westens, die bis vor wenigen Tagen vorgegeben haben, die besten Freunde des ägyptischen Diktators sein zu wollen, krümmen sich vor dem Aussprechen klarer Worte. Eine Nachricht jagt die andere. Eine Nachricht widerlegt die vorherige und widerspricht der nächsten.Weshalb kann niemand erklären, was sich in Ägypten ereignet? Sind die Wissenden von Blindheit geschlagen? Widerspricht das Erlebte ihrem Glauben? Und wieso bin ich allein im Besitz der Wahrheit?

> Die Revolution, die nie stattgefunden hat
 
Welt 05.02.11 Artikel lesen

Mubarak tritt als
Parteichef zurück

Ägyptens Präsident Hosni Mubarak ist nun von seinem Amt als Parteichef der Nationaldemokratischen Partei (NDP) zurückgetreten. Das berichten die beiden Nachrichtensender Al Arabija und Al Dschasira übereinstimmend. Das Staatsfernsehen berichtete, daß das gesamte Exekutivkomitee der regierenden NDP geschlossen zurückgetreten sei. Der Generalsekretär der ägyptischen Regierungspartei, Safwat al Scharif, wurde durch Hossam Badrawi ersetzt. Auch Mubaraks Sohn Gamal wurde von seinem Parteiamt enthoben., er war Vorsitzender des Politischen Komitees der Partei. Tabula Rasa-Kommentator Rainer Westphal wirft einen Blick auf den arabischen Aufstand.

> Der arabische Aufstand
 
04.02.11 Artikel lesen

Willi Sitte – Zum 90. Geburtstag

Anlässlich des 90. Geburtstags Willi Sittes, den der Künstler am 28. Februar 2011 feierte, würdigen zwei Ausstellungen das Leben und Schaffen des Hallenser Malers. Das Museum für aktuelle Kunst Durbach zeigt noch bis zum 25. April 2011 eine umfassende Schau mit ca. 60 Gemälde aus den Jahren 1950 bis 1960, die überwiegend aus dem Bestand der Willi Sitte Stiftung in Merseburg entliehen sind. Die Galerie Schwind in Frankfurt am Main präsentiert vom 25. Februar bis 30. April 2011 einen Querschnitt der Gemälde aus den Jahren 1960-2002. Während die Ausstellung in Durbach einen Einblick in das von der Klassischen Moderne geprägte Frühwerk Willi Sittes erlaubt, bietet die Schau in Frankfurt am Main eine erweiterte Perspektive und schließt auch die späteren sinnlichen Liebespaar und Aktdarstellungen ein.

> Willi Sitte – Zum 90. Geburtstag> GALERIE SCHWIND Leipzig / Frankfurt am Main
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Welt 03.02.11 Artikel lesen

Rupert Murdoch und die
ipad-Zeitung "The Daily"

Während Mathias Döpfner noch davon träumt, macht Rupert Murdoch mit seiner neuen ipad-Zeitung "The Daily" bereits Ernst. Auch ein berühmteres Gebäude hätte sich der 79-jährige Medientycoon nicht aussuchen können, denn im Guggenheim Museum - an der noblen New Yorker Fifth Avenue - feierte er am 2. Februar die Premiere seiner iPad-Zeitung "The Daily". "Neue Zeiten brauchen neuen Journalismus", so Murdoch. Es gebe heute viele gebildete Menschen, die keine Papierzeitung mehr lesen würden. "Aber sie konsumieren Medien." Diese Zielgruppe will der Medienmogul erreichen. 99 Cent pro Woche oder knapp 40 Dollar im Jahr soll die ipad-Zeitung kosten, die den Lesern eine Mischung aus Artikeln, Videos, Fotos, Kreuzworträtseln und Sudoku bietet. 30 Millionen Dollar hatte Murdoch investiert und 120 Journalisten eingestellt.

 
Welt 03.02.11 Artikel lesen

Der Krieg in den
Straßen von Kairo

Nach Tagen friedlicher Demonstrationen ist die Gewalt in die Straßen der ägyptischen Hauptstadt zurückgekehrt, die Stadt brodelt. In Kairo herrschen mittlerweile bürgerkriegsähnliche Zustände. In der Nacht hatte sich die Lage auf dem Tahrir-Platz im Herzen der Stadt dramatisch zugespitzt. Zehn Menschen wurden bereits getötet, 1.500 verletzt, berichtete der arabische Nachrichtensender al-Arabiya. Die Lage in Ägypten hat sich seit Mitte Januar stetig verschärft. Die Protestbewegung in dem nordafrikanischen Land eint vor allem die Forderung nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Genau wie in Tunesien gab es auch in Ägypten zu Beginn der Proteste mehrere Selbstverbrennungen.

> Europa am Abgrund - Falsche Hoffnungen auf einen demokratischen Islam> Ägypten: regime change mit Fernsteuerung von hinten
 
Gesellschaft 02.02.11 Artikel lesen

Google geht
ins Museum

Der kalifornische Internetkonzern Google hat Anfang Februar die Innenansichten von 17 Museen ins Netz gestellt. Darunter befinden sich Ansichten vom Museum of Modern Art in New York, vom Museo Reina Sofia in Madrid und von der Berliner Alte Nationalgalerie. Insgesamt werden mehr als 1.000 Kunstwerke durch den Internetanbieter präsentiert. Besucher der Seite googleartproject.com haben die Wahl entweder einen Rundgang zu machen oder sich die Werke einzeln anzusehen. Wie der Konzern mitteilte, ist es möglich, die Größe der Bilder zu verändern, um schwer sichtbare Details zu erkennen. Mit dem neuen Projekt will das Unternehmen Menschen weltweit die Möglichkeit geben, Kunstwerke anzuschauen.

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Politik 02.02.11 Artikel lesen

Kampf ums Kanzleramt:
Guttenberg bleibt Nummer 2

Trotz leichten Image-Schaden zählt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu den beliebtesten deutschen Politikern und viele sehen ihn bereits auf dem direkten Weg ins Kanzleramt. Doch die Mehrheit der Bevölkerung ist anderer Meinung, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Magazins "Der Stern" nun ergeben hat: Nur 42 Prozent der Bundesbürger glauben, daß Guttenberg das Zeug zum Bundeskanzler hat. Sein Verhalten in der Affäre um die Vorfälle auf dem Segelschulschiff "Gorch Fock" hatte seinem Ansehen in der Bevölkerung offenbar nur wenig geschadet.

 
Politik 02.02.11 Artikel lesen

Die FDP im Aufwind:
Union fällt um ein Prozent

Die SPD-Genossen haben erneut in der Wählergunst eingebüßt und erhielten derzeit von den Wählern 22 Prozent. Die SPD liegt damit nur noch einen Zähler vor den Grünen, die auf 21 Prozent der Stimmen kommen. Auch die Union konnte ihr Jahreshoch nicht halten und fällt auf 36 Prozent zurück. Die FDP meistert wieder die 5-Prozent-Hürde, die Linken verharren bei 9 Prozent. Das Regierungslager aus Union und FDP kommt derzeit auf 41 Prozent und liegt damit weiter zwei Prozentpunkte hinter einem möglichen rot-grünen Bündnis. Der Generalsekretär der FDP, Christian Lindner (Foto), ist diesjähriger Ehrengast auf dem Neujahrsempfang der Jenaer Liberalen.

 
Gesellschaft 02.02.11 Artikel lesen

Till Schweiger und die
Sehnsucht nach Harmonie

Till Schweiger ist wieder da, diesmal mit seinem neuen Film „Kokowääh“. Im Mittelpunkt stehen dabei die Probleme, die in einer Patchwork- Familie entstehen. Doch "Kokowääh" ist kein Drama, das sich schwerfällig mit dem Thema Patchwork auseinandersetzt, sondern Schweiger bringt eine beschwingte und unterhaltsame Komödie auf die Leinwand. Filmstart in den deutschen Kinos ist Freitag, der 4. Februar. Zwar schauspielert Schweiger auch, hat aber zusätzlich das Drehbuch geschrieben (zusammen mit Bela Jarzyk) und Regie geführt. Mit "Knockin' on Heaven's Door", "Der Eisbär", "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" hat Schweiger bisher sein Publikum begeistert.

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Gesellschaft 02.02.11 Artikel lesen

Lena-Meyer-Landrut und
der mißglückte Song-Contest

"Unser Song für Deutschland" floppte richtig. Das "Badische Tageblatt" vernichtete jede Hoffnung auf ein neues Lena-Märchen. Nicht nur die Stimme aus Süddeutschland urteilte vernichtend, die Reaktion fast aller Feuilletons auf die erste Entscheidungs-Show zum Eurovision Song Contest fiel negativ aus. "Die Welt" nannte die Idee, die Vorjahrssiegerin Lena Meyer-Landrut 2011 wieder antreten zu lassen, "schlicht und ergreifend dumm". Und die "Neue Westfälische Zeitung" äußerte, daß Lena nicht das Format für eine zweieinhalbstündige Sendung habe.

 
Gesellschaft 01.02.11 Artikel lesen

Gorch Fock: Der Dienst
ist kein Wunschkonzert

Im Gespräch mit der Tabula Rasa reflektiert der ehemalige Militärseelsorger der Bundeswehr, Albrecht Hey, über den Alltag auf deutschen Schulschiffen. Über 13 Jahre war er selbst für die Marine aktiv. Er spricht über seine Aufgaben an Bord und darüber, daß der Dienst nichts mit Seefahrerromantik zu tun hat. In jüngster Zeit ist das Schulschiff der Bundeswehr, die Gorch Fock, immer wieder in die Schlagzeilen geraten, mysteriöse Todesfälle, Alkoholprobleme an Bord und eine Ausbildung, die über die menschlichen Kräfte geht.

> Pfarrer Albrecht Hey im Gespräch mit der Tabula Rasa
 
Welt 01.02.11 Artikel lesen

Dirk Niebel und die
Freiheit der Christen

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat darauf hingewiesen, daß die Christen im Irak besser geschützt werden müssen. Der FDP-Politiker betonte zu Beginn einer dreitägigen Reise in die Region, daß die Religionsfreiheit und Menschenrechte beim Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates entscheidend seien. In der neuen Regierungskoalition des Landes sehe er die Chance, daß künftig die Rechte aller Bevölkerungsgruppen besser geschützt würden.

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Gesellschaft 01.02.11 Artikel lesen

Protest: Keine neue
Kunsthalle für Berlin

Die Berliner Künstlerin Katharina Sieverding hat sich gegen das Projekt des Regierenden Bügermeisters Klaus Wowereit (Foto) , in Berlin eine "Leistungsschau junger Künstler" einzurichten, ausgesprochen. Den Slogan "Arm, aber sexy" könnten Künstler nichts abgewinnen, er sei diskriminierend. Sieverding betonte darüber hinaus, daß es geradezu zynisch sei, eine neue Kunsthalle bauen zu wollen, solange die bestehenden Berliner Institutionen nicht ausreichend mit Finanzmitteln ausgestattet sind. Sieverding gehört zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes, in dem Künstler, Galeristen und Institutsleiter gegen das Vorhaben Wowereits protestieren.

 
Kunst 31.01.11 Artikel lesen

"Der Turm" kommt
2012 ins Fernsehen

Uwe Tellkamps Roman "Der Turm" kommt ins Fernsehen. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk bekanntgab, sollen die Dreharbeiten in diesem Herbst beginnen. 2012 wird der Film dann als Zweiteiler gesendet. Der Produzent ist Nico Hofmann, der bereits mit TV-Filmen wie "Die Flucht" und "Die Flut" erfolgreich war. Für seinen Bestseller "Der Turm" hatte der 1968 in Dresden geborene Autor im Jahr 2008 den Deutschen Buchpreis erhalten. Tellkamp, der Medizin studierte, lebt mittlerweile von der Schriftstellerei. Zuletzt erschien: "Die Schwebebahn, Dresdner Erkundungen" im Insel Verlag 2010.

 
Glaube 28.01.11 Artikel lesen

Zölibat: Jesuiten machen
Front gegen Vatikan

Die Frage nach dem Für oder Wider des Zölibats stellt nicht nur die "Kirche von unten". Nun bekommt sie Unterstützung aus den Reihen der Jesuiten. Der Provinzial der Jesuiten in Deutschland, Kiechle, hat ein Ende der Zölibatspflicht für katholische Geistliche gefordert. Die deutschen Bischöfe sollten nicht länger auf eine Entscheidung aus Rom warten. Wie Kiechle nahelegte, könnten bewährte Laien so zum Priester geweiht werden. In der Debatte um den Zölibat erinnerte die "Süddeutsche Zeitung" an ein Memorandum aus den 70er Jahren. Darin sprachen sich führende Theologen, unter ihnen der heutige Papst Benedikt XVI., Kardinal Walter Kasper, Kardinal Karl Lehmann u.a., dafür aus, die Pflicht der Priester zur Ehelosigkeit auf den Prüfstand zu stellen. Begründet wurde dies mit der "notvollen Situation der Kirche".

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Politik 28.01.11 Artikel lesen

Für Gregor Gysi ist der Einsatz
in Afghanistan Terrorismus

Für Gregor Gysi hat sich die politische Lage am Hindukusch nicht verbessert, sondern verschlechtet. So hat der Linksfraktions-Chef nun den Nato-Einsatz in Afghanistan als Terrorismus bezeichnet. „Terrorismus kann man nicht mit der höchsten Form des Krieges, nämlich Terrorismus, bekämpfen“. Nach Gysi schadet der militärische Einsatz nicht nur Afghanistan, sondern auch Deutschland, denn die Sicherheit der Bundesrepublik wird dadurch nicht verteidigt, vielmehr eingeschränkt, weil die Terrorgefahr ständig zunimmt. „Wofür führen Sie eigentlich Krieg?“ fragte Gysi und forderte die SPD und die Grünen auf: „Treten Sie aus der Kriegskoalition aus.“ Seit Beginn des Bundeswehreinsatzes 2002 sind 45 deutsche Soldaten am Hindukusch ums Leben gekommen.

> Gregor Gysi: Wer über das Grundgesetz spricht, muss auch über die Zeiten davor sprechen
 
Gesellschaft 28.01.11 Artikel lesen

Stasibeauftragter: Birthler
geht, Roland Jahn kommt

Der designierte neue Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, Roland Jahn, geboren 1953 in Jena, sieht sich, wie er gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" betonte, als Anwalt der Opfer des DDR-Regimes. Auch 20 Jahre nach dem Ende der SED-Herrschaft möchte er den Opfern zu ihrem Recht verhelfen. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Jahn wurde heute vom Bundestag gewählt. Jahn war einer der Mitbegründer der oppositionellen Friedensgemeinschaft Jena und wurde noch im gleichen Jahr zwangsausgebürgert. Die amtierende Chefin der Stasiunterlagen-Behörde, Marianne Birthler (Foto), scheidet im März turnusgemäß aus dem Amt.

 
Geld 27.01.11 Artikel lesen

Das lange Zögern der
Herren Bush und Bernanke

Nach Ansicht einer von Präsident Barack Obama eingesetzten Kommission zur Finanzkrise ist eine ungesunde Mischung für die schlimmste Rezession der Nachkriegsgeschichte verantwortlich. „Die Krise war ein Ergebnis menschlicher Taten oder Tatenlosigkeit“. „Es waren nicht Mutter Natur oder durchgeknallte Computermodelle.“ Die Kommission hatte seit 2009 mehr als 700 Zeugen befragt, um herauszufinden, welche Rolle die staatlichen Stellen und privaten Geldhäuser bei den heftigen Turbulenzen auf dem Finanzmarkt vor drei Jahren spielten. Der 576 Seiten lange Report geht mit dem ehemaligen US-Präsidentes George W. Bush und dem amtierenden Notenbankchef Ben Bernanke hart ins Gericht. Beide hätten die Krise nicht vorhergesehen und bei ihrem Eintreten falsch reagiert.

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Gesellschaft 27.01.11 Artikel lesen

Holocaust-Gedenktag

Der Bundestag in Berlin erinnert am Donnerstag an die Opfer des Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg. Seit fünf Jahren ist der 27. Januar der internationale Holocaust-Gedenktag. Anlaß ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 66 Jahren. Bundespräsident Christian Wulff (CDU) hatte in Polen an einer Gedenkfeier im ehemaligen Verrnichtungslager Auschwitz-Birkenau teilgenommen. Vor fünf Jahren besuchte bereits der deutsche Papst Benedikt XVI. das Konzentrationslager. Die Tabula Rasa denkt aus aktuellem Anlaß über das sechste jüdische Gebot, "Morde nicht", nach. Das jüdische sechste Gebot ist kurz. Es besteht aus zwei Worten (lo tirzach : לֹא תִרְצָח) und sechs Buchstaben. Kein Satz hat die Welt mehr bewegt als dieses kurze eindringliche Verbot. Das Hebräische unterscheidet zwischen „morden“ und „töten“. Die lateinische Übersetzung lautet: non occides, was sowohl „Töte nicht!“ wie auch „Morde nicht!“ heißt. Die deutschen Bibeln, die aus dem Lateinischen übersetzt wurden, haben sich für „töten“ entschieden.

> Morde nicht!
 
Gesellschaft 26.01.11 Artikel lesen

Der innerdeutsche Postkrieg

Nicht nur verbal wurde in Zeiten des Kalten Krieges jeweils Front gemacht, auch die Post auf beiden Seiten der Mauer kämpfte nach ganz eigenen Regeln. Gnadenlose Schlachten gegen den Feind jenseits des sozialistischen Lagers wurden geführt, die parteilichen Richtlinien galt es zu verteidigen - und dieser Kampf wurde im Miniformat geführt, alltäglich und für Millionen sichtbar. Die Briefmarke wurde zum ideologischen Botschafter weltweit, war Aushängeschild des jeweiligen Fortschrittes. Der innerdeutsche Postkrieg war mit Sicherheit eines der skurrilsten Kapitel innerhalb der Geschichte der deutschen Teilung. Ein treffendes Beispiel hierfür ist die von der Deutschen Bundespost im Jahr 1953 herausgegebene „Kriegsgefangenen-Marke“", die an die deutschen Kriegsgefangenen in der damaligen Sowjetunion erinnerte. Marken auf Briefen von West nach Ost wurden von der DDR-Post entweder mit Farbe unkenntlich gemacht oder mit einer Vignette überklebt - Aufschrift: „Gedenkt der gefangenen Friedenskämpfer, die in Adenauers Kerkern schmachten.“

> Postalische und philatelistische Grabenkämpfe
 
Gesellschaft 25.01.11 Artikel lesen

Bernd Eichinger ist tot

Der deutsche Filmproduzent Bernd Eichinger ist tot. Er starb im Alter von 61 Jahren in seinem Anwesen in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) an einem Herzinfarkt – während eines Essens im Kreis seiner Familie. In seiner Laufbahn hatte Eichinger mehr als 70 Filme produziert. Er hinterlässt seine Ehefrau Katja und seine Tochter, die Moderatorin Nina Eichinger (29). Der Münchner hatte seinen zweiten Wohnsitz in Hollywood. Eichingers Produktionsfirma Constantin Film gab kurz nach Bekanntwerden der Todesnachricht eine Pressemitteilung heraus. Darin hieß es: "Mit Bernd verlieren wir einen Freund und Weggefährten, unsere Trauer und den Schmerz kann man nicht in Worte fassen. Bernd war über 30 Jahre lang das Herz der Constantin Film und hat die Filmindustrie national wie international geprägt."

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Gesellschaft 25.01.11 Artikel lesen

Wer wird Walter
Mixas Nachfolger?

Der Militärgeneralvikar Walter Wakenhut hat nun im "Deutschlandradio Kultur" für das Amt des Militärbischofs, das er derzeit komissarisch leitet, geworben. Wie Wakenmut betonte, müsse ein Militärbischof bereit sein, sich besonderen Gefahren auszusetzen und Verständnis für die Situtation der Soldaten und deren Familien haben. Er sei jedoch sicher, daß bald ein Nachfolger für den früheren Augsburger Bischof Walter Mixa (Foto) gefunden werde. Mixa war vor knapp einem knappen Jahr von all seinen Ämtern zurückgetreten. Noch gestern aber wollte Mixa mit seinem ehemaligen Bodyguard auf eine Vortragsreise gehen, nun hat er seine Tournee abgeblasen.

 
Gesellschaft 25.01.11 Artikel lesen

Joachim Gauck
erhält Börne-Preis

Auszeichnung für Joachim Gauck. Mit seinen Reden und Schriften repräsentiere Gauck "den freiheitlichen Geist all jener in der ehemaligen DDR, die dem repressiven Staat durch ihr politisches Engagement ein Ende bereiteten", begründete Preisrichter Michael Naumann, derzeit Chefredakteur des "Cicero", die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung. Der frühere SPD-Kulturstaatsminister war alleiniger Juror des renommierten Preises, den die Börne-Stiftung jährlich an eine Person vergibt, die "im Bereich des Essays, der Kritik und der Reportage Hervorragendes geleistet" hat. Das Bundespräsidentenamt hatte Gauck im vergangenen Jahr knapp verpaßt, doch nun erhält der ehemalige DDR-Bürgerrechtler den renommierten Ludwig-Börne-Preis 2011.

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck> Constantin Graf von Hoensbroech: „Wahrheit macht versöhnungsbereit“
 
Gesellschaft 25.01.11 Artikel lesen

Der Islam und
der Darwinismus

Laut Presseberichten hat sich ein türkischer Lehrer einen Verweis eingehandelt, weil er Schülern der fünften Klasse Darwins Evolutionstheorie erklärte - auch im Hinblick auf die Abstammung vom Affen. Daraufhin klagte eine Mutter, denn die Lehre Darwins steht nicht auf dem Lehrplan türkischer Schulen. Darwins Evolutionstheorie wird nach wie vor von den Islamisten in der Türkei abgelehnt. Gegner der religiös-konservativen Regierung in Ankara werfen daher Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, daß er aus der Türkei einen islamischen Gottesstaat machen wolle, was Erdogan jedoch zurückweist.

> Hans Kessler: Kein Atheist: Wie Darwin zu Religion und Schöpfungsglauben stand> Thomas Junker: Schöpfung gegen Evolution – und kein Ende?
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Gesellschaft 25.01.11 Artikel lesen

Helmut Kohl
in Dresden?

Die Oberbürgermeisterin der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Helma Orosz, befürwortet ein Denkmal für den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Wie Orosz betonte, hat Kohl mit seiner Rede vor der Ruine der Frauenkirche am 19. November 1989 den Weg für ein geeintes Deutschland vorbereitet. Die benötigten 30.000 Euro für das Denkmal sollen aus Fördermitteln entnommen werden. Mittlerweile erklärte die Opposition, daß sie die Pläne nicht mittragen will, da, so die Aussage der Grünen, ein derartiger "Personenkult" um den CDU-Kanzler Kohl übetrieben sei. Anfang März stimmt der Stadtrat über das Vorhaben ab. Helmut Kohl (80) ist nach einem schweren Sturz seit Jahren an den Rollstuhl gefesselt. Gerade rechnet sein Sohn Walter in den Medien mit seinem Vater ab.

 
Gesellschaft 24.01.11 Artikel lesen

Jonathan Meese und
die neue Menschlichkeit

Aktionskünstler Jonathan Meese hat insbesondere die jungen Menschen aufgefordert, sich mehr für ihre Mitmenschen zu engagieren. Wie der 41-Jährige gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus" betonte, sei dies wichtiger als Proteste gegen so etwas Nebensächliches wie einen Bahnhof in Stuttgart. Messe beklagte darüber hinaus, daß man in einer unglaublich langweiligen, verweichlichten und verwässerten Zeit lebt. Mit seiner eigenen Kunst will er dieser Langeweile begegnen, seine Bilder, Skulpturen oder Theaterinszenierungen sind oft laut und bunt - anders als sein stets schwarzes Outfit.

 
Gesellschaft 24.01.11 Artikel lesen

Der Stoff für neue
Krimis: Stuttgart 21

Kaum sind die Schlichtungsgespräche um "Stuttgart 21" beendet, wird die Thematik inzwischen in Kriminalromanen aufgearbeitet. So beispielsweise in Heinrich Steinfests "Wo die Löwen weinen". Der Autor versetzt seinen Kommissar in die schwäbische Heimat zurück, wo dieser in den eskalierenden Konflikt um "Stuttgart 21" gerät. Vor einigen Monaten stellte bereits Michael Krug in "Bahnhofsmission" angebliche Machenschaften bei der Bahn in den Vordergrund. Autorin Stefanie Wider-Groth nannte ihren Roman "Schlossgartensterben", bedauert aber, die Eskalation der Proteste darin nicht mehr verarbeitet zu haben.

> Steffen Dietzsch: Nach der Schlichtung von Stuttgart
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Gesellschaft 24.01.11 Artikel lesen

Kairo fordert
Nofretete zurück

Ägypten fordert offiziell die Büste der Nofretete zurück. Das Kulturministerium in Kairo teilte mit, ein entsprechender Brief sei bereits an den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Parzinger, geschickt worden. Die etwa 3300 Jahre alte farbige Büste der Gattin von Pharao Echnaton hatte der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt 1912 in Tell al-Amarna ausgegraben, einer von Echnaton gegründeten Residenzstadt. Die Büste ist das Glanzstück des Neuen Museums in Berlin.

 
Kunst 24.01.11 Artikel lesen

Vor 25 Jahren
starb Joseph Beuys

Kaum einer polarisierte so wie Joseph Beuys. Nach langer Herzkrankheit verstarb der Künstler am 23. Januar 1986 in seiner Wahlheimat Düsseldorf, vier Jahre vor dem Fall der deutschen Mauer. Kein zweiter deutscher Künstler erreichte eine vergleichbare öffentliche Aufmerksamkeit wie der 1921 in Krefeld geborene Beuys, der als der Kunstexport aus der Adenauer-Ära schlechthin galt. Zur Legende wurde er dann durch die Kasseler Documenta 5, 1972. Beuys war nun zu einer Instanz geworden, die, wie "Die Zeit" schreibt, im „sozialstaatlich gesättigten Getriebe der gereiften Bundesrepublik nicht nur untergründig verstörte.“

 
Glaube 22.01.11 Artikel lesen

Diskussion über
Lockerung des Zölibats

Die Deutsche Bischofskonferenz hat im Zusammenhang mit einer möglichen Lockerung des Zölibats zu mehr Geduld gemahnt. In ihrer Erklärung zu dieser Thematik heißt es, daß es in den kommenden Jahren die Gelegenheit geben werde, dieses Thema neu zu bedenken. Auch beim Deutschland-Besuch von Papst Benedikt dem XVI. wird diese Frage nicht zur Debatte stehen. Die Bischöfe reagierten mit ihrer Stellungnahme auf ein Schreiben namhafter Unions-Politiker, die sich für die Weihe verheirateter Männer zu Priestern ausgesprochen hatten, um damit der sinkenden Zahl von Geistlichen zu begegnen. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehörten Bundestags-Präsident Lammert und der langjährige Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Kronenberg.

> Alexander Kissler: Dampfplauderei und Dünkel> Martin Lohmann: Zum Angriff auf den Zölibat aus CDU-Kreisen
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Gesellschaft 22.01.11 Artikel lesen

Der teure Herr
Johannes B. Kerner

Gerade billig war der von der Opposition scharf kritisierte Ausflug des Moderators Johannes B. Kerner nach Afghanistan gerade nicht. Die im Dezember am Hindukusch aufgezeichnete Talk-Show von Johannes B. Kerner hat den Steuerzahler rund 17.000 Euro gekostet. Die Bundeswehr hat dabei einen Großteil der Kosten für Transport und Unterbringung übernommen. Das Ministerium hatte die Aufzeichnung des Gesprächs mit Soldaten und Ressortchef Karl-Theodor zu Guttenberg als Maßnahme der Informationsarbeit bezeichnet und so gerechtfertigt. Auch von zu Guttenberg und seine Frau Stephanie standen in der Kritik, denen eine PR-Tour in eigener Sache vorgeworfen wurde.

 
22.01.11 Artikel lesen

Abtreibung - ein
Grundrecht des Menschen

In Österreich gibt es eine gesetzliche Regelung bezüglich der Abtreibung. Was gibt es also immer wieder zu argumentieren und warum kommt das Thema „Abtreibung“ nicht zur Ruhe? Weil das Thema ideologisch bestens ausbeutbar ist, zumal man mit schwergewichtigen Metaphern und Slogans wie dem „Recht auf Leben“ und „Jedes Leben ist wertvoll“ um sich werfen kann. Das bringt Stimmen und spricht die ganz großen Emotionen an. Einmal von der Welle erfasst, ist es scheinbar für viele nicht mehr einsehbar, dass das Recht eines Staates oder eines Volkes über den Körper (und damit auch über das Leben) einer Frau zu bestimmen, genau dieser Frau das Recht auf ihr Leben (und dessen Lebensgestaltung) abspricht.

> Abtreibung – ein Grundrecht des (weiblichen) Menschen
 
21.01.11 Artikel lesen

Klassik Stiftung Weimar:
Seemann will erneut kandidieren

Der noch amtierende Präsident der KLassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, will sich dem äußeren Druck nicht beugen, denn es geht immerhin um die Zukunft der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands. Sein Vertrag, der im Mai ausläuft, soll nach dem Willen von Kultusminister Matschie (SPD) nicht verlängert werden. Seemann hat nun erklärt, daß er sich entgegen allen Traditionen trotzdem noch einmal bewerben wird und es auf eine Kampfkandidatur ankommen lassen will. Widerspruch gegen die Nichtverlängerung des Vertrags gibt es auch vonseiten zahlreicher Kulturschaffender. Seemann steht der Stiftung seit zehn Jahren vor. Mittlerweile haben sich 26 Kandidaten um das Präsidentenamt beworben.

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Gesellschaft 21.01.11 Artikel lesen

Das Dilemma auf
dem Arbeitsmarkt

Nach einem Bericht der "FAZ" hat die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Studie „Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland“ einen Zehn- Punkte-Plan gegen den drohenden Fachkräftemangel aufgestellt. Vor allem durch eine verbesserte Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sollen dann bis 2025 mehrere Millionen zusätzliche Arbeitskräfte gewonnen werden. Einerseits erhofft man sich durch eine stärkere Integration von Frauen in die Erwerbstätigkeit rund drei Millionen Vollzeitarbeitskräfte zu gewinnen, andererseits soll eine nach ökonomischen Bedarf gesteuerte Zuwanderung bis zu 800.000 ausländische Fachkräfte ins Land holen.

 
Welt 21.01.11 Artikel lesen

Yes, we can - 2012 ist
das Jahr des Barack-Obama

Er war der Hoffnungsträger nach der Ära Bush - Barack Obama. Doch im letzten Jahr kam er kaum aus der Deckung, Kritiker warfen ihm Zurückgezogenheit, Weltfremdheit und einen abgehobenen Intellektualismus vor. Nun ist der amerikanische Präsident wieder in die Herzen seines Wahlvolkes zurückgekommen. Pünktlich zur Halbzeit seines ersten Amtsmandats steigt Obama in der Gunst der Wähler. Nach neuesten Umfragen zeigen sich 53 Prozent der Befragten zufrieden mit seiner Amtsführung – acht Prozentpunkte mehr als bei der letzten Umfrage im Dezember. Das Weiße Haus reagiert prompt und hält es für "sehr wahrscheinlich", daß Obama auch bei der nächsten Wahl wieder antritt.

 
Gesellschaft 20.01.11 Artikel lesen

Wahl in Sachsen-Anhalt:
Die FDP muß zittern

Am 20. März 2011 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Nach einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap liegt die CDU derzeit bei 32 Prozent. Die LINKEN liegen mit derzeit 28 Prozent knapp dahinter. An dritter Stelle folgt die SPD mit 22 Prozent. Die Grünen mit 8 Prozent könnten nach 13 Jahren auf den Wiedereinzug ins Parlament hoffen, während die FDP derzeit bei 4 Prozent rangiert und um ihren Einzug in den Landtag bangen muß. Vor fünf Jahren hatte die FDP noch 6,7 Prozent der Stimmen erhalten. Auch in Sachsen-Anhalt müssen die Liberalen für die Politik der FDP-Spitze büßen. Seit 2006 wird das Bundesland von einer Großen Koalition regiert.

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Gesellschaft 20.01.11 Artikel lesen

ARD-Dokumentation:
Die Causa Gregor Gysi

Der frühere DDR-Anwalt Gregor Gysi geriet erstmals 1992 in Verdacht, Zuträger der Stasi gewesen zu sein. Auch im Mai 2010 wollte er sich nicht zu den Stasi-Vorwürfen äußern. Hingegen beschwört er, daß hinter IM „Notar“ oder IM „Gregor“ nicht er gemeint sein kann. Wie ist es aber möglich, und dieser Frage geht die ADR-Dokumentation "Die Akte Gysi" am Donnerstag, den 20. Januar, 23.30 Uhr nach, daß der DDR-Staatssicherheitsdienst unter diesen Decknamen brisante Informationen zu Vorgängen sammelte, die eigentlich nur er wissen konnte? Auch sein Vater, Klaus Gysi, wird in der Dokumentation bedacht. Daß Autoren wie Bloch, Lukács, Sartre aus dem Aufbau-Verlag flogen und der Verlagsleiter Walter Janka im Bautzener Stasi-Knast landete, gehört zur Geschichte von Vater Klaus.

 
Gesellschaft 20.01.11 Artikel lesen

Sarrazins Thesen
unter der Lupe

Ein Forscherteam der Berliner Humboldt-Universität hat nun Thilo Sarrazins Thesen zur Ausländerintegration genauer unter die Lupe genommen. Die Gruppe kommt zu dem Schluß, daß das frühere Bundesbank-Vorstandsmitglied und der derzeitige Bestsellerautor wichtige Studien nicht berücksichtigt hat und teilweise nur Zustände aus der Vergangenheit beschrieben habe. "Er ignoriert einfach Studien, die für Wissenschaftler und Fachleute von zentralem Gewicht sind". Thilo Sarrazins Buch «Deutschland schafft sich ab» hält sich schon länger auf Bestsellerlisten, mittlerweile wurden schon über 1,5 Millionen Exemplare verkauft.

> Und Sarrazin hat doch recht
 
Gesellschaft 19.01.11 Artikel lesen

Norbert Lammert kritisiert
ARD-Polit-Talkshows

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die geplante Ausweitung des Talkshow-Angebotes in der ARD auf fünf Tage in der Woche kritisiert. Die Entscheidung des Unternehmens, weitere Gesprächsrunden ins abendliche Hauptprogramm aufzunehmen, „lässt nicht die Trendwende erkennen, die ich mir erhoffe“, so Lammert. Er hatte bereits zuvor die zahlreichen Talkshow-Auftritte und „Homestories“ über das Privatleben von Politikern kritisiert. Lammert kritisierte erneut, daß es in der Medienberichterstattung zu oft den Trend gebe, der Unterhaltung Vorrang vor der Information, den Personalien Vorrang vor Sachinformationen und der schnellen Nachricht Vorrang vor der Analyse einzuräumen. Der Bundestagspräsident lehnt regelmäßig derartige Einladungen ab.

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Gesellschaft 19.01.11 Artikel lesen

Scheitern von Hartz-IV-
Reform nicht ausgeschlossen

In SPD-Kreisen wird ein Scheitern der Vermittlungsgespräche über die Hartz-IV-Reform nicht mehr ausgeschlossen. Zwar seien die Genossen zu Kompromissen bereit, es gebe aber auch die Option, grundsätzlich Nein zu sagen. Die Sozialdemokraten forderten die Regierungskoalition auf, sich unter anderem bei der Neuberechnung der Regelsätze und beim geplanten Bildungspaket für Kinder endlich zu bewegen. Bundesarbeitsministerin von der Leyen äußerte die Hoffnung, daß Regierung und Opposition einen Kompromiss finden. Am Nachmittag berät der Vermittlungsausschuß von Bundestag und Bundesrat über die noch strittigen Punkte der Hartz-Vier-Reform.

> Hartz IV auf dem Prüfstand
 
Feuilleton 19.01.11 Artikel lesen

Rainer Brüderle prognostiziert
Wachstum um 2,3 Prozent

Die Bundesregierung erwartet für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Deutschland gehe mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran, so FDP-Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle . Motor des Aufschwungs sei der starke Export, a ber auch der Binnenkonsum ziehe an. Im kommenden Jahr werde die Konjunktur voraussichtlich um 1,8 Prozent wachsen. 2010 hatte das Bruttoinlandsprodukt noch um 3,6 Prozent zugelegt. Der Minister rechnet im Jahresdurchschnitt mit einer Zahl von weniger als drei Millionen Arbeitslosen. Der positive Trend werde sich im kommenden Jahr fortsetzen.

 
Politik 19.01.11 Artikel lesen

Rainer Brüderle und das
Jahreswirtschaftswachstum

Der FPD-Bundesminister für Wirtschaft und Technik, der schon am Sonntag bei Anne Will ankündigte, gute Zahlen vorzulegen, stellt am 19. Januar den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vor. Wie bereits zuvor bekannt wurde, geht daraus hervor, daß die Bundesrepublik Deutschland voraussichtlich schon in diesem Jahr die EU-Defizitgrenze von drei Prozent wieder unterschreiten wird. Die Bundesregierung erwartet ein gesamtstaatliches Minus von rund 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Es wird damit gerechnet, daß Brüderle auch die Wachstumsprognose von bisher 1,8 Prozent auf 2,25 Prozent anheben wird.

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Welt 19.01.11 Artikel lesen

Angela Merkel: Kein
Zurück zur D-Mark

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Wiedereinführung der D-Mark in Deutschland kategorisch ausgeschlossen und der französischen Forderung nach einer Wirtschaftsregierung in der Eurozone erstmals ausdrücklich zugestimmt. „Es gibt keine Rückkehr zur D-Mark“, so die Bundeskanzlerin . Merkel lehnte darüber hinaus zugleich eine Aufspaltung der Eurozone in einen harten Norden und einen weichen Süden ab: „Mit mir nicht. Ich sage für Deutschland ganz klar Nein. Und so schwarz-weiß sind die Verhältnisse in Europa auch nicht.“ Deutschland setze auf den Euro und werde „auch weiter das Notwendige tun, um einen stabilen Euro zu garantieren“.

 
Politik 19.01.11 Artikel lesen

Die Links-Partei
und das Stasierbe

Die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötzsch, hat nach ihren umstrittenen Äußerungen zum Kommunismus ein weiteres Problem: Wie die "B.Z." aufdeckte, arbeitete ihr Büroleiter Klaus Singer von 1978 bis Anfang 1981 für die Stasi. Singer war Angehöriger des Wachregiments des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Damit ist die Linken-Chefin zum zweiten Mal indirekt in einen Stasi-Skandal verwickelt - denn vor einem Jahr wurde bekannt, daß ihr Ehemann Ronald viele Jahre lang als IM "Heinz" für den Staatssicherheitsdienst gearbeitet hatte.

> Siegmar Faust: Egal, welcher Pfad zum Kommunismus führt?
 
Gesellschaft 18.01.11 Artikel lesen

Berlinale unterstützt
iranischen Regisseur

Die Berlinale will in Zukunft den iranischen Regisseur Jafar Panahi unterstützen. Wie Festivaldirektor Dieter Kosslick erklärte, will man gegen die drastische Strafe gegen den Iran-Kritiker protestieren. Panahi wurde im Dezember 2010 in seiner Heimat zu sechs Jahren Haft und darüber hinaus zu zwanzig Jahren Berufsverbot verurteilt. Bei der Berlinale in diesem Jahr sollen zu diesem Thema Diskussionen stattfinden. Außerdem soll in mehreren Sektionen jeweils ein Film des Regisseurs gezeigt werden. Den Auftakt wird am 11. Februar der Berlinale-Preisträger "Offside" machen. Der Film über fußballbegeisterte Frauen im Iran erhielt 2006 den Silbernen Bären.

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Gesellschaft 18.01.11 Artikel lesen

"Alternativlos" ist das
Unwort des Jahres 2010

Die Jury unter Leitung des Germanisten Horst Dieter Schlosser wählte den Begriff aus 1120 Vorschlägen aus, wie der emeritierte Professor in Frankfurt am Main bekanntgab. "Das Wort suggeriert sachlich unangemessen, dass es bei einem Entscheidungsprozess von vornherein keine Alternativen und damit auch keine Notwendigkeit der Diskussion und Argumentation gebe", so Schlosser zur Begründung. "Behauptungen dieser Art sind 2010 zu oft aufgestellt worden, sie drohen, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung zu verstärken." Das von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zusammenhang mit der Griechenland-Hilfe genannte "alternativlos" war der meistgenannte Vorschlag.

 
Gesellschaft 18.01.11 Artikel lesen

Das Dilemma mit den
Bachelor-Studenten

Mehr Praxisbezug, dies hatte sich zumindest die Wirtschaft mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge gewünscht. Doch nach Ansicht der Wirtschaft wurde dieses Versprechen nicht ausreichend eingelöst. Dies ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages DIHK, aus der das "Handelsblatt" zitiert. Demnach sehen nur noch 63 Prozent der Firmen ihre Erwartungen an die Absolventen erfüllt. Bei der letzten Befragung waren es noch 67 Prozent. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisierte, daß den Uni-Abgängern vor allem die Verknüpfung von Theorie und Praxis fehlt. Inzwischen plädieren viele Arbeitgeber wieder für längere Studienzeiten; vor der Bologna-Reform hatten sie jedoch stets nach jüngeren Hochschulabsolventen verlangt.

 
Gesellschaft 17.01.11 Artikel lesen

Via Netzwerk
zum neuen Job

Soziale Netzwerke werden in Zukunft immer mehr Bedeutung für den Arbeitsmarkt gewinnen, so u.a. Facebook, StudiVZ oder Xing. Inzwischen veröffentlichten 29 Prozent der deutschen Unternehmen ihre freien Stellen in Online-Netzwerken. Insbesondere große Unternehmen nutzten diesen Weg für die Suche nach neuen Mitarbeitern. Unter den Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern veröffentlichten im Jahr 2010 sogar 58 Prozent ihre Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen betrage der Anteil 29 Prozent. "Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. "Die Unternehmen müssen dort präsent sein, wo sich die Menschen beruflich und privat vernetzen, Informationen sammeln oder einen Teil ihrer Freizeit verbringen."

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17.01.11 Artikel lesen

Helmut Newton
meets Apolda

Im Kunsthaus Apolda Avantgarde ist für den Zeitraum vom 09.01. bis 27.03.2011 die Ausstellung Helmut Newton mit Werken aus dem Museum der Moderne Salzburg, Leihgabe der Sammlung MAP, geöffnet. Für das www.kunsthausapolda.de und die Ausstellung entstand ein Katalog mit 144 Seiten. Der Preis beträgt 20 Euro. Für Konzeption und Realisierung zeichnen Dr. Andrea Fromm und Thomas Beege, Hamburg, verantwortlich. Veranstalter sind der Kunstverein Apolda Avantgarde e.V. und die Kreisstadt Apolda. Vor allem förderte die VR Bank Weimar eG dieses Projekt.

> Helmut Newton – neue Ausstellung im Kunsthaus der Apolda Avantgarde
 
Gesellschaft 15.01.11 Artikel lesen

Wulff fordert Aufarbeitung
der Geschichte der STASI

Bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Stasi hatte Bundespräsident Christian Wulff von den Bürgern eine stärkere Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit gefordert. Das SED-Regime dürfe nicht nachträglich verharmlost werden. Anlaß der Eröffnung war der 21. Jahrestag der Erstürmung der Zentrale der Staatssicherheit im Rahmen der friedlichen Revolution in der DDR. Der Bundespräsident kritisierte, daß es empörend sei, daß ehemalige Helfer der Diktatur ihre einstigen Opfer öffentlich verhöhnen könnten. "Wir müssen ihnen lauter und vernehmlicher widersprechen." Es sei erschreckend, wie verklärend viele Menschen heute im Rückblick auf die DDR blickten und dabei Menschenrechtsverletzungen und Unfreiheit ausblendeten.

> Constantin Graf von Hoensbroech im Interview mit Joachim Gauck
 
Politik 15.01.11 Artikel lesen

Der abgerüstete Staat
und das Finanzloch

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat unterdessen zugegeben, daß die Sparvorgaben des Bundeskabinetts in Höhe von 8,4 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 nicht einhalten werden können, denn mit den politisch gewünschten 185.000 Soldaten sei dieses Sparziel nicht zu erreichen: „Ich habe immer gesagt, daß mehr Soldaten mehr Geld kosten“, so Guttenberg. Selbst mit der ursprünglichen Zielmarke von 163.500 Soldaten wären die 8,4 Milliarden Euro nicht zu schaffen gewesen. „Es ist allgemein bekannt, daß wir selbst mit dieser minimalen Zahl zwar sparen können, aber auch das ursprüngliche Sparziel nicht erreichen können“, unterstrich der Minister.

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Politik 14.01.11 Artikel lesen

Das Desaster der Linken:
Die Grünen im Aufwind

Die Vorsitzenden der Linken, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, erhalten von den Bürgern derzeit sehr schlechte Noten in der Wählergunst. Laut dem ZDF-Politbarometer sind nur 18 Prozent der Befragten der Meinung, daß diese Doppelspitze die Partei gut führt. 37 Prozent der Deutschen – großteils aus dem Western – gehen davon aus, daß die Linke mehrheitlich den Kommunismus anstrebt, während 53 Prozent das nicht glauben. Demgegenüber bescheinigen die Bürger der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel (59 Prozent) eine gute Arbeit. Am besten schneiden die Grünen-Chefs ab: 63 Prozent aller Befragten finden, die Grünen werden gut geführt von Claudia Roth und Cem Özdemir.

 
Gesellschaft 14.01.11 Artikel lesen

Thilo Sarrazin und
der braune Teppich

Der in Gera geborene Thilo Sarrazin hat bei einem Vortrag zu seinem umstrittenen Buch "Deutschland schafft sich ab“ diesmal in Dresden die Einwohner polarisiert. Mit rund 2500 Gästen erreichte Sarrazin die bislang größte Besucherzahl bei seiner Lesetour quer durch Deutschland. Andererseits drückten seine Gegner in Elbflorenz ihre Ablehnung seiner Thesen über Muslime in Deutschland besonders radikal aus – mit einem symbolischen "braunen Teppich".

> Die Causa Sarrazin
 
Glaube 13.01.11 Artikel lesen

Seligsprechung für
Johannes Paul II.

Der populäre polnische Papst Johannes Paul II. (1978-2005) wird am 1. Mai seliggesprochen. Das teilte der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato, am 14. Januar in Rom mit. Papst Benedikt XVI., Nachfolger von Karol Wojtyla, hatte dem Dekret der Seligsprechung am Vormittag zugestimmt. Die feierliche Zeremonie für Johannes Paul II. sei dann auf den ersten Sonntag nach Ostern gelegt worden. Entscheidend war eine Wunderheilung, die das polnische Kirchenoberhaupt erwirkt haben soll. Es handelt sich dabei um die Genesung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre.

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Welt 13.01.11 Artikel lesen

Afghanistan-Abzug:
SPD will Klarheit

Vor einer neuerlichen Zustimmung zum Afghanistan-Mandat besteht die SPD weiterhin darauf, am Abzugsbeginn der Bundeswehrsoldaten festzuhalten. Eine Verständigung mit der SPD sei einfacher, wenn festgelegt werde, daß die Bundeswehr 2011 mit dem Abzug beginne, so SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier gegenüber der «Passauer Neuen Presse». Das Bundeskabinett hatte gestern das neue Afghanistan-Mandat beschlossen. Damit soll der Einsatz um ein weiteres Jahr verlängert werden. Die Entscheidung liegt nun beim Bundestag.

> Frank-Walter Steinmeier: "Wir stehen vor neuen Bedrohungen"
 
Welt 11.01.11 Artikel lesen

Wulff verurteilt
religiöse Gewalt

Bundespräsident Christian Wulff hat die weltweit zunehmende Gewalt gegen Religionsgruppen verurteilt. Bei dem traditionellen Neujahrsempfang für das Diplomatische Corps setzte sich Wullf, Nachfolger von Horst Köhler, der vergangenes Jahr überraschend zurückgetreten war, für die Wahrung der kulturellen Vielfalt ein. Man müsse Gewalt gegen Religionsgemeinschaften entschieden entgegentreten, so Wulff im Schloß Bellevue. In der Neujahrsnacht wurden bei einem Anschlag in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria vor einer koptischen Kirche 23 Menschen getötet.

> Bundespräsident Christian Wulff empfängt das Diplomatische Korps
 
Welt 11.01.11 Artikel lesen

Julian Assange vor Gericht

Gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat das Auslieferungsverfahren begonnen. Der Australier Assange mußte nach seiner Freilassung auf Kaution kurz vor Weihnachten am 11. Januar erneut in London vor Gericht erscheinen. Die schwedische Justiz wirft Assange Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch vor und will ihm den Prozeß machen. Der 39 Jahre alte Assange allerdings bestreitet die Vorwürfe und sieht darin eine Kampagne gegen seine Plattform WikiLeaks. Bei dem Gerichtstermin ging es zunächst um verfahrenstechnische Fragen. Die eigentliche Entscheidung über eine mögliche Abschiebung nach Schweden soll erst im Februar fallen.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
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Gesellschaft 09.01.11 Artikel lesen

Birthler: Großes Interesse
an Staatssicherheits-Akten

Auch 20 Jahre nach der Deutschen Einheit ist das Interesse der Bürger an einer Einsicht in ihre Stasi-Unterlagen weiterhin unvermindert groß. Im vergangenen Jahr hätten immerhin 87.514 Bürger einen Antrag auf Akteneinsicht gestellt, so die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler. Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin wertete dies als Beleg dafür, daß die Arbeit ihrer Behörde noch längst nicht abgeschlossen sei. Weit mehr als die Hälfte der Anträge im Jahr 2010 seien Erstanträge gewesen "Viele brauchen offenbar den Abstand von 20 Jahren, um den Mut aufzubringen, in ihre Akte zu schauen."

> Siegmar Faust: Die Folgen der Staatssicherheit bis heute> Lutz Rathenow: Der deutsche Weg der Akten-Aufklärung war richtig!> Lutz Rathenow: Birthler muss weitermachen
 
Politik 09.01.11 Artikel lesen

Die Sehnsucht nach
dem Kommunismus

Mehrere hundert Menschen haben in Berlin der Ermordung der Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 92 Jahren gedacht. An der traditionellen Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Friedrichsfelde nahmen auch die Spitzenvertreter der Links-Partei teil, unter ihnen die beiden Vorsitzenden Lötzsch und Ernst. Den Traum vom Kommunismus träumt Frau Lötzsch dabei nicht allein, ein Blick auf einen Stalin-Prozeß in Moskau belehrt darüber. Trotz Millionen von Toten ist die Stalinverehrung in Rußland weiter ungebrochen. Es lebe der Kommunismus!

> Teresa Tammer: Moskau: Stalins Enkel zieht vor Gericht
 
Gesellschaft 08.01.11 Artikel lesen

Wer liest Thilo Sarrazin?

Die "Süddeutsche Zeitung" ist der Frage nachgegangen: Wer liest Thilo Sarrazin? Und die Zeitung, die die Gesellschaft für Konsumforschung bat, den Leser von "Deutschland schafft sich ab" zu durchleuchten, kam zu folgendem Schluß: Das Buch wurde bislang vorwiegend von Männern gekauft, die älter als sechzig Jahre sind. Aber auch in der Altergruppe zwischen zwanzig und neunundzwanzig Jahren erfreut sich Sarrazin großer Beliebtheit. Und was das Einkommen betrifft, fand die Gesellschaft für Konsumforschung, die die Daten von 10.000 Konsumenten analysierte, die befragt wurden, heraus: Je höher das Einkommen, desto mehr Käufer.

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Welt 08.01.11 Artikel lesen

WikiLeaks und die Folgen

Wer in Dokumenten von Wikileaks genannt wird, kann leicht zur Zielscheibe werden. Dies haben sich zumindest einige verantwortliche Politiker in den USA gedacht und eine Reihe von Personen, die von der Plattform namentlich genannt werden, unter Schutz gestellt. Dem Außenministerium zufolge hatte man sich dabei auf Personen konzentriert, die in autoritären Staaten leben und damit ein größeres Risiko haben, Gewalt und Verfolgung zu erleiden. Wikileaks hatte Ende vergangenen Jahres zahlreiche US-Diplomaten-Depeschen veröffentlicht, Washington hält einige der darin genannten Personen für besonders gefährdet.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
 
Politik 07.01.11 Artikel lesen

Gysi: Statt Kommunismus
demokratischer Sozialismus

Der Fraktionschef der Linken im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi, ist nun auf Distanz zu den Kommunismusäußerungen von Gesine Lötzsch gegangen. "Als Politiker muss ich berücksichtigen, dass andere unter dem Begriff Kommunismus Stalin verstehen oder an die Mauer denken“, so Gysi. Wie der Politiker betonte, werde der Begriff nicht im neuen Parteiprogramm vorkommen, auch nicht in der "politischen Praxis“, denn das ausgewiesene Ziel der Linken sei der demokratische Sozialismus. Und Gysi betonte: „Wir müssen die Einstellung der Menschen berücksichtigen, sonst selektieren wir uns. Das ist immer falsch“.

> Gysi: Wer über das Grundgesetz spricht, muss auch etwas über die vorangegangene Zeit sagen
 
Welt 07.01.11 Artikel lesen

Die französische Angst
vor der Geiz-Mentalität

Bild

Kku

Alain Caparros, der französische Vorstands-Chef von REWE, hat den Hang der Deutschen zu billigen Lebensmitteln kritisiert, die hierzulande herrschende „Geiz ist geil“-Mentalität. „Die Deutschen haben das Aldi-Gen in sich, sie sparen an den Lebensmitteln, um sich im Urlaub oder in anderen Freizeitbereichen etwas mehr zu leisten“, so Caparros gegenüber der „Bild“-Zeitung. Zwar habe der Handel die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden, jedoch stehe die Bundesrepublik, so die Einschätzung des Managers, der die Wirtschaftsmacht fürchtet, hervorragend da. Für Bettina Röhl hingegen heißt der bedeutendste deutsche Kommunist immer noch ALDI.

> Bettina Röhl: Armut und Kapitalismus - Der bedeutendste deutsche Kommunist heißt Aldi
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Politik 07.01.11 Artikel lesen

CSU plädiert für
Vorratsdatenspeicherung

Die CSU-Bundestagsabgeordneten haben auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth (Foto) die sofortige Einführung der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung gefordert. In einem entsprechendem Papier heißt es, daß die Erhebung und Speicherung von Telefon- und Internetverbindungs- Daten ein wichtiges Instrument zur Aufklärung und Verhütung terroristischer Straftaten sowie im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität sei. Damit geht die CSU auf Distanz zu Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger.

> Schmutzige Verarbeitung personenbezogener Daten
 
Politik 06.01.11 Artikel lesen

Machtpoker in der CSU:
Seehofer contra Guttenberg

Bis zum Parteitag im Herbst will CSU-Chef Horst Seehofer kein Wort mehr über einen möglichen Wechsel an der Parteispitze verlieren. "Von mir hören Sie bis zum Einzug in die Parteitagshalle in Nürnberg dazu nichts mehr", sagte er bei der Klausur der Bundestags-CSU in Wildbad Kreuth. Gestern noch hatte Seehofer angekündigt, auch eine Kampfkandidatur gegen Karl-Theodor zu Guttenberg beim Parteitag Anfang Oktober einzugehen. Zu Guttenberg, der seit Monaten als beliebester deutscher Politiker gilt, werden Ambitionen auf das Kanzleramt unterstellt. Doch um dies zu erreichen, müßte er erst die CDU anführen.

> Alexander Kissler: Guttenbergsche Geschichtsprophetie
 
Politik 06.01.11 Artikel lesen

Gesine Lötzsch und ihr
Rollback in den Kommunismus

Linken-Chefin Gesine Lötzsch hat mit ihrem Bekenntnis zum Kommunismus selbst in der eigenen Partei für Kopfschütteln gesorgt. "Ich bin überrascht, daß der Kommunismus das Ziel der Partei sein soll. Mein Ziel ist er nicht. Ich bin demokratischer Sozialist. Das ist die Gesellschaftsordnung, die ich anstrebe", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Linken-Chef Steffen Bockhahn. In einem Beitrag für die marxistische "Junge Welt" hatte Lötzsch geschrieben: "Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung." Für die Union und SPD waren die Ausführungen eine willkommene Steilvorlage: Wenn die Linken-Chefin den Kommunismus zum Ziel ihrer Partei erhebt, stellt sie sich "außerhalb der Verfassung".

> LINKE muss sich zwischen Kommunismus und Demokratie entscheiden
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Politik 06.01.11 Artikel lesen

Rechenfehler bei
Hartz-IV-Regelsatz

Möglicherweise ist dem Bundesarbeitsministerium bei der Neuberechnung des Hartz-IV-Regelsatzes ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Nach Informationen des Deutschen Landkreistages ist der Bedarf für die Warmwasserbereitung nicht in die Bemessung des Regelbedarfs eingeflossen, was früher aber der Fall war. Um den existenziellen Bedarf zu decken, flossen bislang 6,47 Euro für das Warmwasser in den Regelsatz der erwachsenen Hartz-IV-Empfänger ein. Über die Berechnung und die Höhe des Regelsatzes, der nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition in Berlin um 5 Euro auf 364 Euro steigen soll, streiten Bund und Länder derzeit im Vermittlungsausschuß.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV auf dem Prüfstand
 
Welt 05.01.11 Artikel lesen

Kuba auf dem Weg
in den Kapitalismus

Kuba hat mit dem Abbau von mehr als einer halben Million Stellen im öffentlichen Dienst bis Ende März begonnen. Die im Herbst angekündigte „Neuordnung des Arbeitsmarktes“ in fünf Wirtschaftssektoren ist nunmehr auf den Weg gebracht. Mittelfristig will die kubanische Regierung sogar eine Million staatliche Jobs streichen, um die Wirtschaft des kommunistisch geführten Landes langfristig effizienter zu gestalten. Neue Jobs erhofft sich das Land vom Ausbau des selbstständigen Unternehmertums. Ziel ist es, daß bis 2015 rund 50 Prozent der fünf Millionen kubanischen Arbeiter im Privatsektor tätig sind. Bislang kontrolliert der kubanische Staat noch 95 Prozent des Wirtschaftslebens.

> „Das ewige Floß“. Wohin treibt Kuba?
 
Kunst 05.01.11 Artikel lesen

Schriftsteller Friedrich
Dürrenmatt
wurde 90

Am 5. Januar 1921 im Kanton Bern geboren, zählte Friedrich Dürrenmatt bald zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Dürrenmatt, der Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik studierte, eigentlich über Kierkegaard promovieren wollte, hatte schon früh seine Leidenschaft für die Schriftstellerei und Malerei entdeckt. Mit seinem 1952 entstandenen Theaterstück Die Ehe des Herrn Mississippi hatte er erste Erfolge auf deutschen Bühnen. Weltweiten Erfolg hingegen erzielte er mit seinen Komödien Der Besuch der alten Dame und Die Physiker, die sein erfolgreichstes Theaterstück wurden. Am 14. Dezember 1990 starb er im Schweizer Neuenburg im Alter von 69 Jahren.

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Politik 05.01.11 Artikel lesen

Horst Seehofer und die
Schicksalsfrage der FDP

CSU-Chef Horst Seehofer hofft im Hinblick auf die Lage der schwarz-gelben Koalition in Berlin, daß sich die FDP wieder stabilisiert. Guido Westerwelle, den FDP-Vorsitzenden, bezeichnete Seehofer als eine der starken Figuren des deutschen Liberalismus. Eine Ursache für die Probleme der Koalition, so Seehofer, sei die derzeitige Situation der Freien Demokraten mit ihren schlechten Umfragewerten (4 Prozent). Die baden-württembergische FDP setzt am 5. Januar ihren Landesparteitag in Stuttgart fort. Dabei soll ein neues Wahlprogramm verabschiedet werden. Am 6. Januar beginnt dann das traditionelle Drei-Königs-Treffen der Partei.

 
Gesellschaft 04.01.11 Artikel lesen

Christian Lindner und die
Gleichstellung der Religionen

FDP-Generalsekretär Christian Lindner, geboren 1979, sprach sich dafür aus, die verschiedenen Glaubensgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland rechtlich gleichzustellen. In der neuen "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" unterstrich er, daß der Staat auch bei Muslimen irgendwann ein Pendant zur Kirchensteuer einziehen könnte. Nach eigenen Angaben befürwortet Lindner ein Religionsverfassungsrecht, welches ohne Bevorzugung auskommt. Auch staatliche Zuwendungen über die Kirchensteuer hinaus stellte Lindner in Frage. Eine nüchterne Debatte über das Staatskirchenrecht sei kein antiklerikaler Akt. Die beiden großen christlichen Kirchen erhalten jährlich staatliche Leistungen als Kompensation für Enteignungen in früheren Jahrhunderten.

 
Gesellschaft 04.01.11 Artikel lesen

Die DDR-Lyrikerin
Eva Strittmatter
ist tot

Die Lyrikerin Eva Strittmatter ist tot. Strittmatter wurde 1930 in Neuruppin geboren. Nach einem Studium der Germanistik und der Romanistik arbeitete sie beim Deutschen Schriftstellerverband und beim Kinderbuchverlag der DDR. Seit 1954 war Strittmatter freie Schriftstellerin und veröffentlichte seitdem 14 Gedicht- und sechs Prosa-Bände. 1956 heiratete sie den 18 Jahre älteren Schriftsteller Erwin Strittmatter, der 1994 starb. Wie der Verlag Das Neue Berlin mitteilte, starb die 80-Jährige, die auch als Kinderbuchautorin bekannt wurde, am Dienstag in einem Altersheim in Berlin. In der Tabula Rasa lesen Sie mehr über die charismatische Lyrikerin, die für viele Ostintellektuelle gegenüber dem DDR-Regime zu unkritisch gewesen ist.

> „Ich mach ein Lied aus Stille“ – Eva Strittmatter im Zwiegespräch mit Irmtraud Gutschke
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Gesellschaft 04.01.11 Artikel lesen

Jubilare des Jahres 2011

David Hume würde seinen 300. Geburtstag (7. Mai) feieren, Franz Liszt seinen 200. Geburtstag (22. Oktober). Emil Cioran wäre dieses Jahr 100 geworden (8. April). Die Schriftstellerin Luise Rinser, die zuerst eine Ode auf Hitler schrieb und sich dann in einen Jesuiten verliebte, würde ebenfalls ihren 100. Geburtstag (30. April) begehen. Max Frisch wäre am 15. Mai ebenfalls 100 - wie Georges Pompidou (5. Juli). Marshall McLuhan wäre einhundert Jahre am 21. Juli, während William M. Thackeray seinen 200. Geburtstag (18. Juli) feiern würde. Louise Bourgeois (25. Dezember) und Ronald Reagan (6. Februar) würden wiederum 100. Den 200. Todestag von Heinrich von Kleist begeht die Nachwelt am 21. November.

> Der ewige Sucher – Heinrich von Kleist (1777-1811)
 
03.01.11 Artikel lesen

Kunstsammlung Gera:
Andreas Feininger

In der Kunstsammlung Gera sind noch bis zum 20. Februar 2011 Arbeiten von Andreas Feininger (1906-1999) zu sehen. Die Fotoausstellung "Andreas Feininger. New York in the Forties" wird in Kooperation mit den Andreas Feininger Archiven Tübingen gezeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung, die aus dem polnischen Kraków nach Gera kam, stehen die 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind 78 Schwarzweiß-Fotografien mit Motiven der amerikanischen Großstadt. Feininger hatte einst mit seinen Bildern das Gesicht von New York weltweit geprägt, mittlerweile sind seine Aufnahmen zu Klassikern der Fotografie-Geschichte geworden.

 
03.01.11 Artikel lesen

Apolda meets Helmut Newton

Es ist das erste Mal, daß das Werk des Fotografen Helmut Newton seinen Weg in den Freistaat Thüringen findet. 75 zum Teil großformatige Fotografien geben einen repräsentativen Einblick in das umfassende Werk des 1920 in Berlin geborenen Fotografen, der bis heute den Ruf eines Superstars der Mode-, Porträt- und Aktfotografie genießt. Neben seinen Auftragsarbeiten für internationale Modemagazine verfolgte Newton auch eigene, unabhängige künstlerische Visionen, die sich zumeist in provokativen Bildmotiven niederschlugen. Die Ausstellung, die vom 9. Januar bis zum 27. März 2011 im Kunsthaus Apolda zu sehen ist, stellt die ästhetischen Charakteristika seines Werkes heraus und gibt darüber hinaus zugleich Einblicke in Newtons ganz persönliche Philosophie.

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Gesellschaft 02.01.11 Artikel lesen

Die ARD und die Apps

"Wenn die Verlage ihre Apps kostenpflichtig anbieten, werde ich das auch in der ARD durchsetzen", dies unterstrich die neue ARD-Vorsitzende, WDR-Intendantin Monika Piel. Piel hatte sich dafür ausgesprochen, Geld für Internet-Inhalte zu verlangen. Dem Berliner "Tagesspiegel" gegenüber betonte sie, daß die Verlage um diese Umstellung nicht herum kommen würden. Wenn man weiter einen guten und damit qualitativen Journalismus liefern wolle, könne man diesen nicht länger kostenlos im Internet abgeben. Große Konzerne wie Google beispielsweise nutzten diese Inhalte bislang, um selbst damit Geld zu verdienen, betonte Piel - deshalb sollten die Anbieter eine Allianz bilden.

 
Gesellschaft 30.12.10 Artikel lesen

König Herodes, Kardinal
Meisner und die PID

Der Kölner Erzbischof Joachim Meisner hat die Präimplantationsdiagnostik (PID) mit dem biblischen Kindermord von Bethlehem verglichen. König Herodes habe eine Selektion nach ganz bestimmten Kriterien vorgenommen, genau dies täten heute die PID-Befürworter. Bei der PID werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen außerhalb des Mutterleibs auf Erbkrankheiten untersucht bevor sie endgültig implantiert, dem weiblichen Körper zugeführt werden. So sollen Fehl- und Totgeburten oder Geburten kranker oder behinderter Kinder vermieden werden.

> 28. Dezember 2010: Tag der unschuldigen Kinder
 
Gesellschaft 29.12.10 Artikel lesen

Trainingszentren
statt Ein-Euro-Jobs

Rechtzeitig zum Jahreswechsel wird in den Medien die Absicht der Bundesregierung verbreitet, Trainingszentren für Langzeitarbeitslose zu schaffen, um diese intensiver zu fördern und zu fordern. Mit dieser Propaganda will man offensichtlich der Öffentlichkeit wieder suggerieren, dass es lediglich ein Problem der Langzeitarbeitslosigkeit wäre, dass die Bundesagentur mehr fördern und fordern müsse, um das Problem einer Lösung zuzuführen. Man will u. a. vertuschen, dass die sog. Ein-Euro-Jobs ein Flop waren, und zur Ausweitung, ob erwünscht oder nicht, des Leichtlohnsektors führten.

> Trainingszentren statt Ein-Euro-Jobs für Arbeitslose
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29.12.10 Artikel lesen

Neue Ausgabe der
Gerbergasse 18

Bild

Gerbergasse 18

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Diktaturgeschichte des 20. Jahrhunderts wird neben der fachlichen Aufarbeitung von ambivalenten Erinnerungsdiskursen im privaten wie öffentlichen Raum bestimmt. Dabei unterliegt sie einem beständig weiter zu entwickelnden Prozess der Geschichts- und Erinnerungspolitik. Beides zusammen bildet jenes ab, was wir als Erinnerungskultur bezeichnen. In der aktuellen Ausgabe wollen wir in der Rubrik „Thema“ der Frage nachgehen, welche Erinnerungsdiskurse der Gegenwart zur Bewältigung der Diktaturgeschichte wo und wie aktuell geführt werden, und wir untersuchen Licht- und Schattenseiten bei der Aufarbeitungsgeschichte.

> Neue "Gerbergasse 18" erschienen
 
Gesellschaft 24.12.10 Artikel lesen

Köpfe 2010 - Staatsfeind
No 1: Thilo Sarrazin

Zwar ist er nicht mehr im Vorstand der Bundesbank, aber immerhin ist der aus Gera stammende Thilo Sarrazin unterdessen Bestseller-Autor. 1,2 Millionen Mal verkaufte sich sein „Deutschland schafft sich ab“. Und Sarrazin rechnet weiter ab, nun mit der "Bildung" der Politiker. „Wie schön wäre es, wenn unsere politischen Führer nicht nur über die Halbbildung ihrer Redenschreiber, sondern über eigene Bildung verfügten.“ Scharf geht Sarrazin mit Christian Wulff ins Gericht, der sich der Kritik der Bundeskanzlerin Merkel beflissen angeschlossen hatte. Dem Bundespräsidenten wirft er außerdem vor, daß dieser den „West-östlichen Divan“ Goethes nicht kenne.

> Bettina Röhl: Thilo Sarrazin und die Heuchel-Gesellschaft> Die Causa Sarrazin
 
Politik 24.12.10 Artikel lesen

Köpfe 2010:
Julian Assange

WikiLeaks hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Erst 2006 gegründet, ist man vier Jahre später mit der Veröffentlichung als geheim eingestufter Dateien von US-Einsätzen in Afghanistan und Irak zu einer internationalen Medien-Institution geworden. Seitdem stehen WikiLeaks und deren Spiritus Rector, der Australier Julian Assange, im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Während die Befürworter von WikiLeaks eine neue Macht der Masse sehen und ein Mehr an Transparenz bejubeln, kritisieren die Gegner die Struktur von WikiLeaks und warnen vor den Gefahren dieses Lecks für die legitimen Interessen von Staaten.

> WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
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Gesellschaft 23.12.10 Artikel lesen

Altkanzler Helmut
Schmidt
wurde 92

Zum ersten Mal mußte Altkanzler Helmut Schmidt, geboren 1918, seinen Geburtstag ohne seine Frau Loki feiern. Und auch noch mit 92 Jahren polarisiert Schmidt, spricht noch immer unliebsame Wahrheiten aus, analysiert knallhart und bleibt fast keine Antwort schuldig, es sei denn, man fragt ihn nach der derzeitigen Lage in der Berliner Republik. Die Popularität Schmidts ist weiter ungebrochen; so sahen 2,73 Millionen Zuschauer das Interview mit Sandra Maischberger. Und Schmidt ist, selbst wenn einer seiner Erfolgstitel, „Außer Dienst“ heißt, weiterhin in Sachen Politik unterwegs, ist ein gefragter Gesprächspartner, dem die Deutschen geradezu ein Urvertrauen entgegenbringen.

> Helmut Schmidt: Überalterung und Schrumpfung zwingen zum Umbau
 
Wissen 22.12.10 Artikel lesen

Im Interview mit
Robert Spaemann

Seit Jahren zählt der 1927 in Berlin geborene Philosoph Robert Spaemann zu den bekanntesten deutschen Denkern. Immer wieder schaltet er sich ein, wenn es um die großen Fragen der Menschheit geht, wenn der Mensch und seine Würde, sein Personsein, auf dem Spiel stehen, wenn wieder - wie derzeit - über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) diskutiert wird. Spaemann, der auch als Berater des Papstes fungiert, spricht mit Chefreakteur Dr. Stefan Groß über Gott, den Glauben, die Moderne und den Wertrelativismus. Für Aufsehen sorgte Spaemann, der mit "Glück und Wohlwollen" eines seiner wichtigsten Bücher vorlegte, mit seinem Buch "Der letzte Gottesbeweis", einem Beweis Gottes aus der Grammatik.

> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)
 
21.12.10 Artikel lesen

Goethes Briefe an Charlotte
von Stein sind jetzt Online

Die 1770 Briefe Johann Wolfgang von Goethes an seine Jugendfreundin Charlotte von Stein sind jetzt online zu lesen. Damit sei einer der wertvollsten Handschriftenbestände des Goethe- und Schiller-Archivs über das Internet zugänglich, teilte die Klassik-Stiftung Weimar mit. Die Briefe an die sieben Jahre ältere Freundin und Vertraute stammen von 1776 bis 1826. Sie seien ein einzigartiges biografisches Dokument des Dichters vor allem für sein erstes Weimarer Jahrzehnt bis zur italienischen Reise 1786. Aus diesem Zeitraum seien nur lückenhafte Tagebuchaufzeichnungen erhalten. In seinen Erinnerungen habe Goethe diese Zeit bis zu seiner Flucht nach Italien ausgespart.

> Ernst Osterkamp: Einsamkeit. Über ein Problem in Leben und Werk des späten Goethe
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Gesellschaft 18.12.10 Artikel lesen

Nachdenken über
"Work Life Balance"

Es gibt gute und schlechte Freunde. Nachdem mich jemand überredet hatte, eine Glosse über das Thema »Work Life Balance« zu schreiben, war ich nach einer Weile überzeugt, es habe sich um einen Freund der letzteren Sorte gehandelt: Von Stund an ging es mir jedenfalls so miserabel wie dem bärtigen Mann in der bekannten Geschichte, der, nachdem ihn jemand gefragt hatte, ob sein Bart beim Schlafen über oder unter der Bettdecke liege, kein Auge mehr zu tun konnte. Ich lebte sozusagen nach dem frei nach Heine formulierten Motto »Denk ich an Work-Life in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht«.

> Walther Ch. Zimmerli: Vom Unfug des Gleichgewichts - Nachdenken über „Work Life Balance“
 
Politik 18.12.10 Artikel lesen

Papa ante Berlin

Mit Papst Benedikt XVI. wird 2011 Jahr erstmals ein katholisches Kirchenoberhaupt vor dem deutschen Parlament sprechen. Der Pontifex, der von Christian Wulff nach Deutschland eingeladen wurde, hatte eine entsprechende Einladung angenommen, teilte Bundestagspräsident Norbert Lammert mit. Doch die Reaktionen sind unterschiedlich: Während Christian Ströbele sogar den Plenarsaal verlassen will, betonte der Linke-Fraktionsvize Dietmar Bartsch: „Wenn George Bush geredet hat, dann darf auch der Papst reden.“ In der Tabula Rasa können Sie nochmals die „Regensburger Rede“ nachlesen sowie einen Beitrag über seine Theologie von Maximilian Heim.

> Joseph Ratzinger Papst Benedikt als Theologe
 
Feuilleton 18.12.10 Artikel lesen

"Wutbürger" ist
Wort des Jahres

In Wiesbaden hat die Gesellschaft für deutsche Sprache den Ausdruck "Wutbürger" zum Wort des Jahres 2010 gewählt. Zur Begründung hieß es, daß der Begriff für die Empörung der Bevölkerung steht, daß politische Entscheidungen permanent über ihren Kopf hinweg getroffen würden. Bestes Beispiel seien Ereignisse bei dem Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21", dieser Begriff kam auf Platz zwei. Auf dem dritten Rang landete der Ausdruck "Sarrazin-Gen", der im Zusammenhang mit den umstrittenen Äußerungen des früheren Bundesbankvorstands geprägt wurde. 2009 war die "Abwrackprämie" zum Wort des Jahres gekürt worden.

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Politik 17.12.10 Artikel lesen

Bundesrat stoppt
Hartz-IV-Reform

Die von der Bundesregierung geplante Hartz-IV-Reform ist nun im Bundesrat am Widerstand der SPD-geführten Länder vorläufig gescheitert. Diese lehnten das bereits vom Bundestag beschlossene Gesetz ab, das eine Erhöhung des Regelsatzes für Erwachsene um fünf Euro auf 364 Euro vorsieht sowie ein Bildungspaket für Kinder. Damit werden die Hartz-IV-Neuregelungen mit aller Sicherheit nicht zum 1. Januar in Kraft treten können. In der Tabula Rasa widmet sich der Armutsexperte Christoph Butterwegge dem Thema.

> Hartz IV auf dem Prüfstand:
 
Wissen 17.12.10 Artikel lesen

Albert Camus - die
Revolte geht weiter

Am 7. November 1913 in dem algerischen Dorf Mondovi geboren, westlich von Oran und östlich von Constantine aufgewachsen und Sohn eines elsässischen Landarbeiters, Lucien Camus, und einer spanischen Magd. Der Vater fällt nur ein Jahr nach der Geburt des Sohnes in der Marne-Schlacht. Albert Camus wächst unter bescheidensten Umständen in Nordafrika. Eine harte Schule wie er später immer wieder bemerken wird. Genauso wie die Tuberkulose, die ihn als Jugendlicher überfällt. Sein Todestag jährte sich zum 50. Mal am 4. Januar.

> DIE REVOLTE GEHT WEITER
 
Gesellschaft 16.12.10 Artikel lesen

WikiLeaks-Gründer
Assange kommt frei

Der 39 Jahre alte Julian Assange saß wegen des Vorwurfs sexuellen Mißbrauchs zweier Frauen auf Grundlage eines EU-weiten Haftbefehls aus Schweden seit mehr als einer Woche in Untersuchungshaft. Bereits am Dienstag hatte die britische Justiz entschieden, daß der Australier nach Zahlung einer Kaution vorerst aus der Haft entlassen wird, bis die Anhörung über seine Auslieferung an Schweden ansteht, die auf den 11. Januar angesetzt ist. Die Kaution betrug 236 000 Euro. Assange hatte sich vergangene Woche der Polizei in London gestellt. Assange bestreitet die Anschuldigungen und sieht dahinter einen Versuch der USA, ihn ruhigzustellen. Auf der Enthüllungsplattform wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche geheime Schriftstücke von US-Diplomaten veröffentlicht.

> Tobias Fresenius: WikiLeaks – Geheimnisverrat Online
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Kunst 16.12.10 Artikel lesen

Wer ist eigentlich
Nordahl Grieg?

Der Name Grieg verbindet sich in Deutschland am häufigsten mit dem eindrucksvollen, großen Komponisten der Romantik, Edvard Grieg, der bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. In Norwegen selbst besitzt der Name jedoch noch einen anderen Klang. Lange Zeit leitete Harald Grieg den namhaften Gyldendal-Nosrk-Verlag. In seinen "Erinnerungen eines Verlegers" ist zu lesen, dass vier Geschwister zusammen aufgewachsen sind, der jüngste hieß Nordahl und wurde Schriftsteller. Nach dem Krieg wurden seine "Gesammelten Werke" bei Gyldendahl herausgebracht.

> In Memoriam Nordahl Grieg
 
Kunst 16.12.10 Artikel lesen

Die Urbanisierung als
Herausforderung der Zukunft

Nicht nur im Hinblick auf die Urbanisierung gilt das 20. Jahrhundert als Epoche der Gegensätze, sondern auch im Blick auf die tiefen Spuren, die diese Urbanisierung in den Grundrissen der Städte hinterlassen hat. Während die Bildungsschichten im 18. und 19. Jahrhundert auf das Land flohen, um, wie Goethe meinte, dort die Idylle zu entdecken, ist die Landflucht heute geradezu gravierend. Niemals zuvor lebten mehr Menschen in den Metropolen dieser Welt. Und schon ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begleiteten explosionsartiges Bevölkerungswachstum und soziale Mißstände, Bodenspekulation und tiefgreifende Transformationsprozesse diese Entwicklung. Die Urbanisierung als Herausforderung der Zukunft, so formuliert es die Tabula Rasa.

> Die zunehmende Urbanisierung ist eine der größten Herausforderungen der nahen Zukunft
 
Gesellschaft 16.12.10 Artikel lesen

Michael Faber abgewählt

Den schon bei seiner Amtseinführung umstrittenen Kulturdezernenten Michael Faber, ehemals Verlag Faber & Faber, hat der Leipziger Stadtrat nun im ersten Wahlgang abgewählt. So stimmten 48 der 69 anwesenden Stadträte für einen entsprechenden Antrag von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Jung warf Faber mangelnde Verwaltungserfahrung und fehlende strategische Führung vor. Bereits Anfang November hatte er dem Dezernenten die Zuständigkeit für die Hochkultur entzogen. Michael Faber ist der Sohn von Elmar Faber, der seinen Verlag "Faber & Faber" nach zwanzig Jahren Ende des Jahres schließt. Faber hatte keinen Nachfolger gefunden.

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Gesellschaft 15.12.10 Artikel lesen

"Wir sind das Volk" -
auch ohne den Islam

Mit der Einführung des berühmten Rufes „Wir sind das Volk“ in die gegenwärtige Debatte um multikulturelle Gesellschaft und Identität und Integration hat Bundespräsident Christian Wulff in unverantwortlicher Weise einer Beliebigkeit und Relativierung der deutschen Geschichte das Wort geredet. Gerade einmal zwei Jahrzehnte sind vergangen seit der Ruf „Wir sind das Volk“ so lange gegen die Mauer geschleudert wurde, bis diese sich heute vor genau 21 Jahren öffnete. Auch Christian Wulff zitierte in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung die berühmte Vokabel der Freiheit, um sie dann mit den Worten zu interpretieren:

> Schon relativiert oder gar vergessen? Vor 21 Jahren fiel die Mauer
 
Geld 15.12.10 Artikel lesen

Wie viel Staat braucht
die Marktwirtschaft?

„Der deutsche Staat hat zur Stunde das Recht, das Sondereigentum durch geeignete Zwangsmaßnahmen so weit in Gemeineigentum zu verwandeln, als sein eigenes Dasein und seine innenpolitische Ordnung mit dieser Wandlung stehen und fallen.“ Diese Aussage klingt sehr dramatisch nach Staatssozialismus, scheint sehr aktuell zu sein und würde heute gewiss auf weite Zustimmung stoßen, nicht nur bei den „Linken“. Allerdings ist der eben zitierte Ausspruch ein Zitat aus der Schrift „Was nun?“, die Eberhard Welty 1945 in einer extremen Notsituation verfasste.

> Wie viel Staat braucht die Marktwirtschaft?
 
Kunst 10.12.10 Artikel lesen

Von Donnersmarck kritisiert
Verkauf von Goethe-Zeichungen

Der Erfolgs-Regisseur des Films "Das Leben der Anderen" (2005), Florian Henckel von Donnersmarck, hat sich im Magazin der "Südeutschen Zeitung" kritisch über den Verkauf der Goethe-Zeichnungen geäußert. Der 37-Jährige war verärgert, daß ein adoptierter Cousin, heimlich 39 Goethe-Zeichnungen aus dem Familienbesitz verkauft hatte. Dies hätte ein echter Henckel von Donnersmarck nie getan. Es sei gerade die Pflicht seiner adeligen Familie, den Goethe-Nachlaß für die Allgemeinheit zugänglich zu machen.

> Klassik Stiftung Weimar bedauert Verkauf von Goethe-Zeichnungen
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Feuilleton 10.12.10 Artikel lesen

Nobelpreis für
Mario Vargas Llosa

Am 7.10.2010 wurde der Schriftsteller Mario Vargas Llosa mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, der am 10.12. 2010 offiziell verliehen wird. Die Juroren in Stockholm würdigten Vargas Llosa mit der Preisverleihung „für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“. Die Verleihung des Nobelpreises ist als Auszeichnung für ein Lebenswerk mit 15 Romanen und zahlreichen Artikeln, die vor allem in der spanischen Zeitung „El País“ erschienen, zu verstehen. Vargas Llosa gilt einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten seiner Zeit.

> Mario Vargas Llosa - ein politischer Schriftsteller
 
Politik 10.12.10 Artikel lesen

FDP - wohin gehst du?

Seit Monaten rangieren die Liberalen um Chef-Guido Westerwelle in den Umfragen von Meinungsforschern ganz unten. In der ermittelten Tabelle der politischen Parteien steht die FDP auf einem tristen Stammplatz. Nur noch vier Prozent der Bundesbürger würden derzeit die Liberalen wählen, so eine Information des Umfrageinstituts Forsa. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatte die Partei noch das Rekordergebnis von 14,6 Prozent erreicht, derzeit würde es noch nicht mal mehr für den Einzug in den Bundestag reichen. Am Sonntag erscheint in der Tabula Rasa ein Interview mit Klaus Kinkel. Darin spricht der FDP-Politiker über seine Partei, die schlechten Umfragewerte und über WikiLeaks.

> Politik der Generation Ich
 
Welt 08.12.10 Artikel lesen

FDP kritisiert Vorgehen gegen
WikiLeaks und Julian Assange

Rückendeckung bekommt WikiLeaks-Gründer Julian Assange gerade von der FPD. "Der Staat muß seine Unterlagen selbst schützen", so urteilt zumindest der rechtspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag Christian Ahrendt anläßlich der Festnahme von Assange. Der "Financial Times Deutschland" gegenüber unterstrich er, daß es falsch sei, WikiLeaks mundtot machen zu wollen. Insbesondere die Versuche der USA, solche Seiten zu eliminieren, stellen einen massiven Angriff auf die Pressefreiheit dar. Assange hatte sich am 7. Dezember 2010 in London der Polizei gestellt; gegen den 39-Jährigen liegt ein internationaler Haftbefehl wegen Vergewaltigung vor.

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Politik 08.12.10 Artikel lesen

De Maizière und der Kampf
gegen den Fundamentalismus

Bundesinnenminister Thomas de Maizière forderte die in Deutschland lebenden Imame auf, sich stärker im Kampf gegen den islamistischen Extremismus zu engagieren. Bei seinem ersten Treffen mit 16 Religionslehrern warb der Minister für mehr Anstrengungen bei der Integration von Muslimen in der Bundesrepublik. Wie de Maizière unterstrich, trügen die Imane eine große Verantwortung als Vermittler zwischen Moscheen und der Öffentlichkeit. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als 2.000 islamische Religionslehrer tätig. - Künftig sollen diese auch an deutschen Hochschulen ausgebildet werden.

> Zum Problem der Integration
 
Gesellschaft 08.12.10 Artikel lesen

Mathias Döpfner:
"Renaissance" der Medien

Wie der Mediendienst "kress.de" mitteilt, sieht Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Springer-Gruppe, eine "Renaissance" für die Medienbranche heraufziehen. Für den promovierten Musikwissenschaftler ist die "depressive Phase" an ihr Ende gekommen. Neben der hohen Springer-Rendite von 18% sind es die ermutigenden Verkaufszahlen für die 15 kostenpflichtigen Apps des Medienkonzerns, die Döpfners in eine rosige Zukunft blicken lassen. "Wir sind weiter, als wir es für möglich gehalten haben". Der Manager wirbt schon lange für ein Bezahl-Internet.

 
08.12.10 Artikel lesen

Verdienstmedaille für
Ernst-Ludwig Winnacker

Das Präsidium der Leopoldina ehrt Ernst-Ludwig Winnacker (Jg. 1941) mit der Verdienstmedaille für seine in den Jahren 1995 bis 2005 als Vizepräsident der Akademie geleistete Arbeit. Besonderer Dank gilt ihm wegen seiner bleibenden Verdienste um die Weiterentwicklung der Akademie in der Nachwendezeit sowohl im Bereich der biochemisch-genetischen Wissenschaften als auch in der wissenschaftspolitischen und internationalen Außenwirkung. Ernst-Ludwig Winnacker kann an der Verleihung im Rahmen der Jahresversammlung leider nicht teilnehmen. Er erhält die Verdienstmedaille daher persönlich zu einem späteren Zeitpunkt.

> Ernst-Ludwig Winnacker erhält die Verdienstmedaille der Leopoldina
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Welt 07.12.10 Artikel lesen

Christian Wulffs Auftrag
und Willy Brandts Erbe

Vor zwei Tagen bei einer Adventsfeier berichtete mir der ehemalige Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Horst Hirschler, wie er den Advent vor 40 Jahren, 1970, erlebt hat. Die jungen Geistlichen inspirierte damals ein Gedanke - drastisch formuliert: "Wenn uns Deutschen der Ausgleich mit Polen nicht gelingt, dann haben wir umsonst gelebt." Es waren die Tage unmittelbar nach dem Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos. Ich war damals elf Jahre alt. Das Bild des knienden Bundeskanzlers hat mich tief beeindruckt.

> Bundespräsident Christian Wulff auf der Konferenz "Europa - Kontinent der Versöhnung?"
 
Feuilleton 07.12.10 Artikel lesen

Die Ikone der Weimarer
Klassik - Sigrid Damm
wurde 70

Die 1940 im thüringischen Gotha geborene Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Sigrid Damm wurde 70. Nach Studium und Promotion in Jena arbeitete sie für den Verlag "Volk und Wissen", später dozierte sie im In- und Ausland. Die derzeit in Berlin lebende Damm gilt als Ikone der Weimarer Klassik. Mit ihren Büchern Cornelia Goethe, Ich bin nicht Ottilie, Christiane und Goethe, Das Leben des Friedrich Schiller und Goethes letzte Reise erzielte sie große Publikumserfolge. Sigrid Damm ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums und der Mainer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. 2005 erhielt sie den "Thüringer Literaturpreis".

 
Politik 07.12.10 Artikel lesen

Generalkritik von
Altkanzler Helmut Schmidt

Er hat das Schelten nicht verlernt, Altkanzler Helmut Schmidt, geboren 1918 in Hamburg, dessen Frau vor kurzer Zeit verstarb. Nun hat Schmidt, der nie um Kritik verlegen ist, der Bundesregierung harsche Inkompetenz ausgestellt. Im Fokus der Kritik stehen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, denen Schmidt die Wirtschaftskompetenz abspricht. Auch die im Amt verbliebenen Bundesbanker sind nach der Einschätzung des Altkanzlers Reaktionäre, die gegen die europäische Integration sind. Die Tabula Rasa hat Schmidts Buch "Ausser Dienst" besprochen.

> Hier dazu mehr> Die Berliner Reaktionäre
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Welt 06.12.10 Artikel lesen

Neun Jahre danach:
Afghanistan zieht Bilanz

Über zwei Drittel der afghanischen Bevölkerung stellen dem westlichen Engagement in ihrem Land am Hindukusch ein negatives Zeugnis aus. Sogar mehr als ein Viertel befürwortet mittlerweile sogar Anschläge auf die NATO-Truppen. Auch die Hoffnung - neun Jahre nach dem Einmarsch - auf eine Wende zum Besseren wurde in weiten Teilen des Landes enttäuscht. Insbesondere das Ansehen Deutschlands hat dramatisch gelitten. Auch die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen fällt kritisch aus, weil zu viele Spendengelder der Korruption zum Opfer fallen. Dies ist das Ergebniss einer neuen Afghanistan-Umfrage von ARD, ABC, BBC und "Washington Post".

> Afghanistan in Blut und Chaos> Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen
 
Welt 06.12.10 Artikel lesen

Billiglohnland Irland

Die Wirtschaftskrise hat Irland fest im Griff, der keltische Tiger liegt in Fesseln. Das Land, das noch in den 90er Jahren durch seine Vorzeigeökonomie glänzte, steht vor dem finanziellen Kollaps. Vorbei die Zeiten, als günstige Unternehmenssteuersätze, niedrige Löhne und gut ausgebildete, englischsprachige Arbeitskräfte internationale Konzerne wie Siemens, SAP, Google, Microsoft, Intel, Vodafone oder GlaxoSmithKline anlockten. Doch ausgerechnet die Wirtschaftskrise könnte Irland nun helfen, sich als attraktiver Investitionsstandort - mit Hilfe geringer Löhne - zu profilieren.

> Der „Keltische Tiger“
 
Feuilleton 06.12.10 Artikel lesen

Cees Nooteboom erhält
Preis der Adenauer-Stiftung

„Der diesjährige Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung“, so ihr Vorsitzender Dr. Hans-Gert Pöttering, „würdigt die politische und kulturelle europäische Dimension in Cees Nootebooms Gesamtwerk. Nooteboom hat sich – als einer der ersten Schriftsteller aus unseren westlichen Nachbarländern – intensiv und in großer Nähe zu Deutschland mit der kulturellen Vielfalt Europas und der europäischen Wertetradition beschäftigt.“ In der Jurybegründung heißt es: Cees Nooteboom ist ein ebenso esprit- wie ironievoller, gestalterisch virtuoser Autor von internationalem Rang, ein „politisch wacher Zeitgenosse“ und ein „philosophierender Poet“. Der Autor hat als stets neugieriger, ideologieresistenter Wanderer zwischen den Welten literarische Brücken der Verständigung gebaut, als Augenzeuge den „Fluss der Demokratie“ verfolgt und das „Ideal der Freiheit gegenüber der maskierten Lüge“ verteidigt.

> Pressebegegnung und Preisverleihung am 12. Dezember 2010 in Weimar
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Gesellschaft 06.12.10 Artikel lesen

Nach der Schlichtung
von Stuttgart 21

Die Wochen der Schlichtungsdiskurse sind vorbei und mit ihnen auch die Illusionen, die zu ihrer Einrichtung führte. Die zivilgesellschaftliche Unruhe-Situation nach der Schlichtung ist dieselbe wie davor, und noch nicht einmal mit dem Schein eines Verstehenszuwachses. Woran liegt das? Womöglich in einer tiefverwurzelten aufgeklärten Einbildung von Selbstbestimmung? – Was heißt das? Der gegenwärtige, prima vista poltik-verdrossene und protestierende (grün-pietistische) Mittelklasse-Mensch hat offenbar ein Selbstverständnis, das sich aus folgendem Dreisatz deduziert: da das Volk – konstitutionell – der Souverän ist und er selber sich als souverän versteht, läge es doch nahe, das er das Volk sei …

> Steffen Dietzsch: Nach der Schlichtung von Stuttgart
 
Welt 06.12.10 Artikel lesen

Norbert Röttgen reist
zum Weltklimagipfel

Von dem seit einer Woche im mexikanischen Cancun tagenden Weltklimagipfel erwartet sich Bundesumweltminister Norbert Röttgen keinen großartigen Durchbruch. Wie der CDU-Politiker betonte, sollten jedoch die unverbindlichen Vereinbarungen von Kopenhagen in kleinen Schritten umgesetzt werden. Zu den Hauptaufgaben, die der Gipfel erbringen müßte, zählt er die Beschränkung der Erderwärmung auf zwei Grad Celsius; allerdings sieht Röttgen dies eher skeptisch. Der Politiker erhofft als Minimalziele wenigstens einen internationalen Schutz der Wälder und erwartet, daß langfristige Finanzierung von Umweltschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern vereinbart werden können.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute> Norbert Röttgen will die CDU an Rhein und Ruhr wieder an die Macht führen
 
Politik 04.12.10 Artikel lesen

Der Hartz-IV-Kampf
der Ursula von der Leyen

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (Foto) hat sich zu Gesprächen mit der Opposition über die vom Bundestag beschlossene Hartz-IV-Reform bereit erklärt. Wie die CDU-Politikerin betonte, dürften die Forderungen nicht überzogen sein. Dagegen lehnte Unionfraktionschef Kauder Zugeständnisse an die Opposition ab. Kauder beklagte, daß die SPD immer neue Leistungen verlangt, sich aber nicht darum kümmert, wie man mehr Menschen in Arbeit bringt.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV auf dem Prüfstand
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Gesellschaft 04.12.10 Artikel lesen

Der Weihnachtsbaum:
Hans Christian Andersen

Draußen im Wald stand ein niedlicher kleiner Tannenbaum. Er hatte einen guten Platz. Die Sonnenstrahlen liebkosten ihn, und der Wind strich durch seine Zweige. Im nächsten Jahr war der Baum schon um einen bedeutenden Ansatz größer und das Jahr darauf noch um einen. "Ach, wenn ich doch so groß wie die anderen Bäume wäre", seufzte das Bäumchen, "dann könnte ich meine Zweige weit ausstrecken und mit meinem Wipfel in die weite Welt hinausblicken."

> Der Weihnachtsbaum - Hans Christian Andersen
 
Feuilleton 04.12.10 Artikel lesen

Nietzsche lebenslänglich
von Martin Walser

Als ich meinen Computer fragte, wie oft Nietzsche (Foto) bei mir vorkomme, antwortete er: 732 Mal. Ich darauf: Das könnte mich interessieren. Und er bediente mich bzw. mein Interesse. Bald genug merkte ich, daß ich nie etwas über Nietzsche gesagt oder geschrieben habe. Ich hatte nie eine Meinung über Nietzsche. Es war immer ein begriffloser Umgang. Ich habe Nietzsche brauchen können. Geglaubt, daß ich ihn brauchen könne. Wie das vor sich ging, ist hier noch einmal festgehalten.

> Martin Walser: Nietzsche lebenslänglich
 
Kunst 03.12.10 Artikel lesen

Neues Museum für
Otto Dix in Gera

Am 2. Dezember 2011 will die Stadt Gera ihr neues Kunsthaus eröffnen, pünktlich zum 120. Geburtstag ihres wohl berühmtesten Sohnes. Otto Dix wurde 1891 in Gera geboren. Der Künstler, der 1969 starb, zählt zu den wichtigsten Vertretern der Malerei des 20. Jahrhunderts. Dix gehörte zu den Repräsentanten der neuen Sachlichkeit und des Expressionismus. Immer wieder setzte er sich mit den Schrecken des Ersten Weltkriegs auseinander, die zum Thema seiner Antikriegsbilder wurden. Im neuen Kunsthaus sollen dann mehr als 400 Werke der Geraer Dix-Sammlung sowie Leihgaben zu sehen sein.

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Gesellschaft 03.12.10 Artikel lesen

Büste von Christian
Wolff in Halle zu sehen

Im ehemaligen Wohnhaus von Christian Wolff wird eine Büste des Philosophen der Öffentlichkeit präsentiert, die durch Initiative von engagierten Vereinen und Einzelpersonen aus Wrocław, ehemals Breslau, sowie aus Halle angefertigt werden konnte. In der Büstensammlung des Stadtmuseums Wrocław (Polen) befindet sich seit kurzem eine Marmorbüste des in Breslau geborenen Philosophen Christian Wolff. Gefertigt wurde die im Auftrag des Stadtmuseums entstandene Büste vom Bildhauer Tomasz Rodziński. Der hallesche Breslauer Stammtisch schlug vor, eine Kopie dieser Marmorbüste zu schaffen und sie der Stadt Halle zu schenken.

 
Gesellschaft 03.12.10 Artikel lesen

Nicht Matthias Rößler,
sondern Michael Richter

Die Tabula Rasa entschuldigt sich für einen Fehler, der sich eingeschlichen hatte. In einer falschen Berichterstattung, die mittlerweile gelöscht wurde, kam es leider zu einer gravierenden Namensverwechslung, die hier ausdrücklich bedauert wird. Es handelt sich natürlich nicht um Dr. Matthias Rößler, sondern um Michael Richter (57), der wegen seiner Stasi-Verstrickungen fristlos gekündigt wurde. Die moralische Integrität des Präsidenten des Sächsischen Landtags steht außer Frage. Wir bitten Herrn Dr. Matthias Rößler hiermit ausdrücklich um Entschuldigung für dieses schwerwiegende Versehen, das keineswegs beabsichtigt war.

 
Kunst 02.12.10 Artikel lesen

"Blickkontakte" in Dessau:
Sammlung SØR Rusche

Bild

Sammlung SØR Rusche

Der „Blickkontakt“ mit den Portraits der niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts wird in der Ausstellung um einen lebendigen Kontrast mit Bildnissen der Gegenwartskunst, wie z. B. mit Werken von Martin Assig, Stephan Balkenhol, Beza, Norbert Bisky, George Condo, Marcel Eichner, Zofia Kulik, James Lloyd, erweitert. Dabei werden nicht nur die inzwischen erfolgten Veränderungen der Bildkonzeptionen deutlich. Zum Erstaunen des Betrachters finden sich auch viele Berührungspunkte, die aufzeigen, daß das Sujet nach wie vor aktuell ist. Die Expressivität und der gesellschaftliche Kontext treffen den Betrachter ungleich direkter als das scheinbar distanzierte und ästhetisierte Bildnis einer vergangenen Zeit. Der Dialog alter und neuer Bildnisse führt für beide Epochen gleichermaßen zu einer schärferen Wahrnehmung und zu einem zusätzlichen historischen Erkenntnisgewinn.

> Blickkontakte. Niederländische Portraits> Mehr zur Sammlung SØR Rusche, hier:
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Gesellschaft 02.12.10 Artikel lesen

Eine vorweihnachtliche
Betrachtung von E. Kästner

Es hatte schon wieder geklingelt. Das neuntemal im Verlauf der letzten Stunde! Heute hatten, so schien es, die Liebhaber von Klingelknöpfen Ausgang. Mürrisch rollte ich mich türwärts und öffnete. Wer, glauben Sie, stand draußen? Sankt Nikolaus persönlich! In seiner bekannten historischen Ausrüstung. "Oh", sagte ich. "Der eilige Nikolaus!" - "Der heilige, wenn ich bitten darf. Mit h!" Es klang ein wenig pikiert. "Als Junge habe ich Sie immer den eiligen Nikolaus genannt. Ich fand's plausibler." - "Sie waren das?" - "Erinnern Sie sich denn noch daran?" Lesen Sie hier weiter!

> Eine vorweihnachtliche Betrachtung - Erich Kästner
 
Gesellschaft 01.12.10 Artikel lesen

Roland Jahn wird
neuer Stasibeauftragter

Der aus dem thüringischen Jena stammende Journalist Roland Jahn, geboren 1953, war einer der tapfersten Oppositionellen in der Deutschen Demokratischen Republik. Nun soll er als Nachfolger von Marianne Birthler über den Aktennachlaß der Geheimpolizei wachen, die ihn einst drangsalierte. Die Tabula Rasa nimmt dies zum Anlaß, sich dem Thema Staatssicherheit und DDR-Regime erneut zu widmen. Auch der in Jena geborene Lutz Rathenow ist einst in den Fängen des DDR-Geheimdienstes gewesen sowie Siegmar Faust, der von 1996 bis 1999 Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen im Freistaat Sachsen war.

> Birthler muss weitermachen> Die Folgen der Staatssicherheit bis heute
 
Gesellschaft 01.12.10 Artikel lesen

Thomas de Maizière
und der Datenschutz

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will einem Zeitungsbericht zufolge schärfere gesetzliche Regelungen für den Datenschutz - auch im Hinblick auf die Veröffentlichungen von WikiLeaks - im Internet festlegen. „Werden Daten, die über eine Person zusammengestellt worden sind, gezielt veröffentlicht, greift dies besonders tief in das Persönlichkeitsrecht ein“, so de Maizière in den „Ruhr Nachrichten“. Weiterhin unterstrich er: „Wenn hierbei gezielt Persönlichkeitsprofile verbreitet werden, dann geht das nicht ohne Einwilligung der Betroffenen oder ein klar überwiegendes Interesse an der Veröffentlichung.“ Dabei gebe es „eine rote Linie, die jeder beachten muss“.

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Gesellschaft 01.12.10 Artikel lesen

Der vorerst letzte
RAF-Prozeß

Vielleicht ist es der letzte große RAF-Prozeß. 33 Jahre nach dem Mordanschlag auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback steht die frühere Terroristin Verena Becker in Stuttgart-Stammheim vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft hat der 58 Jahre alten Angeklagten Becker vorgeworfen, an der Ermordung Siegfried Bubacks und zwei seiner Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Laut Anklage soll Becker maßgeblich an der Entscheidung für den Mordanschlag, an dessen Planung sowie der Verbreitung der Bekennerschreiben mitgewirkt haben. Bei dem gemeinschaftlich begangenen Mord sei sie Mittäterin gewesen. Das Oberlandesgericht hat 17 Verhandlungstage bis zum 21. Dezember angesetzt.

> Höllenfahrt auf totem Gleis - Mutmaßungen über Andreas Baader
 
Welt 30.11.10 Artikel lesen

Klimagipfel in Mexiko

Bei der 16. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen im mexikanischen Badeort Cancún auf der Halbinsel Yucatan geht es in den kommenden zwei Wochen um die Fortsetzung des Kyoto-Klimaschutzvertrages, der 2012 ausläuft. Verbindliche politische Beschlüsse gelten bei diesem Thema als unwahrscheinlich. Lediglich bei den Themen Klimafonds und Schutz der Regenwälder könnten auf der Konferenz in Mexiko Fortschritte erzielt werden. Weiterhin lehnen es die USA ab, sich auf weitreichende und verbindliche Zusagen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes (CO2) einzulassen, weil sie das als nachteilig für ihre Wirtschaft und Entwicklung ansehen. Auch die großen Schwellenländer China, Indien und Brasilien plädieren in diese Richung.

> Kritik der Klimaökonomik
 
Gesellschaft 30.11.10 Artikel lesen

Joachim Gauck erhält
Geschwister-Scholl-Preis

Der ehemalige evangelische Pastor, DDR-Bürgerrechtler und Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten 2010, Joachim Gauck, wurde in München mit dem renommierten Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. „Er steht für die Verteidigung der Freiheit, wenn die Freiheit in Gefahr oder bereits abgeschafft ist, er steht für geistige Unabhängigkeit und für den Mut, an dem Anspruch auf Freiheits- und Bürgerrechte festzuhalten“, so der Autor Peter Schneider in seiner Laudatio. Gauck wurde für seine Autobiografie „Winter im Sommer - Frühling im Herbst“ mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. „Widerstand ist nicht, Widerstand wird“, sagte Gauck kurz vor der offiziellen Preisverleihung. Jeder Mensch muß sich und seine moralischen Werte immer wieder neu hinterfragen und darf nicht zum Mitläufer werden. „Wir sind nicht dazu da, vor dem Verbrechen zu kapitulieren und vor dem Unheil zu flüchten.“

> „Wahrheit macht versöhnungsbereit“
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Kunst 29.11.10 Artikel lesen

Büchner-Preisträger
Reinhard Jirgl in Leipzig

Der Georg-Büchner-Preisträger 2010, Reinhard Jirgl, liest am Donnerstag, dem 2. Dezember, um 19 Uhr, in der Alten Handelsbörse am Naschmarkt aus seinem Buch "Die Stille". Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh am 23. Oktober den mit 40.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2010 an den Schriftsteller Reinhard Jirgl, der in einem Romanwerk von epischer Fülle und sinnlicher Anschaulichkeit ein eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet hat. Reinhard Jirgls Roman „Die Stille“ ist ein Epos vom langen 20. Jahrhundert in Deutschland. Am Anfang steht ein Fotoalbum, die ältesten Bilder sind über achtzig Jahre alt: einhundert Fotografien zweier Familien, die eine aus Ostpreußen stammend, die andere aus der Niederlausitz. Zwei Weltkriege, Inflation, Flucht und Vertreibung haben diese beiden Familien über fünf politische Systeme hinweg, von der Kaiserzeit bis heute, überlebt. Den einhundert Fotografien folgend, erzählt Jirgl Geschichten von Verletzungen, Liebe und Verrat. "Die Stille" bestätigt seinen außergewöhnlichen Rang.

> Georg-Büchner-Preis für Reinhard Jirgl> Reinhard Jirgl, liest am Donnerstag, dem 2. Dezember
 
Gesellschaft 29.11.10 Artikel lesen

WikiLeaks - Die Tabula
Rasa plädiert für Brieftauben

Offensichtlich können vertrauliche Informationen über die Versendung von Postkarten geheimer gehalten werden, wie Informationen über das Internet. Das dürfte u.a. bei Massendaten mit der Problematik der Selektion etwas zu tun haben. 100.000 Postkarten zu lesen und zu sortieren dürfte schwieriger sein, als 100 Millionen Datensätze zu selektieren und zu archivieren. Ein Tipp für die größte Sicherheit bei der Übersendung von Informationen ist die Verwendung von Brieftauben. Hieraus leite ich die künftige Hochkonjunktur dieser Branche ab. Die Datenlücke die von WikiLeaks aufgetan wurde, ist ein Beweis für die Richtigkeit meiner Bedenken. Die Veröffentlichung ist zwar als anrüchig zu bezeichnen, aber in dem Sinne erforderlich, um die vorhandenen Risiken aufzuzeigen.

 
Gesellschaft 29.11.10 Artikel lesen

Das Prinzip Nachhaltigkeit:
Die Generation 1927

Kaum eine Generation hat die Bundesrepublik in den letzten Jahren nachhaltiger geprägt als die Generation 1927. Nicht nur Papst Benedikt XVI. gehört ihr an, sondern auch berühmte Philosophen wie Robert Spaemann und Hermann Lübbe (fast, 31. Dezember 1926). Die Schriftsteller Martin Walser und Günter Grass, die im deutschen Literaturbetrieb und im Ranking führender Tageszeitungen, die vorderen beiden Plätze belegen, zählen hierzulande zu den einflußreichsten Literaten. Jüngst hat Martin Walser, der gerade an einem neuen Buch über "Wissen und Glauben" arbeitet, ein kleines Bändchen bei Hoffmann und Campe herausgebracht, in dem er sich mit dem Denker Friedrich Nietzsche auseinandersetzt. Immer, so Walser selber, hat er davon geträumt, über Nietzsche zu sprechen, nun hat er es getan. Und dabei wird deutlich: Nietzsche gehört zu den wirksamsten Lektüren Walsers, sein Werk "trägt diese dauerhafte Beschäftigung über fünfzig Jahre hin in sich [...]."

> Martin Walser: Nietzsche lebenslänglich
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Welt 25.11.10 Artikel lesen

Irland am Abgrund:
Der zahnlose "Tiger"

Das Foto zeigt die irische Hauptstadt Dublin am Abend und gibt damit die dortige Stimmung treffsicher kund. Es ist noch nicht lange her, wo uns Irland als Musterland für den Erfolg eines neoliberalen Systems dargestellt wurde. Insbesondere die niedrigen Steuersätze wurden als vorbildlich für die anderen Länder in der EU propagiert. Nun sind dem „Tiger“ offensichtlich die Zähne ausgegangen. In der Euro-Zone ist die Summe von 1 Mrd. Euro offensichtlich zur niedrigsten Verrechnungseinheit mutiert. Deshalb wird der Kapitalbedarf von 85 Mrd. Euro laut Aussage der „politischen Eliten“ als unproblematisch bezeichnet. Dabei ist davon auszugehen, dass ein Land von 4,5 Millionen Einwohnern wohl kaum in der Lage sein wird, diese Summe zurückzuführen.

> Der „Keltische Tiger“
 
Kunst 25.11.10 Artikel lesen

Martin Pollack erhält den
Leipziger Buchpreis 2011

Für sein einprägsames und richtungweisendes Œuvre wird dem österreichischen Publizisten, Schriftsteller und Übersetzer Dr. Martin Pollack von einer international besetzten Jury der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für das Jahr 2011 zuerkannt. Die Preisverleihung findet anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 16. März 2011 im Gewandhaus zu Leipzig statt. In der Begründung der Jury heißt es, dass Pollack in seinen historischen Reportagen stets „ein erhellendes Licht auch auf unsere Gegenwart wirft“. Er fokussiere diese literarische Kunstform auf dem heiklen Grat zwischen Essayistik und Dokumentation mit seiner Empathie immer darauf, den namenlosen Opfern der Geschichte Namen und Würde zuzuschreiben.

> Martin Pollack erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2011
 
24.11.10 Artikel lesen

Studienrekord an
Thüringer Hochschulen

„Die Thüringer Hochschulen sind Zuwanderungsmagneten. Zum Start des Wintersemesters 2010/11 kam jeder dritte Studienanfänger aus den westdeutschen Ländern.“ Das erklärt Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, zu den heute vorgestellten Zahlen des Statistischen Landesamtes, nach denen die Studierendenzahlen im Freistaat im Vergleich zum Wintersemester 2009/2010 um zwei Prozent gestiegen seien. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen seien an allen Hochschulen im Freistaat 53.600 Studierende eingeschrieben.

> Studierendenrekord spricht für Hochschulstandort Thüringen
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Kunst 24.11.10 Artikel lesen

Stefan Heym jetzt Online

Die Werke des 1913 im sächsischen Chemnitz geborenen Schriftstellers Stefan Heym sind jetzt im Internet verfügbar. Die Materialsammlung über dessen Leben und Werk wurde von dessen Geburtsstadt freigeschaltet; sie gibt einen hervorragenden Einblick in dessen Leben und Wirken. 1976 protestierte Heym gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. 1982 hatte er sich für eine deutsche Wiedervereinigung nach sozialistischem Vorbild ausgesprochen; im Herbst 1989 hielt er mehrere Reden während der Montagsdemonstrationen in Berlin. 1994 kandidierte er auf der offenen Liste der PDS und gewann ein Direktmandat im Wahlkreis Prenzlauer Berg. 1994 eröffnete er als Alterspräsident den 13. Deutschen Bundestag, die Rede führte zu einem Eklat mit der CDU/CSU-Fraktion. Der Schriftsteller starb 2001 in Israel.

> Mehr dazu finden Sie hier
 
Kunst 23.11.10 Artikel lesen

90. Geburtstag
von Paul Celan

Der deutschsprachige Lyriker Paul Celan, geboren am 23. November 1920, wurde in Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina in Nordrumänien, in einer deutschsprachigen jüdischen Familie geboren. 1952 ist bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart sein Gedichtband "Mohn und Gedächtnis" mit dem viel beachteten Gedicht "Todesfuge" ("Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sein Auge ist blau") erschienen, das den Mord an den europäischen Juden durch die Nationalsozialisten thematisierte. Der Lyriker suchte vermutlich am 20. April 1970 den Freitod in der Seine am Pont Mirabeau. Seine Leiche wurde am 1. Mai 1970 in der Nähe von Paris aus dem Fluß geborgen. Celan gilt als einer der berühmtesten Lyriker des 20. Jahrhunderts.

 
Kunst 23.11.10 Artikel lesen

Eckart Hahns "Zwischenwelt"
in der Galerie Rothamel

Eckart Hahns Bilder erinnern an computergenerierte Inszenierungen, doch sie entstehen per Hand, in virtuoser Lasurtechnik, gewalzt, schabloniert, mit feinsten Pinseln ausgemalt. Seiner Malerei stellt er Objekte zur Seite, die gleichfalls einer virtuellen Parallelwelt entsprungen scheinen und ihre Stofflichkeit in raffinierter Manufakturarbeit erhalten. Hahns Szenarien führen in den Raum zwischen Wachsein und Traum, in dem wir nicht mehr steuern, welche Wege unser Bewußtsein einschlägt. Ihre Eindringlichkeit resultiert aus der Intensität, mit welcher der Künstler seine Motive bearbeitet, formell wie inhaltlich. Den Weg in seine Zwischenwelt weist er uns durch Bezüge, die vertraut erscheinen, deren Zusammenklang indes verstört. Aus kontextuellen Fallen, Fehlern und Durchbrüchen hat Hahn über die Jahre ein emotionales Schema entwickelt. Aus dem Eigenen, dem Unbewußten, wird etwas Reflektiertes, Beschreibbares und damit auch Fremdes.

> Mehr dazu finden Sie hier
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Gesellschaft 23.11.10 Artikel lesen

Was eigentlich bedeutet
das Wort "normal"?

Die Zeitungen sind voll von Abnormalen. Da gibt es abnormale Verbrecher, abnormal hohe Kreditzinsen, abnormal kleine Löhne und abnormal schöne Mannequins, die bis zur Abnormalität retuschiert werden. Fazit: Überall lacht uns das Abnormale entgegen und wir saugen es gierig auf. Warum streben wir es dann an, „normal“ zu sein bzw. als normal wahrgenommen zu werden? Was bedeutet das Wort „normal“? Normen sind soziale Vorschriften, die das Verhalten des Einzelnen in Bezug auf die soziale Gruppe regeln sollen. Sie konstituieren mögliche Handlungsformen in einer sozialen Situation. Sie sind gesellschaftlich und kulturell generiert und unterliegen daher immer dem sozialen Wandel. Normen zeigen auch die Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen in allen ihren Dispositionen.

> ABNORMAL NORMAL
 
Welt 22.11.10 Artikel lesen

SHANGHAI NIGHTS
Stationen abseits der Expo

Kaum eine andere Stadt auf der Welt wächst so rasant wie Shanghai in der Volksrepublik China. Kaum ein Superlativ, der sich hier nicht findet. TabulaRasa-Autorin Lisz Hirn, eine Globetrotterin aus Leidenschaft, hat die chinesische Metropole, in der dieses Jahr die Expo stattfand, besucht. Sie berichtet über ihre Erfahrungen, und über den kleinen Unterschied zwischen einer Österreicherin und einer Australierin. Selten ist sich die keineswegs sprachverlegene Hirn so zwergenhaft erschienen wie in dieser Weltstadt. Shanghai zählt mittlerweile zu den größten Städten der Welt, mit fast zwanzig Millionen Einwohnern.

> SHANGHAI NIGHTS – Stationen abseits der Expo 2010
 
Gesellschaft 21.11.10 Artikel lesen

Neues Chaos um Hartz IV

Der Sozialrichter Jürgen Borchert, dessen Senatsvorlage mit dazu beigetragen hat, daß die Hartz-IV-Regelsätze vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurden, hält auch die neuen Berechnungen und Regelsätze für verfassungswidrig. „Die Vorgabe des Verfassungsgerichts, den Regelbedarf transparent und nachvollziehbar zu ermitteln, wurde nicht erfüllt“, die Neuberechnung sei nicht plausibel. Borchert sprach von einer „gravierenden Verzerrung der Referenzgruppe“. Auch sind die Kinderbedarfssätze erneut „ins Blaue geschätzt“. Für die Sozialverbände ist der Regelsatz, der zum 1. Januar 2011 um fünf Euro auf 364 Euro erhöht werden soll, zu niedrig. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte kritisiert, daß das Gesetz keine „tragfähige Basis zur Vermeidung von Armut, insbesondere von Kinderarmut“, bildet. Demgegenüber hatten Arbeitgeber und Kommunen darauf hingewiesen, daß höhere Regelsätze nur die Anreize zur Arbeitsaufnahme vermindern und den Steuerzahler zu stark belasten.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV auf dem Prüfstand
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Glaube 19.11.10 Artikel lesen

Der jüngste Kardinal im
Vatikan heißt Reinhard Marx

Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, wird von Papst Benedikt XVI. am 20. November in den Kardinalsrang erhoben. Damit ist der 1953 im westfälischen Geseke geborene Sohn eines Schlossermeisters der jüngste Purpurträger innerhalb des Kardinalskollegiums. Bekannt wurde Marx nicht nur wegen der von ihm rigoros geforderten Aufklärung in Sachen Mißbrauch, sondern auch durch sein viel beachtetes Buch über seinen Namenskollegen Karl Marx, in dem er nicht nur kritisch Stellung zum neoliberalen Kapitalismus bezog, sondern sich mit Nachdruck für eine christiliche Soziallehre einsetzte. Dem Kommunismus in der Marx-Nachfolge unterzog er in seinem Buch "Das Kapital, Ein Plädoyer für den Menschen" einer harschen Kritik. Hier ein Auszug aus dem Buch, das 2008 erschien, und für das er 2009 die "Corine, den internationalen Buchpreis, erhielt.

> Marx schreibt an Marx
 
19.11.10 Artikel lesen

Benedikt XVI.
kommt nach Thüringen

Papst Benedikt XVI. wird 2011 sein Heimatland Deutschland besuchen. Zunächst wird er in der Bundeshauptstadt Berlin von Bundespräsident Christian Wulff empfangen, der ihn im vergangenen Monat eingeladen hatte. Weitere Stationen sind nach Angaben der Deutschen Bischofs-Konferenz die Bistümer Freiburg sowie Erfurt in Thüringen. Es handelt sich bei der Visite um den ersten offiziellen Staatsbesuch des aus Marktl am Inn stammenden Pontifex in Deutschland. Seine beiden bisherigen Reisen zum Weltjugendtag nach Köln 2005 und in seine Heimat Bayern 2006 hatte er ausdrücklich als pastorale, beziehungsweise private Besuche deklariert. Unterdessen hieß es aus Rom, daß Benedikt XVI. den Gebrauch von Kondomen begrüßt. Der Papst hatte in einem Interview gesagt, der Einsatz von Kondomen könne in begründeten Einzelfällen erlaubt sein, wenn es darum gehe, die Ansteckungsgefahr mit HIV zu verringern. Dennoch sei die Verwendung von Kondomen keine moralische Lösung.

 
Welt 17.11.10 Artikel lesen

Wulff reist auf den Spuren
Willy Brandts nach Polen

Bundespräsident Christian Wulff (CDU) wird zum 40. Jahrestag des historischen Kniefalls von Willy Brandt (Foto) vor dem Ghetto-Denkmal in Warschau in die polnische Hauptstadt reisen. Geplant ist die Reise für den 7. Dezember. Gemeinsam mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski werden beide Staatsmänner dieses besondere Ereignis würdigen. Der Kniefall des damaligen Bundeskanzlers Brandt vor dem Ehrenmal im Jahr 1970 bildete den Auftakt für eine auf Entspannung ausgerichtete Ostpolitik. Wie Wulff betonte, bleibt die Aussöhnung mit Polen eine historische Aufgabe, der er sich verpflichtet fühle. In der Tabula Rasa können Sie nochmals Wulffs Ansprache nach der Verteidigung im Bundestag lesen.

> Ansprache nach der Vereidigung im Deutschen Bundestag
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Feuilleton 17.11.10 Artikel lesen

Werksausgabe von
Heinrich Böll fertig

Nun ist es vollendet, die letzten drei Bände von Heinrich Bölls Werk kommen in wenigen Tagen in den Buchhandel. Nach neunjähriger Arbeit liegt damit nun eine 27-teilige Werkausgabe des Literaturnobelpreisträgers vor. Neben den bekannten Werken wie "Ansichten eines Clowns" und "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", mit denen Böll Berühmtheit erlangte, ist in der Ausgabe auch bisher unveröffentlichtes Material enthalten. Der Verlag und die Heinrich-Böll-Stiftung hatten das Mammutwerk in Berlin vorgestellt; Festredner war Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Die sogenannte "Kölner Ausgabe" zeichnet den Weg des Schriftstellers von den jugendlich-literarischen Anfängen bis zu seinem Tod 1985 nach.

 
Feuilleton 16.11.10 Artikel lesen

Rousseau-Forscher Jean
Starobinski
feiert seinen 90.

Der 1920 in Genf geborene Literaturwissenschaftler und Philosoph Jean Starobinski feiert am 17. November seinen 90. Geburtstag. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Medizin war er Professor für Ideengeschichte in Genf, von 1966 bis 1985 zusätzlich für Medizingeschichte und von 1967 bis 1985 für Geschichte der französischen Literatur. Zu den Schwerpunkten seiner Forschungen zählte die Geschichte der Melancholie, darüber hinaus wurde er mit seinen Arbeiten zur französischen Literatur des 16. bis 18. Jahrhunderts (Montesquieu, Rousseau (Foto), Diderot, Montaigne, Racine, Corneille u. a.) bekannt. In diesen Studien spiegelte er psychoanalytische und phänomenologische Zugänge aus dem Blickwinkel des Arztes und des Literaturhistorikers.

 
16.11.10 Artikel lesen

Angela Merkel und
das Verbot der PID

Mit knapper Mehrheit hat sich die CDU für ein Verbot von Gentests an Embryonen ausgesprochen. Bei ihrem Parteitag in Karlsruhe am Dienstag votierten nach stundenlanger emotionaler Debatte 51,06 Prozent der Delegierten in geheimer Abstimmung für die Position der Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) ablehnt. Damit ist der von Kritikern immer wieder befürchtete "Dammbruch" zumindest für eine gewisse Zeit aufgeschoben. Angela Merkel, so scheint es, hat ihre konservative Wende vollzogen; ihre Position Mitte, die sie seit einem Jahr unter Schwarz-Gelb verkörperte, hatte ihr in den letzten Monaten Stimmverluste in der Wählerschaft eingebracht. Die Tabula Rasa fragt erneut: Wie viel Mitte hat die CDU?

> Das Phänomen Merkel - Einbruch bei Christen> Merkel und das Verbot der Präimplantationsdiagnostik
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16.11.10 Artikel lesen

Kristina Schröder
wirbt für PID

Die CDU ringt derzeit auf ihrem Bundesparteitag um einen gemeinsamen Kurs für Gentests an Embryonen. Die sogenannte Präimplantationsdiagnostik gilt als der heikelste Punkt. Für die CDU geht es um die Frage: Wie christlich sind Gentests an Embryonen? Während sich Angela Merkel, nach zu viel Mitte in den letzten Jahren, konservativ gibt, und die PID ablehnt, sprach sich Familienministerin Kristina Schröder dafür aus, Gentests unter engen Voraussetzungen zu erlauben. Es sei das kleinere Übel, dieses Verfahren zuzulassen. Ansonsten wird es hierzulande zu mehr Fehlgeburten, Totgeburten und Abtreibungen kommen. Den von Kritikern immer wieder befürchteten "Dammbruch" sieht Schröder nicht, da nur Paare mit einem ernsthaften Kinderwunsch den schweren Weg einer künstlichen Befruchtung wählten. Die Tabula Rasa fragt erneut: Wie viel Mitte hat die CDU?

> Das Phänomen Merkel - Einbruch bei Christen
 
Gesellschaft 16.11.10 Artikel lesen

Ostdeutschland -
wohin gehst du?

Der Osten der Bundesrepublik hat schlechte Chancen, gegenüber den alten Ländern wirtschaftlich aufzuholen. Dies ist zumindest das Resultat einer Studie des Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos. Während der Süden geradezu boomt, hinken der Norden und der Osten beängstigend hinterher. Auch die Prognosen für die Zukunft des Ostens fallen eher düster aus. Von den 53 Regionen, für die Prognos hohe bis sehr hohe Zukunftsrisiken sieht, liegen 48 in den neuen Bundesländern. Nur zwei Städte aus dem mitteldeutschen Raum konnten laut der Prognos-Studie sehr gute Noten bekommen. Die Universitätsstadt Jena landete auf Platz 15 und mußte sich Städten wie München, Erlangen, Frankfurt a.M. und Stuttgart geschlagen geben, Dresden belegte Platz 32.

> Es lebe die Republik
 
15.11.10 Artikel lesen

Der Streit
um die PID

Schon lange wird darüber diskutiert, ob die Präimplantationsdiagnostik in Deutschland erlaubt werden soll. Auch im Hinblick auf diese Frage herrscht auf dem CDU-Parteitag derzeit Uneinigkeit. Während Bundesforschungsministerin Annette Schavan weiterhin an einem Verbot festhält, votieren Wolfgang Schäuble, Kristina Schröder (Foto) und Ursula von der Leyen für eine begrenzte Zulassung der sogenannten PID. Untersuchungen an Embryonen sollen in solchen Fällen erlaubt sein, wenn Eltern befürchten, Kinder mit Erbkrankheiten auf die Welt zu bringen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Unions-Fraktionschef Volker Kauder lehnen die Diagnostik dagegen ab.

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Gesellschaft 14.11.10 Artikel lesen

November - Monat
der Entscheidung

Der Dauersport in unserer Gesellschaft, Tod und Sterben aus dem Bewusstsein zu verdrängen, legt zumindest in diesem Monat eine kurze Kunstpause ein. Memento mori, bedenke, dass du sterben wirst. Den siegreichen Feldherren im alten Rom soll ein Sklave diesen Satz beim Triumphzug beständig ins Ohr gerufen haben, während er dem Triumphator den Lorbeerkranz über das stolze Haupt hielt. Aber nicht nur die Sklaverei ist heute – Gott sei Dank – abgeschafft. Auch von denen, die bisweilen an die Endlichkeit des irdischen Lebens erinnern, ist nicht mehr viel zu hören oder zu sehen. Lautstark treten dagegen diejenigen auf, die uns alle möglichen Mittelchen anpreisen, um „fit for fun“ und ewig jung zu sein.

> November, Monat der Entscheidung
 
13.11.10 Artikel lesen

Schavan spricht sich
für PID-Verbot aus

Bundesforschungsministerin Annette Schavan bleibt standhaft und wird sich auf manch eine Kontroverse auf dem am Sonntag beginnenden CDU-Parteitag einlassen müssen. Die CDU-Politikerin hat sich nach wie vor für ein Verbot der Prä-Implantationsdiagnostik ausgesprochen. Die gentechnische Untersuchung von Embryos im Reagenzglas belaste die Menschen mehr, als daß sie Probleme löse, so Schavan bei einer Pressekonferenz in Stuttgart. Es dürfe nicht sein, daß Menschen mit Behinderungen als ein verhinderbarer Fehler angesehen würden. Viele Philosophen, beispielsweise Robert Spaemann, Honnefelder, Nida-Rümelin, Birnbacher und Hoerster, haben zu dieser Thematik in den letzten Jahren aus ganz unterschiedlicher Sicht Stellung bezogen. Argumentativ stingent erscheint immer noch die christliche Sicht, die eben für ein radikales Verbot dieses Verfahren wirbt.

 
Welt 12.11.10 Artikel lesen

Vor 100 Jahren starb Tolstoi

Vor hundert Jahren, am 20. November 1910, starb die Seele Rußlands, der Schriftsteller, Gutsbesitzer von Jasnaja Poljana und Vater von 13 Kindern, Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi. Mit seinen Romanen "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina", die mittlerweile zu Klassikern der Weltliteratur wurden, hat er nicht nur den realistischen Roman geschaffen, sondern Literatur von Weltruf. Neben seiner Passion für die Kunst des Schreibens interessierte er sich auch für reformpädagogische Bestrebungen und Bewegungen, richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein und besuchte die großen Pädagogen Deutschlands. Die Tabula Rasa stellt einen der Reformer vor.

> Die Pädagogik Christian Gotthilf Salzmanns
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Politik 12.11.10 Artikel lesen

Grüner Herbst:
"Es grünt so grün..."

Die Grünen sind weiter auf dem Vormarsch. Im Herbst der "Entscheidungen", wie Merkel betonte, gibt es für das Wahlvolk aber fast nur eine Entscheidung: Grün. Die Grünen kommen mit einem Zugewinn von einem Prozentpunkt derzeit auf 23 Prozent der Stimmen und erreichen damit ihren besten Wert. Und wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte Rot-Grün mit 49 Prozent die absolute Mehrheit für den Bundestag erringen, während Schwarz-Gelb nur auf 36 Prozent käme. Wie die Grünen macht auch Die Linke einen Prozentpunkt Boden gut und erreicht zehn Prozent. Die beiden alten Volksparteien hingegen verlieren jeweils einen Punkt. Nur noch 31 Prozent würden die Union und nur 26 Prozent die SPD wählen. Die FDP bleibt mit fünf Prozent seit Juli stabil im Keller.

 
Kunst 11.11.10 Artikel lesen

Der teuerste Comic der Welt:
Lichtensteins "Ohhh...Alright..."

Ein Pop-Art-Gemälde von Roy Lichtenstein (geb. 1923 in Manhatten) im Stile einer Comiczeichnung wurde in New York für 42,6 Millionen Dollar (31 Millionen Euro) versteigert. Nach Angaben des Auktionshauses Christie's war dies ein Rekord für ein Werk des 1997 gestorbenen Künstlers. Den Zuschlag erhielt ein unbekannter Bieter am Telefon. Das bisher teuerste Lichtenstein-Bild, "In the Car" von 1963, war vor fünf Jahren für 16,2 Millionen Dollar versteigert worden. Der fast dreifache Betrag ist jetzt für "Ohhh...Alright..." von 1964 fällig geworden. Neben Andy Warhol gilt Roy Fox Lichtenstein als wichtigster Vertreter der Pop-Art. Sein Durchbruch gelang ihm 1961 mit dem Bild Look Mickey (dt. Schau mal Micky); später wurde sein Stil der industrielle Stil des gedruckten Comics.

 
11.11.10 Artikel lesen

Hirntod - schon wirklich tot?

Rechtlich ist ist die Sache klar: Der Mensch ist tot, wenn die Funktionen seines Hirns einschließlich des Hirnstamms irreversibel ausgefallen sind. Auf diesem Grundsatz – daß der Mensch tatsächlich tot ist, wenn man ihm für eine Organspende seine Organe entnimmt – beruht die Transplantationsmedizin. Ob aber diese Gleichung Hirntod = Tod tatsächlich richtig ist, wird in jüngerer Zeit wieder kontrovers diskutiert. Denn zahlreiche Studien hätten ein längeres Überleben und die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen von hirntoten Patienten nachgewiesen. Bereits im September 1968 hat der Philosoph Hans Jonas, bekannt durch sein Buch „Das Prinzip Verantwortung“, die Definition des Gehirntodes der Kommission der Harvard Medical School auf einer Konferenz über "Ethische Aspekte von Humanversuchen" kritisiert, weil er die Gefahr eines Mißbrauchs an menschlichen Subjekten (Patienten) für medizinische Zwecke sah.

> Hans Jonas' Kritik am Hirntod
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11.11.10 Artikel lesen

"Gendiagnostikgesetz
hält Praxis nicht stand"

Wesentliche Teile des deutschen Gendiagnostikgesetzes entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technologie, sind in der medizinischen Praxis kaum umsetzbar oder haben gar negative Auswirkungen auf den Erfolg anerkannter Vorsorgeuntersuchungen, wie etwa auf das Neugeborenenscreening. Das Gesetz, das seit Februar 2010 in Kraft ist, ist dringend novellierungsbedürftig. Zu diesem Schluss kommt die Akademiengruppe „Prädiktive genetische Diagnostik als Instrument der Krankheitsprävention“ von Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (für die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften).

> „Gendiagnostikgesetz hält der Praxis nicht stand“
 
Kunst 10.11.10 Artikel lesen

Schillermuseum in Bad
Lauchstädt eröffnet

In Bad Lauchstädt wurde nun ein Museum eröffnet, das Friedrich Schiller gewidmet ist. In dem Barockgebäude wurde das Zimmer rekonstruiert, in dem der Dichter bei seinen Besuchen in Bad Lauchstädt angeblich übernachtet haben soll, was aber nicht mehr eine Legende ist, denn Schiller hat diesen Raum in Wirklichkeit nie gesehen. Daß der Dichter aus Marbach in Bad Lauchstädt mehrmals in einem einfachen Bürgerhaus übernachtete, zumeist um seinen Freund Goethe zu besuchen, dies gilt allerdings als sicher. Der Geheime Rat und Oberdirektor des Weimarer Hoftheaters Goethe besuchte ab 1791 regelmäßig die kleine Stadt südöstlich von Halle. Der Aufbau des Sommertheaters geht maßgeblich auf den Einfluß des Juristen aus Frankfurt/Main zurück, und daß Schiller auf dem Spielplan stand, war für Goethe eine Herzenssache.

> Was können wir von Friedrich Schiller lernen?
 
Gesellschaft 10.11.10 Artikel lesen

Bonjour tristesse:
Wir dopen uns zu Tode

Jetzt hat ein Jahresbericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) zutage gefördert, daß vier Millionen Menschen in Europa regelmäßig koksen. Die Zahl der Konsumenten ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen, auch ist Kokain schon lange keine Schickimicki-Droge mehr, sondern wird zusehends zur „Straßendroge“. Insbesondere in Spanien, Großbritannien und Italien sind es vor allem junge Männer, die der Droge erlegen sind. Aber selbst wenn Kokain nur in kleinen Mengen und unregelmäßig konsumiert wird, kann es bereits tödliche Wirkungen entfalten. Spitzenreiter aber ist und bleibt Cannabis. Immerhin 75 Millionen Europäer haben Cannabis schon einmal probiert; 23 Millionen rauchen den Stoff regelmäßig und über vier Millionen drehen sich täglich ihre Joints.

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Politik 10.11.10 Artikel lesen

Unbehagen der Deutschen an
Demokratie und Marktwirtschaft

Das Vertrauen der Bundesbürger in die Soziale Marktwirtschaft ist auf ein Rekordtief gefallen. Nur noch knapp 50 Prozent sind laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken der Meinung, daß sich die deutsche Wirtschaftsordnung bewährt hat. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1994, als sich noch 73 Prozent zur sozialen Marktwirtschaft bekannten. Frustration herrscht auch im Hinblick auf die Demokratie. Waren im September 2009 noch 62 Prozent der Deutschen mit der Demokratie zufrieden, so sind es Ende 2010 nur noch gut die Hälfte. Mehr als vier von zehn Befragten äußern sich dagegen kritisch. Vergessen wird dabei zumeist, daß auch der Unternehmer einem sozialen Ethos verpflichtet ist.

> Marie-Luise Dött: Unternehmerverantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft
 
Glaube 09.11.10 Artikel lesen

Welche Rolle spielt Gott
in der Welt der Religionen?

Die Frage nach der Bedeutung und der Funktion des Gottesbegriffs in internationalen Beziehungen ruft auf den ersten Blick Verwunderung hervor, jedenfalls für den Frommen. Dieser sieht seinen Gott ja gerade jenseits aller nationalen und internationalen Relationen. Und in der Tat steht der Gott der monotheistischen Religionen nicht nur jenseits aller irdischen Beziehungen, sondern auch jenseits der Welt. Zu den grundlegenden Bestimmungen des monotheistischen Gottesgedankens gehören seine weltenthobene Transzendenz sowie seine Universalität und Einzigkeit.

> Christian Danz: Zur Bedeutung des Gottesbegriffs in den internationalen Beziehungen
 
Politik 09.11.10 Artikel lesen

"Wir sind das Volk" -
auch ohne den Islam

Mit der Einführung des berühmten Rufes „Wir sind das Volk“ in die gegenwärtige Debatte um multikulturelle Gesellschaft und Identität und Integration hat Bundespräsident Christian Wulff in unverantwortlicher Weise einer Beliebigkeit und Relativierung der deutschen Geschichte das Wort geredet. Gerade einmal zwei Jahrzehnte sind vergangen seit der Ruf „Wir sind das Volk“ so lange gegen die Mauer geschleudert wurde, bis diese sich heute vor genau 21 Jahren öffnete. Auch Christian Wulff zitierte in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung die berühmte Vokabel der Freiheit, um sie dann mit den Worten zu interpretieren:

> Graf von Hoensbroech: Schon relativiert oder gar vergessen? Vor 21 Jahren fiel die Mauer
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Kunst 08.11.10 Artikel lesen

Kurt Masur erhält
Leo-Baeck-Medaille

Am 9. November wurde Prof. Kurt Masur, von 1970 bis 1997 Leipziger Gewandhauskapellmeister und späterer Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, mit der Leo-Baeck-Medaille geehrt. Der schon als DDR-Dirigent weltweit gefeierte Künstler spielte auch bei der Friedlichen Revolution in Leipzig vor 20 Jahren eine zentrale Rolle – der von Masur verlesene und über den Stadtfunk verbreitete Aufruf sechs prominenter Leipziger trug zum unblutigen Ausgang der Demonstration am 9. Oktober 1989 bei. Anschließend war er beim London Philharmonic Orchestra und dem Pariser Orchestre National de France. Masur ist auch Ehrengastdirigent des Israel Philharmonic Orchestra.

> Kurt Masur erhält Leo-Baeck-Medaille
 
Politik 08.11.10 Artikel lesen

Wer hat Angst vor
Alfred Grosser?

Noch war die Rede des Publizisten und Politologen Alfred Grosser im Rahmen der Gedenkfeier zur Erinnerung an die Reichsprogromnacht 1938 noch nicht gehalten, da hagelte es schon Kritik. Der Vizevorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hatte Grosser Haß gegen Israel vorgeworfen und ihn als eine "grandiose Fehlbesetzung" bezeichnet. In seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche am 9. November hielt Grosser zwar an seiner Kritik an Israel fest, vermied aber einen Eklat. Grosser hatte im Vorfeld immer wieder kritisiert, daß sich der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht gründlich mit seinem Buch "Von Auschwitz nach Jerusalem" (2009) auseinandergesetzt habe. Der deutsch-französische Publizist ist bekannt dafür, daß er sowohl ein Kritiker der israelischen als auch der französischen Regierungspolitik ist.

> Die Singularität der Schoah
 
Gesellschaft 08.11.10 Artikel lesen

Mathias Döpfner und
das Bezahl-Internet

Für den Chef des Axel Springer-Konzerns ist zumindest eine Sache klar: Verantwortlich für die schlechte Lage des Zeitungsmarktes ist das Internet. Wie Mathias Döpfner gegenüber dem "Handelsblatt" mitteilte, sei es Anbietern wie Google gelungen, die These zu verbreiten, die Umsonst-Kultur des Internets ist die größte Errungenschaft der Moderne. Die Leser haben aus dieser ausgegebenen Devise letztendlich den Schluß gezogen, daß nun alles kostenlos zu konsumieren sei. Wie Döpfner betonte, dürfte man diese Einstellung aber nicht den Lesern, sondern eben jenen Internetkonzernen vorwerfen. Die Erkenntnis, daß man in Zukunft für alle Inhalte und Angebote Geld verlangen müsse, setzt sich, so die Hoffnung Döpfners, nun auch in der Medienbranche durch.

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Politik 07.11.10 Artikel lesen

Der neue Mann für NRW:
Norbert Röttgen geht auf Kurs

„Kann man die Kiste noch hochstellen?“, raunte Jürgen Rüttgers einem Mitarbeiter des Bonner Konferenz-Zentrums zu. Bei der Totenehrung kurz zuvor war dem scheidenden Landesvorsitzenden der CDU in Nordrhein-Westfalen offenbar aufgefallen, dass das Rednerpult nicht der für ihn akzeptablen Höhe entsprach. Das durfte natürlich nicht sein. Schließlich sollte nichts schief gehen bei diesem 32. Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU, bei dem Jürgen Rüttgers nach fast zwölf Jahren nicht wieder kandidierte. So richtig schief ging zwar eigentlich nichts bei dem Treffen im ehemaligen Bundestag, doch das von vielen in der CDU erhoffte geschlossene und kraftvolle Signal eines Neustarts blieb aus.

> Norbert Röttgen will die CDU an Rhein und Ruhr wieder an die Macht führen
 
Politik 07.11.10 Artikel lesen

"Multikulti gibt es nicht"
Necla Kelek erhält Preis

Necla Kelek hat den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung erhalten. Laudatorin Alice Schwarzer würdigte in der Frankfurter Paulskirche den Mut und die Beharrlichkeit der türkischstämmigen Islamkritikerin. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches "Die fremde Braut" (2005) gilt Kelek in Deutschland als Kronzeugin jener Mahner und Rufer, die es schon immer besser wußten: Multikulti gibt es nicht. Insbesondere die Muslime stehen immer wieder im Visier der promovierten Soziologin, denn ihnen wirft sie vor, nicht in Deutschland angekommen zu sein und: daß sie weiterhin an traditionellen Rollenmustern festzuhalten. Der Freiheitspreis ist undotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. 2006 ging er an den früheren Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, 2008 an den peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa, den diesjährigen Träger des Literaturnobelpreises.

 
Welt 07.11.10 Artikel lesen

Benedikt XVI. weiht
Sagrada Familia

In Barcelona hat Papst Benedikt XVI. eine Messe in der Kirche "Sagrada Familia" gefeiert. Im Rahmen des Gottesdienstes hat er den weltbekannten Sakralbau des Architekten Antonio Gaudi zur Basilika erhoben. Vor der Messe war das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, der sich derzeit zwei Tage in Spanien aufhält, zu einem privaten Treffen mit dem spanischen Königspaar zusammengekommen. Vor dem Rückflug nach Rom am Abend steht dann noch eine Unterredung mit Regierungschef Zapatero auf dem Programm. Erste Station der Spanien-Reise des Papstes war gestern der Wallfahrtsort Santiago de Compostela im Norden des Landes.

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Feuilleton 05.11.10 Artikel lesen

100. Geburtstag
von Anna Seghers

Weniger bekannt hierzulande war, daß die vor 100 Jahren, am 19. November 1900, in Mainz geborene Anna Seghers in ihrer Jugendzeit eine Vertreterin der Neuen Sachlichkeit war. Die Büchnerpreisträgerin, die auch den Nationalpreis der DDR erhielt, schrieb während ihres Exils in Frankreich und in Mexiko ihre wohl berühmtesten Bucher Transit und Das siebte Kreuz. Von 1952-1978 war sie Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. Gleichwohl sie gegen den Ausschluß von Heiner Müller aus dem Verband protestierte, wird ihr eine gewisse Nähe zu Walter Ulbricht nachgesagt. Seghers, die 1983 starb, liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin begraben.

> Jörg Bernhard Bilke: Anna Seghers, Briefe 1953/83
 
Gesellschaft 05.11.10 Artikel lesen

Hannah Arendt und die
Friedliche Revolution

Vor wenigen Wochen wurde die Deutsche Einheit 20 Jahre alt. Im Jahr 1990 gingen die Veränderungen in der noch bestehenden Deutschen Demokratischen Republik mit einer so ungeheuren Geschwindigkeit voran bis schließlich am 3. Oktober 1990 die Einheit von Ost und West besiegelt wurde. Nicht einmal zwölf Monate zuvor fiel die Mauer und mit ihr die Herrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) sowie der gesamte DDR-Staat. Vor allem die Bevölkerung der DDR mit ihrem Willen zu politischen und gesellschaftlichen Veränderungen bestimmte diese rasant ablaufende Entwicklung, so dass die so genannte „Wende“ eher als eine Revolution bezeichnet werden muss.

> Hannah Arendt und die Friedliche Revolution
 
04.11.10 Artikel lesen

Kulturkampf in Weimar

Der Streit um die künftige Leitung der "Klassik Stiftung Weimar" geht in die zweite Runde. Nachdem der Thüringer Kulturminister Christoph Matschie - aus für viele nicht verständlichen Gründen - den Vertrag mit dem derzeitigen Präsidenten der Stiftung, Hellmut Seemann, nicht verlängert hat, soll jetzt eine Findungskommission bei der Neubesetzung helfen. Für seine Entscheidung, trotz Rückendeckung für Seemann aus Weimar, wurde Matschie nicht nur von der Opposition kritisiert. Demgegenüber betonte der SPD-Politiker, daß es völlig normal sei, wenn ein Vertrag nach zehn Jahren nicht verlängert werde.

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Feuilleton 03.11.10 Artikel lesen

Preis der Deutschen Gesellschaft
an Walser und de Bruyn

Der Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdienste um die deutsche und europäische Verständigung wird 2010 an Martin Walser (Foto) und Günter de Bruyn verliehen. Der Preis würdigt die Verdienste um die Wahrung der kulturellen Identität und das Werben um nationale Einheit sowie den außergewöhnlichen Beitrag der beiden Schriftsteller zu einem friedlichen Zusammenwachsen durch gegenseitiges Verständnis und den Abbau von Vorurteilen. Die Preisverleihung fand am 9. November statt. Bundestagspräsident, Professor Dr. Norbert Lammert MdB, hielt die Laudatio, Grußworte sprach Dr. Dr. h. c. Lothar de Maizière, Ministerpräsident a. D. und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft e. V.

 
03.11.10 Artikel lesen

Bachmann-Preisträger liest
im Nietzsche-Zentrum

Im Rahmen des "IV. Literaturherbst an Saale, Unstrut und Elster" liest Lutz Seiler am 11.11.2010 um 19.30 Uhr im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg aus seinem Erzählungsband „Die Zeitwaage“. Lutz Seiler, im thüringischen Gera-Langenberg aufgewachsen, ist für sein Werk mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und 2010 für "Die Zeitwaage" mit dem Deutschen Erzählerpreis. Er ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

> Bachmann-Preisträger im Nietzsche-Zentrum
 
Welt 03.11.10 Artikel lesen

Infelix Griechenland:
Europas Schicksal

Einst waren sie die Herren der Epen, Philosophen, Bildhauer von Weltruf. Ihr technisches Können und ihre Erfindungskunst galten über Jahrhunderte hinweg als genial, ihre Medizin siedelte auf höchstem Niveau, und Platon und Aristoteles belehren noch heute die Menschheit. Doch vom ehemals großen Glanz der Griechen ist wenig geblieben. Die Bürger sind zermürbt, das Land finanziell restlos überschuldet, Korruption, soziale Armut und Massenproteste sind Alltag am Mittelmeer. Unglückliches Griechenland! Und nur langsam gelingt es dem Staat, regulativ Einfluß auf seine Bürger zu nehmen. Ein Kommentar zur Lage von Rainer Westphal.

> Der Beitritt Griechenlands in die EU
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Politik 02.11.10 Artikel lesen

Günter Grass protestiert gegen Roma-Abschiebungen

Für den Schriftsteller Günter Grass ist die geplante Abschiebung von mehreren tausend Roma aus Deutschland in den Kosovo ein "Skandal für Deutschland und eine Hypothek für den europäischen Frieden." In einem Offenen Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière betonte der Schriftsteller: "In Deutschland geborende Kinder werden mit ihren Familien ins Nichts geschickt, in eine feindliche Umgebung ohne Perspektive." Vor diesem Hintergrund fordert Grass, daß die Bundesregierung ihre Entscheidung umgehend revidieren müsse. Mindestens 8.000 Roma sollen aus der Bundesrepublik in das Kosovo abgeschoben werden. Sie gehören zu einer größeren Gruppe geduldeter Kosovaren, die in den Balkanstaat zurückkehren sollen.

 
Gesellschaft 01.11.10 Artikel lesen

Kritik der Klimaökonomik

Der Klimawandel ist das größte Problem des 21. Jahrhunderts. Zerstören wir die klimatische Grundlage menschlicher Existenz, brauchen wir uns über Finanzkrisen und Arbeitsplätze keine Gedanken mehr zu machen.Trotzdem steht in den Sternen, ob in nächster Zeit ein entschlossener globaler Klimaschutz für die Zeit ab 2012 zwischen den Staaten vereinbart werden wird. Welches Maß an Klimaschutz wäre aber optimal? Genau das möchte die Klimaökonomik in Geld ausrechnen: Möglichst wenig Klimaschäden, aber bitte nur, wenn die dafür nötige Klimapolitik nicht übermäßig viel kostet und möglichst noch andere monetäre Vorteile hat (Wachstum). Das klingt plausibel.

> Felix Ekardt: Kritik der Klimaökonomik> Kommentar zum Artikel:
 
Politik 01.11.10 Artikel lesen

Jetzt geht er doch:
Röttgen der Taktiker

Was die K-Frage betrifft, hat sich Noch-Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) entschieden. Er nimmt den Umweg, denn direkt ist und bleibt ihm die Herrschaft in Berlin versagt - zumal auch von Guttenberg nach der Macht im Kanzleramt greift, wenngleich er beim CSU-Parteitag leise Töne angeschlagen hat. Auch ein Guttenberg weiß, wann er zu schweigen hat. Die Sache von Röttgen scheint hingegen klar: Von NRW, wo er von der Parteibasis zum Landesvorsitzenden gewählt wurde, demnächst zurück nach Berlin - vielleicht als der neue, starke Mann der CDU.

> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
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Feuilleton 31.10.10 Artikel lesen

Harry Mulisch ist tot

Der niederländische Schriftsteller Harry Mulisch ist tot. Mit seinem Roman "Die Entdeckung des Himmels" aus dem Jahre 1992 erlangte er Weltruhm. Mulisch, der 1927 in Haarlem geboren wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren. In den Sechziger Jahren sympathisierte er ebenso mit Fidel Castro als auch mit der Pariser Studentenbewegung. Er war Berichterstatter beim Eichmann-Prozeß in Israel und mit Hannah Arendt befreundet. Besonders bekannt war auch sein Romans "Das Attentat", in dem es um die Ermordung eines mit dem NS-Regime kollaborierenden Polizisten geht. Mulisch war Träger des Bundesverdienstkreuzes.

 
30.10.10 Artikel lesen

Robert-Schumann-
Ausstellung in Jena

Am 24. Februar 1840 wurde der Komponist Robert Schumann an der Universität Jena zum Dr. phil. promoviert. Die Universität erinnert nunmehr an dieses Ereignis mit einer Ausstellung. Schumann promovierte – damals ein gängiger Vorgang – in Abwesenheit ("in absentia") und reichte dafür bei der Philosophischen Fakultät verschiedene Schriften ein. Die Ausstellung "Der akademische Schumann – eine Ausstellung zu Studium und Promotion des Komponisten Robert Schumann" ist vom 3. bis 11. November zu sehen. Die Tabula Rasa hat sich dem Thema Schumann gewidmet.

> Der Chemiker Wolfgang Döbereiner befürwortet Robert Schumanns Promotion in Jena> Als Gesunder in der Irrenanstalt
 
Gesellschaft 29.10.10 Artikel lesen

Hartz IV auf dem Prüfstand

Am 9. Februar 2010 verkündete das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sein Aufsehen erregendes Urteil zu den Regelsätzen beim Arbeitslosengeld II und beim Sozialgeld (Az. 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09 und 1 BvL 4/09), die es für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar erklärte. Zwar hielten die Richter/innen des Ersten Senats den Hartz-IV-Regelsatz nicht für „evident unzureichend“, sie verpflichteten die Bundesregierung jedoch, vor dem 1. Januar 2011 eine Neuberechnung/-regelung zu treffen und bis dahin nötigenfalls einmalige Beihilfen zu gewähren, um Hilfebedürftigen durch Deckung ihrer Sonderbedarfe eine menschenwürdige Existenz zu sichern.

> Christoph Butterwegge: Hartz IV auf dem Prüfstand
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Gesellschaft 29.10.10 Artikel lesen

Roland Jahn soll
Birthler-Behörde leiten

Der frühere DDR-Bürgerrechtler und Journalist Roland Jahn soll neuer Chef der Stasi-Unterlagenbehörde werden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann will den 57-Jährigen als Nachfolger von Marianne Birthler (Foto) für das Amt vorschlagen. Seit Jahren arbeitet Jahn für das politische Magazin "Kontraste" des RBB und soll als Kompromißkandidat eine breite parlamentarische Unterstützung erhalten. 1983 wurde er als Regimegegner aus der DDR ausgewiesen, auch im Westen setzte er dann sich gegen den SED-Staat ein. Jahn gilt als Wunschkandidat von Birthler, deren Amtszeit im Frühjahr 2011 endet.

> Birthler muss weitermachen
 
Glaube 29.10.10 Artikel lesen

Nicht von dieser Welt:
Christen feiern Allerheiligen

Allerheiligen steht vor der Tür. Wir haben uns also einen Begriff vorgenommen, der in unserer schö­nen durchsäkularisierten Gesellschaft ein Fremdwort geworden ist. Was Missbrauch ist, weiß jeder – leider! Doch wenn es um Heiligkeit geht, herrscht allgemeines Analphabetentum. Da ist auch ein wenig die deutsche Sprache schuld. Die alten Griechen kannten noch drei Begriffe (hagios, hieros, hosios), um deutlich zu machen, was „heilig“ ist. Bei den Lateinern waren es noch zwei, wobei „sanctus“ das Heilige und Göttliche meinte, das Wort „sacer“ hingegen das, was mit dem Heiligen in Überseinstim­mung steht.

> Nicht von dieser Welt
 
Glaube 29.10.10 Artikel lesen

Reformationstag 2010

Insbesondere von evangelischen Christen in ganz Deutschland wird am 31. Oktober der Reformationstag gefeiert. Laut der Überlieferung soll der Mönch und Professor für Theologie, Martin Luther, am Tag vor Allerheiligen 1517 an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg seine 95 Thesen in lateinischer Sprache zu Ablaß und Buße angeschlagen haben, um damit eine akademische Disputation auszulösen. Mit seinen Thesen leitete der die Reformation in der Kirche ein. In der Tabula Rasa hat Udo Kern über das Kritikpotential nachgedacht und Bernd Rebe fordert: "Vollendet die Reformation!"

> Zum Kritikpotential des Protestantismus> Vollendet die Reformation!
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Kunst 27.10.10 Artikel lesen

Kulturquartier von
europäischem Rang

Die Paternosterkette besteht aus sieben hölzernen Totenköpfen, jeder von ihnen kaum größer als eine Fingerkuppe. Die Schädel sind aufklappbar und enthalten zu beiden Seiten jeweils eine kunstvoll geschnitzte und mit Kolibrifedern hinterlegte Darstellung einer im Neuen Testament beschriebenen Szene aus dem Leben Jesu. „Memento mori“ ruft die ungewöhnlich inszenierte Kette dem Beter zu, und „memento mori“ ist denn auch der gesamte Raum überschrieben, in dem das um 1580 in Mexiko gefertigte Exponat ausgestellt ist. Auf dem kleinen steinernen Altar liegt ein üppiges Antiphonar aus dem 16. Jahrhundert, und in den wirkungsvoll ausgeleuchteten Vitrinen finden sich weitere Exponate, die an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens, meist mit Bezug zur Passionsgeschichte Christi, erinnern.

> Kulturquartier von europäischem Rang
 
Kunst 26.10.10 Artikel lesen

10 Millionen Besucher in
der Frauenkirche in Dresden

Seit der Weihung der Kirche vor fünf Jahren sind mittlerweile mehr als zehn Millionen Besucher in die Dresdner Frauenkirche gepilgert. Auch das kirchliche Angebot hat sich bewährt. Neben den Gottesdiensten gibt es während der Besuchszeiten alle 30 Minuten auch einen "geistlichen Impuls zum Innehalten". - Die Frauenkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der 1994 begonnene Wiederaufbau des Barockbaus wurde 2005 - dank vieler Spenden - vollendet. Die Tabula Rasa fragt: Wie säkular ist der Osten?

> Warum sind wir so säkular? Eine Antwort aus dem deutschen Osten
 
Kunst 25.10.10 Artikel lesen

Moritzburg Halle zeigt von
Franz Marc und Paul Klee

Seit dem 24. Oktober 2010 ist im Kunstmuseum Stiftung Moritzburg in Halle eine neue Ausstellung zu bewundern. Bis zum 9. Januar nächsten Jahres werden Arbeiten von Franz Marc und Paul Klee gezeigt. Die Schau "Dialog mit Bildern" widmet sich dem künstlerischen Austausch der beiden Maler, die in der Zeit zwischen 1912 bis 1916 besonders eng befreundet waren. Wie Moritzburg-Direktorin Katja Schneider betonte, wird damit erstmals umfassend eine der wichtigsten Künstlerfreundschaften der Avantgarde vor dem Ersten Weltkrieg dokumentiert.

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Kunst 24.10.10 Artikel lesen

Anselm Kiefer und die
Bedenken Heideggers

Der Künstler Anselm Kiefer ist um Europa besorgt. Sein Unbehagen habe er, so in einem Gespräch mit dem Regisseur Alexander Kluge in der "Welt am Sonntag", einer Vorlesung des Philosophen Martin Heidegger entnommen. Heidegger hatte damals erklärt, daß Europa verloren gehen und nur noch als geographische Einheit weiterexistieren könne, quasi als eine Halbinsel, die an Asien dranhängt. Auch um Deutschland macht sich Kiefer Sorgen. Man könnte den Deutschen besser trauen, wenn sie tatsächlich in Europa integriert seien, denn dann sind sie gefesselt und gebunden. In der Nähe von Potsdam, in der Villa Schöningen, ist derzeit Kiefers Ausstellung "Europa" zu sehen. Die Tabula Rasa wirft nochmals einen Blick auf die Verleihung des Deutschen Friedenspreises.

> Weltschmerz schlägt Ware, Rückblick auf die Friedenspreis-Verleihung an Anselm Kiefer
 
Feuilleton 24.10.10 Artikel lesen

Christa Wolff erhält
Thomas-Mann-Preis

Die Schriftstellerin Christa Wolf hat am 24. Oktober in Lübeck den Thomas Mann-Preis für ihr Lebenswerk verliehen erhalten. Rund 700 Gäste waren zu der Preisverleihung in das Theater der Hansestadt geladen, darunter der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD) und der Träger des Literatur-Nobelpreises, Günther Grass. Der Autor würdigte Christa Wolf als eine der ganzen großen Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Heinrich Detering hat die aus der ehemaligen DDR stammende 81-jährige Autorin ausgewählt, "weil sie in ihren Romanen und Erzählungen die Kämpfe, Hoffnungen und Irrtümer ihrer Zeit kritisch und selbstkritisch befragt und mit tiefem moralischen Ernst und erzählsicherer Kraft geschildet hat".

> Christa Wolf: „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr.Freud
 
Welt 24.10.10 Artikel lesen

Der kulturelle Genozid
am Beispiel Tibets

Es sind nun auf den Tag genau 60 Jahre her, daß die Armeen Festlandchinas mit der Eroberung Tibets begonnen haben. China hat offiziell den 23. Oktober 1950 als Beginn des militärischen Angriffs festgelegt. Im Genozid werden Menschen auf Grund von Eigenarten, sei es Nationalität, sei es Religion, sei es Sprache oder sei es Hautfarbe ermordet. Im kulturellen Genozid werden diese Menschen nicht umgebracht, sondern dazu gebracht, ihre Eigenheiten abzulegen. Dies geschieht durch Zwang, freiwillig oder historisch-natürlich. Das Paradebeispiel des durch Zwangsmaßnahmen erreichten kulturellen Genozids gilt die christliche Missionierung der indigenen Bevölkerung Schwarz-Afrikas und Südamerikas.

> Der kulturelle Genozid am Beispiel Tibets
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Feuilleton 22.10.10 Artikel lesen

Martin Walser auf CD-Rom

Dass Amor auch noch bei reifen Menschen wie der Blitz zuschlagen kann, ist durchaus keine Seltenheit und dass dies alles andere als kitschig und peinlich ist, zeigt Martin Walser in seinem neuesten Roman "Ein liebender Mann". Ungewöhnlich ist vielleicht der gewaltige Altersunterschied des Anbetenden zu seiner Auserwählten, aber prominente Pärchen der Gegenwart zeigen, dass eine derartige Konstellation nicht unbedingt eine Ausnahmeerscheinung ist. Vierundsiebzigjährig verliebt sich Johann Wolfgang von Goethe bei einem Kuraufenthalt im Böhmischen Marienbad in die neunzehnjährige Ulrike von Levetzow. Dies beflügelt einen Sommer lang noch einmal dessen Innerstes. Die Symptome einer derartigen Gefühlswallung machen auch vor dem, bereits in ganz Europa als berühmter Schriftsteller gefeierten und verehrten Herrn Geheimrat keinen Halt.

> Alter Mann, junges Mädchen - peinlich oder zeitgemäß?
 
Gesellschaft 21.10.10 Artikel lesen

Hannelore (Loki) Schmidt ist tot

Loki Schmidt, geboren 1919 in Hamburg, ist tot. Die Frau von Altbundeskanzler Helmut Schmidt und engagierte Naturschützerin starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 91 Jahren. Sie verstarb in ihrem Reihenhaus in Hamburg-Langenhorn, in dem sie bis zuletzt gemeinsam mit ihrem Mann wohnte. Ihre Tochter Susanne sei bei ihr gewesen, sagte eine Sprecherin von Altkanzler Schmidt. Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Fußverletzung Ende September 2010 hatten Ärzte Loki Schmidt nach Hause entlassen. Die Tauerfeier findet am 1. November in der Hauptkirche St. Michaelis statt. Die Zeremonie beginnt um 12 Uhr mittags. Neben Hamburgs Erstem Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) sollen der frühere Bürgermeister Henning Voscherau (SPD) und Bischof Eduard Lohse sprechen.

 
Gesellschaft 21.10.10 Artikel lesen

Weltfußballer
Pelé wird 70

Der am 23. Oktober 1940 in einfachen Verhältnissen geborene Pelé, eigentlich Edison Arantes do Nascimento, zählt zu den weltbesten Fußballern der Geschichte. Der brasilianische Außnahmespiel wurde von der FIFA nicht nur zum Weltfußballer gewählt, vom IOC zum Sportler des Jahrhunderts, sondern war auch Sportminister seines Landes. Selbst der "Kaiser", Franz Beckenbauer, hält Pelé für den besten Fußballer überhaupt. Die Tabula Rasa denkt über Fußball und Philosophie nach.

> Perspektiven einer Philosophie des Fußballs
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Kunst 21.10.10 Artikel lesen

Galerie Rothamel zeigt
Werke von Markus Lüpertz

Sie gestalteten Kunstgeschichte, wurden mehrfach zur Documenta eingeladen, nahmen nach Belieben teil oder sagten ab. Der eine schuf seinen eigenen Geniekult und wurde weltbekannt, der andere gab Kataloge ohne Namen heraus und hält sich weltweit bedeckt. Beide agieren und lehren genreübergreifend. Abraham David Christian(*1952) ist Bildhauer und Zeichner, Markus Lüpertz (*1941) Maler, Bildhauer, Grafiker, Musiker und Poet. „Abraham David Christian und Markus Lüpertz“ 23. Oktober bis 4. Dezember 2010, Galerie Rothamel Frankfurt, Fahrgasse 17, 60311 Frankfurt am Main, Do - Fr 14 - 19, Sa 11 - 16 Uhr.

> Mehr dazu:
 
Glaube 20.10.10 Artikel lesen

Münchner Erzbischof
Reinhard Marx
wird Kardinal

Papst Benedikt XVI. kündigte für den 20. November ein Konsistorium an, bei dem er neben dem Münchner Erzbischof Reinhard Marx 23 neue Kardinäle berufen will Gewöhnlich werden nur Bischöfe zu Kardinälen ernannt, die Inhaber großer Bischofssitze sind. Im deutschen Sprachraum sind das Wien, Köln, Berlin und München. Deshalb ist die Ernennung von Reinhard Marx keine Überraschung: In den vergangenen 100 Jahren wurden alle Münchner Erzbischöfe Kardinäle. Unter anderen auch Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI. In einem Monat wird der Pontifex seinem Nachfolger die Ernennungsurkunde und das purpurrote "Birett" überreichen. In der Tabula Rasa denkt Marx über seinen Namensvetter Karl Marx nach.

> Marx schreibt an Marx
 
20.10.10 Artikel lesen

Der Philosoph Ryôsuke
Ôhashi spricht in Weimar

Am Donnerstag, 21. Oktober 2010, 18 Uhr, spricht Ryôsuke Ôhashi im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums zum Thema »Kultur des >Windes< im Fernen Osten«. Der Vortrag ist als eine Fortsetzung des »fernöstlich-westlichen philosophischen Gesprächs« zu verstehen, das Ryôsuke Ôhashi bereits 2009 zum zehnjährigen Jubiläum des Kollegs Friedrich Nietzsche skizzierte. Dabei greift er den von dem japanischen Philosophen Kitaro Nishida (weiter)entwickelten Identitätsgedanken auf, der eine Grundlage der abendländischen Philosophie bildet.

> »Kultur des >Windes< im Fernen Osten«
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20.10.10 Artikel lesen

Augentest gibt Hinweise
auf Schwere der Depression

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In Zukunft könnte eine Augenuntersuchung wertvolle Hinweise zur die Schwere einer Depression geben. Wie Freiburger Wissenschaftler herausgefunden haben, reagiert die Netzhaut depressiver Menschen nur schlecht auf Farbkontraste. In einer Studie, die im Fachjournal "Biological Psychiatry" erschien, prüften die Neuropsychiater bei depressiven und gesunden Teilnehmern die Reaktionen der Netzhaut auf wechselnde Schachbrettmuster mit unterschiedlichen Kontrasten. Sollte sich das Resultat in weiteren Studien bestätigen, könnte man anhand dieses Verfahrens objektiv den subjektiven Zustand einer Depression messen.

 
Wissen 20.10.10 Artikel lesen

Andreas Urs Sommer
entdeckt die Stoa neu

„Fordern Zeiten der Krise eine harte und kalte Philosophie des Verzichts? Seelenruhe sei, so die alten Stoiker, nur zu erreichen durch den Verzicht auf alles, was uns vom Schicksal genommen werden könnte. Damals wollten sie Seelenruhe auf unerschütterliche Gewissheiten gründen. Uns sind solche Gewissheiten abhanden gekommen. Umso größer ist das Bedürfnis nach einer Philosophie, die der Krise trotzt.“ Über diese Fragen denkt der Philosoph Andreas Urs Sommer in seinem Buch: „Die Kunst der Seelenruhe, Anleitung zum stoischen Denken" nach.

> Mehr dazu: "Sternstunde Philosophie im Schweizerischen Fernsehen
 
Kunst 20.10.10 Artikel lesen

Deutscher Pavillon:
Hommage an Schlingensief

Der deutsche Regisseur und bekennende Katholik Christoph Schlingensief sollte den Deutschen Pavillon für die Biennale in Venedig 2011 gestalten, doch der Künstler starb an einem unheilbaren Krebsleiden. Schlingensiefs (1960 in Oberhausen geboren und im August 2010 in Berlin gestorben) Ideen werden jetzt, wie die Kuratorin des Pavillons mitteilte, nicht umgesetzt. Dagegen ist eine Hommage an den Regisseur plant - in Zusammenarbeit mit dessen Witwe. So sollen viele Projekte eingearbeitet werden - darunter auch das Operndorf in Burkina Faso. Vergangenes Jahr schrieb Schlingensief noch das beeindruckende Tagebuch seiner Krebserkrankung: "So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!"

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Welt 20.10.10 Artikel lesen

Das Grauen vor Mexiko:
"Deepwater Horizon"

Vor einem halben Jahr explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. „Wir haben es mit einer gewaltigen und womöglich beispiellosen Umweltkatastrophe zu tun,“ räumte damals US-Präsident Barack Obama ein. Viel zu lang warteten die Regierung und das ganze Land darauf, daß die BP-Ingenieure endlich die sprudelnde Ölquelle in 1500 Metern Tiefe verschließen. 87 Tage dauerte dies dann und knapp 700 Millionen Liter Öl verschmutzten die Südküste der USA. Bislang hat die Ölkatastrophe den BP-Konzern nach eigenen Angaben 11,2 Milliarden Dollar gekostet. Von den Schäden am Ökosystem ganz zu schweigen.

> Deepwater Horizon - Zeugnis einer Katastrophe.
 
Welt 19.10.10 Artikel lesen

Rede von Christian Wulff
bei seinem Besuch in Ankara

Unsere Beziehungen reichen weit in die Geschichte zurück und haben die Entwicklung unserer Nationen immer wieder bereichert. Der Dialog von Orient und Okzident hat früh Schriftsteller und Künstler beschäftigt. Auch in Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Technik entstand eine enge partnerschaftliche Beziehung. Das Ende des Ersten Weltkriegs führte beide Länder in eine neue Epoche, die Kaiserreich und Sultanat hinter sich ließ und in der das Parlament eine zentrale Rolle spielen sollte.

> Rede des Bundespräsidenten in der Türkei
 
Gesellschaft 19.10.10 Artikel lesen

Alois Glück und die
fraktale Struktur des Islam

Wie der Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück (Foto), gegenüber dem "Deutschlandfunk" betonte, kann der Islam nicht Partner des Staates sein, wie das derzeit die christlichen Kirchen sind. Der Islam, so die Begründung Glücks, sei eben keine "einheitliche Religionsgemeinschaft". Das zeigt sich insbesondere an einer Vielzahl von Konflikten innerhalb der islamischen Welt. Die Tabula Rasa veröffentlicht nochmals die Rede von Christian Wulff, der zumindest in einer Passage postulierte, daß der Islam zu Deutschland gehöre.

> Christian Wulff: "Vielfalt schätzen - Zusammenhalt fördern"
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Gesellschaft 19.10.10 Artikel lesen

Der Mathematiker Benoît
Mandelbrot
ist tot

Der Vater der fraktalen Geometrie ist tot. Der Mathematiker Benoît Mandelbrot, geboren 1924 in Warschau, ist im Alter von 85 Jahren in Chicago gestorben. Mit seiner Mandelbrot-Menge ermöglichte er die Berechnung fraktaler Strukturen, dazu zählen Küstenlinien, Bäume, Farne oder Wolken. Durch die Darstellung in Computergrafiken - "Apfelmännchen" - wurden Mandelbrots Fraktale berühmt. Die Tabula Rasa widmet sich aus gegebenem Anlaß dem Thema Philosophie und Mathematik.

> Wahrheit oder Spiel
 
Kunst 18.10.10 Artikel lesen

Dokumentationsfestival
in Leipzig hat begonnen

In Leipzig hat das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm begonnen. An sieben Tagen laufen fast 350 Filme aus 58 Ländern. In diesem Jahr ist das Festival sehr politisch, so der verantwortliche Direktor Claas Danielsen. Themen sind der Afghanistan-Krieg, der Gaza-Konflikt und die Lage im Iran. Danielsen beklagt die Sende- und Vorführbedingungen für dokumentarische Produktionen. Im Kino würden die Filme oft schon nach der ersten oder zweiten Woche wieder aus dem Programm genommen, und im Fernsehen landeten sie regelmäßig auf sehr späten Sendeplätzen. Kultur hat so keinen Wirkungsraum. Die Veranstaltung findet seit 1955 jährlich statt. In den beiden Wettbewerbskategorien – Internationaler Dokumentarfilm, Internationaler Animationsfilm – werden als Hauptpreise die Goldene und Silberne Taube verliehen.

 
Kunst 18.10.10 Artikel lesen

"ECHO" Klassik
für Kurt Masur

Der Dirigent Kurt Masur hat für sein Lebenswerk den renommierten Musikpreis „ECHO Klassik“ erhalten, womit er auch für seine humanitären Verdienste gewürdigt wird. Masur war von 1970 bis 1996 Gewandhauskapellmeister des Leipziger Gewandhausorchesters; in den Jahren 1989/90 engagierte er sich in der Initiative "Keine Gewalt" für einen friedlichen Verlauf der Montagsdemonstrationen, die zum Umbruch in der DDR und später zur Wiedervereinigung führten. 2008 feierte Kurt Masur sein 60-jähriges Jubiläum als Dirigent. Bei der Gala des „ECHO“ in der Essener Philharmonie erhielten unter anderem die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato, der chinesische Pianist Lang Lang und der deutsch-amerikanische Geiger David Garrett die Preise. Der „ECHO Klassik“ gilt als bedeutendster Klassikpreis der Welt und wurde erstmals 1994 verliehen.

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Welt 17.10.10 Artikel lesen

Wie weiter Herr Raúl Castro?
Kuba droht die Marktwirtschaft

Auf der sonnenverwöhnten Karibik-Insel Kuba ist schon längst alles nicht mehr so wie einst Fidel Castro erträumte. Völlig unverständlich für die sozialistisch-sozialisierten und politisierten Kubaner ist nun die Nachricht, daß in den kommenden Monaten 500.000 Mitarbeiter im Staatssektor ihren Job verlieren werden. Ihren Sozialismus haben sie sich anders vorgestellt. Massenentlassungen, die nun den Kubanern drohen, waren im Sozialismus immer ein Tabubruch. Wer das Land aber kennt, der weiß, hier hilft nur noch die private Selbstständigkeit, sonst droht der schon lange erwartete Niedergang. Nur wie soll man dies den Kubanern erklären?

> „Das ewige Floß“. Wohin treibt Kuba?
 
Feuilleton 15.10.10 Artikel lesen

Mario Vargas Llosa - ein
politischer Schriftsteller

Am 7.10.2010 wurde der Schriftsteller Mario Vargas Llosa mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, der am 10.12. 2010 offiziell verliehen wird. Die Juroren in Stockholm würdigten Vargas Llosa mit der Preisverleihung „für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage" Die Verleihung des Nobelpreises ist als Auszeichnung für ein Lebenswerk mit 15 Romanen und zahlreichen Artikeln, die vor allem in der spanischen Zeitung „El País“ erschienen, zu verstehen. Vargas Llosa gilt einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten seiner Zeit.

> Mario Vargas Llosa- ein politischer Schriftsteller
 
Wissen 14.10.10 Artikel lesen

Nietzsche-Kongreß in Naumburg

Die Jahrestagungen der Nietzsche-Gesellschaft finden jeweils zu den Gedenktagen im August oder Oktober jeden Jahres statt. Im ca. zweijährigen Turnus sind dies größere Kongresse, die von Donnerstag bis Sonntag abgehalten werden. Sie bieten Plenarbeiträge und bis zu 6 verschiedene Sektionen. Im Rahmen der Kongresse wird der Friedrich-Nietzsche-Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt vergeben. Der Kongress findet vom 14. bis 17. Oktober 2010 statt und wird erstmals gemeinsam mit der Friedrich Nietzsche Stiftung ausgerichtet. Er steht unter dem Titel: „Einige werden posthum geboren." Friedrich Nietzsches Wirkungen.

> Mehr Informationen
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Kunst 14.10.10 Artikel lesen

"Berühre mich nicht"
Neue Ausstellung in Kolumba

Gleich im Foyer des Hauses kommt es für die Besucher zur ersten sinnenreichen Begegnung. Das großformatige zwei Jahre alte Gemälde ohne Titel von Michael Toenges zeigt eine geradezu plastisch erscheinende Farbmasse, deren Reichhaltigkeit die Freude des Künstlers erahnen lässt, immer wieder und nochmals von Neuem möglichst tief die Pinsel in die versch