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Rubrik: Politik Letzte Änderung: 06.05.11

Angela Merkel und die
Taliban im eigenen Land

von Stefan Groß

Noch kann Bundeskanzlerin Merkel hoffen, daß Osama Bin Laden gar nicht tot ist, zumal die USA jeden Beweis verweigern. Die Kanzlerin, die sich darüber freute und darüber wiederum scharf von den Gutmenschen hierzulande kritisiert wurde, weil man sich über den Tod, und sei es der eines Tyrannen, nicht freuen darf, muß nun um ihre moralische Standhaftigkeit fürchten. Aus allen Lagern treffen sie Vorwürfe, flankiert wird sie nur von Guido Westerwelle. Was aber an der ganzen Sache am meisten verwundert, ist, daß die Gutmenschen, die sonst nie über moralische Erwägungen aus dem Vatikan Rücksicht nehmen, ausgerechnet die Kritik am Tod von Osama Bin Laden aus Rom zum Ausweis ihrer Moralfähigkeit machen. Man hat das Gefühl, die Taliban stehen im eigenen Lande.

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Die Affinität der Deutschen zum Terrorismus

Warszawski 09.05.2011 21:42

http://anti3anti.wordpress.com/2011/05/09/liebe-zum-terrorismus/

stefangrande 06.05.2011 17:46

Ein sehr emotionaler Kommentar. Aber: Aus meiner Sicht ist eine Äußerung der Freude über die Tötung eines Menschen von Menschen für eine Kanzlerin aller Deutschen nicht angemessen. Allerdings ist es schon eigenartig, welche Leute in dieser Angelegenheit jetzt plötzlich aus ihren Löchern hervorkriechen -:) Irgendein Gebot lautet, Du sollst nicht töten. Allerdings tun wir es reichlich mit unterschiedlichen Begründungen. Auch wenn man einen Verbrecher vom Kaliber eines Bin Ladens vernichtet, sollte Nachdenklichkeit überwiegen. Wie soll das Gebot noch glaubwürdig vertretbar sein; wenn z. B. die Todesstrafe von Staaten durchgeführt wird. Es handelt sich um einen Mangel an Kultur. Die Amerikaner haben offensichtlich ihre Wild West Kultur noch nicht überwunden. Leider erweckt die Wild West Kultur noch bei vielen Menschen Bewunderung, was eine latente Gefahr darstellt. Auge um Auge, Zahn um Zahn ist die Bildung einer unendlichen Kette. Nach einiger Zeit wissen die Akteure nicht mehr warum sie töten. Es war immer so und es wird immer so sein? Man wollte mir in meiner Jugend zum Beispiel beibringen, dass zwischen Deutschen und Franzosen eine Erbfeindschaft herrschen würde. Soldaten lernen es, planmäßig zu töten. Laut Definition ist es Mord. So etwas zu tun, kann nur eine Rechtfertigung haben. Es ist die Selbstverteidigung bei einem direkten Angriff; bei der Bedrohung von Leib und Leben. Wirtschaftliche Interessen sind demnach keine Rechtfertigung. Übrigens der Begriff Gutmensch hat in meinen Augen einen verächtlichen Touch. Derartige Begriffsbildungen sollen bewußt dazu führen, dass Differenzierungen unterbleiben und sind dazu da, das Sozialverhalten zu diskriminieren!

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