| Rubrik: Gesellschaft | Letzte Änderung: 24. Oktober '11 |
von Jörg Bernhard Bilke
Es gibt weit über 100 Erlebnisberichte aus DDR-Zuchthäusern! Der erste stammte von Eva Müthel, die sechs Jahre eingesperrt war, und trug den Titel „Für dich blüht kein Baum“ (1957), der bisher letzte wurde von dem Dresdner Geschwisterpaar Dorothea Ebert und Michael Proksch unter dem Titel „Und plötzlich waren wir Verbrecher“ (2010) veröffentlicht. Das Buch Thomas Raufeisens, der 1962 in Hannover geboren wurde, nimmt innerhalb der DDR-Gefängnisliteratur eine Sonderstellung ein, nicht wegen der Haftbedingungen, die nicht anders waren als die seiner Mitgefangenen, sondern weil der Verfasser von seinem Vater Armin Raufeisen (1928-1987) in den SED-Staat verschleppt und damit in ein unsägliches Unglück gestürzt wurde, das über Nacht sein junges Leben völlig veränderte.
> Zerstörte Jugend>> Kommentar zu diesem Artikel schreiben. <<
Um diesen Artikel zu kommentieren, melden Sie sich bitte hier an.