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Erschienen in Ausgabe: No 83 (1/2013) Letzte Änderung: 01.01.13

MÜNCHEN LEUCHTET

für und-Kunstjournal Herausgeberin Johanna Kerschner

von Anna Zanco-Prestel

Rückblickend auf glorreiche Münchner Kulturblätter wie den Simplizissimus und Jugend in ihren Ursprüngen oder den Zwiebelfisch hat am 11.12.12 Bürgermeister Hep Monatzeder die Leistungen der engagierten Herausgeberin der Kunstzeitschrift und-Münchner Kunstjournal gewürdigt, die seit 29 Jahren ihr anspruchsvolles Projekt im Eigenverlag weiterführt.
Aus dem dünnen quadratischen Blatt in Schwarz/Weiß ist eine elegante Publikation im DIN A4 Format mitbestechenden Farbbildern geworden, die die Kunstszene in der Isar-Metropole und im Umland aufmerksam verfolgt. Portraits einzelner Künstler und Gespräche mit Galeristen bereichern die Veröffentlichung, die vierteljährlich erscheint und als einzige ihrer Art in diesen schwierigen Jahren als Paperdruck überlebt hat, weshalb sie- gemeinsam mit ihrer Chefredakteurin - als „ein wahres Vorbild an Beständigkeit“ charakterisiert wurde. 1983 von ihr gegründet, versteht sich das Blatt als das Bindeglied und als eine „Brücke zwischen Kunst Produzierenden und Kunst Interessierten“, die im Laufe der Jahrzehnte zu einer unverzichtbaren Kommunikationsplattform aufgestiegen ist.
Dies entspreche – so Johanna Kerschner in ihrer mit bewegter Stimme vorgetragenen Dankesrede - der Funktion des im Titel enthaltenen Begriffs „und“: „ein Bindewort schlechthin“, dazu prädestiniert, „Verbindungen zu schaffen“. Dies in Anlehnung auf Kandinskj, der in seinem Werk Über das Geistige in der Kunst von der „Synthese als Gegenpol zur Antithese, von Annehmen im Gegensatz vom sich sperren gegen das unbekannte Neue und Erneuernde“ spricht.
Nicht „zu kritisieren, sondern zu präsentieren“ sei von Anfang an Ihr Ziel gewesen, mit und ein Forum zu schaffen,auf dem das Kreativpotential einer Stadt wie München ins Bewusstsein einer aufgeschlossenen Öffentlichkeit gehoben wird.“
Für ihre unermüdliche Bemühung, die „Schöpfungen Münchner Kunstschaffender zum Leuchten zu bringen“ dankt ihr die Landeshauptstadt mit der begehrten Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber, auf deren einer Seite die Silhouette des Alten Rathauses, auf der anderen ein Moriskentänzer von Erasmus Grasser eingraviert sind. Der Name derAuszeichnung, die seit 1961 als Zuerkennung für „besondere Verdienste um München“ verliehen wird, stammt frei von Thomas Mann, der in der Novelle Gladius Dei seiner Wahlheimat ein literarisches Denkmal von unerreichtem Glanz setzte: „München leuchtete. Über den festlichen Plätzen und weißen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrünten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schönen Junitags:“

www.und-kunstjournal.de

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