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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 11.03.14

Der Realisierung wieder einen Schritt näher: Das künftige Naturkundemuseum Bayern hat seinen Architekten

von kein Autor

Zwei Tage lang haben die Preisrichter intensiv überlegt, diskutiert und ausgewählt. Zwei Tage lang Entwürfe gewälzt. Zwei Tage lang immer und immer wieder entschieden. Aber es geht schließlich um die Zukunft.
Für den Förderkreis Naturkundemuseum Bayern e.V. ist nun eine weitere Hürde geschafft. Die Gewinner des im letzten Jahr ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs für den Bau des neuen Naturkundemuseums Bayern stehen fest: „Staab Architekten“ aus Berlin heißt der erste Preisträger, der am 07. März 2014 im Museum Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg bekannt gegeben worden ist. Zu den vorangegangenen Tätigkeiten des Teams rund um Architekt Volker Staab gehören unter anderem Projekte wie Erweiterung und Umgestaltung des bayerischen Landtags im Maximilianeum, das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und der mehrmals ausgezeichnete Bau des Museums der Bayerischen Könige in Hohenschwangau.
Den zweiten Preis erhielt das Architekturbüro „Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten“ aus Nürnberg, die unter anderem die Universitäts- und Landesbibliothek in Darmstadt konzipiert haben und ebenfalls bereits mehrfach ausgezeichnet sind. Den dritten gewannen die Hamburger „PFP Architekten“. Sie sind beispielsweise für die Erfurter Oper und Schauspielhaus und Kammerspiele in Nürnberg verantwortlich.
„Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, so Dr. Auguste von Bayern, Prinzessin zur Lippe und erste Vorsitzende des Vorstands des Förderkreises. Zusammen mit Prof. Dr. Randolf Rodenstock, dem zweiten Vorsitzenden, vertrat sie den Förderkreis – neben namhaften Architekten, Vertretern des Freistaats Bayern, des Stadtrates der Stadt München und der Generaldirektion der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns – im Preisgericht.
Eine Priorität lag auf der harmonischen Integration des künftigen Museums in das Gesamtensemble des Schlosses. Auch dieser Forderung kommen die Preisträger nach, in dem sie etwa Prinzipien der Gesamtfigur der Schlossanlage aufgreifen. Das Ziel einer ganzheitlichen Natur- und Kulturmeile zusammen mit Schloss und Botanischem Garten wird so greifbar. Der künftig zur Verfügung stehende Innenhof soll als Zentrum und Eingangsbereich dienen, der die Besucher auf ästhetisch-stimmungsvolle Weise in das Museum einlädt. Auch größere zusammenhängende Bereiche für Werkstätten, Museumspädagogik und Kinder setzen die Entwürfe professionell um.
Dr. Auguste von Bayern lobt vor allem den Umgang mit dem inhaltlichen Konzept des Museums. „Das inhaltliche Konzept des neuen Museums ist sehr integrativ und ganzheitlich angelegt, die einzelnen Themenbereiche greifen stark ineinander. Alle gekürten Entwürfe setzen diese Herausforderung gekonnt um. So wird ein modernes Forum für Life Sciences erst möglich.“
Ziel des Förderkreises ist es, die Schaffung eines Museums für Life Sciences, - also Bio-, Geo-, Human- und Umweltwissenschaften – voranzutreiben; denn gerade bei diesen Themen existiert bisher eine gravierende Lücke in der bayerischen Museenlandschaft. Dabei besteht eben hier aufgrund der schnellen Wissensvermehrung und der kontinuierlichen Herausforderungen im Umweltschutz enormer Bildungsbedarf, vor allem bei Kindern. Deshalb soll das beliebte, aber viel zu kleine Museum Mensch und Natur zu einem großen, international repräsentativen Naturkundemuseum ausgebaut werden.
„Ohne unsere vielen, tatkräftigen Unterstützer wäre der Wettbewerb aber gar nicht erst möglich gewesen“, ergänzt Dr. Auguste von Bayern. Rund eine Million Euro konnte der Förderkreis 2012 einwerben und damit die im Doppelhaushalt 2013/2014 zugesagte Anschubfinanzierung von 2,6 Millionen Euro anstoßen, die letztendlich auch den Architektenwettbewerb finanziert hat. „Damit gilt unser Dank vor allem der engagierten, bayerischen Bevölkerung und unseren Gründungsmäzenen, die das Projekt Naturkundemuseum Bayern tatkräftig unterstützen.“
Denn schließlich soll Bayern fit für die Zukunft bleiben.

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