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Rubrik: Hauptartikel Letzte Änderung: 15.12.14

Kein Ludwig Erhard, nirgends!

von WirtschaftsKurier Die Unternehmerzeitung

Die FDP ist verschwunden, der Wirtschaftsflügel der Union hat still zu sein. SPD, Grüne und Linke haben gar keine Marktwirtschaftler mehr. Wer vertritt eigentlich noch das Erbe von Ludwig Erhard?

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So einfach ist das auch nicht mit der Frage!

Frank 05.01.2015 15:59

Erhard hat entfesselt, die Kartelle zerschlagen, damit hemmungslosen Wettbewerb los getreten. Nach dem Krieg haben sich dann alle über den Turbokapitalismus gefreut. Gut, das allein ist noch nicht Erhard. Er wollte auch, dass jeder in den Markt kann, nur, mit Entfesselung läuft man irgendwann in die Überproduktion und ohne Nachfrage gibt es eben keine Anteilnahme im Markt, - also für die, die froh waren, überhaupt noch ihre Lohnarbeit an den Unternehmer zu bekommen, keine Verhandlung ihrer Verträge, also keine Marktwirtschaft, keine Freiheit! Erhard würde heute möglicherweise genau das tun, was Politik und Wirtschaft (die Große) lange vorbereitet haben, den großen Freihandel. Was einmal mit Deutschland 1957 funktioniert hatte, muss doch nun auch wieder funktionieren. Wir haben Ludwig Erhard in der Tat! Aber Marktwirtschaftler sein, geht damit los, wenn man sich überlegt wie man den Turbokapitalismus wieder einfangen kann, wie man große Unternehmen mittels allgemeiner Rahmenbedingungen motivieren kann, in kleinteiligere Standorte zu investieren, zwecks Aufbau der vernichteten Wirtschaftsstruktur. Weil: Marktwirtschaft ist ein Ausdruck für Funktion. Kleinteiligere Unternehmen sind nicht so produktiv, sättigen die Nachfrage nicht! Das ist entscheidender und wichtiger, als Wachstum! Marktwirtschaftler denken nicht zuerst an Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und an Produktivität, sondern an die Funktion des Tausches, an funktionierende Märkte, an Interessenausgleich, an Teilhabe, an gebremstes Angebot, damit alles gut, also mit Verhandlung und Interessenausgleich den Besitzer wechseln kann und der Wettbewerb nicht zerstörend wirkt. Liebe Unternehmer, wer zu viel produziert, gezwungen durch regellosen Wettbewerb, der bekommt dann im Überangebot irgendwann - und das kommt - nicht mal die Materialkosten rein! Insofern hatten wir nie Marktwirtschaft und es sieht auch nicht so aus, dass Regierungen diese wollten. In einer Krise, also in Zuständen der Überangebote, dümmlich die die Wettbewerbspeitsche zu schwingen, anstatt über Modelle zur Gestaltung des Wettbewerbes nachzudenken, Gestaltung mit allen beteiligten Unternehmern, - was heute umsetzungsfähig wäre. Organisation des Wettbewerbes für Investitionsfähigkeit und belastbare Nachfrage, in subsidiären Rahmenbedingungen, dies ist Marktwirtschaft. Produktivitätsdenken, Wachstumswahn und Austeritätswahn ist idiotisches Privatunternehmerdenken einer Regierung, also die Abschaffung der Marktwirtschaft. Der Geist Erhards zur Enthemmung der Produktivität ist heute also gut vertreten, auch der sich dann auftuende Widerspruch, der sich klassisch in der Kritikmöglichkeit ausdrücken kann, also die dann zwanghaft notwendig werdende Prozesspolitik anzuprangern wie Mindestlohn, Subvention, Bankenkontrolle und … und durch den Kakao zu ziehen. Wir leben Erhard in allen Fassetten. Wir sollten uns aber weiter entwickeln. Wir sollten die Marktwirtschaft aufhören, zu bekämpfen, wir sollten sie für uns nutzen lernen. Wir sollten lernen, uns durch die Möglichkeit der Anteilnahme aller Geschäftigen an der Gestaltung des Wettbewerbes, zu zügeln - in der Produktivität, dass alle zu einem Interessenausgleich kommen können durch Verhandlung, das Geld seinen Wert behält, das alle Unternehmer, alle Arbeiter, … alle Nationen, die im Handel eingebunden sind, Chancen haben für ihre Entwicklung. So schwer kann das doch nicht sein. Wir dürfen nicht bei Smith, Marx, Keynes, Hayek, Eugen, Schumpeter … Erhard stehen bleiben, doch sollten wir ihre Analysen, ihre Erkenntnisse schätzen und in die moderne Zeit mitnehmen. Doch: „Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist.“ Christian Morgenstern - Vor allem in Bezug auf die Umsetzung der Wettbewerbsgestaltung, die vor allem eine organisatorische Herausforderungen ist. Es müssen allgemeine Rahmenbedingungen entwickelt werden und dafür viele Daten erfasst und verarbeitet werden können. Diese „Reife“ haben wir heute. Wir können alle notwendigen Anwendungen in unserem täglichen Leben entdecken. Jetzt brauchen wir nur noch die Gelegenheit zum „Wollen“, denn: „Wo Wollen und Können zusammen arbeiten, ist es nur noch eine Frage der Zeit“ Ernst Ferstl Weiter lesen?: http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5225:wie-wird-marktwirtschaftlich-regiert-teil-5-marktwirtschaft-ist-eine-geldpumpe&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50

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