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Erschienen in Ausgabe: No 108 (02/2015) Letzte Änderung: 13.02.15

Markus Lüpertz ARKADIEN in München - Elf großformatige Gemälde und sieben kleinere auf Leinwand und Papier des namhaften, zwischen Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe lebenden Künstlers Markus Lüpertz aus seinem Zyklus „Arkadien“ finden ihre ideale Bühne in der Galerie Bernheimer

von Anna Zanco-Prestel

Nicht zum ersten Mal orientiert sich Markus Lüpertz in seinem künstlerischen Schaffen an klassische Vorbilder der Antike und der griechischen Mythologie. Er tut es nun wieder in einer Werkschau mit Titel „Arkadien“ und bleibt dennoch seinem Künstler Credo „ ...ohne Figur geht es nicht.“ verpflichtet. Selbst in diesem Fall geht es aber auch nicht ganz ohne Abstraktion. Durch Bemalungen und ein gezieltes Deformieren der Körperteile lassen sich die Formen eines Theseus, Jasons und Herakles abstrakt auflösen und alles wird beinah spielerisch wieder in Frage gestellt. Der Begriff Arkadien steht als verträumter Rückblick in eine idealisierte Vergangenheit, in eine verlorene wie unwiederbringliche Idylle, in der das Leben sorglos vor sich fließt. Der Bruch mit der traditionellen Ikonographie vollzieht sich in den neuen Gemälden durch kleine unkonventionelle Eingriffe, die große Wirkung erzielen. Ein Bruch, den der Künstler seit den 80er Jahren konsequent betreibt und - weit entfernt von einem sich Abwenden von einer trostlosen Wirklichkeit – direkt darauf zielt, neue Wege der gegenwärtigen Kunst und insbesondere der Malerei zu erschließen. Die Werkgruppe, die eine Reihe von Figuren in klassischer Pose und in Beziehung zu einem Objekt wie einem Helm, einer Rüstung oder einem Schneckenhaus darstellt, findet nun ihre ideale Bühne in der Galerie Bernheimer, die wieder mit einer ungewöhnlichen Initiative überrascht. Konrad Bernheimers Entschluss, ohne jegliches Zögern auf Fred Jahns Vorschlag einzugehen, eine große Ausstellung von Markus Lüpertz in seinen Räumen zu verwirklichen, begründet er mit deutlichen Worten: „Ich habe Markus Lüpertz, dem ich wiederholt begegnen durfte, immer bewundert, als Künstler, aber auch als „Gesamtkunstwerk“ seiner selbst.“


5. Februar- 13. März 2015 – Brienner Straße 7 – 1. Stock
In Zusammenarbeit mit Galerie Fred Jahn.
Eröffnung am 4. März 2015 von 18 – 21 Uhr.
Einführende Worte zur Ausstellung von Prof.Dr. Raimund Wünsche

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