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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 04.06.15

Paul Schneider-Esleben. Architekt - Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne

von Tine Nehler

Paul Schneider-Esleben
Rolandschule
Düsseldorf (1957-62)
© Architekturmuseum TUM
Foto: Inge Goertz-Bauer

Bild

Eröffnung: 15.07.2015, 19.00

Ausstellungsdauer: 16.07.-18.10.2015



Paul Schneider-Esleben (1915–2005) zählt zu jenen Architekten, die mit ihren Bauten die Nachkriegsmoderne, das Bauen von Megaprojekten in Beton, die High Tech-Architektur und das Weiterbauen im Bestand beeinflusst haben. Mit dem Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf (1954–1958) baut er den ersten Stahlskelettbau mit Vorhangfassade in Deutschland. Schneider-Esleben zeigt sich in seiner technischen und konzeptuellen Ausrichtung als innovativ: Betrachtet er die Rolandschule in Düsseldorf (1957–1961) als pädagogisches Reformprojekt und bindet Avantgardekünstler der Gruppe ZERO und Joseph Beuys ein, entwickelt er für den Flughafen Köln-Bonn (1962–1971) ein Verkehrskonzept, dass ihn zum Berater von Flughafenprojekten weltweit werden ließ. Auch wenn die meisten der Bauten Schneider-Eslebens erhalten sind, wirft der Abriss seiner ARAG-Hauptverwaltung in Düsseldorf auch ein Licht auf die anhaltende Debatte um den Denkmalwert der Nachkriegsmoderne.



Anlässlich seines hundertsten Geburtstages widmet das Architekturmuseum der TUM Paul Schneider-Esleben die erste Retrospektive aus dem umfangreichen Nachlass, der 2006 vom Museum aufgenommen wurde. Die Ausstellung zeigt das Werk eines vielseitigen Architekten, der ein außerordentlich begabter Zeichner und ein vielseitiger Designer war und Möbel und Schmuck entwarf.



Der Katalog zur Ausstellung mit zahlreichen Illustrationen und wissenschaftlichen Aufsätzen von Adrian von Buttlar, Sara Hayat, Regine Heß, Andres Lepik, Ursula Ringleben, Wolfgang Voigt, Jürgen Wiener, Karin Wilhelm u. a. erscheint im Hatje Cantz-Verlag.



Ausstellung und Katalog werden unterstützt durch



Kunststiftung NRW

Kulturstiftung der Länder

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.

Förderverein des Architekturmuseums der TU München

Wüstenrot Stiftung

Siedle





Ebenfalls zum Jubiläum des Architekten eröffnet am 23. August 2015 das M:AI, Museum für Architektur und Ingenieurskunst Nordrhein-Westfalen, die Ausstellung »Paul Schneider von Esleben. Das Erbe der Nachkriegsmoderne« im Mannesmann-Hochhaus und im Haus der Architekten in Düsseldorf.

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