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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 09.06.15

33. INTERNATIONALES FILMFEST MÜNCHEN: CINEMERIT - Ehrenpreis für Jean-Jacques Annaud - Der kosmopolitische französische Regisseur wird auf dem 33. FILMFEST MÜNCHEN (25. Juni - 4. Juli 2015) mit dem CineMerit Award ausgezeichnet

von München Filmfest

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"Wir freuen uns, einem so hochkarätigen und vielseitigen Filmschaffenden den Filmfest-Ehrenpreis überreichen zu dürfen", so Festivalleiterin Diana Iljine. "Jean-Jacques Annaud steht für großes, spektakuläres und manchmal auch für sehr intimes Kino. Seine Neugier und seine Leidenschaft als Filmemacher und Geschichtenerzähler sind so groß, dass es für ihn in seiner Arbeit weder geografische, nationale, zeitgeschichtliche noch technische Grenzen gibt." Mit dem CineMerit Award ehrt das FILMFEST MÜNCHEN seit 1997 herausragende Persönlichkeiten des internationalen Filmschaffens für ihre Verdienste um die Filmkunst. Bisherige Preisträger waren unter anderen die Schauspieler Julie Christie, Michael Caine, Isabelle Huppert und Udo Kier, und die Regisseure Michael Haneke, Barry Levinson und Milos Forman.
Jean-Jacques Annaud wurde 1943 in Juvisy-sur-Orge, Frankreich geboren. Nach dem Filmstudium in Paris startete er seine Karriere in der Werbebranche. Zwischen 1966 und 1976 drehte er rund 400 Werbespots, bevor er 1976 seinen ersten Spielfilm "Sehnsucht nach Afrika" ("La victoire en chantant") realisierte, eine Parabel über den Kolonialismus, die 1977 mit einem Oscar für den Besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde.
Sein dritter Spielfilm "Am Anfang war das Feuer" ("La guerre du feu", 1981) wurde mit dem französischen Filmpreis César für den besten Film und die beste Regie ausgezeichnet und für einen Golden Globe nominiert. Mit dem prähistorischen Steinzeitdrama, das vollständig ohne Dialoge auskommt, gelang Annaud auch der kommerzielle Durchbruch. Es folgte die von Bernd Eichinger produzierte Literaturverfilmung "Der Name der Rose" (1986) mit Sean Connery und Christian Slater. Der Film wurde mit zwei britischen, zwei deutschen, einem französischen und einem italienischen Filmpreis prämiert.
Annaud stellte im Laufe seiner Karriere immer wieder seine Vielseitigkeit unter Beweis. Die Naturfilme "Der Bär" (1988) und "Zwei Brüder" (2004) reüssierten bei den Césars. Aber auch großes Star-Kino liegt ihm, was er mit "Sieben Jahre in Tibet" (1997) mit Brad Pitt und dem Stalingrad-Epos "Duell - Enemy At The Gates" (2001) mit Jude Law, Ed Harris, Rachel Weisz und Joseph Fiennes unter Beweis stellte.
In seinem neusten Film "Der letzte Wolf" ("Le dernier loup", 2015) widmet sich Annaud erneut dem Naturschutz, ein Thema, das sich als Konstante durch sein Werk zieht. Die auf dem erfolgreichsten chinesischen Bestseller aller Zeiten basierende Geschichte handelt von dem Studenten Chen Zhen, der 1967 in die innere Mongolei geschickt wird, um den Menschen Lesen und Schreiben beizubringen. Fasziniert von der rauen Natur und den wilden Wolfsrudeln gerät er zwischen die Fronten von Mensch und Tier. Mit "Der letzte Wolf" drehte Annaud das erste Mal in 3D.
Jean-Jacques Annaud wird den CineMerit Award 2015 am 29. Juni persönlich entgegennehmen. Gezeigt wird an diesem Abend "Der Name der Rose". Die Gala ist öffentlich. Das Filmfest präsentiert zu Ehren Annauds darüber hinaus eine Auswahl seiner Filme. Annaud wird nicht nur im Kino anwesend sein, sondern sich auch beim kostenfreien Festival-Talk Filmmakers Live den Fragen von Filmfans und Journalisten stellen. Alle Termine sind ab 8. Juni online zu finden. Tickets für die Veranstaltungen gibt es ab 15. Juni online oder ab 26. Juni an den Festival-Kassen.
In der Hommage werden folgende Filme gezeigt:
Am Anfang war das Feuer (LA GUERRE DU FEU)
von Jean-Jacques Annaud, Kanada, Frankreich 1981
mit Everett McGill, Ron Perlman, Naseer El-Kadi, Rae Dawn Chong
Der Name der Rose
von Jean-Jacques Annaud, BRD, Italien, Frankreich 1986
mit Sean Connery, Christian Slater, Helmut Qualtinger , Elya Baskin, Michael Lonsdale
Der Bär (L'OURS)
von Jean-Jacques Annaud, Frankreich, USA 1988
mit Tchéky Karyo, Jack Wallace, André Lacombe
Sieben Jahre in Tibet (SEVEN YEARS IN TIBET)
von Jean-Jacques Annaud, USA, UK 1997
mit Brad Pitt, David Thewlis, BD Wong, Danny Denzongpa
Der letzte Wolf (LE DERNIER LOUP), 3D
von Jean-Jacques Annaud, China, Frankreich 2015
mit Shaofeng Feng, Shawn Dou, Ankhnyam Ragchaa, Yin Zhusheng, Basen Zhabu

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