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Erschienen in Ausgabe: Ohne Ausgabe Letzte Änderung: 02.10.16

Shakar kommt wieder – aber womit? - Christian Stückls nächste „Volkstheater“-Saison ist noch für manches offen

von Hans Gärtner

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Der „Volksmund“ wurde rechtzeitig zum Saisonstart 2016/17 fertig. Der „Volksmund“ wurde schon sehnlichst erwartet. Der „Volksmund“ ist Christian Stückls schriftliches Vorzeigeobjekt. Christian Stückl ist nicht nur mehrjähriger Oberammergauer Passionsspielleiter, sondern auch Intendant des Münchner Volkstheaters. Als solcher gab er vor der Presse eloquent und, wie immer, auf urbairisch (nur der Glimmstängel fehlte) seine Vorhaben im nächsten Volkstheater-Spieljahr bekannt – und den „Volksmund“ ganz offiziell an die Öffentlichkeit. (Am Rande erfuhr man: In Oberammergau werde Stückl seinen ersten Wagner ins Passionsspielhaus bringen: den „Fliegenden Holländer“. Und das schon sehr bald …)

Die 11. Ausgabe der Theaterzeitschrift „Volksmund“ stellt, wie das Theater auch (so Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers) Fragen. Zum Beispiel: „Sein oder haben?“ oder „Warum hat nicht jeder Mensch den gleichen Wert?“ oder „Wann ist eigentlich Schluss?“ Diese Frage am Anfang einer Saison zu stellen ist skurril. Passt aber zum frisch-fröhlich gestimmten Stückl-Unternehmen, von dem man den Eindruck gewann, dass es gern unkonventionell daherkommt, unernst aufgefasst werden will, eher herausfordern als besänftigen möchte und, vor allem, manches ein bisserl offen lässt. Zum Beispiel einige spätere Premieren der Saison 2016/17, von denen bisher nur die Regie-Person, nicht aber Titel, geschweige denn Text feststeht. So versprach der redselige Christian Stückl, Shakar wiederkommen zu lassen. Shakar Venkateswaran, den von ihm hochgeschätzten Inder, der schon einmal am Haus an der Briennerstraße gastierte, mit einer „G`schicht“ aus dem Mahabharata. „So was werd`s nexts Johraa wieder wern“ – Intendanten-Vertröstung auf Mai 2017.

Über ungelegte Eier wollte wohlweislich weder Stückl noch sein Pressesprecher Frederik Mayet reden – verständlich. Es gibt eine Menge davon, die aber noch ausgebrütet werden wollen. Mayets Hinweise auf Konzerte, Lesungen, Kabaretts und Diskussionen („Krimi im Foyer“, „Infotainment Abend“, „drei farben braun“ mit psychedelischer Gag-Avantgarde …) ließen die beliebte Reihe „Radikal jung“ ein, das „Festival junger Regisseur“ (22. April bis 2. Mai 2017) nicht unerwähnt. Das „junge Element“ wird im Münchner Volkstheater gepflegt, etwa mit der Förderung (neuer) Darsteller-Talente wie Pola Jane O`Mara, Julia Richter und Timocin Ziegler oder dem beispielhaften Abo „jung ganz vorne“ für Schüler, Studenten und Azubis bis 27 Jahre.

Fest stehen die ersten vier Neuinszenierungen von Lilja Rupprecht, dem Hausherrn, seinem Adlatus Abdullah Kenan Karaca und der französischen Neuentdeckung Stückls namens Nicolas Charaux: „Unschuld“ von Dea Loher (Premiere war am 22. September), „Der Sturm“ von William Shakespeare (28. Oktober), „Medea“ von Euripides (24. November) und die Roman-Dramatisierung von Franz Kafkas „Das Schloss“ – wofür der genaue Aufführungstag im nächsten Januar erst jeweils noch festzulegen wäre.
FOTO (Hans Gärtner)
Volkstheater-Intendant Christian Stückl vor dem Plakat seiner Eröffnungs-Premiere 20116/17: Dea Lohers Stück „Unschuld“

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