Die aktuelle Mai-Ausgabe 2013 ist da!

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22. Mai '13

Kunstbiennale
Venedig 2013

Als Versuch, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts bestehende Spaltung zwischen Kunst und Kirche zu überwinden, wird der Entschluss vom Heiligen Stuhl bewertet, an der Biennale von Venedig 2013 mit einem eigenen offiziellen Pavillon teilzunehmen. Seit Langem schwebte diese Idee in der Luft. „Wir brauchen Euch!“ hieß es in dem Aufruf, mit dem sich Paul VI. im fernen 1964 an die in der Sixtinischen Kapelle versammelten Künstler richtete. Im Laufe der Jahrzehnten vermehrten sich die Anzeichen einer zunehmenden Öffnung der katholischen Kirche ...

> Kunstbiennale Venedig 2013: Erstmalig ein Pavillon vom Heiligen Stuhl
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22. Mai '13

Richard Wagner
200. Geburtstag

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Pünktlich zu Wagners 200. Geburtstag zeigt der Sender ARTE am 22. Mai 2013 um 20.15 den mit dem SWR koproduzierten Dokumentarfilm vom Ralf Pleger in einem neuen Format von Christian Betz aus der Reihe „Die Kulturakte“. Der Film ist eine kritische Hommage an die Modernität der „gnadenlosen Musik“ des Leipzigers, der – hätte er in unserer Zeit gelebt – im Filmsein ideales Medium gefunden hätte. In einem spannenden Mix aus Comic-Animationen,in der Gegenwart plazierten Spielfilmszenen und Interviews werden in knappen 90 Minuten Leben und Schaffen ...

> Kerstin Decker: Richard Wagner> Richard Wagners Münchner Jahr> WAGNERWAHN - Innovativer Dokufilm bei Arte zu Wagners 200. Geburtstag
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20. Mai '13

Max Brod Ausgabe
in zehn Bänden erschienen

Max Brod (1884-1968) war neben Franz Kafka (1883-1924) und Franz Werfel (1890-1945) der bekannteste Autor aus dem „Prager Kreis“. Das war eine deutschjüdische Gruppe von Schriftstellern zwischen 1910 und 1938, zu denen auch der Literaturkritiker Willy Haas (1891-1973) , der schreibende Arzt Ernst Weiß (1882-1940) und Johannes Urzidil (1896-1970), der das hochgerühmte Buch „Goethe in Böhmen“ (1932) geschrieben hat, gehörten. Mit der Okkupation der Tschechoslowakei durch deutsche Truppen 1939 wurde der „Prager Kreis“ zerstört, seine Mitglieder gingen ins Exil, ...

> Jörg Bernard Bilke: Max-Brod-Ausgabe in zehn Bänden Prager Romane von 1911 bis 1957
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18. Mai '13

Wagner, Klinger, May:
Die sächsischen Olympier

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"In Luigi Pirandellos unvollendetem Drama 'Die Riesen vom Berge' steigt eine erfolglose Schauspieltruppe in einer Villa ab, in der sonderbare Dinge geschehen. Man fällt in diesen Mauern aus der Zeit. Mythologisches hängt in der Atmosphäre. Ein Zauberer lädt das fahrende Volk ein, bei der Hochzeit eben jener Riesen aufzuspielen. Man nennt sie die 'Könige der Welt', sonst weiß man nicht viel über sie. Und hier bricht das Stück ab, der italienische Nobelpreisträger starb 1936 darüber. Die Riesen haben stets Anlass für wildeste Spekulationen gegeben:

> Die sächsischen Olympier
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16. Mai '13

Der Elfte Tag:
Olympia-Attentat 1972

Das Attentat auf die israelische Mannschaft während der Münchner Olympiade 1972 gilt generell als Auftakt des internationalen Terrorismus, der seitdem den Rhythmus unserer Tage skandiert. Das Attentat wurde in zahlreichen Filmen – u.a. von Steven Spielberg - rekonstruiert, analysiert und interpretiert. Zum 40. Jahrestag des blutigen Massakers hat Emanuel Rotstein vom TV-History unter dem Titel „Der elfte Tag“ eine umfangreiche Dokumentation produziert, die nun im Rahmen des diesjährigen DOKfests in Kooperation mit der Europäischen Janus Korczak Akademie e.V. im Arri-Kino präsentiert wurde.

> Der Elfte Tag – Doku-Schau über die Überlebenden des Olympia-Attentats 1972
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10. Mai '13

Wagnerjahr: Hermann Levi
und Alfred Pringsheim

Einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird eine der herausragendsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturwelt um die vorausgegangene Jahrhundertwende: der Komponist und Orchesterdirigent Hermann Levi. Nach München wurde der als Sohn des Hessischen Landesrabbiners Dr. Benedikt Levi in Gießen geborene Musiker von König Ludwig II. an das Hof- und Nationaltheater berufen, wo er unangefochten 24 Jahre als Generalmusikdirektor wirkte. Dutzfreund vom jungen Johannes Brahms und Clara Schumann förderte Levi ...

> Zum 200. Jubiläum des Komponisten: Wagners jüdische Förderer: Levi und Pringsheim
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09. Mai '13

David Platner
Extremwelten

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Eine "weiße Dame" auf Burg Wolfsegg, der Märchenkönig Ludwig II. im Starnberger See - es gibt viele Orte, an denen es angeblich noch spukt. Geistern hier tatsächlich die Seelen Verstorbener umher? Sind die Ereignisse in Spukhäusern etwa Aufzeichnungen der alten Gemäuer? Oder entspringen diese Wahrnehmungen vielleicht doch nur den Hirngespinsten von Spinnern? Zahlreiche Forscher sind heute der Auffassung, dass diese Begebenheiten aller Wahrscheinlichkeit nach auf schwer nachweisbare Infraschallwellen zurückzuführen sind. "Beispielsweise kann eine Schallwelle mit der richtigen Frequenz - rund 18 Hz...

> [Der Mensch] ist gleichermaßen unfähig, das Nichts zu sehen...
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09. Mai '13

Filigrane
Schönheiten

Seine Bilder sind berühmt. Vor allem eines: "Allein steht er da, schwarze Hose, weißes Hemd, angespannt. Jede Faser seines Körper scheint zu sagen: 'Ich gehe hier nicht weg!' Er ist mutig, denn sein Gegner ist übermächtig: 3,60 Meter breit, 2,20 Meter hoch, 44 Tonnen schwer und verbundgepanzert. Der chinesische Student stellt sich vier T-72 Kampfpanzern der Volksbefreiungsarmee in den Weg, ein fünfter Panzer rollt gerade ins Bild." Sein1989 während des Massakers auf dem Tian'anmen Platz aufgenommenes Foto ging um die Welt und schuf eine fotografische Ikone.

> Filigrane Schönheiten
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09. Mai '13

Das Blaue Band

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Verschieden und auch sehr unterschiedlich sind die Orte, die der international renommierten Künstlerin Petra Liebl Osborne in ihrem rastlosen Dasein als Wanderin zwischen den Welten – der Alten und der Neuen – als Inspirationsquelle dienen. Der Ort und der Augenblick, deren Faszination sie zum Unterliegen kommt, beflügeln ihre Kreativität und leiten einen Prozess ein, der zur Schaffung von Werken führt, die für immer – und sei es nur noch ideell - zum Ort ihrer Wahlgehören. Dies selbst wenn das Ergebnis als Kunstprodukt woanders transferiert wird, wie in der atemberaubenden Personale VENEDIG – TITTMONING – MIAMI – EIN BLAUES BAND

> Das Blaue Band
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03. Mai '13

Kerstin Decker:
Richard Wagner

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Sein "Grundzug ist Gutmütigkeit, ein gewisses Phlegma, beides aber nur solange, als sich nichts ereignet oder ... begegnet, was ... schlummernde Leidenschaften auslöst. Es liegt hierin ein scheinbarer Widerspruch, man kann es aber nicht anders bezeichnen, als daß Phlegma und Leidenschaft unvermittelt nebeneinander ruhen." In dem Ausbruch seiner Leidenschaft liegt "eine ungeheure Beharrlichkeit". Sein Wille zeigt die gleiche Beschaffenheit. "Man hat oft dies Unvermittelte für Jähzorn gehalten, ich möchte es mehr als eine äußerst heftige Willensbetätigung bezeichnen, wozu sich ein unentwegtes Festhalten an einem einmal gefaßten Entschluß gesellt."

> Der Virtuose der Distanzerklärungen oder doch nur ein musikalischer Skandalmacher
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29. April '13

Georg Büchner und
der Existenzrealismus

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Ihm zu Ehren gibt es seit 1923 den Büchner-Preis, den bedeutendsten deutschen Literaturpreis.Gottfried Benn, Marie Luise Kaschnitz, Erich Kästner, Max Frisch, Paul Celan,Wolfgang Koeppen, Hans Magnus Enzensberger, Ingeborg Bachmann, Günter Grass, Wolfgang Hildesheimer, Heinrich Böll, Golo Mann, Thomas Bernhard, Uwe Johnson, Elias Canetti, Peter Handke, Christa Wolf, Martin Walser, Ernst Jandl, Heiner Müller, Friedrich Dürrenmatt, Erich Fried, Botho Strauß, Peter Rühmkorf, Adolf Muschg, Elfriede Jelinek, Wilhelm Genazino, Martin Mosebach und viele mehr wurden ausgezeichnet, für sie alle bleibt Büchner nicht nur ein interessanter casus...

> Georg Büchner und der Existenzrealismus
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16. April '13

Lou Andreas Salomé:
Die Weiterdenkerin

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Lou Andreas-Salomé - ein Name der unwillkürlich Assoziationen weckt: Muse, Geliebte, Femme fatale. Was hatte diese Frau an sich, die sich im Dunstkreis berühmter Männer ihrer Zeit bewegte und die im Sinne Nietzsches, jenseits von Gut und Böse stand? Welche Faszination ging von der mit einem unglaublichen Intellekt gesegneten, russischen Generalstocher aus, die "in fast ärgerlicher Weise schon immer vorweg weiß, was kommt, und worauf es hinaus soll.", wie es ihr langjähriger Freund Paul Reé einmal treffend formulierte.

> Lou Andreas-Salomé - Die Weiterdenkerin
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07. April '13

Jean Paul und
die Heiterkeit

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Die Weimarer Klassiker mochten ihn nicht, zumindest Goethe und Schiller – jenen Johann Paul Friedrich Richter, den Franken aus Wunsiedel, 1763 geboren, der sich später Jean Paul nennen sollte. Früh begabt, aus protestantischem Elternhaus, immatrikulierte sich Paul in Leipzig. Aber anstatt der Theologie den Dienst zu erweisen, zog es das jugendliche Genie, das sich mit seinen frühen literarischen Experimenten in die Spuren von Jonathan Swift und Christian Ludwig Liscow begab, zur Literatur hin. Und bereits damals erwies sich das Genre – wie heute – als kein leichtzuwandelnder Pfad, und so blieb auch Jean Paul jene Erfahrung einer „gescheiterten Existenz“ nicht erspart.

> Jean Paul und die Heiterkeit - Eine Anmerkung zum 250. Geburtstag
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29. Maerz '13

Wolfgang Ullrich:
Alles nur Konsum

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"In China erzählt man sich seit mehr als zweitausend Jahren die Geschichte eines Geschäftsmannes, der mit Perlen handelte. Da er einen möglichst guten Preis erzielen wollte, bemühte er sich um eine besonders edle Verpackung. Für die Schachtel wählte er wertvolles Holz, ferner bestückte er sie aufwendig mit Edelsteinen und parfümierte sie zusätzlich mit teuren Aromen. Schnell fanden sich zahlreiche Interessenten, und der Höchstbietende erhielt schließlich die Schachtel. Die Perlen jedoch gab er, so die Pointe, dem Händler zurück, gefiel ihm doch eigentlich nur die Verpackung."

> Choreografie der Emotionen in der Kulisse des Alltags
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30. Januar '13

2013: Literaturpreis der KAS
geht an Martin Mosebach

Mit dem diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird der Schriftsteller Martin Mosebach ausgezeichnet. Zur Begründung der Jury für den Preis an den 61jährigen Autor hieß es, dass er insbesondere in den Frankfurt-Romanen „Der Mond und das Mädchen“ und „Was davor geschah“ feinsinnig über das bürgerliche Milieu und sein Werteklima reflektiert. Darüber hinaus werden sein Beiträge zur interkulturellen Verständigung, etwa im Roman „Die Türkin“ und seine Reisebeschreibungen gewürdigt. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wird am 23. Juni in Weimar verliehen. Preisträger vergangener Jahre waren u. a. Sarah Kirsch, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Louis Begley und Herta Müller.

> Martin Mosebach: Ein deutscher Papst in fremder Ferne> Mosebach, Keyserling und die Stimmung der Welt> Martin Mosebach: Offenbarung in Gips: Die Lourdes-Madonna
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12. Maerz '13

Arno Rink in der
Galerie Schwind

Vom 16. März bis zum 25. Mai 2013 zeigt die Galerie Schwind in Leipzig eine Einzelausstellung mit den neuesten Gemälden des Leipziger Malers Arno Rink (*1940). Zu sehen sind vor allem Atelier- und Figurenszenen aus den letzten beiden Jahren. Arno Rink studierte von 1962 bis 1967 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Werner Tübke und Bernhard Heisig. Bedeutung und Anerkennung erlangte er nicht nur mit seiner Malerei, sondern auch in der Rolle als Rektor der Kunsthochschule über die Wendezeit hinweg von 1987 bis1994.

> GALERIE SCHWIND
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04. April '13

Balkenhol-Skulptur Richard
Wagners vor Fertigstellung

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Am 22. Mai 2013, dem 200. Geburtstag Richard Wagners, wird in Leipzig ein Denkmal für den Komponisten errichtet werden. In einem Künstlerwettbewerb war der Entwurf des Bildhauers Stephan Balkenhol von einer namhaften Jury mit dem ersten Platz gekürt worden. Eine besondere Herausforderung lag bei dieser Auftragsarbeit darin, den über einhundert Jahre alten Entwurf eines anderen Künstlers in das Denkmal zu integrieren und gleichzeitig einen Gesamtentwurf für die Zukunft zu gestalten. Derzeit arbeitet Balkenhol in seinem Kasseler Atelier an der Umsetzung seines Entwurfs. Richard Wagner wird darin als junger Mann in Lebensgröße vor seinem übergroßen Schatten dargestellt.

> Balkenhol-Skulptur Richard Wagners kurz vor Fertigstellung> Wagner-Denkmal e. V.
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01. April '13

Anna Seghers:
Briefe 1953/1983

Der zweite Band der Briefe von Anna Seghers, vom Jahr des Arbeiteraufstands am 17. Juni 1953 bis ins Jahr ihres Todes 1983, sechs Jahre vorm Untergang des SED-Staates, ist zweifellos der politisch und literarisch aufschlussreichere als der erste von 2008 mit den Briefen 1924/52. Wenn man die 645 Seiten durchgearbeitet hat, dann ist man erstaunt, was die Autorin alles an Informationen über ihr aufregendes Leben preisgibt, wo sie doch bis zu ihrem Tod am 1. Juni 1983 wegen ihrer „autobiographischen Enthaltsamkeit“ (Kurt Batt) gescholten wurde, woran dann auch eine von Christa Wolf 1965 geplante „Biographie der Anna Seghers“ scheiterte

> Anna Seghers, Briefe 1953/83
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31. Maerz '13

Hanns-Josef Ortheil:
Die Insel der Dolci

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"Daß ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf mein ganzes Leben." So fasst Johann Wolfgang von Goethe den Sizilienaufenthalt während seiner großen Italienreise zusammen. Der große Dichter ging im Frühjahr 1787 in Palermo an Land. Rom stillte seinen ersten, großen Kunsthunger, Neapel weckte seine Lebensgeister, Sizilien aber eroberte seine Seele: "Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele; hier ist erst der Schlüssel zu allem." Man mag dem antikentrunkenen Herrn Geheimrat nicht in all seinen Urteilen folgen, im Falle Sizilien hatte Goethe allerdings recht. Aber nicht nur mit der Seele, auch mit den Augen und dem Gaumen lassen sich wunderschöne Erlebnisse einfangen - Sizilien macht süchtig.

> Das dauernde Blüten- und Duftuniversum der Dolci-Insel
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29. Maerz '13

Meret Oppenheim:
Retrospektive

"Er nimmt unsere kubistischen Formen, aber er bringt in ihnen Gefühle unter, an die wir nie gedacht haben", äußerte Picasso angesichts der frühen Bilder des französischen Malers André Masson. Diesen Satz könnte man auch auf die deutsch-schweizerische Künstlerin Meret Oppenheim übertragen, deren 100. Geburtstag sich am 6. Oktober 2013 jährt. Ihr Œuvre, das sich durch eine unglaublich komplexe Vielfalt an Stilen und Formen surrealistischer und anderer avantgardistischer Einflüsse auszeichnet, überrascht immer wieder und entzieht sich jeder herkömmlichen Kategorisierung.

> Die Entdeckung des Wunderbaren im alltäglichen Akt des Verkleidens
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25. Maerz '13

Sonderausstellung:
Heinrich & Therese Vogl

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Im Wagnerjahr 2013 widmet die Gemeinde Tutzing dem berühmten Sängerpaar Heinrich und Therese Vogl eine Sonderausstellung. Die beiden Künstler waren jahrelang namhafte Interpreten von Richard Wagner und galten als das Traumpaar der deutschen Opernszene. Ihnen beiden ist die Glanzzeit der Münchner Oper in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Die Ausstellung "Das Tutzinger Sängerehepaar Heinrich und Therese Vogl" ist vom 21. März bis zum 22. September im Ortsmuseum besuchbar. Gefördert wird die Sonderausstellung von der "Sparda-Bank".

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25. Maerz '13

Leben und Werk der
Dichterin Sophie Mereau

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Das Gedicht der zweiundzwanzigjährigen Sophie Schubart erschien 1792 in Friedrich Justin Bertuchs Journal des Luxus und der Moden in Weimar. 1806 hat Ludwig van Beethoven es in seinem Opus 52, Acht Liedern zum Piano, vertont. Der Zeit entsprechend wird der Name der Autorin, die inzwischen Sophie Mereau heißt, nicht genannt. Im Gedicht ist ein Begriff zentral, der lebenslang eine wichtige Bedeutung für die Dichterin hatte: Die Wahrheit. Wahrheit ist gekoppelt an Freiheit und an die Liebe, das eine ohne das andere schließt sich aus für die Mereau, und Wahrheit schließlich empfand sie immer, wenn sie in der geliebten Natur war:

> Annette Seemann: – Leben und Werk der Dichterin Sophie Mereau
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24. Maerz '13

Das Fieber vom
Vergessen und Erinnern

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Nur 37, auf den ersten Blick beinahe unspektakulär zu nennende Gemälde hat der niederländische Maler Jan Vermeer hinterlassen. Sie zeigen Szenen aus dem bürgerlichen Alltag, oft einzelne Figuren in geschlossenen Räumen mit schmucklosen Wänden, in die aus einem seitlichen Fenster Tageslicht fällt. Doch sie gehören, wie das berühmte "Mädchen mit dem Perlenohrring", zum Besten, was die goldene Zeit der niederländischen Malerei hervorgebracht hat. Vor allem seine späten Arbeiten verbildlichen immer wieder einen zeitlichen Moment der Störung innerhalb der dargestellten Situation.

> Joel Haahtela: Die Verschwundenen von Helsinki
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22. Maerz '13

Mit dem "Prinzip Hoffnung"
durch Wagners "Ring"

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Noch ehe aus dem Orchestergraben das berühmte Kontrabass-Brummen aus den Urtiefen des Rheins erklang, erregte in Halle ein besonderer Theatervorhang die Aufmerksamkeit des Opernbesuchers. Anlässlich seiner „Ring“-Inszenierung für Halle und Ludwigshafen ließ Hansgünther Heyme, seit 2004 Intendant am Theater im Pfalzbau/Ludwigshafen, aus jugendlichen Wünschen und Träumen einen „Vorhang der Hoffnung“ gestalten, den er mit einem verkürzten Zitat des in der Industriestadt am Rhein geborenen Philosophen Ernst Bloch versah: Eine bunte Bild- Textcollage,

> Mit dem „Prinzip Hoffnung“ durch Richard Wagners „Ring“
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15. Maerz '13

Die schönsten Gärten
und Parks von Paris

Am linken Flussufer in Richtung Eiffelturm spazieren, an einem Bistro am Wasser einen Café Crème schlürfen, auf einer Liegewiese die Boote vorbeifahren sehen - dies ist der Traum des Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë für seine Stadt und ihre Lebensader, die Seine. Bisher holte den Sozialisten jedoch stets der alltägliche Alptraum ein: Statt Vogelgezwitscher herrscht Autolärm, statt Blumenduft gibt es Abgasgestank. Mehrspurige Schnellstraßen auf beiden Uferseiten trennen die Pariser von ihrem Fluss. "Paris muss sich dem Auto anpassen", lautete in den 60er Jahren der Wahlspruch des damaligen Staatspräsidenten George Pompidou.

> Heike Geilen: Paris wird grün(er)!
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12. Maerz '13

Was können wir von
Friedrich Schiller lernern?

Die intellektuelle Welt ist sich einig: Friedrich Schiller bleibt der große Wortführer des 19. Jahrhunderts – auch in Sachen Politik. Er war aber, dies lässt sich nicht bestreiten, kein rein politisierender Philosoph, wenngleich ihm die Frage nach dem rechten Staatswesen all zu sehr interessierte. Was er zu erzielen erhoffte, war eine Reformierung der Gesellschaft vor dem Hintergrund einer ästhetischen Revolution. Schiller geht es nicht um ein utopisches Ideal von Geselligkeit, sondern um ein dezidiertes Programm, wie gesellschaftliches Miteinander überhaupt möglich wird. Er ist dabei Visionär und kritischer Zeitzeuge zugleich.

> Was können wir von Friedrich Schiller lernen?
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09. Maerz '13

Van-de-Velde-Jahr 2013

Henry van de Velde war das, was man heute als einen „Alleskünstler“ bezeichnet. Die Gestaltung eines Hauses und eines Raumes, die Form von Kleidung und Schmuck, aber auch das Design von Alltagsgegenständen gehörten für ihn zusammen. Der Belgier, der 1902 nach Thüringen kam, ignorierte die Grenzen zwischen Kunst und Kunsthandwerk und gestaltete Objekte praktisch für jedes Gebiet des Lebens. In Thüringen hinterließ er zahlreiche Spuren, auf denen im Jahr 2013 anlässlich seines 150. Geburtstages gewandelt werden kann.

> Ein Alleskünstler wird 150. Das Van-de-Velde-Jahr 2013 in Thüringen> Moderne im Aufbruch: Henry van de Velde in Thüringen> Henry van de Velde-Werkverzeichnis erscheint in sechs Bänden im E. A. Seemann Verlag
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08. Maerz '13

Christa Wolf:
"Ein Tag im Jahr"

Nach eineinviertel Jahren rückt die renommierte DDR-Autorin Christa Wolf nochmals in den Blickpunkt der Buchwelt. Während Martin Walser und Günter Grass unermüdlich an ihrer Unsterblichkeit schmieden, ist Wolfs postum erschienenes Werk "Ein Tag im Jahr" von der Einsicht geprägt: "Meine Zeit ist vorbei." „Ein Tag im Jahr“ (2011-2011) schildert in beeindruckender Weise das langsame, aber stetige Verlöschen der Starautorin, es wird zum Zeugnis eines bewegten Lebens, in dem das Hadern mit sich groß ist und die Selbstdarstellung in den Hintergrund rückt.

> Wem gefallen gefallende Mythen? Christa Wolfs "Medea" - eine Stimme> Leiden und Erlösung andernorts - Christa Wolf: „Stadt der Engel oder The Overcoat of ...
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26. Februar '13

Im Gespräch:
Mark Mast

Die Tabula Rasa sprach mit dem Intendanten und Dirigenten der Bayerischen Philharmonie, Mark Mast, über seinen Lehrer Celibidache, über die Gabe und den Wert des pädagogischen Ethos als künstlerischer Pflicht. Wie Celibidache widmet Mast einen großen Schwerpunkt seiner Tätigkeit dem musikalischen Eros und sieht in ihm das Leitbild für eine Kultur menschlichen Zusammenwachsens, der internationalen Verständigung. Die Musik bleibt für den Dirigenten Mast die eindringliche Botschaft, durch die es gelingt, diese Welt friedlicher und harmonischer zu machen. Kein Zusammenwachsen der Kulturen ohne die verbindende Kraft der Töne, so sein Credo.

> Im Interview – Mark Mast> Zur Webseite der Bayerischen Philharmonie kommen Sie hier
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04. Maerz '13

Open Rambaldi 2013

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Sie gelten als die geglückte Alternative zu den städtisch verwalteten Künstlerateliers an der Domagkstraße in Schwabing Nord. Angesiedelt in dem Areal einer ehemaligen Acetylen-Produktionstätte zur Herstellung von ungiftigem, zum Schweißen verwendetem Gas, die ihren ursprünglichen Namen WIEDE-FABRIK beibehalten hat, bilden die 30 Ateliers an der Rambaldi-Straße in Johanneskirchen eine Insel der Kreativität für Münchner Kunstschaffende und Zugereiste aus vielen Ecken Europas. Erhalten sind in dem „revitalisierten“ Komplex die Strukturen der Werkhallen und der imposanten Türme, aber ...

> OPEN RAMBALDI 2013: Industrielle Archäologie und Kunst
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22. Februar '13

Nacht der Villa Massimo Rom
im Martin-Gropiusbau Berlin

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Jan Löw

Mit Jazz geht´s los. Die lange Nacht der Stipendiaten der Villa Massimo im Berliner Martin Gropiusbau. Till Brönners Trompeten Fanfaren, mit reichlich Kontra von Dieter Ilg am Bass, salutieren den Fotografien, Installationen, Architekturmodellen, Collagen, Animationen, Manuskripte, Skulpturen und musikalischen Kompositionen, die 2012 an der Allee der Ateliers im weitläufigen Park der Villa Massimo entstanden sind. Ein Fest für den kreativen Geist ihrer Erschaffer und Dank für formidable Produktionsatmosphäre. Vor 100 Jahren schenkte der jüdischstämmige Unternehmer Eduard Arnold das 36000qm große Areal mit seiner repräsentativen Villa, ...

> Die Nacht der Villa Massimo Rom im Martin-Gropiusbau Berlin
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22. Februar '13

Die Münchner Künstlerin
Ulla M. Scholl

Wie der Münchener Philosoph Prof. Dr. Vossenkuhl mit Platon betonte, gibt es Bilder, „die man nur sehen, aber nicht denken könne. Ulla M. Scholls gemalte Gesichter sind solche Bilder.“ Scholl (genannt d. J.) ist die letzte Bildhauerin der Bildhauerfamilie Scholl, die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück zu verfolgen ist. Die gebürtige Münchnerin ist mit ihren Eltern, der Bildhauerin Ulla Scholl (Ostermaier) und ihrem Vater, Rudolf Ostermaier, ebenfalls Bildhauer, in Schwabing aufgewachsen. Und wie sie in einem Gespräch verrät, hat sie eine Leidenschaft für Kinderporträts. Interessierte können die Künstlerin über die Homepage kontaktieren.

> Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl: Zum Werk der Künstlerin Ulla M. Scholl> Zur Webseite von Ulla M. Scholl kommen Sie hier:
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20. Februar '13

Die Ausnahmestellung
Jenas im Musikleben

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Die Stadt Jena beherbergte lange Zeit die einzige Universität in Thüringen, nachdem Erfurt für einen gewissen Zeitraum darauf verzichten musste. Professoren und Studenten und nicht wenige Bürger, die zumindest teilweise von der Universität lebten, waren auch - aktiv oder passiv - am Musikleben interessiert. Ein Collegium musicum sorgte bis 1770 für die Serenaden, mit denen Honoratioren geehrt wurden. Ein Bild um 1740 zeigt eine solche Abendveranstaltung in der Johannisstraße vor dem Hause des Professors Walch: im Halbkreis Fackeln tragender Studenten musizieren etwa drei Dutzend Musikanten, die Pauken sind in Tische eingelassen; aus den Fenstern hören die Zuschauer zu.

> Die Ausnahmestellung Jenas im Thüringer Musikleben
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20. Februar '13

Ernst August II. Konstantin
von Sachsen-Weimar

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Wer ein Volljährigkeitsalter von 21 Jahren im Kopf hat, sollte darauf verwiesen werden, dass der wettinische Herzog obigen Namens dieses Alter nicht erreicht hat. Immerhin wurde er der Vater des mit Goethe befreundeten Herzogs Carl August, und der Kaiser erklärte ihn schon mit 18 Jahren als volljährig. Wer dem jungen Mann als Schicksalsausgleich für die kurze Lebensspanne eine sorglose Kindheit gewünscht hätte, muss erneut enttäuscht werden. Dem Vater war es wohl wichtiger, der Jagdleidenschaft nachzugehen, als sich um den Prinzen zu kümmern. Als dieser zehn wurde, verstarb der prunkliebende alte Herr.

> Otto Löw: Herzog Ernst August II. Konstantin von Sachsen-Weimar
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20. Februar '13

Theater des Lebens:
Malerei von Sofia Timofeeva

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Bildkompositionen in mal kräftigen, mal dahin schwindenden Farbtönen, auf deren Fläche sich die Konturen edler stilisierter Figuren abheben. Paare in eleganter Garderobe beim abendlichen Spaziergang im Mondschein oder bei einem Tango mitten im Straßenbild vor den Augen eines Saxofonisten festgehalten, der sie mit dem verführerischen Klang seiner Musik begleitet. Weibliche Gestalten, allein mit ihrer Zigarette, oder auch Gruppenbilder, in denen jeder für sich steht, in eigenen Gedanken versenkt oder vor sich ins Leere blickend.

> Malerei von Sofia Timofeeva in der „Europäischen Janusz-Korczak Akademie“
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12. Februar '13

Tod in Venedig: 1883
stirbt Richard Wagner

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Vor 130 Jahren starb der Musiker Richard Wagner. Nach seinem Tod am 13. Februar 1883 in Venedig war es der Wunsch es Komponisten in Bayreuth begraben zu werden. Der Komponist monumentaler Werke wie "Der Ring des Nibelungen" hatte im September 1882 seine Reise nach Venedig angetreten. Während einer Arbeit an dem Aufsatz "Über das Weibliche im Menschlichen" brach er zusammen und starb. Am 22. Mai feiert die Klassikwelt den 200. Geburtstag des Künstlers, der in Leipzig das Licht der Welt erblickte.

> Wagner ans Licht - ein Richard-Wagner-Denkmal für Leipzig zum 200. Geburtstag
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12. Februar '13

Georg Büchner starb
vor 175 Jahren

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Einer der genialsten deutschen Dichter, Revolutionär und Mediziner, Georg Büchner, der mit Recht zu den bahnbrechenden Autoren des 19. Jahrhunderts gezählt werden darf, ist nur 23 Jahre alt geworden. Am 19. Februar 1837, vor 175 Jahren, starb der an einer Typhus-Erkrankung völlig erschöpfte Dichter. Nach wie vor begeistert Büchner die Bühnen mit seinen Texten, nach wie vor fasziniert der geniale Spott, und auch die großen Themen, die immer wieder im Zentrum seines Schaffens standen, die soziale Gerechtigkeit und der Umgang mit psychisch Kranken beschäftigen die Literaturwissenschaft bis auf den heutigen Tag. Die Tabula Rasa begab sich auf Spurensuche.

> Georg Büchner und der Idealismus
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11. Februar '13

Michael Nischke zeigt
Fotos im Münchner Sofitel

In Kooperation mit dem Fotografen und Galeristen Michael Nischke präsentierte das Sofitel Munich Bayerpost München-Fotografien des Künstlers. Der Hausherr des Sofitel Munich Bayerpost, Gregory Maliassas, lud zur Eröffnung der Ausstellung Liebhaber und Kunstinteressente ein. Michael Nischke, Fotograf und Galerist, präsentierte 40 Fotografien, die er zwischen 2003-2012 aus den unterschiedlichsten Perspektiven in München aufnahm. „Diese interessanten und schönen Fotos der Stadt München passen ganz hervorragend in das historische Gebäude unserer alten Bayerpost“ so Maliassas. Die Ausstellung ist noch bis Ende März zu sehen.

> Details zum ‚Artwalk’ zur Ausstellung finden Sie auf:> Weitere Informationen über die Galerie Nischke finden Sie auf:
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15. Januar '13

Joachim Kaiser:
Sprechen wir über Musik

Es ist immer wieder zu erleben: Man sitzt im Konzertsaal oder der Oper. Gerade wird eine leise, besonders gefühlvolle Passage gespielt. Da reißt urplötzlich das nervige Gedudel eines Handys die ergriffenen Zuschauer aus ihrem Bann. Hektisch untersucht man seine Utensilien. Vielleicht schrillt das vibrierende Ungeheuer gar aus den Tiefen der eigenen Tasche? Puuh... noch einmal Glück gehabt. Es kommt von einem Platz drei Sitze weiter links. Bloß gut, dass man selbst den Vibrationsalarm eingeschalten hatte. Aber auch wenn sich persönliche Erleichterung breitmacht, die Konzentration und der Genuss sind hin.

> Bitte keinen falschen Vibrationsalarm und auch kein "molto subito"
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02. Februar '13

Von David Hockney
zu Rolf-Maria Krückels

Mit ihren 650.000 Besuchern hatte die Ausstellung „A Bigger Picture“ des britischen Malers, Grafikers, Photographen, Bühnenbildners David Hockney in der Royal Academy of Arts in London bereits alle Rekorde gebrochen. 500.000 waren es ein Paar Monate später im Guggenheim Museum in Bilbao. Die Marke von 100.000 Gästen war bereits im Dezember 2012 überschritten, als sie in veränderter Form in der kühn-eleganten architektonischen Kulisse des Museums Ludwig zu Köln ab Ende Oktober 2012 das ideale Ambiente vorfand.
Wo liegt aber das Geheimnis des unglaublichen, lang anhaltenden Erfolgs eines Künstlers, der schon in den weit entfernten 60er Jahre im Zenit seines Ruhmes stand?

> Anna Zanco-Prestel: Neue Kunst in Köln - Von David Hockney zu Rolf-Maria Krückels
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27. Januar '13

Michael Köhlmeier: Die
Abenteuer des Joel Spazierer

Mit "Abendland" legte Michael Köhlmeier bereits ein Opus magnum vor, ein Buch, das völlig zu Recht auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2007 stand. "Die Abenteuer des Joel Spazierer" stehen jenem in nichts nach. Der österreichische Autor beweist einmal mehr, dass er sein Handwerk hervorragend beherrscht. Erneut lässt er das Wesen der Dinge sichtbar werden, würdigt deren unendliche Erscheinungsformen und bringt sie in eine gewisse Ordnung. Ich wage eine Prognose und sehe ihn dieses Mal ganz oben auf dem Podest der Preisträger. Verdient hätte er es.

> Alles ist wie es ist? oder: Alles kann aus uns werden?
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21. Januar '13

Mozart + Festkonzert der
Bayerischen Philharmonie

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In Erinnerung an den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart am 27. Januar 1756 wurde die Reihe »Mozart +« von der Bayerischen Philharmonie ins Leben gerufen. Mit ihr wird jährlich das musikalische Werk Mozarts im Zusammenspiel mit Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert und gewürdigt. 2013 wird Paul Hindemith (1895 – 1963) 50 Jahre nach seinem Tod zu Mozarts Gegenüber.

> Mozart + Festkonzert der Bayerischen Philharmonie
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06. Januar '13

Mit Wotan ins
Wagner-Jahr

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Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden, in Mannheim und in München sind die Inszenierungen von Achim Freyer und Andreas Kriegenburg bis zur „Walküre“ bzw in München auch bis zum „Siegfried“ (Ende Mai) fortgeschritten. Am Rhein muss man die Fortsetzung im Dezember, die zyklische Aufführung aller vier Teile im Jubiläumsjahr abwarten.

> Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar
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04. Januar '13

Nike Wagner verläßt
Weimar mit Wagner

Die Wagner-Urenkelin Nike Wagner und langjährige Leiterin des Kunstfestes „pèlerinages“ in Weimar verabschiedet sich mit dem "Wagner-Idyll". Die Literatur- und Musikwissenschaftlerin betonte im Interview gegenüber der „dpa“: "Es gibt eine Karikatur, die Liszt beim Aufklopfen eines Eies zeigt. Aus der Schale streckt Wagner seinen Kopf heraus. Liszt war der unentbehrliche Helfershelfer für Wagner, half ihm gleichsam ans Tageslicht. Und ins Rampenlicht". Nachdem der Komponist des Silbernen Zeitalters in Weimar 2012 im Mittelpunkt stand, dreht sich 2013 alles um Richard Wagner, aber, so die promovierte Intendantin, ohne großen Bombast und ohne jede inszenierte Dramatik.

> Nike Wagner im Interview> Robert Wilson inszeniert Liszts kühnes Oratorium beim „pèlerinages“ Kunstfest Weimar
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17. Januar '13

Elke Heidenreich:
Eine Reise durch Verdis Italien

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Elke Heidenreich hat sich nach Italien begeben, um in die noch immer vorhandene Aura des Künstlers einzutreten und ihre ganz persönliche Geschichte mit Verdi zu erzählen. Entstanden ist ein wunderbar empathisches Hörbuch, das stimmungsvolle Bilder der Emilia Romagna - Verdis Heimat - zeichnet und erstaunt feststellt, dass über hundert Jahre nach seinem Tod immer noch eine ganze Menge von ihm spürbar ist. Das sind nicht nur die unzähligen Geschäfte, Hotels, Cafes, die seinen Namen tragen, sondern es gibt zum Beispiel auch eine "Salame [Salami] Verdi" oder aber Pizzen die mitunter "Aida", "Otello", "Nabucco" oder "Don Carlo" heißen.

> Schöngeist, Freiheitskämpfer und Bauer
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17. Januar '13

Wagner und
Fortuny in Venedig

Inmitten der Vorbereitungen zu Wagners 200. Geburtstagin diesem Jahrkann man gewiss ohne Übertreibung behaupten, dass Venedig eine Vorreiterrolle einnimmt. In dem nach dem verheerenden Brand vom Jahre 1996 wieder aus der Asche auferstandenen Teatro La Fenice wurde der sächsische Komponist gemeinsam mit dem im gleichen Jahr geborenen Giuseppe Verdi bereits im vergangenen November mit einer Tristan und Isolde- Erstaufführungbedacht, die der Koreaner Myung-Whung Chung zwei Tage nach Verdis Otello dirigierte. Parallel zur Inszenierung, die sich Wagners Vorstellung eines „unsichtbaren Theaters“ viel mehr näherte als den meisten in seinem Herkunftsland ...

> Das kosmopolitische Europa vom Fin du Siècle: Wagner und Fortuny in Venedig
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03. Januar '13

Fernando Pessoa
Boca do Inferno

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"Sollte man die Auffassung teilen, nach der das Fragmentarische oder Unvollendete eine der wesentlichen künstlerischen Charakteristiken der Moderne seien, dann müsste man Fernando Pessoa als einen ihrer würdigsten Vertreter ansehen", stellt Pessoa-Forscher Dr. Steffen Dix fest. Der Übersetzer und Herausgeber der Schriften des Dichters im deutschsprachigen Raum, der derzeit auch als Fellow an der Universität Lissabon arbeitet, beleuchtet im vorliegenden Buch eine weitere, allerdings eher unbekannte Facette dieser großen poetischen Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts, als der der portugiesische Autor zweifelsohne bezeichnet werden kann.

> "Ich sollte eine vielgestaltige Lektüre sein / Selbst für mich!" (Fernando Pessoa)
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01. Januar '13

Bühne frei! 101 Theaterbesuche
von Augustinus bis Zadek

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"Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße. Heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht!" Hach, was waren das noch für Zeiten. Der Bericht stammt aus der Feder einer unbekannten Person über die - man mag es kaum glauben - Uraufführung der "Räuber" von Friedrich Schiller am 13. Januar 1782 im Nationaltheater Mannheim mit dem berühmten Schauspieler August Wilhelm Iffland als Franz Moor, ...

> "Das Stück war ein großer Erfolg, nur das Publikum war eine glatte Fehlbesetzung."
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01. Januar '13

Namhafte Erbschaft für
den Kölner Dom

Dank Berta Woodward kann die für die kommenden Jahre geplante Restaurierung der Portale am Kölner Dom auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt und realisiert werden. Die Engländerin, die im vergangenen Jahr im Alter von 80 Jahren gestorben ist, hat ihr Vermächtnis in Höhe von 363 890 Euro über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dem Kölner Metropolitankapitel mit der Auflage hinterlassen, dass das Geld in die Beseitigung von Kriegsschäden am Hohen Dom zu Köln investiert wird. Diese sind an den Portalen besonders sichtbar.

> Namhafte Erbschaft für den Kölner Dom soll Kriegswunden heilen
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28. Dezember '12

Hermann Levi

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Es gehört zu den nicht abgegoltenen Ungerechtigkeiten der Geschichte, dass das Schicksal der Menschen und der Kultur, die dazu beitrugen, Richard Wagner zu dem zu machen, als den man ihn im Wagner-Jahr 2013 feiern wird, der Vergessenheit anheim gefallen sind. Während jedes Jahr diejenigen, die es sich leisten können, zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth pilgern und 2013 unzählige Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Feuilleton-Artikel zu Wagner erscheinen werden, redet kaum einer von denen, die Wagner auf seinem Werdegang unterstützten und förderten und die er selber in vielen Fällen beleidigte und verriet. Wer redet schon von den bürgerlichen Salons, mit denen die jüdische Berlinerin Amalie Beer die kulturelle Welt des Berlins des 19. Jahrhunderts prägte, die ungefähr 100 Jahre später gemeinsam mit Beers Glaubensbrüdern und -schwestern vernichtet werden sollte?

> Levi-Gideon Greif: Hermann Levi
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22. Dezember '12

Peter Sehr im Duell
mit König Ludwig II.

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Star-Regisseur Peter Sehr setzt in seinem neuen Spielfilm „König Ludwig II.“ auf Klischees, kocht emotional das auf, was man über den Bayernkönig eh schon weiß. Sensibilität und Verständnis im Umgang mit dem Regenten und Künstler – davon findet sich bei Sehrs neuer Produktion wenig. Dabei wäre bei einem Budget von 16 Milionen Euro viel Neues zu entdecken gewesen: die Tiefen der charismatischen Persönlichkeit ebenso wie seine Bedeutung als Brückenbauer vom Okzident zum Orient. Dieser gewagte Spagat gelingt der Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber in ihrem Art Dokufilm "König Ludwig II. Mein Atem ist die Freiheit". Dieser lebt von den originalen Texten, unbekannten Dokumenten und einzigartigen Bildsequenzen. So porträtiert sich der König selbst, begleitet von den Klängen seiner Lieblingsstücke.

> Zerstörung und Rettung eines lebendigen Mythos
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20. Dezember '12

Schöner Müll: Ein
Lob des Künstlichen

Digital erzeugte Musik kann ebenso „authentisch“ sein wie solche, die „unplugged“ auf Naturinstrumenten hervorgebracht wird. Die Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ erweist sich von der Hörerseite her meist als schlechter Geschmack und bei den Musikern als rückwärts gewandter Dilettantismus. Freilich muss versucht werden, nachvollziehbare Argumente für das zu finden, was in dem weiten Feld der „Electronica“ zurecht für Qualität gehalten werden kann.

> Adorján F. Kovács: Schöner Müll: Ein Lob des Künstlichen
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14. Dezember '12

München
leuchtet

Rückblickend auf glorreiche Münchner Kulturblätter wie den Simplizissimus und Jugend in ihren Ursprüngen oder den Zwiebelfisch hat am 11.12.12 Bürgermeister Hep Monatzeder die Leistungen der engagierten Herausgeberin der Kunstzeitschrift und-Münchner Kunstjournal gewürdigt, die seit 29 Jahren ihr anspruchsvolles Projekt im Eigenverlag weiterführt.

> Anna Zanco-Prestel: MÜNCHEN LEUCHTET
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13. Dezember '12

Bayerische Philharmonie:
Mozart + Festkonzert

Sie suchen noch das passende Weihnachtsgeschenk? Dann möchten wir Sie, liebe Freunde der Bayerischen Philharmonie, auf einen ganz besonderen Hörgenuss im einzigartigen Ambiente des Cuivilliés-Theaters aufmerksam machen: Dienstag, 29. Januar 2013, 19.30 Uhr, „Festkonzert Mozart+“, Residenz München, Cuivilliés-Theater. Tickets sind ab sofort unter info@bayerische-philharmonie.de oder 089 83 66 06 erhältlich. Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem musikalischen Highlight begrüßen zu dürfen!

> Bayerische Philharmonie
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12. Dezember '12

König Ludwig II.
"Mein Atem ist die Freiheit"

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Matthias Bienek: Was hat Sie bewogen, diesen Film zu machen? Angelika Weber: Dies ist work in progress gewesen. Denn bei meinem Studium der Bayerischen Geschichte habe ich König Ludwig II. geflissentlich übergangen. Im Laufe der Jahre habe ich viele historische Filme - Spielfilme, TV Serien und und Dokus – gedreht. Nur König Ludwig II. ist mir nicht in den Sinn gekommen. Als ich dann den Imagefilm für die Ausstellung „Götterdämmerung“, im Auftrag des Hauses des Bayerischen Geschichte, gedreht habe, ist mir schon während der Produktion aufgefallen, dass es Aspekte in Ludwigs II. Leben und Werk geben muss, die noch eher unbekannt sind.

> KÖNIG LUDWIG II. - Mein Atem ist die Freiheit
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09. Dezember '12

Mo Yan und
Günter Grass

Der geniale chinesische Schriftsteller und bekennender Kommunist Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis 2012. Er steht der Kommunistischen Partei nahe und verteidigt die Zensur in China. Zensur sei notwendig genau wie lästige Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Verleumdungen, Verunglimpfungen, Gerüchte und Beleidigungen muss man zensieren. Mit dieser Ansicht steht Mo Yan nicht allein. In Deutschland teilen nicht nur Salafisten und orientalische Geistliche seine Meinung. Im Gegensatz zu seinem Literaturnobelpreiskollegen Grass (Foto) sind die meisten Bücher Mo Yans lesenswert.

> Mo Yan und Grass
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04. Dezember '12

Bayerische Philharmonie
Interview mit Boris Braune

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bayerische-philharmonie.de

Stefan Groß: 1994 gründete der Dirigent Mark Mast den Verein Junge Münchner Philharmonie e.V., der 2007 in Bayerische Philharmonie e.V. umbenannt wurde. Seit dieser Zeit ist er stets gewachsen und vereinigt eine Vielzahl von Orchestern und Chören. Was macht die Bayerische Philharmonie so einzigartig? Boris Braune: Einzigartig macht die Bayerische Philharmonie ihr ganzheitliches Konzept. Dieses äußert sich in den verschiedensten Bereichen, von jung bis alt, vom Kinder- und Jugendchor bis zum großen Chor, genauso wie vom Amateur bis hin zum Profi, von instrumental bis vokal. Wir haben sieben Klangkörper und insgesamt 1500 Musiker und Sänger, die aus 30 bis 35 Nationen pro Jahr zu uns kommen.

> Interview mit Boris Braune
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11. November '12

Florian Illies: 1913
Der Sommer des Jahrhunderts

"Das Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten". Waren die Herausgeber Visionäre, als sie dieses Schiller-Zitat aus dem Wilhelm Tell für ihren "Drogisten-Taschen-Kalenders 1913" auswählten? Die Angst, dass sich dieses Jahr gar als Unglücksjahr erweisen sollte, sitzt jedenfalls einigen Zeitgenossen mächtig im Nacken. "Gabriele D'Annunzio schenkt einem Freund sein 'Martyrium des Heiligen Sebastian' und datiert es in der Widmung lieber vorsorglich als '1912 + 1'.", findet Florian Illies heraus. Für Arnold Schönberg, der nicht ohne Grund die "Zwölf-Ton-Musik" erfand, ist es gar ein Martyrium.

> Ein Jahr am Südhang der Geschichte oder doch nur im Zeichen der Unglückszahl?
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03. Dezember '12

Wer war eigentlich
Hermann Levi
?

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Während Kunstinteressierte dem Wagnerjahr 2013 entgegenfiebern, wird zumeist eine Person übersehen, die maßgeblich am Erfolg Wagners beteiligt war. Der 1839 in Gießen geborene und 1900 in München verstorbene Hermann Levi, aus einer bedeutenden jüdischen Familie stammend, dirigierte nicht nur 1882 den "Parsifal" in Bayreuth, sondern war nach dem Tod des Komponisten die rechte Hand seiner Witwe Cosima bei der Leitung der Bayreuther Festspiele. Das Verhältnis zwischen Wagner und dem späteren Generalmusikdirektor und Hofkapellmeister am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München war stets spannungsreich. Die angesehene Münchner Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber, die auf Levi bei Dreharbeiten zu ihrem Art Dokufilm "KÖNIG LUDWIG II. Mein Atem ist die Freiheit" (2011) gestossen ist, widmet sich mit einem großartigen Projekt dem „vergessenen“ Komponisten und Dirigenten Levi. Kontakt: weber.viacom@googlemail.com

> Mehr dazu: MEDIA MUSICA
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06. November '12

Anton Bruckner:
Mystiker und Musikus

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Günter Wand, vielleicht einer der letzten großen Brucknerinterpreten des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts, bekannte in einem späten, weitgehend unbeachtet geblieben Gespräch:“ Die Gnade bei Bruckner, so, und einzig so zu schreiben, darin kann ich nur einen Gottesbeweis sehen.“ Wand, der solche Ehrfurcht vor diesem Komponisten hatte, das er dessen Fünfte erst mit zweiundsechzig Lenzen in Angriff nahm, wusste nicht zuletzt auch darum, wovon er sprach, weil ihn das Schaffen des großen Oberösterreichers ein Leben lang begleitet, beschäftigt – in den Bann gezogen hat.

> Anton Bruckner: Mystiker und Musikus
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29. November '12

Pracht auf Pergament in
der Hypokunsthalle

Dank einer in ihrer Einmaligkeit beispielhaften Kooperation zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek München und der der Hypo-Kulturstiftung erfreut sich die gleichnamige Kunsthalle an der Theatiner Straße bis zum 13. Januar 2013 einer außergewöhnlichen Schau, die ihre Einzigartigkeit schon in dem ihr verliehenen Titel verrät: Pracht auf Pergament. Schätze der Buchkunst von 780 bis 1180.

> Eine Ausstellung der Superlative
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27. November '12

Künstlerporträt:
Rolf-Maria Krückels

Das Werk von Rolf-Maria Krückels ist charakterisiert durch eine künstlerische Haltung, in der sich Neugier und Konsequenz der Methode verbinden. Es gibt keine stilistische Parallele zu seinen Lehrern Daniel Spoerri und Ben Willikens, bei denen er dann Assistent war, sondern Berührungspunkte zu deren künstlerischen Vorgehensweisen. Eine Gastprofessur in Kalifornien und ein Studienaufenthalt in New York folgten der Assistentenzeit und dem Diplom (1993) an der Münchner Akademie. Auch wenn Rolf-Maria Krückels Objekte oder Videos herstellt, bleibt sein Ausgangspunkt die Malerei, deren Grenzen er überschreitet.

> Zur Webseite gelangen Sie hier:
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24. November '12

"Hedda Gabler" am
Münchner Residenztheater

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Sie hat schwarze Hände. Voller Ruß von den Ascheresten eines Manuskripts, das sie im lodernden Feuer verbrannt hat. Als sie eine weiße Wand berührt, hinterlassen ihre Hände merkwürdigerweise jedoch keine Spuren. Nichts bleibt von Hedda Gabler - ihr gehören die Hände. Weder im Leben, noch im Tod. Dieses besonders eindringliche Bild prägt Intendant und Regisseur Martin Kusej dem Publikum im Residenztheater München ins Gedächtnis ein.

> Leere Villa, leere Seelen, leere Ehe - Zarathustra-Phantasien in der Lebensgruft
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23. November '12

Jüdisches in München
im Monat November

Nach Israel führt das letzte Exponat einer sehenswerten Ausstellung im Kulturzentrum im Sudetendeutschen Haus an der Hochstraße 8, die ganz im Zeichen Franz Kafkas steht. Auf dem Bild mit Titel „ Ein ganz gewöhnlicher Gebrauchsgegenstand“ ist eine Haarbürste zu sehen, die dem Prager Schriftsteller gehört hatte. Seine letzte Liebe Dora Diamant schenkte sie nach seinem Tod zusammen mit einem Portrait von ihm dem Hebräisch-Lehrer David Maletz bei ihrem Besuch in Palästina. Dort wo das Paar „von einer gemeinsamen Zukunft träumte“.

> Anna Zanco-Prestel: Jüdisches in München im Monat November
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09. November '12

Was ist
Kunst?

Berlin, morgens um 8 Uhr: Zwei Stunden vor Einlass beziehen die ganz Disziplinierten bereits Posten. Eher lässig veranlagte Kulturinteressierte versuchen ihr Glück dagegen erst, wenn im "Café Einstein" an der Nordseite der Neuen Nationalgalerie alle essbaren Artikel schon ausverkauft sind und die Wartenden im Abendschatten zu frösteln beginnen.

> Manchmal werden aus einfachen, alltäglichen Materialien strahlende Kunstwerke
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27. Oktober '12

Victor Hugo
als Lyriker

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In Frankreich ist Victor Hugo neben Molière der bekannteste Schriftsteller, ja ein Nationaldichter, in Deutschland sind ihm an Bekanntheit zahlreiche andere französische Romanciers, Dramatiker und Lyriker überlegen, so Stendhal, Balzac und Flaubert im Roman, der erwähnte Molière oder Racine im Drama oder Baudelaire, Rimbaud und Verlaine, was die Lyrik angeht.

> Annette Seemann: Victor Hugo als Lyriker
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12. November '12

Gartenparadiese:
Oasen des Alltags

"Man muss auf den Hügel mit den alten Linden steigen und sich auf die alte Granitbank setzen, dann den Blick über die Schilfwiese zum Tal der Neiße schweifen lassen, kurz bei den drei Pappeln auf der Schlosswiese verweilen, um schließlich am Südflügel des Schlosses just auf den Fenstern, hinter denen die Gemächer des Fürsten lagen, hängen zu bleiben. ...

> Von Arkadiens erster Wiedergeburt bis hin zu Oasen des Alltags
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15. November '12

Paris:
Photo 2012

Das Pariser Grand Palais ist der wundervollste Ort dieser Erde, um Photographien neu zu sehen. Und einer der prachtvollsten wohl zudem. Wie aufgetaucht erscheint die Welt der Kunstphotographie im zweiten Jahr nach dem Umzug aus den Katakomben des Louvre. Ein bisschen ist das Flair zum spontanen Plausch mit Martin Parr oder Helmut Newton unter der Glaskuppel verloren gegangen. Doch dafür locken noch bedeutendere Namen des Kunstmarktes. Auch Karsten Greve ist nun mit dabei, und zeigt Mimmo Jodice.

> Paris Photo 2012
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14. November '12

Matthias Matusseks Erzählung:
„Die Apokalypse nach Richard“

„Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte.“ So heißt eine gerade erschienene Weihnachtserzählung. Der Titel deutet schon an, um was es geht: Apokalyptische Vorgänge und anheimelnde Feststimmung. Wunder und Weihnachtszauber. Übersinnliches und Beschauliches. Das alles aufgeschrieben vom Literaten Matussek. Nicht vom Bestseller-Provokateur. Und nicht vom „Krawallkatholiken“, den der eine oder andere vielleicht erwartet. Aber der Reihe nach.

> Matthias Matusseks Erzählung „Die Apokalypse nach Richard
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17. Oktober '12

Gewagte Konstruktionen
Die großen Baumeister

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Vor knapp 2100 Jahren wurde der Begriff Architektur das erste Mal definiert. Der römische Architekt Vitruv (Marcus Vitruvius Pollio) erklärt ihn in seinen "Zehn Büchern über Architektur" als das Zusammenspiel von Baukunst und Technik, also die Kunst des Baumeisters und des Ingenieurs. Diese Kunst vereint ein gemeinsames Ziel: aus allen "Wichtigkeiten" logische Antworten entwickeln, um unter Beachtung der drei Kriterien der Architektur - Nützlichkeit, ...

> Pioniere und Visionäre
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22. Oktober '12

Schwarze Romantik
Von Goya bis Max Ernst

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"Wirkung ist ihr höchstes Ziel, und um dieses zu erreichen, verschmähet sie keine Mittel. Das Schöne ist nur Nebensache; am liebsten will sie erstaunen und überraschen, niederdrücken durch gigantische Größe oder erschüttern durch Extreme der Leidenschaft; sie hascht nach der Wahrheit der Natur in ihren grässlichen Augenblicken und erlaubt ihrer Phantasie den verwegenen Flug, nicht in das schöne Feenland des Ideals, sondern in die verbotene Region der Geiser und Gespenster."

> Die abgründige Macht des Bildes
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26. September '12

Helmut Kästl
„Ankunft des Lichts“

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Groß ist die Faszination, die von der Gestalt des Franz von Assisi immer noch ausgeht, den „Heiligen der Freiheit aus dem Geist der Armut“, wie ihn der ausgesprochen laizistische „konservative Anarchist“ Giuseppe Prezzolini in einem meisterhaften Essay einmal charakterisierte. Franziskus schlichte Lebensphilosophie, wonach „Verzicht Freiheit, Unwissenheit Weisheit und Armut Reichtum“ bedeuten, hat im Zuge der Geschichte manche Krisen überstanden und ist heute mehr denn je von Gläubigen, Nicht-Gläubigen oder Andersgläubigen in aller Welt allgemein hoch angesehen und gepriesen.

> Helmut Kästl - „Ankunft des Lichts“ - Stadtgalerie Altötting
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25. September '12

Die 60er Jahre
in München

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Buchverlage LangenMüller Herbig nymphenburger terra magica

Mit einer „Künstlerischen Intervention“ von 40 jungen Akteuren in – ganz in Anlehnung an André Courrèges Olympiade-Outfits - gelben, hellblauen oder orangefarbigen Overalls ließ die Landeshauptstadt München Anfang September den Geist der „Siebziger Jahre“ in ihrer Stadtmitte wieder aufleben. „Recontructing Future“ nannte sich das 14-tägige „Happening“ des Berliner Künstler-Duos Dellbrügge - de Moll, beide Stipendiaten der Villa Waldberta. Ihre Absicht war, an die heitere Atmosphäre der Olympischen Spiele 1972 zu erinnern, wodurch ein „neues Deutschlandbild“ hätte geprägt werden sollen.

> Auf den Spuren der Nostalgie - Die 60er Jahre in München
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24. September '12

Christine von Brühl
Gebrauchsanweisung Dresden

"Ich habe einer schönen Frau beim Ankleiden zugesehen. Ein Geschenk! Ich habe gesehen, wie sie im Bademantel vor der Frisierkommode sitzt, ein wenig gelangweilt schaut sie in den Spiegel. Doch dann richtet sie sich auf, kämmt die Haare, schminkt sich die Lippen, wählt ein Parfum. Sie sucht den passenden Schmuck, das passende Kleid. Sie probiert mehrere Paar Schuhe an, bis sie die richtigen gefunden hat. Prüfend geht sie vor dem Spiegel auf und ab. Dann legt sie noch Ohrringe an, lange, glänzende Steine, streift einen Ring über, wirft sich schließlich den schweren Schal um die Schultern, greift zum warmen Mantel,...

> Wird in Dresden wirklich nur das verprasst, ...
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24. September '12

„Art is Liturgy“
in „Kolumba

Die Wirkung ist außergewöhnlich: Vor der „Kirche“ von Robert Klümpen (*1973) werden die Betrachter geradezu hineingezogen in den Innenraum einer Kirche, den Mittelpunkt von Liturgie. Verstärkt wird die Wirkung des großformatigen, an einen Flügelaltar erinnernden Gemäldes durch den schlichten Hintergrund einer schmucklosen Wand, die die Plastizität des Gemäldes mit dem Blick in den Innenraum eines reichhaltig ausgestatteten Gotteshauses noch deutlicher hervortreten lässt. Was für ein Bild von Kirche, was für eine Vorstellung von Liturgie haben die Besucher von Kolumba?

> Vom heiligen Charakter der Symbole
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23. September '12

Fotospaziergänge
der Superlative

Die Fotografie (der Begriff wurde übrigens erstmals - noch vor englischen oder französischen Veröffentlichungen - am 25. Februar 1839 vom Astronomen Johann Heinrich von Mädler in der Vossischen Zeitung - eine überregional angesehene Berliner Zeitung - verwendet) wurde in ihrer Geschichte schon vielfach zu Grabe getragen. Völlig zu Unrecht. Denn das Medium erweist sich heute als vitaler und facettenreicher denn je zuvor. Vor allem die rasanten technologischen Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre haben dem Umgang mit fotografischen Bildern zu einer neuen Konjunktur verholfen.

> Fotospaziergänge der Superlative
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22. September '12

Photokina Köln

„Camera. Reburn.“ verkündet Samsung in Halle 5.2 der Koelnmesse. Was wohl Oskar Barnack, dazu sagen würde? Von seiner ersten Idee für eine Probestreifen-Belichtungskammer zur Bestimmung der richtigen Belichtung für Kinofilmrollen bis zur Präsentation der serienreifen LEItz CAmera im Filmformat 24 x 36 mm im Jahr 1925 vergingen damals über zehn Jahre. Brennweitenangaben werden heute immer noch auf dieses Format bezogen. Samsungs Chip in der GALAXY Camera misst heute 4,6 x 6,2 mm. 16 Millionen Bildpunkte konkurrieren darauf um Licht aus dem 23 - 483 mm Superzoom Objektiv.

> Photokina 2012
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17. September '12

Peter Rühmkorf - Ein
Poet mit viel Puste

Wünsch mir im Himmel einen Platz / (auch wenn die Balken brächen) / Bei Bellmann, Benn und Ringelnatz / Und wünschte, dass sie einen Satz / In einem Atem sprächen:/ nimm Platz! Dieses Gedicht von Peter Rühmkorf könnte auch stellvertretend für das gesamte Buch stehen. Denn der wohl profilierteste deutsche Lyriker, Essayist und Büchner-Preisträger, der die Sprache so virtuos anzuwenden verstand, erfährt hier in seiner so herrlich hallodrihaften Art eine besondere Würdigung. "In meinen Kopf passen viele Widersprüche" ist geradezu der lebende Beweis, dass nicht alles Deutsche tiefsinnig, schwer und unverständlich daherkommen muss.

> Peter Rühmkorf - Ein Poet mit viel Puste
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17. September '12

Nike Wagner
im Interview

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Bednarz: Zu Ihrem Gesamteindruck der nun vor Publikum aufgeführten "Via Crucis" – gab es noch einmal Überraschungen für Sie? Dr. Wagner: Bei der Kunst läßt sich nie alles „vorausberechnen“, es gibt immer Überraschungen, vor allem bei Premieren. Hier war es zunächst das Publikumsverhalten. Im ersten Teil der Veranstaltung, dem Begehen der installativen Arbeiten der Studenten, staute sich der Besucherstrom plötzlich vor dem Eingang zur eigentlichen „Via Crucis“ in der Viehauktionshalle. Jedermann kramte nach seinen Eintrittskarten. Das verzögerte den Ablauf. In der Halle wiederum begann die Vorstellung zu spät, technische Pannen im Hintergrund waren schuld.

> Nike Wagner, künstlerische Leiterin des „pèlerinages“ Kunstfests Weimar, im Interview
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14. September '12

Berlin
Art Week

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Courtesy Terreno Baldio Arte, Mexiko

Berlin vergibt in diesem Jahr mehr als 100000 Bauaufträge. Improvisationstalent und Kreativität gehört also zu den Berlinern. Nicht wenige kommen, um sich davon anstecken zu lassen. Cyprien Gaillard, frisch mit dem „Young Artist Award“ der Unternehmensberatung „A. T. Kearney“ und 10.000 Euro ausgezeichnet, choreographierte dieser Tage ein Baggerballett vor dem Schinkelpavillon an der Lindenoper für die Hippies der internationalen Kunstszene. Im Pavillon bleibt als Erinnerung noch bis zum 21. Oktober ein Stelenfeld mit Plexiglas verhaubten Baggermaulzähnen. „What it does to your city“ ist hier das wirklich gelungene Motto.

> Jan Löw: Berlin Art Week
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10. September '12

"1912 - Mission Moderne" im
Wallraf-Richartz Museum Köln

Grenzüberschreitungen waren in Ausstellungen vor einhundert Jahren und noch länger zurück ein durchaus gängiges und bewusst eingesetztes Stilmittel. In diesem Sinne ist auch der Kapellenraum mit Gewölbe und spitzbogigen Blendarkaden einzuordnen, den die Besucher im Jahr 1912 in der Mitte des Rundgangs durch die „Internationale Kunstausstellung des Sonderbundes Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler“ in Cöln, damalige Schreibweise, betraten. Neben den von Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner bemalten Stoffbahnen, ...

> "1912 – Mission Moderne“
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23. August '12

75 Jahre "Haus der
[Deutschen] Kunst"

Nicht vielen ist es vielleicht ganz bewusst, dass München seinen Ruf als „Stadt der Künste“ dem unter König Max II. errichteten „Glaspalast“ im Alten Botanischen Garten zu verdanken hat. Das nach dem Vorbild vom „Crystal Palace“ in London aus Glas und Metall erschaffene multifunktionale Ausstellungsgebäude, in dem ab 1854 Industrie- und Wirtschaftsausstellungen unterschiedlicher Art stattfanden, wurde ab 1889 Austragungsort von Kunstschauen mit internationalem Charakter. Auch ein Festspielhaus für Richard Wagner sollte nach Planungen von König Ludwig II. und Arch. Gottfried Semper dem Komplex angegliedert werden.

> Anna Zanco-Prestel: Vielfalt der Geschichten
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10. August '12

Zur DDR-Rezeption
Gottfried Benns

Der Berliner Lyriker Gottfried Benn (1886-1956), der die Jahre 1935/45 als Arzt in der „Wehrmacht“ überstand und mit seinen späten Gedichten in den Nachkriegsjahren zu unerhörtem Ruhm fand, blieb DDR-Lesern mehr als zwei Jahrzehnte unbekannt. So war er in dem von Günther Deicke und Uwe Berger edierten „Deutschen Gedichtbuch“ (Aufbau-Verlag, Berlin 1959) mit keiner Zeile abgedruckt! Zeitgenossen aber aus seiner expressionistischen Schaffensphase vor dem Ersten Weltkrieg wie Ernst Stadler (1883-1914), Georg Heym (1887-1912) und besonders Georg Trakl (1887-1914) ...

> Dichter der Sintflut, des Weltuntergangs: Zur DDR-Rezeption Gottfried Benns
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04. August '12

10. Thurn & Taxis
Festspiele 2012 eröffnet

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Oper für jedermann, für die ganze Familie hieß es also. Aufgeführt von der Oper Chemnitz. Die Inszenierung von Dominik Wilgenbus betonte passend dazu die lustigen Seiten des märchenhaften Stücks. Und die Gegensätze. Edle und filigrane (Guibee Yang als Pamina) bzw. ausdrucksstarke (Julia Bauer als Königin der Nacht) Frauenfiguren kontrastierten auffällig mit den männlichen Protagonisten, die - rollengemäß – mal eher derb (Andreas Kindschuh als Papageno) und- nicht rollengemäß – mal eher facettenlos (André Riemer als Tamino) waren.

> Liane Bednarz: 10. Thurn & Taxis Schlossfestspiele 2012
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07. Mai '12

Mit Wotan ins
Wagnerjahr 2013

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Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden, in Mannheim und in München sind die Inszenierungen von Achim Freyer und Andreas Kriegenburg bis zur „Walküre“ bzw in München auch bis zum „Siegfried“ (Ende Mai) fortgeschritten.

> Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar
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11. Juli '12

Agilophusaltar kehrt in
Kölner Dom zurück

Mit festem Händedruck presst der Händler in seinem prächtigen Gewand den prall gefüllten Geldbeutel an seinem Körper, um nicht einen Schlag von Jesus Christus abzubekommen, der mit einem Holzstück in der rechten Hand und weit ausholender Armbewegung die Wechsler und Händler aus dem Tempel vertreibt. Prächtig gekleidet ist auch die junge Frau, die sich anlässlich der Erweckung des Lazarus die Nase zuhält. Bei der Kreuztragung Christi lässt sich an den Gesichtern der Schaulustigen deutlich deren abfällige Meinung über den erkennen, der da mit blutigem Gesicht an ihnen vorüberzieht.

> Constantin Graf von Hoensbroech: Voll überbordender Lebendigkeit und Plastizität
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10. Juli '12

Gustav Klimt
und Emilie Flöge

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Zwischen 1902 und 1904 malte Gustav Klimt eines seiner berühmtesten Bilder: das erste Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Es wurde 1908 auf der Kunstschau neben sieben anderen Gemälden (u. a. "Der Kuss") gezeigt. Obwohl das "Porträt Emilie Flöge" den Beginn jener Schaffensperiode des wohl bekanntesten Vertreters der Wiener Sezession markiert, deren Kunstwerke in den vergangenen Jahren auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielten, fand es zur damaligen Zeit keinen Anklang.

> "Heute wirst Du verschachert, respektive einkassiert!" (Gustav Klimt 1908 an Emilie Flöge)
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03. Juli '12

50 Alltagsfotografien
von Andy Warhol

Im Mai 1979 trafen sich in der Düsseldorfer Galerie Denise René/Hans Mayer Andy Warhol und Joseph Beuys, der Mann mit dem Filzhut. Vieles trennte sie, doch die einfache Feststellung, dass in jedem Menschen ein Künstler stecke oder eben jeder Mensch das Recht habe, für fünfzehn Minuten ein Star zu sein, hatte eine Stahlkraft, die bis ins Facebook-Zeitalter nachwirkt.

> Thomas Zander zeigt 50 Alltagsfotografien von Andy Warhol
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07. Maerz '11

Sigmund Freuds
Zukunftsillusion

Religionskritiken, sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig Feuerbachs (1804-1872), die zerset­zende von Karl Marx (1818-1883), aber auch die verzweifelte seines Zeitge­nossen Friedrich Nietzsche (1844-1900) studiert ha­ben, denn er beruft sich auf „bessere Männer“, die „vollständiger, kraftvoller und eindrucksvoller“ als er Kritik an der Religion geübt hätten. Er „habe bloß“ wie er bekennt, „der Kritik“ seiner „großen Vorgänger etwas psychologische Begründung hinzugefügt“. Die besseren Männer zählt er nicht auf, denn „es soll nicht der Anschein geweckt werden“, dass er sich „in ihre Reihe stellen will“

> Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
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26. Juni '12

Joyce: Künstler
als junger Mann

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"Ich war ein anderer damals. (...) Ich meine (...), dass ich nicht ich war, wie ich jetzt ich bin, wie ich werden musste.", erklärt Stephen Dedalus am Ende des Romans seinem Freund Cranly. Der junge Mann hat sich gewandelt, vom gottesfürchtigen, ängstlichen Buben, zum selbstbewussten, freien Künstler, der religiöse Autoritäten in Zweifel zieht und klare Ziele für sich gesteckt hat. Er will nicht mehr dem dienen, woran er nicht länger glaubt. Sei es nun der Kirche oder aber auch seinem Zuhause und seinem Vaterland.

> "Zeit ist, Zeit war, aber Zeit wird nicht mehr sein."
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10. Juni '12

Desillusion oder Neuanfang?
Tschechow in München

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Sein Kollege Thomas Dannemann setzt in seiner Inszenierung von Tschechows „Drei Schwestern“ im Volkstheater ebenfalls partiell auf laute und schrille Töne. Gleich zweimal gibt es also aktuell Tschechow-Neuinszenierungen in München zu sehen. Die Spätwerke des Meisters der subtilen Psychologie. Zufall? Zeitphänomen? In beiden geht es um zerplatzte Träume und den Untergang einer alten Zeit. Um emotionale Abgründe sowieso. Und somit ganz generell um die Frage: Desillusion oder Neuanfang?

> Neuanfang oder Desillusion? Zweimal Tschechow in München
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05. Juni '12

Wagner wagen
Festtage 2012

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Zum siebten Mal drehte sich in Leipzig am „Vorabend“ zum Jubiläumsjahr 2013 der Veranstaltungsreigen um Richard Wagner, dessen schillernde Persönlichkeit im Zusammenhang mit dem Missbrauch im Dritten Reich Schatten auf sein musikalisches Genie geworfen hatte und dem in der ehemaligen DDR wenig Rehabilitation widerfahren war. Aber Leipzig ist nicht nur Bach, Mendelssohn, Schumann, Thomaner oder Gewandhaus , Literatur, Messe, Porsche und BMW, Leipzig ist auch die Geburtsstadt Wagners, in der er prägende Jugendjahre verbrachte.

> Wagner wagen - die Leipziger Wagner Festtage 2012
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09. Mai '12

Renoir. Zwischen Bohème
und Bourgeoisie

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Noch bis zum 12. August 2012 zeigt das Kunstmuseum Basel 50 Frühwerke des gefeierten, aber gern auch auf das Klischee des "Maler des Glücks" reduzierten Pierre-Auguste Renoir. Aber gerade seine frühe Schaffensperiode ab dem Jahr 1864 - dem Jahr, in dem Renoir sich erstmals mit einem Gemälde am offiziellen Salon beteiligen konnte - offeriert künstlerisch herausragende und in seiner Vielschichtigkeit überraschende Gemälde. "Die Epoche von etwa Mitte der 1860er- bis zum Ende der 1870er-Jahre war in Frankreich von extremen sozialen, politischen und künstlerischen Umbrüchen geprägt.

> Renoir. Zwischen Bohème und Bourgeoisie: Die frühen Jahre
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09. Mai '12

José Saramago
Kain

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"Wie alles haben auch die Wörter ihr Was, Wie und Warum. Manche sind feierlich, sprechen uns mit pompösem Gehabe an, tun sich wichtig, als wären sie für Großes bestimmt, und dann stellt sich heraus, dass sie nicht mehr als ein leises Lüftchen waren, das keinen Mühlenflügel hätte in Bewegung setzen können, andere, gewöhnliche, übliche, alltägliche haben am Ende Folgen, die niemand vorauszusehen gewagt hätte, dafür waren sie nicht gemacht, und doch haben sie die Welt erschüttert.", schreibt der Portugiesische Literaturnobelpreisträger kurz vor seinem Tod.

> Heike Geilen: José Saramago Kain
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11. Maerz '12

Lou Andreas Salomé

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Lou Andreas-Salomé - ein Name der unwillkürlich Assoziationen weckt: Muse, Geliebte, Femme fatale. Was hatte diese Frau an sich, die sich im Dunstkreis berühmter Männer ihrer Zeit bewegte und die im Sinne Nietzsches, jenseits von Gut und Böse stand? Welche Faszination ging von der mit einem unglaublichen Intellekt gesegneten, russischen Generalstocher aus, die "in fast ärgerlicher Weise schon immer vorweg weiß, was kommt, und worauf es hinaus soll.", wie es ihr langjähriger Freund Paul Reé einmal treffend formulierte.

> Lou Andreas-Salomé - Die Weiterdenkerin
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27. Februar '12

Friedrich Nietzsche
Gedichte

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Der Name Friedrich Nietzsches steht in erster Linie für den Philosophen. Als großer Zweifler, Provozierer, Prophet und radikaler Kritiker des Christentums wird er assoziiert. Aber Nietzsche war auch Philologe und Schriftsteller. Mag der Denker Nietzsche auch noch so umstritten sein, wenn man seine Werke liest, kommt man nicht umhin, den Stilisten zu bewundern. Der jüdische Journalist und Kritiker Leo Berg schrieb bereits 1889 über ihn: "Man mag einst über Nietzsche denken, was man will, über den Schriftsteller wird es bald keinen Zweifel geben. Er ist der größte Virtuose der deutschen Sprache."

> Heike Geilen: Nur Narr! Nur Dichter!
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29. Februar '12

"Architekt der Leere"
Eduardo Chillida

„Moderne Unart, die Künste theoretisch auseinandergehalten als einzelne genießen zu müssen“, schrieb Friedrich Nietzsche im Herbst 1869 nieder. Ihm leuchtete dabei freilich das antike Musikdrama als Vorbild. Wie ist es aber heutzutage bestellt mit der Überschreitung der Grenzlinien der Künste? Die Verbindung von Musik, Tanz und Raum bzw. Architektur ist Dank der kürzlich verstorbenen Pina Bausch oder auch Sasha Waltz schon auf gutem Wege. Wie aber kann die bildende Kunst in die Bewegung geraten?

> Christian J. Grothaus: Ein „Architekt der Leere“ zwischen Kunst und Philosophie.
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29. Maerz '12

Martin Mosebach und
die Lourdes-Madonna

Woran erkennt man einen konservativen Revolutionär? Was hätte er zu tun, wäre er keine bloß historische Erscheinung? Er müsste im Widerspruch stehen zur Mehrheitsmeinung, zum Zeitgeist aus wohlüberlegten Gründen. Er müsste die Gegenwart so sehr lieben, dass er sie umstürzen wollte mit Mitteln, die ihm die Vergangenheit an die Hand gibt. Er müsste durchdrungen haben, was er ablehnt, und begehren, was war, und also in etwa so reden, wie es zum „Aschermittwoch der Künstler“ Martin Mosebach in der Münchner Muffathalle tat.

> Alexander Kissler: Martin Mosebach und die Lourdes-Madonna
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11. Februar '12

Bazon Brock und das Internet
als Gulag des 21. Jahrhunderts

Der emeritierte Ästhetikprofessor und Aktionskünstler Bazon Brock hat vor dem Internet gewarnt. Wie er gegenüber der Berliner "tageszeitung" betonte, sei das Internet der Gulag des 21. Jahrhunderts. Denn hier würden persönliche Daten gespeichert, was letztendlich darauf hinausläuft, möglicherweise die Menschheit in Zukunft jederzeit in der Hand zu haben. Was heute noch unter Terror-Abwehr läuft, könnte eines Tages dazu mißbraucht werden, die Demokratie aufzuheben, so Brock. Der studierte Philosoph hatte zuletzt in der Bundeshauptstadt eine "Denkerei" eröffnet, bei der Bürger unlösbare Probleme einreichen sollen.

> Bazon Brock: Die Kultur zivilisieren
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28. Januar '12

300. Geburtstag
von Friedrich II.

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Liebe Jubiläumsgäste, wenn Friedrich II. jetzt in den Saal schauen könnte, wäre er wohl zufrieden: passend zur großen Bühne ein großes Publikum! So viele, die sein Leben erforscht, sein Erbe entdeckt, gerettet und gepflegt haben – oft hartnäckig und mit preußischer Hingabe, wie einst der König selbst. Ich glaube, so mancher von Ihnen hier im Saal hätte zu Friedrichs Lebzeiten eine Einladung zur berühmten Tafelrunde erhalten. Weltoffene, belesene und kulturinteressierte Mitstreiter wusste der Monarch besonders zu schätzen. Allerdings hätte man an dieser Tafel einige Wahrheiten – zum Beispiel über Niederlagen auf dem Schlachtfeld – schweigsam mit dem Wein herunterschlucken müssen. Denn was sein Image betraf, kannte der Herrscher kein Pardon!

> Festakt zum 300. Geburtstag von Friedrich II.
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20. Januar '12

Mario Vargas Llosa
und das Cervantes-Institut

Der peruanisch-spanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa hat dem spanischen Cervantes-Institut eine Absage erteilt. Wie der Nobelpreisträger betonte, sei die ihm vom Kulturinstitut angebotene Leitung nicht vereinbar mit seiner literarischen Tätigkeit. Spaniens König Juan Carlos hatte den Literaturnobelpreisträger im Namen der Regierung für das Amt vorgeschlagen. Vargas Llosa hatte den Posten 1996 allerdings schon einmal abgelehnt.

> Mario Vargas Llosa - ein politischer Schriftsteller
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14. Januar '12

55. Todestag
Arturo Toscanini

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War Arturo Toscanini ein Unmensch? Und wenn ja: musste er einer sein? Nicht wenige sahen (und sehen) in ihm einen echten Teufel. Das in dieser Sache gern vorgebrachte ´Beweismaterial´ gibt solchen Leuten offenbar Recht und man könnte, einschließlich aller Mythen, Legenden und Anekdoten, die sich bis heute um die Person des Dirigenten ranken, eine Enzyklopädie damit füllen.

> Shanto Trdic: Arturo Toscanini: Mit Pauken und Trompeten
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11. November '11

Naturbegriff: Goethe
und die Moderne

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Über Goethe ist so viel gesagt und geschrieben worden, daß man den Eindruck haben muß, es gäbe bei diesem einzigartigen Menschen nichts Neues zu entdecken. Dieser Eindruck ist jedoch falsch. Wer sich näher mit dem Naturwissenschaftler Goethe beschäftigt und wer dabei völlig vorurteilsfrei vorgeht und sich nicht von der 200 Jahre alten Rufmordkampagne der herrschenden Naturwissenschaft gegen Goethe irre machen läßt, der wird in dessen natur­wissenschaftlichen Schriften einen bisher weitgehend unbekannten Kontinent des Denkens entdecken. Gemeint ist der Begriff Goethes von der Natur, der uns modernen Menschen fremd und unverständlich geworden ist und der sich von unserem modernen Naturverständnis grundsätzlich unterscheidet.

> Der Bruch zwischen den Naturbegriffen Goethes und der Moderne
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06. November '11

Sibylle Lewitscharoff
erhält Literaturpreis

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff erhält für ihrem Roman "Blumenberg" den Wilhelm-Raabe Literaturpreis. Zur Begründung hieß es, daß die Autorin die Pfade herkömmlichen Erzählens mit provokantem Übermut verläßt. Die Schriftstellerin hat in ihrem Buch eine biografische Fantasie über den 1996 in Münster gestorbenen Philosophen Hans Blumenberg entworfen. Der Wilhelm-Raabe Literaturpreis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk verliehen.

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31. Oktober '11

Musikalisches
Glaubensbekenntnis

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Die berühmte symphonische Dichtung „Die Moldau“ von Bedrich Smetana fließt als ehrwürdiger Messgesang „Cantare, iubilare“, Musik des kanadischen Rockpoeten Leonhard Cohen wird zum „Hallelujah“, und der herrliche Hymnus „Tantum Ergo“ über das allerheiligste Altarsakrament korrespondiert mit dem berühmten Rhythmus des „Bolero“ von Maurice Ravel. Es klingt unerhört, aber genau das ist es auch, was sich auf der CD „Die Priester – Spiritus Dei“ nachhören lässt. Zwei Mönche und ein Weltpriester sind die Interpreten einer Abfolge von Kirchenliedern und Gebeten, die in einer bislang vollkommen unerhörten Version vertont wurden.

> Musikalisches Glaubensbekenntnis
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16. Oktober '11

Franz Liszt:
200. Geburtstag

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Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt (1811–1886) am 22. Oktober 2011 zeigt die Klassik Stiftung Weimar vom 24. Juni bis zum 31. Oktober 2011 die in Kooperation mit der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar erarbeitete Landesausstellung »Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar«. Im Mittelpunkt der über 350 Exponate umfassenden zweiteiligen Ausstellung im Schiller-Museum und im Schlossmuseum stehen die europäischen Dimensionen sowohl des Komponisten und Interpreten Liszt wie auch seiner in Weimar verwirklichten Kunstprojekte. Dabei werden Liszts Leben und Wirken und die Bedeutung Liszts für die europäische Musik- und Geistesgeschichte umfangreich dokumentiert.

> Ein Europäer in Weimar> Franz Liszt in Jena
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24. September '11

Fünfte Jahresausstellung
"Kolumba" in Köln

Zart und subtil entfalten sich die Klänge im Raum, wie klingende Seifenblasen reihen sie sich unablässig aneinander und verklingen – kaum, dass sie gehört worden sind - auch ebenso schnell wieder in der hoch aufragenden Funktionalität des Raumes, der von einem Heilig-Geist-Retabel aus dem 15. Jahrhundert beherrscht wird. Dabei korrespondieren die drei Parabolschüsseln der „RaumReflexion“, die Bernhard Leitner als Ton-Raum-Skulptur vor einem Jahr geschaffen hat, mit ihren sphärisch anmutenden Tönen in faszinierender Weise mit den drei Tafeln des spätmittelalterlichen Altaraufsatzes, dessen farbenprächtige Gestaltung die Versammlung der Apostel mit der Muttergottes am Pfingstfest zum Thema hat.

> Wer nicht denkt fliegt raus“ - Fünfte Jahresausstellung von „Kolumba“
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22. September '11

Streit um Preis für
Peter Handke

Der Schriftsteller Peter Handke sollt eigentlich Ende Oktober den Candide-Preis erhalten, einen deutsch-französischen Literaturpreis des Literararischen Vereins Minden, doch nun weigert sich der Sponsor, die Kolbus Buchbindereimaschinen, den Preis auszuzahlen. Der Grund sind die umstrittenen Äußerungen des Schriftstellers zu Jugoslawien. Die Firma befürchtet Negativschlagzeilen, weil der Preisträger ihr nicht gefällt. Bereits 2006 hatte es Ärger um Handkes Auszeichnung mit dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf gegeben, auf den er damals freiwillig verzichtet hat.

> Adolescentia Obscura – Die Leiden des Peter Handke
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08. September '11

Goethe als Leitgeber
der westlichen Kultur

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Der russische Regisseur Alexander Sokurow ist fest davon überzeugt, daß der Frankfurter Jurist und Dichterfürst Johann Wolfgang Goethe mit seinem „Faust“ europäische Kulturgeschichte geschrieben hat. Wie Sokurow bei der Premiere seines Films "Faust" beim Internationalen Filmfestival in Venedig hervorhob, sei Goethe einer der der wichtigsten Autoren überhaupt. Schriftsteller wie beispielsweise Dostojewski wurden vom Weimarer Geheimen Rat maßgeblich inspiriert. Beim Festival läuft derzeit Sukorows "Faust". Die Tabula Rasa (Ernst Osterkamp) beleuchtet ein Stück aus Goethes Leben, und die maßgebende Rolle, die Schiller dabei spielte.

> Jochanan Trilse-Finkelstein: Goethes erstes Weimarer Jahrzehnt> Babylon in der modernen Naturwissenschaft> Der Bruch zwischen den Naturbegriffen Goethes und der Moderne> Der Teufel und die Welt. Und Goethe, des Teufels Gegenspieler> Ernst Osterkamp: Einsamkeit. Über ein Problem in Leben und Werk des späten Goethe
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29. September '10

Palladio - Eine Einführung

Näher dürfte man der historischen Person Andrea Palladio kaum kommen, als in dem hier in deutscher Fassung vorliegenden Buch von Guido Beltramini. Aus den spärlichen Quellen, die sich zu ihm und seinem nächsten Umfeld erhalten haben, wird das intime Lebensbild eines Mannes konturiert, der, wie kaum ein anderer Künstler vor oder nach ihm, zur Signatur einer Epoche und zum Namensgeber eines Baustils geworden ist, der sich über Jahrhunderte und Kontinente erstreckt.

> Werke ohne Tage. Palladios Leben in Büchern
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25. Juli '11

150. Geburtstag des Kölner
Wallraf-Richartz-Museum

Ein Museum stellt sich selbst aus. Mehr noch: Es wird und will Tatort sein. Zwar nicht im kriminalistischen Sinne. Doch jenes unabdingbare Gespür für das Zusammensetzen vieler Details zu einem schlüssigen Gesamtbild, wie es besonders bei der kriminalistisch-detektivischen Untersuchung eines Tatorts notwendig ist, sollten auch die Besucher am „Tat Ort Museum“ mitbringen oder beim Rundgang durch die gleichnamige Ausstellung mit ausgewählten Bildern vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert im Kölner Wallraf-Richartz-Museum (WRM) entwickeln können.

> Zum 150. Geburtstag zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum
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30. Mai '11

Richard Wagner
und Leipzig

Die Musikstadt Leipzig hatte in diesen Maitagen noch mehr zu bieten als gewöhnlich. Das Mahler-Festival mit allen Sinfonien des Komponisten und den großen Orchestern der Welt im Gewandhaus (etablierte Hochkultur) und die von der „Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013“ ins Leben gerufenen Wagner-Festtage (Humus für ein neues Musikverständnis) an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichem Charakter. Vom volksfestartigen Treiben mit subversivem Einschlag auf dem Fockeberg – das „Feste Spielhaus“, dessen Richtfest man feierte, wird wohl nie gebaut werden – bis zur konzertanten Aufführung des dritten Aufzugs vom „Siegfried“ in der Peterskirche als fulminanter Höhepunkt.

> Erwache Leipzig mit Wagner – die Wagner-Festtage 2011 zwischen High und Low
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27. Mai '11

200. Todestag -
Heinrich von Kleist

Scheitern als Lebensprinzip, so könnte man kurz Heinrich von Kleists irdisches Schicksal umschreiben. Und diese Maxime unterstrich der berühmte Dramatiker selbst, als er sich zuletzt als „nichtsnütziges Glied der menschlichen Gesellschaft“ bezeichnete. Dabei hatte der 1777 im Frankfurt/Oder geborene Dichter die besten Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Karriere; er kam aus einer einflußreichen pommerschen Familie, ausgestattet also mit dem besten Pedigree, hatte von Jugend an beste Beziehungen zu einem erlesenen Kreis einflußreicher Politiker des preußischen Staatsapparates. Anfang der 90er Jahre des 18. Jahrhunderts trat er in das das 3. Bataillon des Garderegiments in Potsdam ein, wurde Leutnant; 1797 befreundete er sich mit Ernst von Pfuel, dem späteren preußischen Ministerpräsidenten.

> Stefan Groß: Der post-moderne Heinrich von Kleist
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18. Mai '11

Vor 100 Jahren
starb Gustav Mahler

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Gustav Mahler, geboren 1860 in Kalischt, war ein Komponist und europaweit anerkannter Dirigent. Mahlers musikalische Entwicklung begann bereits in jungen Jahren. Schon zu dieser Zeit komponierte er erste kleine Stücke. Er studierte Musik am Konservatorium in Wien und arbeitete anschließend als Kapellmeister. Mahler bereiste als Gastdirigent viele Städte in Europa. Auch eigene Kompositionen führte er europaweit auf. Heute gilt er als ein bedeutender Komponist der Spätromantik. Ab 1909 leitete er die New Yorker Philharmonika. Am 18. Mai 1911 verstarb Mahler.

> Leipzig fördert Mahler-Festival 2011
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15. Mai '11

In Jena kommt die Malerin
Louise Seidler zur Welt

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Am 15. Mai 1786 kam in Jena die Malerin Caroline Louise Seidler zur Welt. Sie war eine Bekannte von Johann Wolfgang von Goethe, in dessen Auftrag sie das Altarbild des Heiligen Rochus anfertigte. Seidler hatte Zugang zu intellektuellen Kreisen der damaligen Zeit und erhielt Stipendien, auf Veranlassung von Goethe, vom damaligen Großherzog Carl August, mithilfe derer sie zur malerischen Weiterentwicklung nach München und Italien ging. Ihren Lebensabend verbrachte die Malerin in Weimar, bis sie 1866 verstarb. In Weimar verfasste sie ihre Autobiographie mit dem Titel „Erinnerungen aus dem Leben der Malerin Louise Seidler“, die 1873 veröffentlicht wurde. Seidler erfreute sich zeitlebens einer hohen gesellschaftlichen Wertschätzung, die durch die Unterstützung und Förderung von Goethe begünstigt wurde.

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06. Mai '11

Rabindranath Tagore
150. Geburtstag

Pünktlich zum 150. Geburtstag des am 7. Mai 1861 geborenen Rabindranath Tagore ist eine ganze Reihe von Publikationen erschienen, die sich dem Lyriker und Mystiker widmen, den sein ganzes Leben lang die Sehnsucht nach Natur, Kosmos und Transzendenz erfüllte. 1913, fast noch unbekannt, erhielt Tagore den Literatur-Nobelpreis für seinen Gedichtband "Gitanjali". Der "Insel Verlag" wartet nun mit einer neuen Auswahl seiner Gedichte auf, und Martin Kämpchen, der sich für die Edition der Gedichte verantwortlich zeigte, hat sich darüber hinaus im "Marbacher Magazin" mit dem Verhältnis Tagores zu Deutschland beschäftigt. Hier erhält der Leser tiefere Einblicke in die deutsche Rezeptionsgeschichte.

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04. Mai '11

August von Kotzebue
250. Geburtstag

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Pünklich zum 250. Geburtstag des in Weimar geborenen August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (3. Mai 1761) sind zwei Bücher erschienen, die sich dem Werk des Literaten widmen. Axel Schröter hat eine Biographie vorgelegt, die den literarischen Einflüssen Kotzebues nachgeht, die die Beziehungen zu seinem Onkel Johann Carl August Musäus analyisert und die Bedeutung der Bühnenmusik für Kotzebues theatralische Sendung nachzeichnet. Johannes Birgfeld, Julia Bohnengel und Aleander Kosenina haben im Wehrhan Verlag ihr Lexikon "Kotzebues Dramen" vorgelegt. Kotzebue, der nach dem Sieg Napoleons bei Jena nach Rußland floh, wurde 1819 von einem Jenaer Burschenschaftler ermordet.

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18. April '11

Peter Ustinov wäre
90 Jahre alt geworden

Der Schauspieler Sir Peter Ustinov wäre am 16. April 90 Jahre alt geworden. Parallel zur Schauspielerei betätigte er sich auch als Regisseur, Journalist und Kolumnist, initiierte Opern und schrieb als Autor satirische Stücke, Erzählungen sowie Romane. Sozial engagierte er sich für das Kinderhilfswerk UNICEF und setzte sich für die Völkerverständigung sowie die Reduktion von Vorurteilen ein. Am 11. August 2003 gründete er gemeinsam mit der Stadt Wien das Sir-Ustinov-Institut, das sich mit der Erforschung von Vorurteilen beschäftigt. Er selbst bezeichnete sich stets als Weltbürger. Sir Peter Ustinov verstarb am 28. März 2004.

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18. April '11

Freiheit für
Ai Weiwei

Vom Kunstaktivisten und China-Kritiker Ai Weiwei fehlt auch zwei Wochen nach seiner Festnahme durch die chinesischen Behörden jede Spur. Wo sich der international bekannte Künstler und Aktivist derzeit aufhält, ist ungewiß. Unterdessen hat der Menschenrechtsausschuß des Bundestages in Berlin die sofortige Freilassung des Künstlers gefordert. In Berlin haben 150 Menschen vor der chinesischen Botschaft - unter dem Motto "1.001 Stühle für Ai Weiwei" - protestiert. Zu Protesten kam es auch in München, Hamburg, Minden in Westfalen, New York, Moskau und Hongkong.

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12. April '11

Die Mutter aller Kunstmessen
wird 45 - Artcologne 2011

Es war einmal. In einer aufstrebenden Kreativstadt wuchs eine Kunstmesse parallel zur arroganten und verfetteten Mutter im Rheinland. 2007 verzieht sich die honorige Dame vom angestammten Herbsttermin in den neu erwachenden Frühling. Vier Jahre sind seither ins Rheinland gegangen. Im Focus stehen heuer neueste Positionen junger Kunst, die längst keine Trennungen der klassischen Medien mehr kennt. Plastiker werden Videokünstler, experimentieren mit Fotografie und Collagetechniken, suchen. Wirklich neues zu kreieren fällt immer seltener leicht aus. Neue Facetten am eigenen Selbst zu finden ist für jeden Betrachter eine Übung mit unendlichen Möglichkeiten.

> Jan Löw: Artcologne 2011
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05. April '11

Jena ist im Robert
Schumann Netzwerk

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Wie die Friedrich-Schiller Universität in Jena mitteilte, wird die Saalestadt in das Robert Schumann-Netzwerk aufgenommen. "Die Promotionsurkunde des Musikers wurde im vergangenen Jahr im Original in einer Sonderausstellung der Friedrich-Schiller-Universität anlässlich Schumanns 170. Doktorjubiläums präsentiert.", so die Pressestelle der Jenaer Universität. Der Komponist, der 1810 in Zwickau geboren wurde und 1856 in Bonn starb, hatte 1840 im Fach Philosophie die Doktorwürde erlangt. Dem Schumann-Netzwerk gehören zehn weitere Städte an, darunter Zwickau, Heidelberg und Leipzig sowie Dresden, Düsseldorf und Bonn. Der Komponist und Pianist gilt bis heute als bedeutender musikalischer Vertreter der Romantik.

> Otto Löw: Der Chemiker Wolfgang Döbereiner befürwortet Robert Schumanns Promotion in Jena> Otto Löw: Im Jahr 2010 wird der zweihundertste Geburtstag von Robert Schumann gefeiert.> Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech: Als Gesunder in der Irrenanstalt
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02. Maerz '11

Van-De-Velde-Jahr 2013

Henry van de Velde war das, was man heute als einen „Alleskünstler“ bezeichnet. Die Gestaltung eines Hauses und eines Raumes, die Form von Kleidung und Schmuck, aber auch das Design von Alltagsgegenständen gehörten für ihn zusammen. Der Belgier, der 1902 nach Thüringen kam, ignorierte die Grenzen zwischen Kunst und Kunsthandwerk und gestaltete Objekte praktisch für jedes Gebiet des Lebens. In Thüringen hinterließ er zahlreiche Spuren, auf denen im Jahr 2013 anlässlich seines 150. Geburtstages gewandelt werden kann.

> Ein Alleskünstler wird 150. Das Van-de-Velde-Jahr 2013 in Thüringen
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03. Maerz '11

Mit Alfred Kubin
im Gespräch

Alfred Leopold Isidor Kubin ist ein österreichischer Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator. Geboren wird er 1877 in Leitmeritz, heute in der Tschechischen Republik. Bekanntheit erlangt er als Gründungsmitglied der Neuen Künstlervereinigung München, der unter anderem auch Wassily Kandinsky angehört. Aus der N.K.V.M. geht 1911 die Redaktion des Blauen Reiters hervor, an deren ersten Ausstellung er sich beteiligt.

> „Ich aber weiß um den Schaffenszwang...“
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16. Januar '11

Kein dicker Picker für
die Heiligen Drei Könige

Der dicke Pitter hat seine Stimme verloren. Dieser Zustand der - medizinisch gesprochen – sogenannten Aphonie, also Störung der Tonbildung oder Stimmlosigkeit, wird auch noch Monate so bleiben. Und es ist ungewiss, ob der Patient anlässlich des nächsten Osterfestes tatsächlich wieder wie erhofft mit dem weithin hörbaren warmen Schlagton ,C’ ertönen wird. Denn die größte am geraden Joch freischwingende Glocke der Welt, von der hier die Rede ist und die in der Glockenstube des Kölner Doms hängt, hat ausgerechnet am Dreikönigstag (6. Januar) seinen Klöppel verloren.

> Kein dicker Pitter für die Heiligen Drei Könige
Kunst und Künstler

08. Dezember '10

Michael Triegel malt den Papst

Video vorübergehend nicht erreichbar

Quelle: YouTube

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08. Dezember '10

Der Realismus des
Michael Triegel in Leipzig

Er ist der offizielle Porträtmaler des Papstes, der 1968 in Erfurt geborene Michael Triegel. Landschaftsskizzen und Stillleben, vor allem aber mythologische und religiöse Themen stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Triegel selbst bezeichnet seine Malweise als „Bella Maniera“. Immer wieder greift er in seiner Kunst auf altmeisterliche italienische Schulen zurück. Und wie Dieter Bartetzko in der "FAZ" bemerkt, huldigt Triegel in seinem Werk "in erster Linie neuen Rätselmythen - und sich selbst". Die Ausstellung von Michael Triegel "Verwandlung der Götter" ist bis zum 6. Februar 2011 im "Museum der Bildenden Künste" Leipzig zu sehen. Der Ausstellungskatalog kostet 29, 90 Euro.

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06. Oktober '10

Neues von Goethe

Einerseits gibt es eine nahezu unüberschaubare Goethe-Literatur, also Literatur über Literatur, die zuweilen auch eigenen Literatur-Wert hat, vor allem, wenn sie von Dichtern bzw. großen Literaten geschrieben worden ist: etwa von den Schlegels oder gar Heinrich Heine, von Gerhart Hauptmann oder gar Thomas Mann, den Zweigs, Joh. Robert Becher, Louis Fürnberg oder gar Bertolt Brecht geschrieben ward, weniger Martin Walser, umso lieber Peter Hacks!

> Goethes erstes Weimarer Jahrzehnt
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29. September '10

Neues aus der Comicforschung

Der diesjährige „Internationale Comic-Salon“ vom 3. bis 6. Juni 2010 hat das Medium Comic wieder in die Medien gebracht. In Erlangen, das die Veranstaltung alle zwei Jahre beherbergt, fanden sich anlässlich des Comic-Salons nach Angaben der Veranstalter mehr als 25.000 Besucher ein. Der Comic-Salon besteht aus einer Vielzahl von Veranstaltungen, die zum einen in der zentralen Heinrich-Lades-Halle stattfinden, zum anderen an den unterschiedlichsten Orten in der gesamten Stadt wie Galerien, Buchhandlungen und Cafés.

> Kundschafter im Land der Zeichen
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27. Juli '10

Der Bestseller von La Roche

Die erste Frau Deutschlands, die einen Bestseller schreiben sollte, wurde am 6. Dezember 1730 als erstes Kind des Kaufbeurer Stadtphysikus Georg Friedrich Gutermann geboren. Sie war zunächst eine Enttäuschung für den Vater, denn der Zeit entsprechend, die noch auf die Aufklärung wartete, hatte er sich einen Stammhalter gewünscht.

> „Das Fräulein von Sternheim“, der erste Bestseller einer Frau in Deutschland
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Wie in einem Farbenrausch - Der Maler Peter Hartel im Schwabinger „Arts 'n' Board“

(Anna Zanco-Prestel)

Nach den letzten Ausstellungen in Peking, Mallorca und New York kehrt Peter Hartel wiedernach München zurück, wo er eineReihe großformatiger Gemälde, darunter neue Arbeiten aus der jüngsten Produktion, in der Galerie Richter & Masset im ...

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WAGNERWAHN - Innovativer Dokufilm bei Arte zu Wagners 200. Geburtstag

(Anna Zanco-Prestel)

Pünktlich zu Wagners 200. Geburtstag zeigt der Sender ARTE am 22. Mai 2013 um 20.15 den mit dem SWR koproduzierten Dokumentarfilm vom Ralf Pleger in einem neuen Format von Christian Betz aus der ...

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Die sächsischen Olympier

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"In Luigi Pirandellos unvollendetem Drama 'Die Riesen vom Berge' steigt eine erfolglose Schauspieltruppe in einer Villa ab, in der sonderbare Dinge geschehen. Man fällt in diesen Mauern aus der Zeit. Mythologisches hängt in ...

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Kunstbiennale Venedig 2013:
Erstmalig ein Pavillon vom Heiligen Stuhl

(Anna Zanco-Prestel)

Als Versuch, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts bestehende Spaltung zwischen Kunst und Kirche zu überwinden, wird der Entschluss vom Heiligen Stuhl bewertet, an der Biennale von Venedig 2013 mit ...

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Der Elfte Tag – Doku-Schau über die Überlebenden des Olympia-Attentats 1972

(Anna Zanco-Prestel)

Der geplante Gedenkraum in München

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Kunst nach Konzept?

(Hans Gärtner)

Die 5. Thambacher Kunsttage geben sich frech, sinnlich, theorielastig und rätselhaft

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Das Blaue Band

(Anna Zanco-Prestel)

Miami – Venedig – Tittmoning - Fotos und Installationen von Petra Liebl-Osborne

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Der Virtuose der Distanzerklärungen oder doch nur ein musikalischer Skandalmacher

(Heike Geilen)

Sein "Grundzug ist Gutmütigkeit, ein gewisses Phlegma, beides aber nur solange, als sich nichts ereignet oder ... begegnet, was ... schlummernde Leidenschaften auslöst. Es liegt hierin ein scheinbarer Widerspruch, man ...

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Zum 200. Jubiläum des Komponisten: Wagners jüdische Förderer: Hermann Levi und Alfred Pringsheim

(Anna Zanco-Prestel)

Das 200. Wagner-Jubiläum in diesem Jahr zwingt beinahe dazu, auch jene Weggefährten des großen sächsischen Komponisten wieder zu entdecken, die einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz und Verbreitung seiner revolutionären Musik und seiner bahnbrechenden ...

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Max-Brod-Ausgabe in zehn Bänden Prager Romane von 1911 bis 1957

(Jörg Bernhard Bilke)

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Richard Wagners Münchner Jahr

(Anna Zanco-Prestel)

Eine „bestandbezogene“ Ausstellung „aus der Perspektive der Freunde“ zeigt zum Wagner-Jubiläumbis zum 28. Mai die Bayerische Staatsbibliothek in ihrer Schatzkammer. Fokussiert wird Richard Wagner – wie bereits das schöne Plakat ankündigt -im Umkreis ...

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Heute schon Leichtgeschrieben? oder: Immer fällt mir, wenn ich an Goethe denke, China ein!

(Heike Geilen)

"Für einen Mann seines Alters, zweiundfünfzig, geschieden, hat er seiner Ansicht nach das Sexproblem recht gut im Griff." (J. M. Coetzee: Schande) "Als Konrad Lang zurück kam stand alles ...

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Laisser-faire in Unter Sankt Veit oder Ein Stück Italien in Grinzing

(Heike Geilen)

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Georg Büchner und der Existenzrealismus

(Stefan Groß)

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Kunstfrühling in Berlin – Gallery Weekend, Paul Klee und Neuentdeckungen bei Gloria

(Jan Löw)

Gallery Weekend ist ja eigentlich immer. Vor 9 Jahren eröffneten 20 Galerien gemeinsam, mit dem Ziel, für einen Event weltweit potente Kunstsammler mit besonders luxuriösem Service zu begeistern. Vom 26. ...

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Ein Spiel im Chaos des Zufalls oder: Es muss das Alter sein

(Heike Geilen)

Es hätte so schön kommen können für den fast sechzigjährigen Norweger Claes Otto Gedde. Eine Reise nach Berlin und dann den ganzen Winter in der großzügigen Wohnung seiner verstorbenen Freundin Margot Breivik, ...

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Jean Paul und die Heiterkeit - Eine Anmerkung zum 250. Geburtstag

(Stefan Groß)

„Schreib alles auf; gerade wenn sich etwas zuträgt, glaubt man, es nie zu vergessen, weil die Gegenwart glänzt; aber die nächste tuts auch, und dann vergißt man.“ (Jean Paul - Gedanken)

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Michael Triegel – Porträt Benedikt XVI.

(Galerie Schwind)

Offizielle Übergabe des Porträts Benedikt XVI. 16. April 2013 um 11 Uhr Residenz des Deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl Via dei Tre Orologi 22 | 00197 Rom Es spricht Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.

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Das dauernde Blüten- und Duftuniversum der Dolci-Insel

(Heike Geilen)

"Daß ich Sizilien gesehen habe, ist mir ein unzerstörlicher Schatz auf mein ganzes Leben." So fasst Johann Wolfgang von Goethe den Sizilienaufenthalt während seiner großen Italienreise zusammen. Der große Dichter ...

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Die Entdeckung des Wunderbaren im alltäglichen Akt des Verkleidens

(Heike Geilen)

"Er nimmt unsere kubistischen Formen, aber er bringt in ihnen Gefühle unter, an die wir nie gedacht haben", äußerte Picasso angesichts der frühen Bilder des französischen Malers André Masson. Diesen ...

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Balkenhol-Skulptur Richard Wagners kurz vor Fertigstellung

(Henrik Hornung)

Kassel/Leipzig. Am 22. Mai 2013, dem 200. Geburtstag Richard Wagners, wird in Leipzig ein Denkmal für den Komponisten errichtet werden. In einem Künstlerwettbewerb war der Entwurf des Bildhauers Stephan Balkenhol von ...

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Mit dem „Prinzip Hoffnung“ durch Richard Wagners „Ring“ - Hansgünther Heymes neuer „Ring des Nibelungen“ als Zyklus in Halle/Saale

(Sylvia Hüggelmeier)

Noch ehe aus dem Orchestergraben das berühmte Kontrabass-Brummen aus den Urtiefen des Rheins erklang, erregte in Halle ein besonderer Theatervorhang die Aufmerksamkeit des Opernbesuchers. Anlässlich seiner „Ring“-Inszenierung für Halle und Ludwigshafen ließ Hansgünther ...

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GALERIE SCHWIND

(kein Autor)

Leipzig | Frankfurt am Main | Berlin

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Kurzvorstellung Neofelis Verlag

(kein Autor)

Der Neofelis Verlag wurde im März 2011 von Matthias Naumann und Frank Schlöffel in Berlin gegründet. Er verlegt sowohl belletristische als auch wissenschaftliche Literatur. Die wissenschaftliche Ausrichtung des Verlags liegt ...

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OPEN RAMBALDI 2013

(Anna Zanco-Prestel)

Industrielle Archäologie und Kunst

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Im Interview – Mark Mast

(Mark Mast)

Was hat Sie damals bewogen, die Bayerische Philharmonie zu gründen. Es gab doch zu diesem Zeitpunkt schon eine ganze Reihe von Orchestern in München? Als ich 1987 nach München zu ...

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Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl: Zum Werk der Künstlerin Ulla M. Scholl

(Wilhelm Vossenkuhl)

Kein geringerer als Platon sagte, dass es Bilder gebe, die man nur sehen, aber nicht denken könne. Ulla M. Scholls gemalte Gesichter sind solche Bilder. Ihre Vielfalt übersteigt alles, was man sprachlich ausdrücken ...

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Die Nacht der Villa Massimo Rom im Martin-Gropiusbau Berlin

(Jan Löw)

Mit Jazz geht´s los. Die lange Nacht der Stipendiaten der Villa Massimo im Berliner Martin Gropiusbau. Till Brönners Trompeten Fanfaren, mit reichlich Kontra von Dieter Ilg am Bass, salutieren den ...

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Der Mann ohne Vergangenheit oder: Am Abgrund des Vergessens

(Heike Geilen)

"O Gilgamesh, es gab bisher Noch niemals einen, der das verlangte, Noch keinen, der durchmaß des Berges Innere: Zwölf Doppelstunden dehnt er sich aus, Dicht ist die Dunkelheit, es gibt kein Licht - Gehst du hinein, ...

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Theater des Lebens: Malerei von Sofia Timofeeva in der „Europäischen Janusz-Korczak Akademie“

(Anna Zanco-Prestel)

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Wem Gott die rechte Gunst erweisen will

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Ein Gespräch mit dem Benediktinerabt Rhabanus Petri über die Motivation der singenden Geistlichen

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Neue Kunst in Köln - Von David Hockney zu Rolf-Maria Krückels

(Anna Zanco-Prestel)

Mit ihren 650.000 Besuchern hatte die Ausstellung „A Bigger Picture“ des britischen Malers, Grafikers, Photographen, Bühnenbildners David Hockney in der Royal Academy of Arts in London bereits alle Rekorde gebrochen. 500.000 waren es ...

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Alles ist wie es ist? oder: Alles kann aus uns werden?

(Heike Geilen)

Alles kann aus uns werden! Auf den ersten Blick drückt dieser Satz Hoffnung aus, Zuversicht, Entschlossenheit. Auf den zweiten jedoch könnte er gar als Drohung im Raum stehen. Zweifel schleichen sich ein. Kann ...

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Mozart + Festkonzert der Bayerischen Philharmonie

(Boris Braune)

Dienstag, 29. Januar 2013, 19.30 Uhr, Residenz München, Cuvilliés-Theater

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Das kosmopolitische Europa vom Fin du Siècle:
Wagner und Fortuny in Venedig

(Anna Zanco-Prestel)

Inmitten der Vorbereitungen zu Wagners 200. Geburtstagin diesem Jahrkann man gewiss ohne Übertreibung behaupten, dass Venedig eine Vorreiterrolle einnimmt. In dem nach dem verheerenden Brand vom Jahre 1996 wieder aus der Asche auferstandenen ...

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Wie viele Schnittmengen benötigen Erinnerungen?

(Heike Geilen)

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Bitte keinen falschen Vibrationsalarm und auch kein "molto subito"

(Heike Geilen)

Es ist immer wieder zu erleben: Man sitzt im Konzertsaal oder der Oper. Gerade wird eine leise, besonders gefühlvolle Passage gespielt. Da reißt urplötzlich das nervige Gedudel eines Handys die ...

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Die Ausnahmestellung Jenas im Thüringer Musikleben

(Otto Löw)

Die Stadt Jena beherbergte lange Zeit die einzige Universität in Thüringen, nachdem Erfurt für einen gewissen Zeitraum darauf verzichten musste. Professoren und Studenten und nicht wenige Bürger, die zumindest teilweise von der Universität ...

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Die „Via Crucis“ in der postmodernen Kathedrale - Robert Wilson inszeniert Liszts kühnes Oratorium beim „pèlerinages“ Kunstfest Weimar

(Liane Bednarz)

Franz Liszt und Robert Wilson. Was für ein Paar. Musikalischer Avantgardist des 19. Jahrhunderts meets Regie-Ikone der Postmoderne. Was die beiden Genies über die Jahrhunderte hinweg miteinander auszumachen haben, sollte das „pèlerinages“ Kunstfest Weimar nun zeigen. Robert Wilson, bekannt für seine experimentelle Bühnenkunst, hatte sich ausgerechnet eines der experimentellsten Sakralstücke Liszts zur Inszenierung vorgenommen: die „Via Crucis“.

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Namhafte Erbschaft für den Kölner Dom soll Kriegswunden heilen

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Dank Berta Woodward kann die für die kommenden Jahre geplante Restaurierung der Portale am Kölner Dom auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt und realisiert werden. Die Engländerin, die im vergangenen Jahr im Alter ...

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Hermann Levi

(Levi-Gideon Greif)

Es gehört zu den nicht abgegoltenen Ungerechtigkeiten der Geschichte, dass das Schicksal der Menschen und der Kultur, die dazu beitrugen, Richard Wagner zu dem zu machen, als den man ihn ...

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"Das Stück war ein großer Erfolg, nur das Publikum war eine glatte Fehlbesetzung."

(Heike Geilen)

"Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße. Heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war eine allgemeine ...

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Zerstörung und Rettung eines lebendigen Mythos - Peter Sehrs und Angelika Webers neue Ludwig II.-Verfilmungen im Vergleich

(Anna Zanco-Prestel)

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Schöner Müll: Ein Lob des Künstlichen

(Adorján F. Kovács)

Zur Musik der Rockgruppe Garbage Digital erzeugte Musik kann ebenso „authentisch“ sein wie solche, die „unplugged“ auf Naturinstrumenten hervorgebracht wird. Die Sehnsucht nach dem vermeintlich „Echten“ erweist sich von der Hörerseite ...

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MÜNCHEN LEUCHTET

(Anna Zanco-Prestel)

für und-Kunstjournal Herausgeberin Johanna Kerschner

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KÖNIG LUDWIG II. -
Mein Atem ist die Freiheit

(Angelika Weber)

Interview mit der Filmemacherin und Historikerin Angelika Weber Presserezension und Kommentare zum Film gibt es auf: www.viacom-media.de . Filmvorführungen im Kurtheater Tutzing als Matinee jeweils um 11. 30 Uhr am ...

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Mo Yan und Grass

(Nathan Warszawski)

Der geniale chinesische Schriftsteller und bekennender Kommunist Mo Yan erhält den Literaturnobelpreis 2012. Er steht der Kommunistischen Partei nahe und verteidigt die Zensur in China. Zensur sei notwendig genau wie lästige Sicherheitskontrollen an ...

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Die Macht der Gefühle

(Angelika Weber)

Wenn Sie Freitagabend vor die Wahl gestellt werden, entweder Richard Wagners Lohengrin in einer Live Übertragung aus der Mailänder Scala unter Daniel Barenboim zu erleben oder Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Allerheiligen ...

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Was Goethe und Schiller an
der englischen Gartenkunst missfiel

(Stefan Groß)

Goethe, die Gartenkunst und die übergeordneten Gattungen Die Kunst ist „lange bildend, eh’ sie schön ist, und doch so wahre, große Kunst, ja oft wahrer und größer als die schöne. ...

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MEDIA MUSICA ®

(Angelika Weber)

Richard Wagner zum Jubiläumsjahr EIN SOLITÄR namens HERMANN LEVI IDEE und KONZEPT zur Levi ( Wander- ) Kunstausstellung 2013 mit Dokumentarfilm von Angelika Weber Eine menschliche Achtermann ...

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Interview mit Boris Braune

(Boris Braune)

1994 gründete der Dirigent Mark Mast den Verein Junge Münchner Philharmonie, der 2007 in Bayerische Philharmonie e.V. umbenannt wurde. Seit dieser Zeit ist er stets gewachsen und vereinigt eine Vielzahl von Orchestern und ...

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Eine Ausstellung der Superlative:
Pracht auf Pergament in der Hypokunsthalle

(Anna Zanco-Prestel)

Dank einer in ihrer Einmaligkeit beispielhaften Kooperation zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek München und der der Hypo-Kulturstiftung erfreut sich die gleichnamige Kunsthalle an der Theatiner Straße bis zum 13. Januar 2013 ...

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Leere Villa, leere Seelen, leere Ehe - Zarathustra-Phantasien in der Lebensgruft - „Hedda Gabler“ am Münchner Residenztheater

(Liane Bednarz)

Sie hat schwarze Hände. Voller Ruß von den Ascheresten eines Manuskripts, das sie im lodernden Feuer verbrannt hat. Als sie eine weiße Wand berührt, hinterlassen ihre Hände merkwürdigerweise jedoch keine Spuren. Nichts bleibt von Hedda Gabler - ihr gehören die Hände. Weder im Leben, noch im Tod. Dieses besonders eindringliche Bild prägt Intendant und Regisseur Martin Kusej dem Publikum im Residenztheater München ins Gedächtnis ein.

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Jüdisches in München im Monat November

(Anna Zanco-Prestel)

Nach Israel führt das letzte Exponat einer sehenswerten Ausstellung im Kulturzentrum im Sudetendeutschen Haus an der Hochstraße 8, die ganz im Zeichen Franz Kafkas steht. Auf dem Bild mit Titel „ Ein ganz ...

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Manchmal werden aus einfachen, alltäglichen Materialien strahlende Kunstwerke

(Heike Geilen)

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Weihnachtliche Vorfreude trotz familiärer Risse – Wunder und Weihnachtszauber – Matthias Matusseks Erzählung „Die Apokalypse nach Richard

(Liane Bednarz)

„Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte.“ So heißt eine gerade erschienene Weihnachtserzählung. Der Titel deutet schon an, um was es geht: Apokalyptische Vorgänge und anheimelnde Feststimmung. Wunder und Weihnachtszauber. Übersinnliches und Beschauliches. Das alles aufgeschrieben vom Literaten Matussek. Nicht vom Bestseller-Provokateur. Und nicht vom „Krawallkatholiken“, den der eine oder andere vielleicht erwartet. Aber der Reihe nach.

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Paris Photo 2012

(Jan Löw)

Das Pariser Grand Palais ist der wundervollste Ort dieser Erde, um Photographien neu zu sehen. Und einer der prachtvollsten wohl zudem. Wie aufgetaucht erscheint die Welt der Kunstphotographie im zweiten Jahr nach dem ...

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Von Arkadiens erster Wiedergeburt bis hin zu Oasen des Alltags

(Heike Geilen)

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Ein Jahr am Südhang der Geschichte oder doch nur im Zeichen der Unglückszahl?

(Heike Geilen)

"Das Alte stürzt, es ändern sich die Zeiten". Waren die Herausgeber Visionäre, als sie dieses Schiller-Zitat aus dem Wilhelm Tell für ihren "Drogisten-Taschen-Kalenders 1913" auswählten? Die Angst, dass sich dieses Jahr gar als Unglücksjahr ...

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Anton Bruckner: Mystiker und Musikus

(Shanto Trdic)

„Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie.“ Arthur Schopenhauer „Da woaß i´ selber nimmer, was i´ mir dabei denkt hab´ !“ ´Kommentar´ Bruckners ...

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Der Tod eines Dichters und Europa -
Ist Europa ein ökonomischer Club?

(Adorján F. Kovács)

Die fragile Liebe des Deutschen zu Europa wird zur Zeit auf eine harte Probe gestellt. Schuld daran sind so periphere Länder wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien. Gehören sie überhaupt zu Europa? – das ...

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Victor Hugo als Lyriker

(Annette Seemann)

In Frankreich ist Victor Hugo neben Molière der bekannteste Schriftsteller, ja ein Nationaldichter, in Deutschland sind ihm an Bekanntheit zahlreiche andere französische Romanciers, Dramatiker und Lyriker überlegen, so Stendhal, Balzac und Flaubert im ...

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Die abgründige Macht des Bildes

(Heike Geilen)

"Wirkung ist ihr höchstes Ziel, und um dieses zu erreichen, verschmähet sie keine Mittel. Das Schöne ist nur Nebensache; am liebsten will sie erstaunen und überraschen, niederdrücken durch gigantische Größe ...

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Pioniere und Visionäre

(Heike Geilen)

Vor knapp 2100 Jahren wurde der Begriff Architektur das erste Mal definiert. Der römische Architekt Vitruv (Marcus Vitruvius Pollio) erklärt ihn in seinen "Zehn Büchern über Architektur" als das Zusammenspiel ...

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Es war einmal...

(Heike Geilen)

...so beginnen viele Märchen aus einem Buch, das vor 200 Jahren, am 20. Dezember 1812, erstmalig erschien: die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Es ist das ...

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Wendung nach innen

(Heike Geilen)

"Expressionismus sollte konkurrieren mit der Entdeckung der Psychoanalyse von Siegmund Freud und mit der Entdeckung der Quantentheorie von Max Planck." Der österreichische Maler Oskar Kokoschka prägte diese Worte. Beginnend mit ...

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Helmut Kästl
„Ankunft des Lichts“
Stadtgalerie Altötting

(Anna Zanco-Prestel)

Groß ist die Faszination, die von der Gestalt des Franz von Assisi immer noch ausgeht, den „Heiligen der Freiheit aus dem Geist der Armut“, wie ihn der ausgesprochen laizistische „konservative Anarchist“ Giuseppe Prezzolini ...

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Wird in Dresden wirklich nur das verprasst, was in Chemnitz erarbeitet und in Leipzig gehandelt wird?

(Heike Geilen)

"Ich habe einer schönen Frau beim Ankleiden zugesehen. Ein Geschenk! Ich habe gesehen, wie sie im Bademantel vor der Frisierkommode sitzt, ein wenig gelangweilt schaut sie in den Spiegel. Doch dann richtet sie ...

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Vom heiligen Charakter der Symbole

(Constantin von Hoensbroech und Constanze von Hoensbroech)

Anmerkungen zur neuen Jahresausstellung „Art is Liturgy“ in „Kolumba – Kunstmuseum des Erzbistums Köln“

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Photokina 2012

(Jan Löw)

„Camera. Reburn.“ verkündet Samsung in Halle 5.2 der Koelnmesse. Was wohl Oskar Barnack, dazu sagen würde? Von seiner ersten Idee für eine Probestreifen-Belichtungskammer zur Bestimmung der richtigen Belichtung für Kinofilmrollen ...

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Comedian Harmony:
Das Schweigen der Lämmer

(Shanto Trdic)

„Die Feigheit,“ fand der Dramatiker Sigmund Graff,“ tarnt sich am liebsten als Vorsicht oder Rücksicht.“ So sprach einer, der sich auskannte; der es wirklich wissen musste. Zwischen 1924 und 1933 war Graff ...

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Dr. Nike Wagner, die künstlerische Leiterin des „pèlerinages“ Kunstfests Weimar, im Interview mit der Gesellschaft Freunde der Künste

(Liane Bednarz)

Zu Ihrem Gesamteindruck der nun vor Publikum aufgeführten "Via Crucis" – gab es noch einmal Überraschungen für Sie? Bei der Kunst läßt sich nie alles „vorausberechnen“, es gibt ...

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Berlin Art Week

(Jan Löw)

Berlin vergibt in diesem Jahr mehr als 100000 Bauaufträge. Improvisationstalent und Kreativität gehört also zu den Berlinern. Nicht wenige kommen, um sich davon anstecken zu lassen. Cyprien Gaillard, frisch mit dem „Young Artist ...

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Die Jahrhundertschau:
Das Wallraf-Richartz Museum erinnert mit „1912 – Mission Moderne“ an die bahnbrechende Sonderbundschau in Köln

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Grenzüberschreitungen waren in Ausstellungen vor einhundert Jahren und noch länger zurück ein durchaus gängiges und bewusst eingesetztes Stilmittel. In diesem Sinne ist auch der Kapellenraum mit Gewölbe und spitzbogigen Blendarkaden einzuordnen, den die Besucher ...

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Vielfalt der Geschichten:
75 Jahre „Haus der [Deutschen] Kunst“

(Anna Zanco-Prestel)

Nicht vielen ist es vielleicht ganz bewusst, dass München seinen Ruf als „Stadt der Künste“ dem unter König Max II. errichteten „Glaspalast“ im Alten Botanischen Garten zu verdanken hat. Das ...

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Auftakt der 10. Thurn & Taxis Schlossfestspiele 2012 - Wie im Märchen: Die Zauberflöte im Schlosshof

(Liane Bednarz)

Die Zauberflöte im fürstlichen Schlosshof. Prinz Pamino und Prinzessin Pamina in der Märchenkulisse St. Emmerams. Was für ein Auftakt für die Thurn & Taxis Schlossfestspiele, die heuer zum 10. Mal einluden. Und auch diesmal ein zauberhaftes kulturelles Potpourri boten, von Katie Melua über Roger Cicero und Peter Kraus bis hin zu Vittorio Grigolo.

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Voll überbordender Lebendigkeit und Plastizität

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Der Agilophusaltar kehrt nach 20 Jahren in den Kölner Dom zurück

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"Heute wirst Du verschachert, respektive einkassiert!" (Gustav Klimt 1908 an Emilie Flöge)

(Heike Geilen)

Zwischen 1902 und 1904 malte Gustav Klimt eines seiner berühmtesten Bilder: das erste Damenporträt, in dem das Ornament im Vordergrund steht. Es wurde 1908 auf der Kunstschau neben sieben anderen ...

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Thomas Zander zeigt 50 Alltagsfotografien von Andy Warhol

(Liane Bednarz)

Auf den Spuren von Andy Warhol in Köln - Take a walk on Warhol’s side – mit dem „Zeitgeist-Catcher“ durch New York City

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Charlotte von Kalb - Anlässlich ihres 250 Geburtstags

(Annette Seemann)

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Die Königin aller Kunstmessen öffnet ihre Tore

(Jan Löw)

Wo die Kasseler Dokumenta den Weg weg vom Galeriebusiness sucht, sammelt sich dieser Tage fast alles, was Rang und Namen in der Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts hat, an ...

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Neuanfang oder Desillusion? Zweimal Tschechow in München - Residenz- und Volkstheater zeigen Neuinszenierungen des „Kirschgartens“ und der „Drei Schwestern“

(Liane Bednarz)

Schreie, Nackte, Bomben. Von Calixto Bieito ist man Krawall gewöhnt. Ihn erwartet das Publikum. Und bekommt ihn in Bieitos Münchner Inszenierung „Kirschgarten“- im Residenztheater zu sehen. Wenn auch etwas zahmer als erwartet. ...

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Wagner wagen - die Leipziger Wagner Festtage 2012

(Sylvia Hüggelmeier)

Zum siebten Mal drehte sich in Leipzig am „Vorabend“ zum Jubiläumsjahr 2013 der Veranstaltungsreigen um Richard Wagner, dessen schillernde Persönlichkeit im Zusammenhang mit dem Missbrauch im Dritten Reich Schatten auf ...

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Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar

(Sylvia Hüggelmeier)

Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden, ...

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Wie man sich das Sparen spart

(Alexander Kissler)

Es muss ein anderes Volk gewesen sein, dessen Mund einmal so überging: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das Eichhörnchen war deutsches Nationalsymbol. Es sparte sich ...

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Auf zur Art Cologne

(Jan Löw)

Daniel Hug hat alles richtig gemacht. Als er vor vier Jahren die Kölner Kunstmesse übernahm, war sie wie eine etwas mürrische Tante in der Midlive Crisis. Vor dem Art Forum Berlin, der FIAC ...

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Martin Mosebach und die Lourdes-Madonna

(Alexander Kissler)

Woran erkennt man einen konservativen Revolutionär? Was hätte er zu tun, wäre er keine bloß historische Erscheinung? Er müsste im Widerspruch stehen zur Mehrheitsmeinung, zum Zeitgeist aus wohlüberlegten Gründen. Er ...

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Ein „Architekt der Leere“ zwischen Kunst und Philosophie.
- Eduardo Chillida Retrospektive in Münster -

(Christian J. Grothaus)

„Moderne Unart, die Künste theoretisch auseinandergehalten als einzelne genießen zu müssen“, schrieb Friedrich Nietzsche im Herbst 1869 nieder. Ihm leuchtete dabei freilich das antike Musikdrama als Vorbild. Wie ist es aber heutzutage bestellt ...

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Festakt zum 300. Geburtstag von Friedrich II.

(Christian Wulff)

Liebe Jubiläumsgäste, wenn Friedrich II. jetzt in den Saal schauen könnte, wäre er wohl zufrieden: passend zur großen Bühne ein großes Publikum! So viele, die sein Leben erforscht, sein Erbe ...

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Arturo Toscanini:
Mit Pauken und Trompeten

(Shanto Trdic)

„Nenn´s ungewöhnliche Wirksamkeit, durch ungewöhnliches Bedürfnis erregt und unterhalten.“ Lavater; über das Genie „Der Künstler, der nicht sein ganzes Selbst preisgibt, ist ein unnützer Knecht.“ Schlegel; ...

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Cora Irsen auf den Spuren Franz Liszts

(Otto Löw)

Nun wird doch noch ein Glanzpunkt auf das Liszt-Jahr in Jena gesetzt: Das Collegium Europaeum hat die Pianistin Cora Irsen zu Konzerten nach Jena eingeladen. Und was war da zu ...

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Musikalisches Glaubensbekenntnis

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

„Die Priester“ legen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen ihre CD vor

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„Wer nicht denkt fliegt raus“ - Fünfte Jahresausstellung von „Kolumba“, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Zart und subtil entfalten sich die Klänge im Raum, wie klingende Seifenblasen reihen sie sich unablässig aneinander und verklingen – kaum, dass sie gehört worden sind - auch ebenso schnell ...

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In und hinter den Museumskulissen - Zum 150. Geburtstag zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum den „Tat Ort Museum“

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Ein Museum stellt sich selbst aus. Mehr noch: Es wird und will Tatort sein. Zwar nicht im kriminalistischen Sinne. Doch jenes unabdingbare Gespür für das Zusammensetzen vieler Details zu einem schlüssigen Gesamtbild, ...

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Herzog Ernst August II. Konstantin von Sachsen-Weimar

(Otto Löw)

Wer ein Volljährigkeitsalter von 21 Jahren im Kopf hat, sollte darauf verwiesen werden, dass der wettinische Herzog obigen Namens dieses Alter nicht erreicht hat. Immerhin wurde er der Vater des mit Goethe ...

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Mit Richard Wagner auf Augenhöhe - Stephan Balkenhol ist der Sieger im Wettbewerb für das Richard-Wagner-Denkmal in Leipzig

(Sylvia Hüggelmeier)

Im blauen Gehrock und in Original-Körpergröße tritt der jugendliche Wagner aus dem Schatten seines anderen, berühmten Ich, einer vier Meter hohen Silhouette, die dem Entwurf von Max Klinger aus den Jahren 1904/05 nachempfunden ...

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Art Basel - Die Kaiserin aller Kunstmärkte hält Hof

(Jan Löw)

Kunst kommt von Können und uneigentlich von Müssen, ausdrücken müssen. Wer Freitagabends in der Kneipe mit Freunden alles Wichtige besprechen kann, wird seltenst Künstler. Interviews mit ihnen führen selten in die Tiefe. ...

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Erwache Leipzig mit Wagner – die Wagner-Festtage 2011 zwischen High und Low

(Sylvia Hüggelmeier)

Die Musikstadt Leipzig hatte in diesen Maitagen noch mehr zu bieten als gewöhnlich. Das Mahler-Festival mit allen Sinfonien des Komponisten und den großen Orchestern der Welt im Gewandhaus (etablierte Hochkultur) ...

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Die Mutter aller Kunstmessen
wird 45 - Artcologne 2011

(Jan Löw)

Es war einmal. In einer aufstrebenden Kreativstadt wuchs eine Kunstmesse parallel zur arroganten und verfetteten Mutter im Rheinland. 2007 verzieht sich die honorige Dame vom angestammten Herbsttermin in den neu erwachenden Frühling. Vier ...

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Franz Liszt in Jena

(Otto Löw)

Es ist schon etwas eigentümlich mit der Liszt-Pflege in der Universitätsstadt Jena. Dabei hätte man manchen Grund, etwas dafür zu tun, denn er hat so manches für Jena getan. Was ...

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Adolescentia Obscura – Die Leiden des Peter Handke

(Shanto Trdic)

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„Ich aber weiß um den Schaffenszwang...“

(Lisz Hirn)

Austro-Allround-Künstler Alfred Kubin im intimen Talk mit Lisz Hirn

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GALERIE SCHWIND
Leipzig / Frankfurt am Main

(Karl Schwind)

Die Galerie Schwind wurde 1989 in Frankfurt am Main gegründet. Der Geschäftsführer, Karl Schwind, pflegte bereits zuvor Kontakt zur jungen Kunstszene in Leipzig und Dresden, weshalb von Beginn an Leipziger Künstler durch die ...

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Vom leisen Sterben des Aufbegehrens der Liebstedter Bürger
Die einzigartige Ordensburg im Weimarer Land ist verkauft!

(Hartwig Mähler)

Das Motto: „Rettet die Ordensburg zu Liebstedt!“ ist Geschichte. Der Thüringer Landtagsausschusses für Haushalt und Finanzen bewilligte am 20. Januar 2011 den Verkauf der Burg. Der Zuschlag ging an Winzer ...

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Kein dicker Pitter für die Heiligen Drei Könige

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Der dicke Pitter hat seine Stimme verloren. Dieser Zustand der - medizinisch gesprochen – sogenannten Aphonie, also Störung der Tonbildung oder Stimmlosigkeit, wird auch noch Monate so bleiben. Und es ...

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Martin Pollack erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2011

(Dezernat für Kultur Leipzig)

Für sein einprägsames und richtungweisendes Œuvre wird dem österreichischen Publizisten, Schriftsteller und Übersetzer Dr. Martin Pollack von einer international besetzten Jury der mit 15.000 Euro dotierte Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für das ...

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Im Jahr 2010 wird der zweihundertste Geburtstag von Robert Schumann gefeiert.

(Otto Löw)

Im Jahr 2010 wird der zweihundertste Geburtstag von Robert Schumann gefeiert. In Jena gab es dazu ab Oktober in den altehrwürdigen Rosensälen eine kleine Ausstellung. Während mancherorts ganze Konzert- und Vortragsreihen mit seiner ...

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In Memoriam Nordahl Grieg

(Otto Löw)

Der Name Grieg verbindet sich in Deutschland am häufigsten mit dem eindrucksvollen, großen Komponisten der Romantik, Edvard Grieg, der bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. In Norwegen selbst besitzt ...

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Kulturquartier von europäischem Rang

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Die Paternosterkette besteht aus sieben hölzernen Totenköpfen, jeder von ihnen kaum größer als eine Fingerkuppe. Die Schädel sind aufklappbar und enthalten zu beiden Seiten jeweils eine kunstvoll geschnitzte und mit Kolibrifedern hinterlegte Darstellung ...

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Berühre mich nicht!

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

„Noli me tangere!“ ist die neue Jahresausstellung von Kolumba überschrieben

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21 neu entdeckte Briefe Wielands - Sommertagung zu Goethes Geburtstag

(Ettore Ghibellino)

Anlässlich der Tagung „Goethe – Wieland – Görtz“ der Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar am 28. August im Grand Hotel Russischer Hof werden unter anderem neu entdeckte Briefe Christoph Martin ...

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Georg-Büchner-Preis für Reinhard Jirgl

(Jörg Bernhard Bilke)

Der Schriftsteller Reinhard Jirgl (57), dem am 9. Juli der Darmstädter „Georg-Büchner-Preis“ zugesprochen wurde, war vor zwei Jahrzehnten, im Jahr des Mauerfalls 1989 in Berlin, ein noch völlig unbekannter Autor! ...

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Schriftsteller und Parteisoldat - Zum Tod des Schlesiers Günter Görlich

(Jörg Bernhard Bilke)

Am 14. Juli 2010 verstarb in einem Hospiz in Berlin-Lichtenberg der DDR-Schriftsteller Günter Görlich (1928-2010). Die Beisetzung wird am 10. August auf dem Friedhof in der Landsberger Allee stattfinden. Geboren ...

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Goethes unsentimentalischer Abschied vom Landschaftsgarten

(Stefan Groß)

„Ich besah für mich Menzels architektonische Hefte und bedauerte, daß er nicht in die friedliche Zeit von Hirschfeld und andren Gartenfreunden gekommen sey, wo ein tiefer Friede den Menschen Mittel und Muße gab, mit ihrer Umgebung zu spielen.“

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Goethes erstes Weimarer Jahrzehnt

(Jochanan Trilse-Finkelstein)

Vorstellung des gleichnamigen Buches auf der Frühjahrestagung der Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar am 1. Mai 2010 »GOETHES ERSTESWEIMARER JAHRZEHNT« Ilse Nagelschmidt/Stefan Weiß/Jochanan Trilse-Finkelstein (Hrsg.) Interdisziplinäres Symposium anlässlich des 270. Geburtstags ...

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Kundschafter im Land der Zeichen

(Bernd Villhauer)

Interdisziplinär und voller Überraschungen: Comicforschung

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Mit Licht für die Ewigkeit gemalt

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Markus Lüpertz gestaltete für die Kölner Dominikanerkirche Sankt Andreas zwölf Fenster

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Der Chemiker Wolfgang Döbereiner befürwortet Robert Schumanns Promotion in Jena

(Otto Löw)

Robert Schumann und seine spätere Frau Clara Wieck mussten lange auf ihre Hochzeit warten: sein kommender Schwiegervater verweigerte nicht nur die Erlaubnis dazu, sondern er strengte zudem einen langwierigen Prozess gegen die jungen ...

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Als Gesunder in der Irrenanstalt

(Constantin von Hoensbroech und Ulrike von Hoensbroech)

Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik: Robert Schumann, dessen 200. Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Male jährt. Vor allem als Komponist von Klaviermusik und Liedern hat sich ...

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Wagner-Fest (tage) in Leipzig oder wem gehört Wagner?

(Sylvia Hüggelmeier)

Mit dem „Walkürenritt“ als Zugabe feierten Publikum und David Timm mit dem Mendelssohn-Orchester um Mitternacht im Westwerk in Richard Wagners 197. Geburtstag hinein. Es sind bereits die 5. Festtage, die die Richard Wagner ...

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„Das Fräulein von Sternheim“, der erste Bestseller einer Frau in Deutschland - Aufsatz über Maria Sophie von la Roche (1730-1807)

(Annette Seemann)

Die erste Frau Deutschlands, die einen Bestseller schreiben sollte, wurde am 6. Dezember 1730 als erstes Kind des Kaufbeurer Stadtphysikus Georg Friedrich Gutermann geboren. Sie war zunächst eine Enttäuschung für den Vater, denn ...

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Wagner ans Licht - ein Richard-Wagner-Denkmal für Leipzig zum 200. Geburtstag

(Sylvia Hüggelmeier)

„An Richard Wagner, den berühmten Sohn Leipzigs, soll mit einem unserer Stadt als Geburtsstadt angemessenen Denkmal erinnert werden“, beschloss der Stadtrat mehrheitlich in seiner Sitzung vom 16.09.2009. Einer Lichtgestalt der ...

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„Himmel und Hölle, doch Hölle vorherrschend“ – Leben und Werk der Dichterin Sophie Mereau

(Annette Seemann)

Feuerfarb Ich weiß eine Farbe, der bin ich so hold, die achte ich höher als Silber und Gold, die trag`ich so gerne um Stirn und Gewand, und habe sie ...

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Heimat und Heimatlosigkeit in der Musik

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Zum sechsten Mal findet in Köln die MusikTriennale, eines der bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik, statt Von Constantin Graf von Hoensbroech In der ersten Stunde des Tages intoniert ein Synthesizer die Himmelfahrt. Zwei ...

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Felix Mendelssohn Bartholdy in Jena

(Otto Löw)

Um es vorweg zu nehmen: Der 1809 geborene Komponist hat die Saalestadt nach heutiger Kenntnis nie besucht. So bedeutet der Titel also nur die Beantwortung der Frage: Welche Rolle spielte seine Musik ...

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Enzyklopädie der Melancholie, Zum Werk W.G. Sebalds

(René Steininger)

Man wird in der deutschen Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk finden, das so hartnäckig um die Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu ...

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Eine gewöhnliche Geschichte. Über Marlen Haushofer

(René Steininger)

Marlen Haushofer ist 48 Jahre alt, als ihr 1968 für den Erzählband Schreckliche Treue, zwei Jahre vor ihrem Tod, der Österreichische Staatspreis verliehen wird. Obwohl preisgekrönt, geraten Buch und Werk der Autorin bald ...

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"Das kulturelle Erbe lebendig erhalten" - Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Bach-Archivs

(Horst Köhler)

Das ist ein guter Tag heute, für Leipzig, für Sachsen und für die ganze deutsche Kulturlandschaft. Das Bach-Archiv Leipzig wird wiedereröffnet und das Bach-Museum, neu gestaltet und doppelt so groß wie früher, ...

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Schillerjahr 2009: Friedrich Schiller und die Gartenkunst

(Stefan Groß)

Friedrich Schiller (1759-1805) gilt als aufgeklärter Dichter, Tragödienschriftsteller und ästhetischer Theoretiker. Daher muß es den Leser verblüffen, ihn – wie hier versucht wird – vor dem Hintergrund der Gartenthematik zu interpretieren. Schiller geht – ähnlich ...

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Restaurierungspaten für Albert den Großen

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Auch ein Jahr nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln sind noch nicht alle Archivalien geborgen worden

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Kunsthaus Tacheles von Geldgier bedroht

(Helmut Lorscheid)

Wer kennt es nicht, das Tacheles in Berlin? Bunt und schrill steht das 1907 errichtete ehemalige Kaufhaus an der Oranienburger Straße. Eine Trutzburg der alternativen Kunstszene – ein wichtiger Ort für künstlerische Experimente ...

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Georg Friedrich Händel

(Egidius Schwarz)

Seine erstaunliche Karriere begann in Halle an der Saale. Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 im "Haus zum Gelben Hirschen" als Sohn eines Mediziners geboren. Der früh talentierte Händel wurde ...

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"Vorhang auf - und Film ab" Das 52. Internationale Leipziger Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilm

(Sophie Bartholome)

Der Dokumentarfilmer Joris Ivens

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Leipzig fördert Mahler-Festival 2011

(kein Autor)

Vom 17. bis 28. Mai 2011 veranstaltet das Gewandhaus ein in Europa und über die europäischen Grenzen hinweg einmaliges Mahler-Festival, bei dem alle seine zehn Sinfonien gespielt werden. Aus Anlass seines 100. Todestages ...

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Was bleibt?

(Constantin Graf von Hoensbroech)

„Hinterlassenschaft“ heißt die neue Jahresausstellung von Kolumba in Köln

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Vergessenes aus der Jenaer Musikgeschichte: Das Wirken von Heinrich Möller

(Otto Löw)

Immerhin war es der Thomaskantor Kurt Thomas, der 1976 anläßlich des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Heinrich Möller die Gedenkrede im Naumburger Rathaus hielt, und das sollte aufhorchen lassen. Thomas hatte 1954 als ...

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Die DADArstellung des Individualisten George Grosz (1893-1959) – 50. Todestag –

(Sophie Bartholome)

„Wir nahmen kein Blatt vor den Mund ... Wir verhöhnten einfach alles, nichts war uns heilig, wir spukten auf alles, und das war Dada!“ (George Grosz)

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Große Musik und Gottes Schönheit

(Constantin Graf von Hoensbroech)

„Ich weiss es nicht anders zu machen. Wie ich’s habe, so geb’ ich’s. Wenn ich aber an Gott denke, so ist mein Herz so voll Freude, dass mir die Noten wie von ...

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Das Wort "Star" mag sie nicht

(Jan Löw)

Anmerkungen zur Annie Leibovitz-Ausstellung in Berlin

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Zum Motto des Kunstfestes 2009: "Die Ideale"

(Nike Wagner)

„Die Ideale“ lautet das Kunstfest-Motto 2009. Es ist der Titel einer sinfonischen Dichtung von Franz Liszt nach dem gleichnamigen Gedicht von Friedrich Schiller. Sie wurde anläßlich der Enthüllung des berühmten Doppeldenkmals von Goethe ...

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Eine Aufgabe für Generationen

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Die Restaurierung der beschädigten Dokumente aus dem eingestürzten Historischen Archiv der Stadt Köln wird Jahre dauern

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Wer malt abstrakt? Ein Besuch im "Haus der Kunst" in München

(Robert Lembke)

Das ehemals nationalsozialistische „Haus der deutschen Kunst“ steht trotz seiner vermeinten Monumentalität seltsam unauffällig in der Gegend. So eingebaut liegt es an der Straße, daß man nie in den rechten Abstand kommt, um ...

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Adolf Meyer (1881-1929) - die rechte Hand von Walter Gropius (1883-1969)

(Annette Seemann)

Wieso hat man den Namen Adolf Meyers, wenn vom Bauhaus die Rede ist, im Grunde nicht parat? Immerhin arbeitete dieser wohl ausgebildete Architekt, Designer und Möbeltischler zusammen mit Walter Gropius schon von 1910 ...

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Werke ohne Tage. Palladios Leben in Büchern.(1) Eine Einführung

(Andreas Beyer)

Näher dürfte man der historischen Person Andrea Palladio kaum kommen, als in dem hier in deutscher Fassung vorliegenden Buch von Guido Beltramini. Aus den spärlichen Quellen, die sich zu ihm und seinem nächsten ...

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100 Jahre Futurismus

(Egidius Schwarz)

Nun gibt es ihn schon seit 100 Jahren – den Futurismus. Seine Anhänger waren nicht nur von einem grenzenlosen Fortschrittsoptimismus überzeugt, sondern wollten mit der Beschleunigung der Welt auch deren Dynamik verändern. Der ...

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Nietzsche und die ewige Wiederkehr

(Peter Lemar)

Nietzsches Gedanke der ewigen Wiederkehr hat längst ewig andauernde Diskussionen und Kontroversen ausgelöst, und es ist wie mit allen Dingen: Auf der einen Seite gibt es die Anhänger und Befürworter, auf der ...

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„Ich mach ein Lied aus Stille“ – Eva Strittmatter im Zwiegespräch mit Irmtraud Gutschke

(Stefan Groß)

Eigentlich sollte es ein Zwiegespräch sein, ohne ihn, Erwin Strittmatter. Eigentlich. Doch so sehr Eva Strittmatter, mit väterlichem Namen Eva Braun, versucht über sich selbst zu sprechen, spricht sie auch immer über ihn. ...

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Schillerjahr 2009: Schillers Garten in Jena

(Stefan Groß)

Im Epilog zu Schillers Glocke heißt es: „Nun schmückt’ er sich die schöne Gartenzinne, Von wannen er der Sterne Wort vernahm.“ Kein anderer als Goethe ist es, der mit diesen Versen seinen ...

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Weltschmerz schlägt Ware, Rückblick auf die diesjährige Friedenspreis-Verleihung an Anselm Kiefer

(Robert Lembke)

Viel ist seinerzeit darüber geschrieben worden, ob die Verleihung des Friedenspreises an Anselm Kiefer Sinn macht oder nicht. Erstmalig ging die Ehrung an einen bildenden Künstler, nach grands hommes de lettres wie Friedländer, ...

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Ein Weltbürger und Humanist der Musik: Anmerkungen zu Leben und Werk von Olivier Messiaen anlässlich seines 100. Geburtstages

(Constantin Graf von Hoensbroech)

Im Jahr 1946 trat Sergei Kussewitzki, der damalige Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra, mit einem ungewöhnlichen Auftrag an den 36-jährigen Olivier Messiaen heran: „Schreiben Sie mir ein Werk, das Sie schreiben wollen in dem ...

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Künstler und ihre Krankheitsbilder: Anmerkungen zur Ausstellung "schmerzhaft genial"

(Martha Giertz und Constantin Graf von Hoensbroech)

„Da, wo der gelbe Fleck ist und worauf ich mit dem Finger deute, da tut es mir weh“, merkte der kranke Albrecht Dürer über sein Selbstporträt von 1510 an. Ein außerordentliches Werk, etabliert es ...

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Die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel

Seit der Eröffnung im Herbst 1997 ist die Fondation Beyeler im kleinen Basler Vorort Riehen eine beständige Attraktion, die wie kaum ein Museum für Kunst einen stets steigenden Besucherstrom zu verzeichnen hat. Allein ...

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Was bleibt aber stiftet der Dichter - Erinnerungen an Samuel Beckett

(Stefan Groß)

Unverständlichkeit wird dem vor hundert Jahren geborenen Samuel Beckett von vielen Kritikern, ausgenommen den Philosophen, vorgeworfen; seine Stücke seien von Absurditäten durchtränkt, so dass es kaum gelänge, Sinnzusammenhänge, Sinnhaftigkeit, all dem zu entnehmen. Ein ...

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Die DDR als Dauerwitz

(Roberto Simanowski)

Thomas Brussigs Roman Helden wie wir (Verlag Volk & Welt, Berlin 1995)

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Wem gefallen gefallende Mythen? Christa Wolfs "Medea" - eine Stimme

(Roberto Simanowski)

Nach der Feuilletonschlacht und dem IM-Vorwurf war es lange Zeit ruhig um Christa Wolf. Sie hatte Zeit, sich neu zu Wort zu melden. Dies geschieht nun mit ihrem Roman "Medea. Stimmen". Schon ...

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