Die aktuelle Mai-Ausgabe 2013 ist da!

Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

11. Mai '13

Ein Universum
aus Nichts

Der Physiker Richard Feynman, dem es mit seinen legendären Vorlesungen wie keinem anderen gelungen ist, die Physik aufregend und interessant darzustellen, wartete immer wieder und allzu gern mit einem seiner berühmten Bonmots auf. So konnte es passieren, dass er sich an Menschen wandte und zu ihnen sagte: "Sie werden nicht glauben, was mir heute passiert ist! Sie werden es einfach nicht glauben!" Auf die erstaunte Frage seines Gegenübers, der wissen wollte, was denn geschehen sei, pflegte er zu antworten: "Absolut nichts!"

> Viel Lärm um nichts oder: Weniger ist mehr
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06. Mai '13

Naturwissenschaft
des Geistes

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Alles, was real ist, kann von den Naturwissenschaften erfasst und beschrieben werden. Dies gilt auch für den Geist des Menschen, der geheimnisvoll in unserem Innern für unsere körperlichen und geistigen Aktionen verantwortlich ist. Eindeutige Definitionen sind der Ausgangspunkt jeder wissenschaftlichen Beschreibung. Also stellen sich die Fragen: Wie kann der menschliche Geist naturwissenschaftlich definiert und verstanden werden? Gilt diese Definition dann auch für andere Formen des Geistes? Welche naturwissenschaftlichen Fakten stehen dafür zur Verfügung und wie sind sie definiert?

> Naturwissenschaft des Geistes – Definitionen
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06. Mai '13

Durkheims Verständnis
sozialer Tatsachen

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Der französische Soziologe Emile Durkheim (1858 – 1917) hat sich innerhalb der frühen Moderne im Zuge des Übergangs von der ständisch organisierten feudalen Gesellschaftsordnung hin zur komplexen individuellen Marktwirtschaft mit dem, aufgrund zunehmender Arbeitsteilung vorangetriebenen, Differenzierungsprozess beschäftigt. Damit hatten sich zuvor bereits Auguste Comtè, Karl Marx oder Herbert Spencer beschäftigt. Aufgrund der gesellschaftlichen Umbrüche Frankreichs Ende des 19.Jhds./Anfang des 20.Jhds., gilt Durkheims Interesse der Frage, auf welche Art und Weise sich, ...

> Èmile Durkheims Verständnis ,,sozialer Tatsachen“
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01. Mai '13

Max Webers Ethik und
der Geist des Kapitalismus

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Max Weber (1864 – 1920) versteht – als einer der Gründerväter der Soziologie – genauso wie auch Marx die Entwicklung der kapitalistischen Profitlogik als wichtigsten Faktor des Übergangs von der traditionellen Ständegesellschaft zur modernen Klassengesellschaft. Für Marx liegt der entscheidende Umbruch in den ökonomischen Produktions-bedingungen – der ,,Basis“ –, den damit einhergehenden Ausbeutungs-, Unterdrückungs- und Enteignungsprozessen und der fortschreitenden Domestizierung der Natur .

> Webers Werk ,,Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“
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20. Maerz '13

Günther Anders' Ausblick
auf die Welt ohne Menschen

Solange es Krisen gibt, und darin liegt: solange es Menschen gibt, hat die Apokalypse Konjunktur. Sie ist einfach nicht tot zu kriegen, es sei denn, so das apokalyptische Paradox, sie würde eines Tages wirklich. Die Apokalypse ist ungeheuer alt und doch jung geblieben – ein echter ‚Evergreen‘. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters ist sie ausgesprochen modern: Als allgemeine Apokalypse treibt sie die Globalisierung auf die negative Spitze, ist als ihr Höhe- zugleich ihr Endpunkt; als private Apokalypse vollendet sie die zunehmende Atomisierung des Individuums im Zeitalter der Medialisierung der Welt.

> ‚Apokalypse Soon‘? - Günther Anders’ Ausblick auf eine Welt ohne Menschen
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26. April '13

Walther Ch. Zimmerli:
Hermeneutik des Wissens

Die Formulierung des Titels ist in verschiedener Hinsicht anstößig: Allein schon über technisches Wissen nachdenken zu wollen scheint unmöglich, weil paradox zu sein; Technik, im Wortsinne aus dem griechischen 'techne' abgeleitet, scheint mehr mit Können und Kunst als mit Wissen und Kognition zu tun zu haben. Theoretisches Wissen - gewiss; aber technisches Wissen? Und in der Tat lebt unsere abendländische epistemologische Tradition von der Differenz zwischen Technik und Wis­sen. Wissen, griechisch 'episteme', ist die - idealistisch oder materialistisch interpretierte - Repräsentation der Welt...

> Walther Ch. Zimmerli: DIE HERMENEUTIK DES TECHNISCHEN WISSENS UND DIE ZUKUNFT DER BILDUNG
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17. April '13

Naturwissenschaft
des Geistes - Leben

Grundlage des Lebens sind genetisch abgespeicherte Informationen und ihre Verarbeitung.Obwohl wir heute in einer Wissensgesellschaft leben, zählt die Entstehung des Lebens noch immer zu den ungelösten Rätseln der Menschheit. Die Urzelle gilt als Ausgangspunkt der Evolution. Doch wie ist sie entstanden? Was sind die Ursachen und die Mechanismen der Dynamik des Lebens? Welche Triebkräfte lassen im Vorfeld des Lebens die notwendigen Biomoleküle und die Zellstrukturen entstehen? Die Arbeit des genetischen Geistes und der elementaren Geistformen, die mit physikalisch-chemischen Mechanismen molekulare Informationen verarbeiten, ...

> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 6 – Leben
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29. April '13

Jacob Burckhardt
und der Rassismus

Der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (1818–1897) ist wissenschaftlicher Zeitzeuge der großen gesellschaftlichen Umbrüche, die seit der Französischen Revolution in Europa stattgefunden haben. Wer sich nicht von seinem enormen geschichtlichen Faktenwissen und seiner kunst- wie stilvollen Beredsamkeit blenden lässt, wird bei einem kritischen und sachlichen Rückblick aus der heutigen Perspektive feststellen, dass die bei Burckhardt zu findenden seltsamen und zum Teil geradezu menschenverachtenden Aussagen nicht vereinzelte, unzusammenhängende Missverständnisse oder Ausrutscher sind.

> Ein Beispiel für den Rassismus in der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts
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29. Maerz '13

Naturwissenschaft des
Geistes: Körper und Geist

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Was der menschliche Geist ist, wie er arbeitet und wie er sich von seinem Körper unterscheidet, gilt noch heute für Philosophen und Theologen als ungelöstes Körper-Geist- und Leib-Seele-Problem. Obwohl wir heute in einer Informations- und Kommunikationsgesellschaft leben und genau wissen, wie Informationen entstehen und verarbeitet werden, ist dieses Problem in diesem nahe liegenden Zusammenhang noch nicht erschöpfend beantwortet worden. Fest steht indessen, dass Informationen und alle Formen des Geistes, die sie verarbeiten, für alle Prozesse unseres körperlichen und geistigen Lebens verantwortlich sind. Was dabei in unserem Körper bewusst, unterbewusst und unbewusst geschieht, wird in diesem Artikel behandelt.

> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 5 – Körper und Geist
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21. Maerz '13

Michel Foucault und die
Herrschaft der Diskurse

Der französische Philosoph und Begründer der Diskursanalyse Michel Foucault (1926 – 1984) verdeutlicht, auf welche Weise und in welchem Ausmaß, durch Diskurse zustande gekommenes und weitergetragenes objektiv geglaubtes Wissen vermag Macht auszuüben und Menschen dadurch zu konstituieren. Das Essay erhebt nicht den Anspruch kulturell tradierte Wissensbestände als, um die Absolutheit dessen auszudrücken, ,,falsch“ zu bezeichnen. Vielmehr ist es das Anliegen vorliegenden Essays, zu veranschaulichen, dass – nach kritischer Auseinandersetzung mit Foucaults Diskursproblematik – ,,objektives“ Wissen nicht notwendigerweise wahr sein muss, sondern auf Kontingenz basiert.

> Michel Foucault und die Macht und Herrschaft bestehender Diskurse
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17. Maerz '13

Die Aktualität
Georg Simmels

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Der Text veranschaulicht – auf Basis Georg Simmels Ansatzes eines sich von der frühen Moderne bis in die Postmoderne zunehmend verselbstständigenden Individualisierungsprozesses – die Veränderungen der sozialen Integration der Menschen, im Kontext des großstädtischen Lebens. Aufgrund welcher Veränderungen innerhalb der Prozesse der Sozialintegration und Vergesellschaftung sind die innerhalb einer modernen Großstadt lebenden Individuen dadurch in immer stärkerem Maße der Auflösung enger familiärer Bindungen, Konventionen und sozialer Institutionen ausgeliefert?

> Die Aktualität Georg Simmels Theorieansatzes einer Verkümmerung menschlicher Seelen...
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14. Maerz '13

Die sittliche
Erziehung bei Piaget

Jean Piaget vertrat eine Sichtweise der sittlichen Erziehung, die im Gegensatz zu der Durkheims, bereits im Erziehungsvorgang das Schwergewicht auf Freiwilligkeit, Gegenseitigkeit und Autonomie legt. Diese Sichtweise war von der Hoffnung auf eine verwandelte Neugestaltung menschlichen Zusammenlebens durch kommende Generationen begleitet. Es lassen sich in Durkheims Konzept von moralischer Erziehung eine einseitige Betonung der Momente von Disziplin und Autorität sehen, ohne dass die Erziehung sich die Aufhebung der der Disziplin und Autorität entsprechenden seelischen Dispositionen zum Ziele setzte.

> Michael Lausberg: Die sittliche Erziehung bei Piaget
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07. Maerz '13

Richard Rorty:
Welchen Zweck hat Wahrheit?

Die Frage Solidarität oder Objektivität?, mit der Richard Rorty (1931-2007) seine Gedanken überschreibt, kann wie folgt ausformuliert werden: Welchen Zweck hat Wahrheit und welche Bedeutung dieses Wortes wird ihm gerecht? Der Mensch sucht nach Sinn im Leben und wendet dabei unterschiedliche Strategien an. Einen Sinn finden, so setzt Rorty voraus, ist gleichbedeutend mit der Vorstellung zu wissen, was Wahrheit bedeutet. Wissen, was wahr ist, gehört zu einer anderen Fragestellung.

> Welchen Zweck hat Wahrheit? Essay zu Richard Rortys Solidarität oder Objektivität?
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04. Maerz '13

HO Theorien des
Bewusstseins

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In diesem Beitrag wird versucht, die im angelsächsischen Raum verbreiteten Bewusstseinstheorien höherer Ordnung in ihren gängigsten Ausprägungen (HOT, HOP, HOE) vorzustellen. In ihnen vereinen sich, so die Meinung des Autors, phänomenologische Sprache und analytische Herangehensweise. Dies kann als verbindendes Moment zwischen der analytischen Philosophie und der Phänomenologie verstanden werden. Vor diesem Hintergrund scheint es angebracht zu sein, sich auch im deutschsprachigen Raum einer eingehenden Analyse dieser Theorien nicht zu verschließen.

> HO Theorien des Bewusstseins: Wo analytische Philosophie und Phänomenologie sich treffen
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01. Maerz '13

Naturwissenschaft
des Geistes - Technik

Was wir wissen, ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen, ist ein Ozean. Der Kern dieser Aussage des Physikers Isaac Newton bleibt ewig bestehen, obwohl die Menschheit ihr Wissen ständig vervielfacht. Wissen basiert auf Informationen, es ist etwas Geistiges wie unser Bewusstsein und unser Verstand. Auch unser Geist, der mit Informationen arbeitet, ist nicht durch unsere Sinnesorgane erfassbar, aber er ist dennoch Realität. Telefon, Radio, Fernsehen, Computer und ihre mobilen Ausführungen haben in allen Kombinationen dafür gesorgt, dass wir heute in einer Informationsgesellschaft leben.

> Hans Sixl: Naturwissenschaft des Geistes – Teil 4 – Technischer Geist
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01. Februar '13

Martin Heidegger
und die Physik

Durch vorliegenden Text wird verdeutlicht, warum der deutsche Philosoph Martin Heidegger die Physik nicht empirisch, sondern mathematisch begründet sieht. Somit wird – in erkenntnistheoretischer Hinsicht – die Frage beantwortet, inwieweit die Physik von Heidegger nicht als empirische, auf Erfahrung basierende Wissenschaft angesehen wird, sondern als mathematische, welche Erfahrung durch die Herleitung folgerichtiger Theoreme aus schon existierenden Axiomen erst ermöglicht.

> Martin Heideggers Begründung der Physik als mathematische Wissenschaft
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08. Februar '13

Naturwissenschaften
des Geistes

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So wie sich der menschliche Geist evolutionär entwickelt hat, so haben sich auch seine Lernfähigkeit, sein Wissen und sein Wille, mit dem er kreativ seine Ziele verfolgt, nach den Prinzipien von Ursache und Wirkung entwickelt.Damit stellt sich die Frage, was Intelligenz und Zielstrebigkeit in der Natur verursacht und wie diese rein geistigen Eigenschaften naturwissenschaftlich begründet und auf elementare Prozessschritte zurückgeführt werden können.

> Hans Sixl: Naturwissenschaft des Geistes - Teil 3 – Ursprung des Willens
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01. Februar '13

Michel Foucault
und der Diskurs

Der Poststrukturalist Michel Foucault veranschaulicht in seinem Text ,,Die Ordnung des Diskurses“, nach welchen Ordnungsmustern Diskurse entstehen, welche Struktur sie aufweisen und anhand welcher Verknappungs- und Kontrollprozeduren sich ihre Aufrechterhaltung und Weitertragung vollzieht. Wenn im Folgenden die wichtigsten Prozeduren des Zustandekommens von Diskursen knapp und konzentriert dargestellt werden, kommt damit genau das zustande, was Foucault kritisiert. Der von mir verfasste Text verknappt Foucaults Diskurs, bündelt Elementares seiner Darstellung und lässt Un-wichtiges wegfallen.

> Die Macht und Herrschaft bestehender Diskurse
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16. Januar '13

Norbert Blüm:
Zurück ins Neandertal?

Eine der schönsten Geschichten von der Liebe zwischen Mann und Frau wird in Platons Symposion erzählt. Einst lebten die Menschen als „Mannweiber“ unentschieden nach Geschlecht. Die „Mannweiber“ waren mächtige Wesen; „an Kraft und Stärke waren sie gewaltig und hatten auch noch große Gedanken“. Für Zeus und die Götter wurden die Menschen zu gefährlichen Konkurrenten. Also schwächten die Götter die „Mannweiber“ und Zeus zerteilte sie eigenhändig in zwei Hälften: „wie wenn man Früchte zerschneidet, um sie einzumachen“.

> Norbert Blüm: Zurück ins Neandertal? Ein Plädoyer für den Schutz von Ehe und Familie
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17. Januar '13

Hugo Grotius'
politische Philosophie

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Der niederländische Theologe und Jurist Hugo Grotius hatte mit seinem Werk „De jure belli ac pacis libri tres“ einen weitgehenden Einfluss auf die spätere Formulierung des internationalen Rechtes. Dabei wurde er durch den Achzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden sowie den 30jährigen Krieg zwischen katholischen und protestantischen europäischen Staaten beeinflusst. Er war davon beseelt, solche Konflikte auf der Grundlage eines juristischen und politischen Konsenses für die Zukunft zu vermeiden.

> Michael Lausberg: Hugo Grotius‘ politische Philosophie
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08. Januar '13

Christoph Martin Wieland
Zum 200. Todestag

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Kaum ein Denker prägte seine Zeit nachhaltiger als Christoph Martin Wieland, kaum einer entrückte unverdientermaßen so schnell wieder in die Vergessenheit wie der einstmalige Dichter des Rokoko, der Libretto-, Operndichter, der am 20 Januar 1813 in Weimar verstarb. Der am 5. September 1733 in Biberach geborene Pfarrerssohn war mehr als ein Literat; er formte das unter der Regentschaft Anna Amalias mit ihm aufblühende Weimar – das kleine Herzogtum an der Ilm, und eine der damals bekanntesten Zeitschriften, „Der Teutsche Merkur“ feierte durch seinen Herausgeber große Erfolge.

> Stefan Groß: Christoph Martin Wieland – Zum 200. Todestag
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20. Januar '13

Naturwissenschaft
des Geistes

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Der Geist des Menschen ist das zentrale Thema der Geisteswissenschaften. Er zählt auch heute noch zu den ungelösten Rätseln der Menschheit, weil er sich dem direkten experimentellen Nachweis entzieht. Erst in den letzten Jahrzehnten, nachdem verstärkt naturwissenschaftliche Technologien bei der Erforschung der Fragen des körperlichen und geistigen Lebens in Biologie und Genetik zum Einsatz kamen, konnten auch die neuronalen Aktivitäten des Gehirns, die für den Geist des Menschen verantwortlich sind, experimentell untersucht werden.

> Naturwissenschaft des Geistes – Historisches
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15. Januar '13

Thomas Vašek:
"Denkstücke"

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Darf ich Sie zu einem kleinen Gedankenspiel einladen? Stellen Sie sich bitte einen Sandhaufen vor. So einen richtig schönen großen, mit eigener Hände Arbeit angehäuft, vielleicht gar am Traumstrand Ihrer Wahl (wobei letzteres keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte hat). Entfernen Sie nun bitte ein Sandkorn von diesem Haufen. Ja, nur ein einziges. Was sehen Sie jetzt? Genau: Einen Sandhaufen. Das scheint unbestreitbar zu sein, schließlich macht ein einziges Sandkorn nicht den Unterschied zwischen einem Haufen und einem "Nicht-Haufen" aus.

> Ein großer Zwerg mit Glatzkopf und vollem Haar
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02. Januar '13

Der Geist als
unsichtbarer Akteur

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Der menschliche Geist ist seit Jahrtausenden eine nahezu exklusive Domäne der Philosophie und Theologie, was in der Bezeichnung Geisteswissenschaften zum Ausdruck kommt. Im Gegensatz zu ihnen befassen sich die Naturwissenschaften erst neuerdings mit ihm in den Neuro- und Kognitionswissenschaften. Neuere Erkenntnisse der Physik, der Genetik, der modernen Technologien und der Informationswissenschaften erlauben es inzwischen auch, sich grundsätzlich mit anderen Formen des Geistes zu beschäftigen. In Analogie zu der Philosophie des Geistes ist es damit möglich, eine Naturwissenschaft des Geistes zu etablieren.

> Naturwissenschaft des Geistes - Teil 1 - Der Geist als unsichtbarer Akteur
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02. Januar '13

Der Geist, der
Informationen bearbeitet

Der denkende menschliche Geist stellt evolutionär die vorläufig höchste Stufe des Geistes dar, die in einer endlosen Kausalkette aus jeweils anderen Vorformen des Geistes entstanden ist. Mit ihm führt der Mensch ein geistiges Leben, so wie er mit seinem Körper ein körperliches Leben führt. Erst seit wenigen Jahrzehnten kann auf der Grundlage von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen eindeutig definiert und verstanden werden, was der Geist des Menschen ist, was er im Körper des Menschen leistet, welche Geistformen in ihm aktiv sind, wie sie zusammenwirken, was sie wie machen, und woraus sie entstanden sind.

> Naturwissenschaft des Geistes – Teil 2 - Der Geist, der Informationen verarbeitet
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06. Dezember '12

Über Antworten,
die Fragen bleiben

Vor rund 100 Jahren war es für die klassische Wissenschaft an der Zeit, das deterministische Weltbild zu begraben, denn die Unschärferelation verdeutlichte, dass man Ereignisse nicht exakt bestimmen kann. Im Text „Quantenmechanik und Kantsche Philosophie“ verdeutlichte Werner Heisenberg denn auch sehr anschaulich, dass die Gesetze der modernen Physik vielmehr in einer Beobachtungssituation gefunden werden, die zwischen dem Möglichen und Wirklichen förmlich changiert. Die Unvorhersehbarkeit und eine zugehörige Unbestimmbarkeits-Erfahrung, die damals einen Albert Einstein noch empörte und zum Ausruf „Gott würfelt nicht“ brachte, ist heutzutage allgemein akzeptiert und wird vor allem in der zeitgenössischen Kunst reichlich bearbeitet.

> Über Antworten, die Fragen bleiben
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13. November '12

Die Konstitution von
Gefühlsräumen

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Analyse gesellschaftlicher Ordnung wie sie Ernst Bloch in seinem Schrift ‚Erbschaft dieser Zeit‘ von 1935 entwickeln hat und sucht diese für die Anwendung auf einen größeren Kontext zu verallgemeinern. Blochs Perspektive ist auf die Auseinandersetzung mit dem kulturgeschichtlichen Phänomen des Faschismus beschränkt. E

> Die Konstitution von Gefühlsräumen - Untersuchungen zur Macht kollektiven Stimmungen
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29. Oktober '12

Der "Erasmier"
Ralf Dahrendorf

„Ralf Dahrendorf ist mit seiner Begabung für ... Wissenschaft und Politik – eine höchst seltene Kombination in Deutschland –, ganz unersetzlich. Vielleicht hat vor ihm nur Max Weber, der den Unterbau für die damals neu entdeckte Soziologie legte und gleichzeitig deren Erkenntnisse für Gesellschaft und Ökonomie erschloß, diese beiden Eigenschaften in sich vereinigt." Das schrieb Marion Gräfin Dönhoff 1989 zum sechzigsten Geburtstag Dahrendorfs in der ZEIT.

> Karl-Heinz Hense: Von der tätigen Freiheit - Der „Erasmier“ Ralf Dahrendorf
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23. November '12

Herausforderung für
den Naturalismus?

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Gegenwärtig ist eine Naturalisierungsdämmerung (Schwägerl 2004) in der Philosophie des Geistes erkennbar. Verschiedene Ansätze materialistisch, physikalistischer Art (reduktiv, nicht-reduktiv, eliminativ, eigenschaftsdualistisch …), versuchen die Geist-Gehirn-Debatte, mit Rückgriff auf die Naturwissenschaften, einer Lösung zuzuführen. Dabei erweist sich das phänomenale Erleben, der Charakter phänomenaler Erfahrung, als hartnäckiges Problem.

> Zum Text kommen Sie hier!
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09. November '12

Ist Gott ohne
Transzendenz denkbar?

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Wenn der Ursprung unseres Universums alle göttlichen Eigenschaften aufweist, dann ist das Universum nicht durch einen transzendenten Gott, sondern aus einem immanenten Gott entstanden, der ebenfalls wandlungsfähig ist. Die naturwissenschaftliche Erfahrung lehrt uns, dass alles eine Ursache hat. Demnach kann es keinen absoluten Anfang einer Sache geben. Nach dem vielfach bestätigten kosmologischen Standardmodell der Entstehung des Universums ist unsere reale Welt (soweit nachweisbar) von der ersten Sekunde an aus Energie nach den Regeln der Naturgesetze entstanden, die wiederum auch aus etwas Anderem entstanden sein können.

> Ist Gott ohne Transzendenz denkbar?
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04. November '12

Nietzsche und Wagner:
Geschichte einer Hassliebe

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"Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir uns dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, deren jedes sein Ziel und seine Bahn hat; wir können uns wohl kreuzen und ein Fest miteinander feiern, wie wir es gethan haben, - und dann lagen die braven Schiffe so ruhig in Einem Hafen und in Einer Sonne, daß es scheinen mochte, sie seien schon am Ziele und hätten Ein Ziel gehabt. ...

> Zarathustra übersteht Parsifal, Das Dunkel des gelebten Augenblicks
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03. November '12

Emmanuel Levinas

La philosophie de Levinas est une intensification progressive de l'intention d’autre, propre de la volonté humaine; et ainsi une exigeante appel a la justice jusqu'á la fin de la sainteté. On est située, donc, dans le domaine de l'ouverture de la personne à l'intersubjectivité. La découverte de l'altérité situé Levinas dans le plan de la volonté humaine. Car le propre de cette puissance de l'esprit, et ce qui la distingue de l'intelligence, c’est son intention d'altérité: du bien comme l’autre que l'être; mais qui peut arriver à être, si nous voulons qu’il soit: le bien comme ce que nous ajoutons l’être.

> Levinas: la phenomenologie et l’anthropologie de l’altérité intersubjective
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24. Oktober '12

Im Gespräch:
Julian Nida-Rümelin

Die Geisteswissenschaften sind gegenwärtig durch die Reformen an den Universitäten unter Druck geraten. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich fürchte, zumindest sehe ich darin eine Gefahr, dass sich hier eine Entwicklung wiederholt, wie sie aus den USA ziemlich vertraut ist, d. h. dass die harten Wissenschaften, insbesondere die Naturwissenschaften, aber auch die social sciences im Sinne einer harten Wissenschaft sehr stark dominieren...

> > Stefan Groß im Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophi
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19. Oktober '12

Das Eliasson Alphabet

Nach der mittlerweile ausverkauften limitierten „Art Edition“ (200 Stück) hat sich der Taschen-Verlag entschlossen, eine auf 21x26 cm geschrumpfte Ausgabe der „Enzyklopädie des Studio Olafur Eliasson“ auf den Markt zu bringen. Das Buch mit seinen 530 Seiten liegt nun zwar gut in der Hand, aber das Lesen der arg klein geratenen Texte ist dafür mit einiger Anstrengung verbunden. Eine, die sich jedoch lohnt, denn die Arbeitsweise und der Anspruch eines forschenden Künstlers werden im vorliegenden Band sehr anschaulich.

> Christian J. Grothaus: Das Eliasson Alphabet oder: Eine Spielanleitung für Raum und Zeit
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05. Oktober '12

Methoden des
Philosophierens

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Gibt es eine dem Fach Philosophie eigene Unterrichtsmethode? Diese Frage ist weniger wichtig, als sie zunächst vielleicht erscheinen mag. Denn kennt man allgemeine Unterrichtsmethoden, die sich auch im Philosophieunterricht einsetzen lassen, so spielt es keine große Rolle mehr, ob diese Methoden nun fachspezifisch seien oder nicht. Dennoch ist die Frage wichtig, denn sie zwingt einen, eine andere Frage zu stellen, der man sonst vielleicht zu wenig Beachtung schenkt: Was sind die Methoden des Philosophierens?

> Jonas Pfister: Methoden des Philosophierens und Unterrichtsmethoden
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04. Oktober '12

Irrte Kant?

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Wissen basiert auf sinnlicher Wahrnehmung. Und real ist nur, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Diese beiden Statements hörte ich vor zwei Tagen in einer Radiosendung unter Bezug auf den Philosophen Immanuel Kant (1724-1804). Sie erscheinen mir allerdings eine unzulässige Verkürzung seiner Aussage zu sein, nach der Sinnlichkeit und Verstand die beiden Wurzeln der Erkenntnis sind. Es kommt also noch der Verstand hinzu, der uns auch noch weitere Dinge als real erkennen lässt, die wir nicht direkt mit unseren Sinnen wahrnehmen können.

> Hans Sixl: Irrte Kant?
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21. September '12

Jörg Friedrich
Kritik der vernetzten Vernunft

In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt, vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die Vernunft zu gebrauchen. Aber was ist Vernunft? Und was ist vernünftig?" Dies fragt sich Jörg Friedrich in seiner "Kritik der vernetzen Vernunft" und trifft damit genau den Nerv unserer Zeit. Denn fast jeder ruft heute nach Vernunft, hält sie für notwendig und möglich. Aber allem Anschein nach sind die meisten davon überzeugt, dass der Mensch alles andere als vernünftig ist. Der Naturwissenschaftler, Unternehmer und Philosoph unternimmt in seinem Buch den Versuch, Klarheit darüber zu gewinnen, "was Vernunft heute ist, ...

> "Alles wird besser, aber nichts wird gut." (Werner Karma)
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21. September '12

Michael Nedo
Ludwig Wittgenstein

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Über Ludwig Wittgenstein wird viel erzählt: dass er als Person ziemlich unerträglich gewesen sein muss und ständig seine Umgebung belästigte - bis sie ihm selbst lästig wurde. Dann hat er sie gewechselt. So wurde aus dem Ingenieur ein Schriftsteller und nachdem er sein Millionenerbe verschenkte, ein Volksschullehrer, der in großer Bescheidenheit lebte. Später wirkte er als Philosophieprofessor in Cambrige. Privat war er mit sich nicht im Reinen. Sein Leben lang litt er unter Depressionen und stand häufig am Rande des Selbstmordes (drei seiner Brüder wählten den Freitod).

> "Beim Philosophieren muss man ins alte Chaos hinabsteigen und sich dort wohlfühlen."
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22. August '12

"Wir müssen wissen,
wir werden wissen"

Eines der beeindruckendsten Fresken, die der römische Renaissancemaler Raffael geschaffen hat, findet man in den Stanzen des Raffael, im Apostolischen Palast in der Vatikanstadt: "Die Schule von Athen". Der Titel des Bildes verweist auf die herausragende philosophische Denkschule des antiken Griechenland, verkörpert von ihren Vorläufern, Hauptvertretern und Nachfolgern. In der Bildmitte stehen die Philosophen Platon und Aristoteles. Platon zeigt auf die überirdische Welt der Ideen, Aristoteles auf die Welt der konkreten Dinge - "eine symbolische Szene für die alles überragende Frage philosophischen Denkens", stellt Bernd-Olaf Küppers fest.

> Bernd-Olaf Küppers: Die Berechenbarkeit der Welt
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14. Dezember '11

John Miltons
politische Philosophie

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John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.Er widersetzte sich dem Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich stattdessen der Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein Jugendwerk „Comus“, das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte seine puritanische Erziehung wider.

> John Miltons politische Theorie
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16. April '12

Immanuel Kant und
der Sozialstaat

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Es gib gute, wenn nicht sogar zwingende Gründe, die bisher vorherrschenden Interpretationen von Kants Eigentumstheorie zu revidieren. So soll aufgezeigt werden, dass Kants Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie sehr wohl in einem systematischen Zusammenhang stehen und aufeinander aufbauen. Der Eigentumstheorie kommt hierbei eine entscheidende Bedeutung zu.

> Eine rechtsphilosophische Untersuchung zur normativen Basis von Kants ‚Rechtslehre’
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11. November '11

Meister Eckhart und
das Christentum

Das Christentum besaß zu keiner Zeit eine einheitliche Lehre oder Theologie. Meister Eckhart eröffnet den Zugang zu einer alten christlichen negativen Theologie und Tradition, die eng mit der Philosophie (des Neuplatonismus) und dem Entstehen der christlichen Theologie überhaupt verbunden ist. Diese negative Theologie gründet entsprechend des Philosophiebezuges auf der Vernunft, geht gleichzeitig aber trotz dieses natürlichen und vernünftigen Ansatzes in einer wahren Transzendenz und Mystik über alles Weltliche hinaus. Gerade in der heutigen Zeit mit ihren religiösen Problemen ist diese strikte negative Theologie in ihrer Vernunft dabei alles andere als überholt.

> Meister Eckhart und die wahren Wurzeln des Christentums
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23. Dezember '11

Robert Spaemann:
Über Glauben und Wissen

Der letzte Mensch von dem Nietzsche spricht, ist in seinen Augen etwas ganz Negatives. Der letzte Mensch ist der Mensch, der wie der Erdfloh am längsten lebt. Dies ist der Mensch, der ein wenig arbeiten, sich ein bißchen amüsieren will, ein wenig Drogen konsumieren möchte, aber nicht so viel, damit dies der Gesundheit nicht schadet. Nietzsche gibt also ein Bild vom letzten Menschen, für den es nichts mehr gibt, was einen unbedingten Wert hat.

> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß
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13. Februar '12

Auf der Suche nach Gott

Der Wissenszuwachs der Naturwissenschaften der letzten Jahrzehnte erlaubt es uns heute, auch geisteswissenschaftliche Aussagen anhand von experimentellen Fakten zu überprüfen. Mit den Erkenntnissen der modernen Kosmologie, der Genetik und der Informatik kann anhand einer eindeutigen Definition Gottes gezeigt werden, dass nicht nur im Geschehen auf unserer realen Welt rein göttliche Merkmale identifiziert werden können, sondern dass sich mit ihnen auch der immanent in unserer Welt wirkende Teil des übernatürlichen Wesens Gottes offenbart und auf diese Weise naturwissenschaftlich erkannt und verstanden werden kann. Dies wird im Zusammenhang mit früheren Gottesbeweisen diskutiert.

> Gott und Naturwissenschaften - Auf der Suche nach Gott
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13. Februar '12

J. G. Fichte - Handelsstaat
versus Globalisierung

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Mit seiner Schrift „Der geschloßne Handelsstaat“, die Johann Gottlieb Fichte 1800 vorlegt, formuliert er sein Programm eines autonomen Nationalstaates. In strikter Abgrenzung vom offenen Handelsstaat geht es dem deutschen Idealisten auch um eine Kritik an der sogenannten Globalisierung. Schon Fichte monierte also ein globales Wirtschaftsdenken, weil er die Autonomie des National­staates dadurch gefährdet sah. Bereits vor 200 Jahren hatte er die Schwachstellen einer rein sich auf Globalisierung beschränkenden Wirtschaftspolitik herausgearbeitet. So sehr Fichte wegen seines geschlossenen Handelssystems auch kritisiert wurde, gerade mit Blick auf die globale Wirtschaft des 21. Jahrhunderts lohnt sich eine erneute Auseinandersetzung mit seinem Handelsmodell.

> Stefan Groß: Anmerkungen zu Johann Gottlieb Fichtes „geschloßnem Handelsstaat“
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

30. Dezember '11

Ludwig Feuerbach

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Ludwig Feuerbachs These, dass die sterblichen, beschränkten Menschen nach Vollkommenheit streben und deshalb eine Macht kreieren, die diese fehlenden Eigenschaften besitzt, hat in Zeiten der beherrschenden Stellung der christlichen Dogmatik in der BRD nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

> 160 Jahre „Das Wesen des Christentums“
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14. Februar '12

Das Noumenon
vom Erdrechtsbund

Neben nationalen Rechtsinteressen, die Krause in seiner Rechtsphilosophie immer wieder aufgreift, ist es die übernationale Idee eines Rechtsbundes, der die unterschiedlichen Völker miteinander vereinen soll, auf die er immer wieder reflektiert. Mit der Idee eines „europäischen Staatenbundes“ sowie mit seinem Gedanken einer universal geltenden Rechtsordnung – dem „Erdrechtsbund“ – greift Krause Gedanken aus der Renaissance auf. Schon Erasmus von Rotterdam und – vor ihm – Nikolaus von Kues hielten an einer Idee Europas fest. Aber auch Gedanken, die mittlerweile innerhalb der UNO diskutiert werden, lassen sich, wie anfangs betont, bereits bei Krause finden. In Anlehnung an Kants Idee eines ewigen Friedens sucht er nach einem universalen Rechtsbegriff, der für alle Völker Rechtsgültigkeit besitzen soll.

> Stefan Groß: Das Ideal vom „Erdrechtsbund“
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07. Februar '12

Natural Theology

In the history of ideas, there is the old concept of natural theology which assumes that man can have knowledge of God through looking at nature. Natural theology was not only advanced by great Greek philosophers such as Plato and Aristotle but also by renowned church fathers like Augustine or Thomas Aquinas. The idea of recognizing God in nature was also advanced by the Apostle Paul who, in his letter to the Roman church, asserted that God’s “invisible attributes, namely his eternal power and divine nature, have been clearly perceived, ever since the creation of the world, in the things that have been made”.

> Natural Theology Revisited: A Scientific Approach to the Question of God
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02. Februar '12

Zur Definition Gottes

Klare und eindeutige Definitionen aller verwendeten Begriffe stellen die Voraussetzung für jede sinnvolle Kommunikation und für jede fundierte wissenschaftliche Arbeit dar. Dies gilt insbesondere für die Frage nach Gott, bei der nicht nur die verschiedenen Religionen sondern auch die einzelnen Menschen von unterschiedlichen Vorstellungen ausgehen. Als Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Natur- und Geisteswissenschaften wird eine interdisziplinär nutzbare und für alle Weltreligionen relevante Definition Gottes abgeleitet, die sich auf eindeutige Kernaussagen der Religionsgeschichte und auf unsere Erwartungen an einen Gott bezieht, der über allen anderen Gottheiten steht.

> Hans Sixl: Zur Definition Gottes - aus naturwissenschaftlicher Sicht
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16. November '11

Philosophische Probleme
der Mathematik

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Obwohl vermutlich jeder Leser im Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen Aufgaben abmüht, oder als Benutzer von Technik, bei deren Entwicklung ein gewisses Maß an Mathematik unverzichtbar ist –, so kann doch kaum jemand auf die Frage, was Mathematik eigentlich sei, eine klare und möglichst überschaubare Antwort geben.

> Thomas Rießinger: Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik
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10. Januar '12

Geist und Leben aus der
Sicht der Naturwissenschaft

Geist und Leben spielen in der Philosophie und in der Theologie eine zentrale Rolle. Wer ist das geistige Ich in uns? Wo kommt es her? Warum kann es ein von unserem Körper weitgehend unabhängiges Leben führen? Ist der menschliche Geist unsterblich?, lauten die Fragen, die schon seit Jahrtausenden die Menschheit bewegen. Schon vor Sokrates erkannten die Philosophen, dass der Geist des Menschen Ursprung, Mittel und Produkt denkender und schöpferischer Handlungen ist. Nach religiöser Tradition ist er von Gott geschaffen, von Gott beseelt und von Gott mit Verstand, Vernunft und Weisheit versehen.

> Hans Sixl: Geist und Leben aus naturwissenschaftlicher Sicht
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11. November '11

Michel Foucault:
Der Mensch als Untertan

Es ist eine in der Foucault-Forschung gängige Praxis, das Werk des französischen Historiker-Philosophen in verschiedene Phasen zu unterteilen. Man wird um dieses Vorgehen selbst dann nicht herumkommen, wenn man versucht, stärker die Einheit der Theorie als ihre Brüche und Umkehrungen zu betonen. Ich orientiere mich an einer Einteilung in vier Phasen, die ich im folgenden kurz erläutern will: In der ersten Phase zeigt Foucaults Denken einen stark surrealistischen Einschlag, der sich mit von Heidegger abgeleiteten existenzphilosophischen Motiven zu einer Art ‚Gegen­psychologie‘ verbindet, wie sie exemplarisch in der „Introduction“ zu Ludwig Bins­wangers Le rêve et l’existence zum Vorschein kommt.

> Der Mensch als Untertan
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16. November '11

Sigmund Freuds
Zukunftsillusionen

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Religionskritiken, sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig Feuerbachs (1804-1872), die zerset­zende von Karl Marx (1818-1883), aber auch die verzweifelte seines Zeitge­nossen Friedrich Nietzsche (1844-1900) studiert ha­ben, denn er beruft sich auf „bessere Männer“, die „vollständiger, kraftvoller und eindrucksvoller“ als er Kritik an der Religion geübt hätten.

> Sigmund Freuds Zukunftsillusionen
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15. November '11

Nachhaltigkeit

Ich beginne mein Referat mit einem gewissen Zögern. Auf der einen Seite das Bemühen um Diskursphilosophie, mit dem weitreichenden Ansatz, möglichst alle, auch den Fernnächsten, auch zukünftige Generationen einzubeziehen, auf der anderen Seite – das wirkt vor den Niederungen der Politik wie ein luzider, glänzender Tempel – die Niederungen der Politik, in denen in der Regel nicht nach diesem Verfahren des Diskurses vorgegangen wird, sondern wo, mehr oder weniger brutal, Interessenpolitik eine Rolle spielt.

> Günter Altner: Nachhaltigkeit
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15. November '11

Kolonialisierung -
neu betrachtet

Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“

> Walther Ch. Zimmerli: Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation
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12. November '11

Die Verständlichkeit
der Wissenschaft

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rtc

Darüber, was Wissenschaft sei, lässt sich streiten. Eine Ende der Debatte ist nicht in Sicht, und dies, obwohl der Begriff ‚Wissenschaft’ seit mindestens einem Jahrhundert Gegenstand sorgfältiger Reflexionen ist. Im gegebenen Rahmen einen Lösungs­vor­schlag zu formulieren, wäre vermessen. Aber einen Aspekt des Problems einer iso­lierten Betrachtung zu unterziehen, das kann gelingen: Es gilt, die These zu entfalten, dass ‚Verständlichkeit’ als Minimalbedingung für Wissenschaft anzusehen ist.

> Daniel Krause: Zum Niedergang der Diskussionskultur in den Geisteswissenschaften
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10. November '11

Magazin Philosophie

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Philosophisches Wissen hat nach wir vor Konjunktur. Immer mehr Verlage nützen den Trend der Zeit, um neue Magazine auf den Markt zu bringen. Dabei geht es nicht um die Philosophie als rein-akademische Wissenschaft im Elfenbeinturm, sondern um ein philosophisches Wissen, das praxisnah vermittelt wird, das die hochkomplexen Theorien der abendländischen Geistesgeschichte so verwandelt, daß die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Bücher von Richard David Precht sprechen für diesen Erfolg. Auch die Tabula Rasa hat ein Ressort Philosophie, in dem Sie gern nachblättern können.

> Philosophie und Wissenschaft
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05. November '11

John Miltons
politische Theorie

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John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen. Er widersetzte sich dem Wunsch seines Vaters, Theologe zu werden und widmete sich stattdessen der Historie und dem Studium der klassischen Literatur. Sein Jugendwerk „Comus“, das ein Maskenspiel allegorischer Art darstellte, spiegelte seine puritanische Erziehung wider.

> John Miltons politische Theorie
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17. Oktober '11

Wille und Freiheit bei
Schelling und Nietzsche

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Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend, gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, bei Schelling, nach den Untersuchungen über das Wesen des menschlichen Freiheit (wo das Thema des Willens die ursprüngliche Freiheit und ihre wesentliche Unsystematischkeit erleuchtet), als die Unmöglichkeit ein vollständiges System des Wissens zu definieren; bei Nietzsche, anderseits, als die unüberwindliche Schwierigkeit sein systematisches Werk, den Willen zur Macht (d.h. das Projekt der ‚Übermachtigung’ des idealistischen Willens, die als die absolute Freiheit des Ursprungs endlich gelesen werden soll) zu fassen.

> Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches
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16. August '11

Albert Camus: Unfalltod
oder Auftragsmord des KGB?

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Der französische Philosoph und Existentialist, Albert Camus, war immer ein Freund der klaren Worte. So klar wie sein Denken, so klar war auch seine Kritik an der Politik der damaligen Sowjetunion. Ganz Frankreich trauerte nach seinem Unfalltod am 4. Januar 1960, als der Schriftsteller auf dem Weg nach Paris bei einem Autounfall ums Leben kam. Eigentlich wollte der Romancier mit seiner Frau und den Kindern die Bahn nehmen. Sein italienischer Verleger Michel Gallimard überredete ihn jedoch, ihn mit dem Auto zu chauffieren. Jetzt verdichteten sich Gerüchte, daß der Literaturnobelpreisträger Camus durch den sowjetischen Geheimdienst getötet worden sein soll.

> Steffen Dietzsch: Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen
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26. September '10

Rudolf Eucken und der Idealismus

Nie war eine Gegenwart vergangenheitsinteressierter als unsere eigene. Je moderner wir leben, umso ausgreifender entwickeln sich kulturell Tendenzen der Selbsthistorisierung. Exemplarisch heisst das: Die Zeitabstände zwischen den Feiern zur Erinnerung an ein- und dasselbe Ereignis verkürzen sich. Universitätsjubiläen des grossen Stils, zwischen denen früher viele Jahrzehnte liegen durften, werden heute bereits nach Ablauf von zwei Lustren abermals fällig.

> Hermann Lübbe: Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt
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03. Januar '11

Der moderne Relativismus:
Robert Spaemann im Gespräch

Seit Jahren zählt der 1927 in Berlin geborene Philosoph Robert Spaemann zu den bekanntesten deutschen Denkern. Immer wieder schaltet er sich ein, wenn es um die großen Fragen der Menschheit geht, wenn der Mensch und seine Würde, sein Personsein, auf dem Spiel stehen. Spaemann, der auch als Berater des Papstes fungiert, spricht mit Stefan Groß über Gott, den Glauben, die Moderne und den Wertrelativismus. Für Aufsehen sorgte Spaemann, der mit "Glück und Wohlwollen" eines seiner wichtigsten Bücher vorlegte, mit seinem Buch "Der letzte Gottesbeweis", einem Beweis Gottes aus der Grammatik.

> Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)
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16. Dezember '10

Was darf ich hoffen?
Herr Schnädelbach

In Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative sowohl als das praktische – vereinigt sich in folgenden drei Fragen: 1. Was kann ich wissen, 2. Was soll ich tun, 3. Was darf ich hoffen.“ In den Vorlesungen über Logik fügt Kant noch die Frage „Was ist der Mensch?“ hinzu. In Ihrem letzten Aufsatzband reden Sie wieder von allen vier Fragen Kants, aber dann ist so eine Frage wie „Was darf ich hoffen?“

> Herbert Schnädelbach: Erinnern, Glauben und Wissen
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15. Juni '11

Aspekte einer Philosophie
der technologischen Zivilisation

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Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton an: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen, aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Hier geht es von allem Aufklärungsanfang an um Kolonialisierung, und zwar gleichsam um eine gut gemeinte Kolonialisierung. Wir haben nämlich verges­sen, dass der Begriff „Kolonialisierung“ in seinem ursprünglichen Kontext eine ausge­sprochen positive Konnotation hatte, und zwar, bis die unbeabsichtigten unerwünsch­ten Nebenfolgen der Kolonialisierung bemerkt wurden.

> Walther Ch. Zimmerli: Kolonialisierung - neu betrachtet
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01. Juni '11

Peter Singer und
der Utilitarismus

Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Peter Singer wird für sein engagiertes Eintreten für Tierrechte ausgezeichnet, insbesondere für die Initiierung des Great Ape Project. Die Auszeichnung hat bereits im Vorfeld erbitterte Kontroversen ausgelöst, vor allem unter Menschen, die dem durchschnittlichen physischen und psychischen Ideal nicht entsprechen. Der Utilitarismus ist der zum Scheitern verurteilte Versuch, die vom Menschen erkannten Naturgesetze auf eine menschliche Ideologie zu übertragen.

> Der Utilitarismus des Peter Singer
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09. Mai '11

David Hume
300. Geburtstag

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Vor dreihundert Jahren, am 7. Mai 1711, wurde der Philosoph, Nationalökonom und Historiker David Hume im schottischen Edinburgh geboren. Hume zählt bis heute zu den größten Denkern des 18. Jahrhundert und gilt als der Vollender des englischen Empirismus und als Begründer des erkenntnistheoretischen Positivismus, der auch noch den Königsberger Philosophen Immanuel Kant beeinflußte. Sein wohl berühmtestes Werk ist die „Untersuchung über den menschlichen Verstand“. Für Hume stand fest, daß das menschliche Denken nur das miteinander verbinden kann, was ihm durch äußere Sinneswahrnehmung und durch innere Erfahrung (Erinnerung und Einbildungskraft) gegeben ist.

> Frank Stäudner: Die Metaphysik David Humes
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05. Mai '11

Michel Onfrays
"Anti-Freud"

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Der französische Popularphilosoph Michel Onfray, der in den letzten Jahren mit seinem Epikurismus für eine Philosophie des Leibes und der Sinne plädierte, später die Abkehr von den Religionen proklamierte, hat sich nun mit Sigmund Freud und insbesondere mit dessen Psychoanalyse kritisch auseinandersetzt. In seinem "Anti-Freud", ein Buch, das in Frankreich im vergangenen Jahr für Schlagzeilen in der linken Intellektuellenszene sorgte, entlarvt Onfray die Psychoanalyse im Gewand der freudschen Rhetorik als „großartiges Märchen“ und als eine kollektive Wahnvorstellung, der alle erliegen. Letztendlich nutzte die Analyse nur einem: Freud selbst.

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07. April '11

Georg Büchner
und der Idealismus

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Der Satz Georg Büchners über die „abscheuliche Kunstsprache“ der Philosophie verweist auf mehr als das unmittelbare Unbehagen des Rezipienten einer jeden lebendigen Sinnlichkeit entbehrender Metaphysik, jene „trostlose Wüste“, die ihr vorgeworfen wird.Büchner stellt die Forderung auf, für „menschliche Verhältnisse eine menschliche Sprache suchen“. Dies enthält die Forderung nach einer menschlichen Philosophie, die aber, wenn sie Realitätsgehalt haben sollte, auf menschliche Verhältnisse rekurrieren müsste. Metaphysik, wie überhaupt abstraktes Denken, war für Büchner nicht nur Denkform, sondern kam dem Sein wesentlich selbst zu.

> Michael Lausberg: Georg Büchner und der Idealismus
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16. Maerz '11

Nachhaltigkeit - Verantwortung
zwischen Diskurs und Erfolg

Im Thema klingt ein gewisser Pessimismus an, und ich möchte herausarbeiten, daß das Element des Diskurses im Vorfeld der Entscheidungsfindung wichtiger politischer Entwicklungen unverzichtbar ist und im Blick auf die Zukunft auch immer wichtiger wird. Das Thema ist so formuliert: Nachhaltigkeit – über die fast ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses. Erhard Eppler hat in der Süddeutschen Zeitung vom 26. Oktober geschrieben: „Wer jetzt nicht mehr Demokratie wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.“ Das ist natürlich im Blick auf den Konflikt Stuttgart 21 formuliert. Man könnte auch sagen: wer jetzt, ob in Stuttgart oder an anderen Konfliktpunkten, nicht mehr Diskurs wagt, wird sehr viel mehr Polizei brauchen.

> Günter Altner: Nachhaltigkeit
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10. Maerz '11

Der Ausverkauf
europäischer Tugenden

Keine historische Ideologie hat die Geschichte des europäischen Monopols derart verfestigt wie das kapitalistische System. Mit seinem globalen Siegeszug übernahmen auch die europäischen Werte die Vorherrschaft. Der Kapitalismus ist bekanntlich eine Konzeption, die sich auf das Gewinnstreben des Einzelnen richtet. Es ist daher evident, die kapitalistischen Ideologien durch eine subjektive Werttheorie zu repräsentieren, in welchen der wertende Mensch zwischen seinem Maßstab und der zu bewertenden Sache eine Beziehung herstellt, ergo ein Werturteil bildet. Der Wert eines Gutes ergibt sich in der Volkswirtschaftslehre aus dem Angebot zum einen und der Nachfrage zum anderen.

> Lisz Hirn: EUROPAS WERTEINDUSTRIE
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14. Maerz '11

Die Wiederkehr
des Intellektuellen

Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch. Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so aus, auch wenn einige behaup­ten, dass die hiesigen Intellektuellenstreitigkeiten kleinlicher und gehässiger ausge­tragen würden als diejenigen in Frankreich. Wie auch immer: in Deutschland be­wegt wieder einmal ein Sturm den Blätterwald. Gewiss, es mag mehr ein Sturm im Wasserglas sein, aber für deutsche Verhältnisse ist es bereits ein veritabler Orkan, und zwar - endlich wieder einmal! - ein Intellektuellenstreit, pikanterweise ange­zettelt ausgerechnet im Vorgarten der Frankfurter Lordsiegelbewahrer der Kriti­schen Theorie.

> Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen
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12. Januar '11

Ist Lieben eine Kunst?
Nachgefragt bei Erich Fromm

Erich Fromm wird um 1900 in Frankfurt am Main geboren. Sein Interesse gilt schon früh der Psychologie und der Philosophie, insbesondere der praktischen Philosophie. In diesem Sinne schlägt er den Weg der Frankfurter Schule ein, die unter der Schirmherrschaft der berühmten Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer steht und sich mit der Innovation des marxistischen Gedankenguts auseinandersetzt. Wahrscheinlich wurde Erich Fromm in diesem Kreis zu seinen sozial-philosophischen Konzepten inspiriert.

> Ist Lieben eine Kunst? Nachgefragt bei Erich Fromm
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22. November '10

Was ist eigentlich
Diskurspragmatik?

Fichtes Diktum, daß die jeweilige Philosophie vom je reflektierenden Individuum abhänge, ist zum Gemeinplatz der Geschichte des abendländischen Denkens geworden. Doch was ist dran, an Ludwig Wittgenstein, an Jürgen Habermas (Foto), dem lingustic turn, an der modernen Sprachphilosophie und der sogenannten Transzendental-pragmatik. Der Philosoph Dietrich Böhler, Vertreter der "Berliner Diskurspragmatik" in der Nachfolge der Diskursethik gab prägnante und eingängige Aufschlüsse zu diesem Thema. Lesen Sie in der Tabula Rasa mehr dazu.

> Dietrich Böhler: Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik
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17. Dezember '10

Sloterdijk meets
Schopenhauer

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (geboren 1788, gestorben 1860) hat heute erst sein Publikum gefunden, er wird gelesen, gelesen und gelesen. Zeit seines Lebens kämpfte er gegen die Kathederphilosophie, gegen Hegel und die Dialektik. Wie keinem anderen Denker vor ihm gelingt dem Danziger Bürgersohn die Synthese zwischen Platonismus, indischer Weisheitslehre und Kantianismus. Und auch Friedrich Nietzsche, der Titan aus dem kleinen Ort Röcken bei Naumburg, hatte seinen Lehrer einst gefeiert, bevor er sich abwandte. Aber ohne Schopenhauer wäre Nietzsche nicht das, was er war. Doch 2010 ist Schopenhauer-Jahr.

> Schopenhauer
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28. Oktober '10

Mit Hans Jonas
im Gespräch

Die von Unternehmern, Philosophen und Wirtschaftswissenschaftlern gegründete Forschungsgruppe EWD des Freundeskreises des Hans Jonas-Zentrums e. V. hat zu einer Tagung in Berlin geladen, in deren Mittelpunkt die Berliner Diskurs-, die Transzendentalpragmatik von Karl Otto Apel und auch das Denken des Verantwortungsethikers Hans Jonas standen. Unter der Leitung von Professor Böhler entstand bereits 1992 an der FU Berlin ein wirtschaftsethischer Seminar- und Vorlesungszyklus. Böhler, der am 27. seine Abschiedsvorlesung hielt, ist Mitherausgeber der "Kritischen Werksausgabe" von Hans Jonas. Gerade ist der erste Band erschienen.

> Hans-Jonas-Zentrum> Ein Mahner mit prophetischer Eindringlichkeit> Volker Gerhardt: Ein Jahrhundertdenker> Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik
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10. Oktober '10

Radikalismus auf leisen Sohlen

„Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst.“ Dieser Satz aus Marxens Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtphilosophie paßt wie kaum ein anderer auf das vorliegende Buch. Der Autor, bisher nicht gerade durch publizistische Breitenwirkung aufgefallen, setzt mit diesem Pamphlet zum gesellschaftlichen Rundumschlag an. Das bisweilen selbstbewußt, zumeist aber polemisch Vorgetragene wirkt durch sein Ansinnen, sich zu beinahe allen etablierten Denkstilen und Weltanschauungen in Gegnerschaft zu setzen, als anregende intellektuelle Provokation: Beinahe auf jeder Seite verspürt man als Leser das Bedürfnis, den Ausführungen und Behauptungen des Autors zu widersprechen. Bezeichnend ist dabei Küppers’ eigentümliches stilistisches Schwanken zwischen wissenschaftlicher Bescheidenheit auf der einen und technologisch imprägnierter Omnipotenzanmaßung auf der anderen Seite.

> Radikalismus auf leisen Sohlen
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02. Oktober '10

Mythos versus Logos

Was haben wir heutzutage mit dem „Mythischen“ zu tun? Leben wir nicht in einer „logischen“ und wissenschaftlichen Lebenswelt? Der Begriff „Mythos“ hat keinen Seltenheitswert aus. Ganz im Gegenteil: fast überall ist „er“ auffind- und lesbar, adelt sowohl Werbeprodukte als auch (historische) Persönlichkeiten. Aber was eigentlich das Wort „Mythos“ in der Urform bedeutet, stellt für den Normalverbraucher selbst einen Mythos dar. Was ist unter „Mythos“ zu verstehen? Und wie lässt sich der „Mythos“ vom „Logos“ differenzieren?

> Leben wir in einer mythischen oder logischen Welt?
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30. September '10

Postmoderne und Gartenkunst:
Facetten der Gestaltung

Der Begriff der Postmoderne verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein Verhältnis zur >Moderne< begibt.“ Dabei kommen diesem Begriff höchst unterschiedliche Bedeutungenzu. So „verweist er zunächst auf die Entwicklungen in den Künsten, die sich von der klassischen Moderne und den historischen Avantgarden fortbewegen.“ Diese Entfernung von den Idealen der klassischen Kunst wird vor allem im Bereich der Architektur und Literatur, als auch in Film, Theaterkunst und Musik deutlich.

> Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur
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26. September '10

Von Nietzsche zum Liberalismus

Die letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren Widersprüchen langsam in die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce Homo, enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich einmal an meinen Namen die Erinnerung an etwas Ungeheures anknüpfen, – an eine Krisis, wie es keine auf Erden gab, an die tiefste Gewissens-Collision, an eine Entscheidung gegen alles, was bis dahin geglaubt, gefordert, geheiligt worden war.“ Dies wahnhafte Erleben löst heute Befremden, höchstens Bedauern aus, man kennt die Gefahren des sich vereinsamenden Denkers, Soziologen sprechen gern vom „Wahnsinn des Selbstseinwollens“

> Von Nietzsche zum Liberalismus
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

25. September '10

Die Welt als Wille:
Schopenhauer zum 150.

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen seiner Philosophie Ausdruck. Wie Nietzsche wird Schopenhauer, der um seinen philosophischen Auftrag wußte, die akademische Lehrbahn versagt. Ein Versuch in Berlin nach dem Tod Hegels dessen Professur zu übernehmen, mißlang. Der in Danzig geborene und in seiner Wohnung in Frankfurt/Main verstorbene Schopenhauer begreift sich einerseits als Vollender des kantischen Systems, andererseits steht er in der vorkantischen Tradition des Platonismus.

> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)> Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

24. September '10

Was ist ein Individuum?

Die Philosophie des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.) ist in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu Grundfragen der Metaphysik, der philosophischen Anthropologie und auch der Ethik anerkannt worden. Dabei hat gerade auch das Phänomen der menschlichen Individualität einige Aufmerksamkeit gefunden, dessen Realität Plotin fraglos anerkennt, das aber im Rahmen einer neuplatonischen, das Eine über das Viele stellenden Metaphysik nicht leicht zu erklären ist.

> Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

22. September '10

Welche Macht hat die Philosophie?

Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der Zeitschrift Merkur stellt Karl-Heinz Bohrer im Juli 2010 die resignativ anmutende Frage: „Welche Macht hat die Philosophie heute noch?“ Ebenso kreist Peter Sloterdijks neues Buch, das aus einer Tübinger Vorlesung vom Sommer 2009 hervorgegangen ist, um dieses Problem, hat aber gegenüber Bohrer den didaktischen Vorteil, zunächst große Mühe auf die Beantwortung der Frage „Was ist Philosophie?“ zu verwenden.

> Die Prekarität der Philosophie
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

22. September '10

Zur Ästhetik der Musik:
Von der Antike zur Gegenwart

Richard Wagner hat in Auseinandersetzung mit der Antike „ein Ideal für [s]eine musische Kunstanschauung“ herausgearbeitet. Im Unterschied zur vorangegangenen Operntradition, mit der er brechen wollte, sollte bei seinen Musikdramen der ethisch-rituelle Gehalt eine zentrale Rolle spielen. Auf diese Weise wollte er auch eine kulturelle Revolution auslösen. Seine Intentionen hinsichtlich der ethischen Bedeutung von Musikdramen waren jedoch durchaus analog zu denen der Erfinder der Oper, die diese am Ende des 16. Jh. in Florenz auf der Basis einer intensiven Auseinandersetzung mit der antiken Musikphilosophie entwickelten.

> Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie
Philosophie und Wissenschaft Artikel lesen

01. September '10

Michel Serres' Bekenntnis
zum Unpolitischen

Der französische Professor für Philosophie Michel Serres, der auch in Stanford lehrte, bekennt in der "Süddeutschen Zeitung", daß er kein Interesse daran habe, mit Dinosuariern zu spielen. Der Autor von "Der Parasit" ist sich dahingehend sicher, daß sich die Welt derart verändert hat, daß die politischen Institutionen dagegen wie Dinosaurier wirken. Die Kluft zwischen politischer Welt und Wirklichkeit sei so derart groß, daß man sich die Beschäftigung mit der Politik restlos verkneifen kann, da sich die wahren Dinge ohnehin nicht in dieser ereigneten. Auch wiederholte Serres seinen Vorschlag, daß die Naturelemente den Status einer juristischen Person erhalten sollten, denn dann könnte das Meer, wie bei der Ölpest im Golf von Mexiko, den BP-Konzern verklagen. Der Philosoph ist sich auch sicher, daß er mit seinen Thesen auf Spott stößt, aber die Machtlosigkeit, mit der die Politik auf die Katastrophe reagierte, zeigt mit Nachhaltigkeit, daß man in einem derartigen Fall anders denken müßte.

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18. Juli '10

Der Philosoph des Politischen

Richard Hooker war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer und Matthew Parker das Denken der anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws Of Ecclesiastical Polity”, wo er sich mit der anglikanischen Kirchenverfassung auseinandersetzte, breitet er seine Gedanken zur politischen Theorie aus. Zu seinen Lebzeiten sind davon die Bücher I-IV (1593) und V (1597) erschienen. Hooker vertritt einen Gesetzesbegriff, der die Natur als göttliche Schöpfungsordnung und die von den Menschen selbst geschaffenen weltlichen und geistlichen Ordnungen umfasst

> Die politische Philosophie Richard Hookers
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Naturwissenschaft des Geistes - Teil 3 - Ursprung des Willens

(Hans Sixl)

So wie sich der menschliche Geist evolutionär entwickelt hat, so haben sich auch seine Lernfähigkeit, sein Wissen und sein Wille, mit dem er kreativ seine Ziele verfolgt, nach den Prinzipien von Ursache und ...

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Martin Heideggers Begründung der Physik als mathematische – und nicht empirische – Wissenschaft

(Susanne Weiß)

Durch vorliegenden Text wird verdeutlicht, warum der deutsche Philosoph Martin Heidegger die Physik nicht empirisch, sondern mathematisch begründet sieht. Somit wird – in erkenntnistheoretischer Hinsicht – die Frage beantwortet, inwieweit die Physik von ...

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Niklas Luhmanns funktional-strukturelle Systemtheorie

(Susanne Weiß)

Die Entstehungs- und Funktionsweise sozialer Systeme Der Systemtheoretiker Niklas Luhmann zeichnet anhand des Textes ,,Interaktion, Organisation, Gesellschaft. Anwendungen der Systemtheorie“ – quasi als Gegenpol zur pessimistischen Diagnose Adornos/Horkheimers innerhalb der ...

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Naturwissenschaft des Geistes – Historisches

(Hans Sixl)

Der Geist des Menschen ist das zentrale Thema der Geisteswissenschaften. Er zählt auch heute noch zu den ungelösten Rätseln der Menschheit, weil er sich dem direkten experimentellen Nachweis entzieht. Erst in den letzten ...

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Norbert Blüm: Zurück ins Neandertal?
Ein Plädoyer für den Schutz von Ehe und Familie

(Norbert Blüm)

Eine der schönsten Geschichten von der Liebe zwischen Mann und Frau wird in Platons Symposion erzählt. Einst lebten die Menschen als „Mannweiber“ unentschieden nach Geschlecht. Die „Mannweiber“ waren mächtige Wesen; „an Kraft und ...

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Hugo Grotius‘ politische Philosophie

(Michael Lausberg)

Der niederländische Theologe und Jurist Hugo Grotius hatte mit seinem Werk „De jure belli ac pacis libri tres“ einen weitgehenden Einfluss auf die spätere Formulierung des internationalen Rechtes.[1] Dabei wurde er durch den Achzigjährigen ...

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Christoph Martin Wieland – Zum 200. Todestag

(Stefan Groß)

Kaum ein Denker prägte seine Zeit nachhaltiger als Christoph Martin Wieland, kaum einer entrückte unverdientermaßen so schnell wieder in die Vergessenheit wie der einstmalige Dichter des Rokoko, der Libretto-, Operndichter, der am 20 ...

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Ein großer Zwerg mit Glatzkopf und vollem Haar

(Heike Geilen)

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Naturwissenschaft des Geistes – Teil 2 - Der Geist, der Informationen verarbeitet

(Hans Sixl)

Der denkende menschliche Geist stellt evolutionär die vorläufig höchste Stufe des Geistes dar, die in einer endlosen Kausalkette aus jeweils anderen Vorformen des Geistes entstanden ist. Mit ihm führt der Mensch ein geistiges ...

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Naturwissenschaft des Geistes - Teil 1 - Der Geist als unsichtbarer Akteur

(Hans Sixl)

Der menschliche Geist ist seit Jahrtausenden eine nahezu exklusive Domäne der Philosophie und Theologie, was in der Bezeichnung Geisteswissenschaften zum Ausdruck kommt. Im Gegensatz zu ihnen befassen sich die Naturwissenschaften erst neuerdings mit ...

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Über Antworten, die Fragen bleiben

(Christian J. Grothaus)

Vor rund 100 Jahren war es für die klassische Wissenschaft an der Zeit, das deterministische Weltbild zu begraben, denn die Unschärferelation verdeutlichte, dass man Ereignisse nicht exakt bestimmen kann. Im Text „Quantenmechanik und ...

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Die Konstitution von Gefühlsräumen - Untersuchungen zur Macht kollektiven Stimmungen

(Georg Zetlmeisl)

1. Einleitung Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Analyse gesellschaftlicher Ordnung wie sie Ernst Bloch in seinem Schrift ‚Erbschaft dieser Zeit‘ von 1935 entwickeln hat und sucht diese für die Anwendung ...

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Ist Gott ohne Transzendenz denkbar?

(Hans Sixl)

Vorbemerkungen Wenn der Ursprung unseres Universums alle göttlichen Eigenschaften aufweist, dann ist das Universum nicht durch einen transzendenten Gott, sondern aus einem immanenten Gott entstanden, der ebenfalls wandlungsfähig ist. Die naturwissenschaftliche Erfahrung lehrt uns, ...

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Zarathustra übersteht Parsifal, Das Dunkel des gelebten Augenblicks oder Die Geburt verschiedener Tragödien

(Heike Geilen)

"Wir waren Freunde und sind uns fremd geworden. Aber das ist recht so und wir wollen's uns nicht verhehlen und verdunkeln, als ob wir uns dessen zu schämen hätten. Wir sind zwei Schiffe, ...

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Le fouk’s en face du filou

(Georg Zetlmeisl)

Zum Geleit – mehrere Gesichter – zwei Körper – Geschichten – Freundschaft – Askese – die Sucht des Sehnens – die Sättigung der Schrift – Eros – Machtansprüche – sich entziehen ...

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Levinas: la phenomenologie et l’anthropologie de l’altérité intersubjective

(Jean A. García González)

La philosophie de Levinas est une intensification progressive de l'intention d’autre, propre de la volonté humaine; et ainsi une exigeante appel a la justice jusqu'á la fin de la sainteté. On est ...

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Von der tätigen Freiheit -
Der „Erasmier“ Ralf Dahrendorf

(Karl-Heinz Hense)

"... ich sehe mich als einen Radikalliberalen, für den die sozialen Anrechte des Staatsbürgers eine ebenso wichtige Voraussetzung des Fortschritts sind wie die Wahlchancen, die sich aus Innovationsgeist und Unternehmerinitiative ergeben."[1] ...

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Das Eliasson Alphabet oder: Eine Spielanleitung für Raum und Zeit

(Christian J. Grothaus)

Nach der mittlerweile ausverkauften limitierten „Art Edition“ (200 Stück) hat sich der Taschen-Verlag entschlossen, eine auf 21x26 cm geschrumpfte Ausgabe der „Enzyklopädie des Studio Olafur Eliasson“ auf den Markt zu bringen. Das Buch ...

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Arthur Rimbaud – Moloch der Einsamkeit

(Shanto Trdic)

„It was not fear or dread, it was a nothing that he knew too well. It was all a nothing and a man was nothing too.” Ernest Hemingway; Winner ...

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Methoden des Philosophierens und Unterrichtsmethoden

(Jonas Pfister)

Gibt es eine dem Fach Philosophie eigene Unterrichtsmethode? Diese Frage ist weniger wichtig, als sie zunächst vielleicht erscheinen mag. Denn kennt man allgemeine Unterrichtsmethoden, die sich auch im Philosophieunterricht einsetzen lassen, so spielt es ...

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Irrte Kant?

(Hans Sixl)

Wissen basiert auf sinnlicher Wahrnehmung. Und real ist nur, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Diese beiden Statements hörte ich vor zwei Tagen in einer Radiosendung unter Bezug auf den Philosophen Immanuel ...

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"Alles wird besser, aber nichts wird gut." (Werner Karma)

(Heike Geilen)

"In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt, vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die Vernunft zu gebrauchen. Aber was ...

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"Wir müssen wissen, wir werden wissen" - Ein Experiment mit Ideen

(Heike Geilen)

Eines der beeindruckendsten Fresken, die der römische Renaissancemaler Raffael geschaffen hat, findet man in den Stanzen des Raffael, im Apostolischen Palast in der Vatikanstadt: "Die Schule von Athen". Der Titel ...

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Marie Jean Antoine Nicolas Caritat de Condorcet
Geschichte als Fortschrittsoptimismus

(Ingrid Groß)

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Kant und der Sozialstaat – Eine rechtsphilosophische Untersuchung zur normativen Basis von Kants ‚Rechtslehre’.

(Burkhard Kühnemund)

1.Einleitung Es gib gute, wenn nicht sogar zwingende Gründe, die bisher vorherrschenden Interpretationen von Kants Eigentumstheorie zu revidieren. So soll aufgezeigt werden, dass Kants Moral-, Rechts- und Staatsphilosophie sehr wohl ...

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Gott und Naturwissenschaften - Auf der Suche nach Gott

(Hans Sixl)

Abstract Der Wissenszuwachs der Naturwissenschaften der letzten Jahrzehnte erlaubt es uns heute, auch geisteswissenschaftliche Aussagen anhand von experimentellen Fakten zu überprüfen. Mit den Erkenntnissen der modernen Kosmologie, der Genetik und der Informatik kann ...

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Natural Theology Revisited:
A Scientific Approach to the Question of God

(Kurt Bangert)

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Zur Definition Gottes - aus naturwissenschaftlicher Sicht

(Hans Sixl)

Abstract Klare und eindeutige Definitionen aller verwendeten Begriffe stellen die Voraussetzung für jede sinnvolle Kommunikation und für jede fundierte wissenschaftliche Arbeit dar. Dies gilt insbesondere für die Frage nach Gott, bei der ...

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Geist und Leben aus naturwissenschaftlicher Sicht

(Hans Sixl)

Abstract Physical and mental life is only possible by processing of information and this is done by a spirit. The origin and the development of different spirits defined this way, responsible for ...

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160 Jahre „Das Wesen des Christentums“

(Michael Lausberg)

Ludwig Feuerbachs These, dass die sterblichen, beschränkten Menschen nach Vollkommenheit streben und deshalb eine Macht kreieren, die diese fehlenden Eigenschaften besitzt, hat in Zeiten der beherrschenden Stellung der christlichen Dogmatik in der BRD nichts ...

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Der Mensch als Untertan

(Robert Lembke)

Zum Begriff der Subjektivierung bei Michel Foucault Robert Lembke

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John Miltons politische Theorie

(Michael Lausberg)

Biographische Notizen John Milton (9.12.1608-8.11.1674) war ein englischer Dichter und Staatsphilosoph. Milton wurde im Elternhaus und später im Christ College der Universität Cambridge streng puritanisch erzogen.[1] Er widersetzte sich dem Wunsch seines ...

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Wille und Freiheit zwischen dem ewigen Mögen Schellings und dem Wille zur Macht Nietzsches

(Emilio Carlo Corriero)

Einleitung Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend, gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, ...

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´Sprich dein Wort und zerbrich!´ - Über Friedrich Nietzsche

(Shanto Trdic)

„Mein ganzes Leben hat sich vor meinen Blicken zersetzt: dieses ganze unheimliche verborgen gehaltene Leben, das alle sechs Jahre einen Schritt thut und gar nichts weiter will als diesen Schritt: während alles übrige, allgemeine menschliche Beziehungen, ...

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Von der Tugend der Gerechtigkeit zur Gerechtigkeit des Marktes – Der Widerspruch von religiöser Hoffnung und politischer Analyse in Adam Smith Theorie des freien Marktes

(Burkhard Kühnemund)

Einleitung Gemeinhin wird unter dem Adam Smith-Problem der Widerspruch zwischen der auf Sympathie gegründeten‚Theorie der ethischen Gefühle’ und dem auf Eigeninteresse beruhenden ‚Wohlstand der Nationen’ verstanden.Auch wenn Sympathie nicht mit altruistischem Handeln gleichzusetzen ...

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Interview mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – Die Zukunft der Philosophie

(Julian Nida-Rümelin)

Die Tabula Rasa hat auf dem XXII. Kongress für Philosophie der Deutschen Gesellschaft für Philosophie mit ihrem Präsidenten, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D., gesprochen.

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Julian Nida-Rümelin –
Die „Welt der Gründe“

(Julian Nida-Rümelin)

Herr Professor Nida-Rümelin, Sie haben als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie dem diesjährigen Kongress das Thema „Welt der Gründe“ vorangestellt. Warum sollten wir 2011 darüber reflektieren und was ist diese „Welt der Gründe“? ...

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Camus’ Tod oder Nichts scheint trügerischer als Tatsachen

(Steffen Dietzsch)

Eine Tatsache ist eine Tatsache – denkt man kurzschlüssig … Sie scheint zunächst fest umrissen, handgreiflich, verlässlich, man kommt eine zeitlang gut mit ihr voran, aber dann – kurz vor dem Gipfel (ihrer ...

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Nach dem Bankrott

(Jürgen Habermas)

Der Privatisierungswahn ist an sein Ende gekommen. Nicht der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig: Ein Gespräch mit dem Philosophen Jürgen Habermas über die Notwendigkeit einer internationalen Weltordnung

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Kolonialisierung - neu betrachtet
Aspekte einer Philosophie der technologischen Zivilisation

(Walther Ch. Zimmerli)

Der Felsen, an den unser Denken geschmiedet ist Wenn es um das Verhältnis von Kolonialisierung und Aufklärung geht, gibt im 20. Jahrhundert der bekannte Eröffnungssatz der Dialektik der Aufklärung den Ton ...

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Der Utilitarismus des Peter Singer

(Nathan Warszawski)

Der australische Philosoph Peter Singer erhält den Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Der Festakt zur Preisverleihung findet am Freitag, 3. Juni 2011, in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main statt. Peter Singer wird ...

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Die Metaphysik David Humes

(Frank Stäudner)

Einleitung Das Kernstück der Erkenntnistheorie des schottischen Philosophen David Hume (1711-1776) ist die Kausalanalyse: die Untersuchung über Art und Weise, wie kausale Verknüpfungen zwischen Ursachen und Wirkungen hergestellt werden. Daß diese hergestellt werden ...

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Ethnizitäts-Kontroverse - zwischen konstruierter Objektivität und subjektivem Konstrukt

(Philipp Legrand)

Zusammenfassung Der Artikel widmet sich der Ethnizitäts-Diskussion und beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen objektivistischer und konstruktivistischer Interpretationen ethnischer Erscheinungen. Defizite beider Erklärungsansätze werden dargestellt und auf integrative Konzepte, die sowohl objektivistische als auch konstruktivistische Elemente ...

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Die ethischen Vorstellungen von G.H. Mead

(Michael Lausberg)

1) Einleitung George Herbert Mead (1863-1931) war bis zu seinem Tode Professor für Philosophie und Sozialpsychologie an der Universität Chicago. Beeinflusst durch die Evolutionstheorie Darwins verstand Mead das Bewusstsein des Menschen als evolutionäres Projekt ...

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Georg Büchner und der Idealismus

(Michael Lausberg)

1. Einleitung In der Abhandlung wird die Frage untersucht, wie das Verhältnis Georg Büchners, der trotz seines frühen Todes als einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller gilt, zum Idealismus war. Der ...

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Nachhaltigkeit – über die „fast“ ausweglosen Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Diskurses.

(Günter Altner)

Verantwortung zwischen Diskurs und Erfolg. Philosophische und wirtschaftsethische Perspektiven

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Walther Ch. Zimmerli: Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen

(Walther Ch. Zimmerli)

Die ewige Wiederkehr der Intellektuellen1 Die Intellektuellen, immer wieder einmal totgesagt, leben noch. Zumindest sieht es für die Betrachter der deutschsprachigen Szene so aus, auch wenn einige behaup­ten, dass ...

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Moral und Politik

(Dietrich Böhler)

Geneigte Leser, zumal Günter Altner, haben vorgeschlagen, diesen Handbuchartikel aus dem „Lexikon des Sozialismus“, hg. von Thomas Meyer u.a., Bund-Verlag, Köln 1986, zur Diskussion zu stellen. Das geschieht hier in leicht bearbeiteter Form – und erweitert durch den energiepolitischen Passus aus Helmut Schmidts Bilanz „Ausser Dienst (2008). Fortgesetzt wird so die Konfrontation von politischer Dialogethik, in deren Perspektive der Artikel verfaßt ist, und der, sich als verantwortungsethisch verstehenden, Politik des hochgeachteten Bundeskanzlers a. D. Helmut Schmidt. Ein Denk- und vielleicht Lehrstück zur politischen Ethik ...

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EUROPAS WERTEINDUSTRIE -
Der Ausverkauf europäischer Tugenden

(Lisz Hirn)

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Sigmund Freuds Zukunftsillusionen

(Siegmar Faust)

Ein paar Vorworte Religionskritiken, sowohl gegen ihre ideellen als auch praktischen Grundlagen, werden so alt sein wie die schriftlich fixierten Religionen. Sigmund Freud dürfte sowohl die subtile Kritik Ludwig Feuerbachs (1804-1872), die zerset­zende ...

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Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß (Teil II)

(Robert Spaemann)

Stefan Groß: Wie läßt sich Ihrer Meinung nach der zunehmende Werterelativismus stoppen? Benedikt XVI. plädiert für eine Überordnung der Ethik über die Politik. Wie stehen Sie dazu? Prof. Dr. mult. Robert Spaemann: ...

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Über Glauben und Wissen, Gott und Moderne - Robert Spaemann im Gespräch (Teil I)

(Robert Spaemann)

Inwieweit spielt die neuplatonische Philosophie mit ihren Lehren von den drei Wesenheiten innerhalb Ihres christlichen Denkens eine prägende Rolle? Kann man mit diesem Denken heutzutage noch philosophieren? Da stecken schon in ...

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Der Universalitätsanspruch der Diskurspragmatik und die relativistische Selbstgefährdung der pragmatischen Wende oder des „dritten Paradigmas“.

(Dietrich Böhler)

Die Berliner Diskurspragmatik fiel nicht vom Himmel. Nicht allein, daß sie auf meinen Ansatz einer Philosophie und Theorie der Rechts- und Sozialwissenschaften als kritische Reflexion bzw. als transzendentalphilosophische Theorie des Sozialen (1970 und ...

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Das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg/Saale

(Andreas Urs Sommer)

Zur Eröffnung am 14. Oktober 2010

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Finanzkrise und Neue Ökonomien

(Bernd Villhauer)

Herbsttagung des Darmstädter „Instituts für Praxis der Philosophie“ beschäftigte sich mit Wirtschaftsfragen

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Erinnern, Glauben und Wissen

(Herbert Schnädelbach)

In Ihrem Grundkurs zur Philosophie, den Sie herausgegeben haben mit Ekkehard Martens, da gehen Sie von den kantischen Fragen aus. Sie zitieren Kant: „Alles Interesse meiner Vernunft – das spekulative ...

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Radikalismus auf leisen Sohlen

(Robert Lembke)

Bernd-Olaf Küppers, Wissen statt Moral. Fünf Thesen zur Wissensgesellschaft, Köln: Fackelträger-Verlag 2010, 192 S.

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Postmoderne Ästhetik - Das Verhältnis von Ästhetik, Kunst und Natur

(Stephanie Schmidt)

1.Einleitung Der Begriff der Postmoderne verdeutlicht einen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sichtbar gewordenen kulturellen Wandel. „Schon die Konstruktion des Terminus gibt aber zu erkennen, dass sich >Postmoderne< in ein ...

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Wahrheit oder Spiel - Philosophische Probleme der Mathematik

(Thomas Rießinger)

Obwohl vermutlich jeder Leser im Laufe seines Lebens mehr als einmal mit Mathematik konfrontiert wurde – sei es als Schüler, der sich mit mehr oder weniger Begeisterung an mathematischen Aufgaben abmüht, oder als ...

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Was sollen wir jetzt tun?

(Lisz Hirn)

“Die Welt [...] besteht im wesentlichen aus Dingen, die Gebilde von Menschenhand sind; und diese Dinge, die ohne den Menschen nie entstanden wären, sind wiederum die Bedingung menschlicher Existenz. Die Menschen leben also ...

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Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (II.)

(Stefan Groß)

Fortsetzung von Teil I Vom rationalen Standort aus gesehen ist nicht zu erklären, warum ein Mensch mit einem anderen Mitleid empfindet. Rationalen und zweckbestimmten Vorstellungen steht das Mitleid quer. Ein kategorischer Imperativ ...

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Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung (I.)

(Stefan Groß)

Einleitung Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) zählt heutzutage – neben Nietzsche – zu den meist gelesenen Autoren. Die Klarheit der Sprache, die Eindeutigkeit der Formulierungen und die Argumentation verleihen seiner Philosophie Ausdruck. ...

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Einige Überlegungen zur antiken und modernen Musikphilosophie

(Stefan Lorenz Sorgner)

In memoriam Vincenzo Galilei Es ist schwer, sich deutlich vorzustellen, in welcher Art die Musik von je ihre besondere Macht der Erscheinungswelt gegenüber äußerte. Uns muß es dünken, daß die Musik der ...

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Die Prekarität der Philosophie

(Robert Lembke)

Wenn man den geistigen Autoritäten und Inhabern der kulturellen Deutungshoheit Glauben schenken darf, so ist etwas im Begriff, an sein Ende zu gelangen – oder es ist schon zu Ende. In der ...

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Hans Jonas – Zum hundertsten Geburtstag

(Stefan Groß)

Der Philosoph Hans Jonas zählt in unserem Jahrhundert zu denjenigen bedeutsamen Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen stehen. Jonas ist analytischer Philosoph, der einerseits von den Errungenschaften der Kantischen Philosophie ausgeht, andererseits als ...

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Deskriptive Zugänge zur Seele nach Wilhelm von Ockham

(Romy Schmidt)

I Dass Autoritäten fehlbar sind, steht außer Zweifel, es sei denn, so Ockham, man argumentiere von der Autorität desjenigen her, der sich nicht täuscht noch täuschen lassen kann. Entsprechend folge nicht ‚Aristoteles hat ...

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Arabische Philosophie im Mittelalter

(Michael Lausberg)

1)Einleitung Im arabischen Raum existierten parallel zur christlichen Scholastik verschiedene Philosophen, die auf die griechische Philosophie zurückgriffen. Die arabische Philosophie besaß aufgrund der Tatsache, dass über die vollständigen Schriften des Aristoteles ...

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Asymmetrische Dialektik?
Bemerkungen zum Umgang mit der Subjekt-Objekt-Dichotomie bei Theodor W. Adorno und Bruno Latour

(David Kaeß)

„Wann also trifft die Seele die Wahrheit? Denn wenn sie mit dem Leibe versucht, etwas zu betrachten, dann offenbar wird sie von diesem hintergangen. […] Und sie denkt offenbar am besten, wenn nichts ...

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DIE REVOLTE GEHT WEITER

(Lisz Hirn)

„Über den Nihilismus hinaus bereiten wir alle in den Ruinen eine Renaissance vor. Doch wenige wissen es.“ Zum 50. Mal jährt sich heuer der Todestag Albert Camus´. Was von der Revolte übrig ...

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Die politische Philosophie Richard Hookers

(Michael Lausberg)

Richard Hooker (März 1554 – 3 11. 1600) war ein anglikanischer Priester, der zusammen mit Thomas Cranmer[1] und Matthew Parker[2] das Denken der anglikanischen Kirche wesentlich mitbestimmte. In seinem Werk „Of The Laws ...

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Nietzsche on Facebook? - Postmoderne Welten des Philosophierens

(Lisz Hirn)

Hand auf´s Herz: Sind Sie bei Facebook? Haben Sie einen persönlichen Account, den Sie regelmäßig nutzen, um neue Freunde zu „adden“ und sich zu „connecten“? Auch die Philosophie nimmt teil am postmodernen Reigen ...

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Von Nietzsche zum Liberalismus

(Robert Lembke)

Die letzte Schrift Nietzsches, bevor er von seinen inneren Widersprüchen langsam in die geistige Umnachtung gerissen wird, Ecce Homo, enthält den berühmten Passus: „Ich kenne mein Los. Es wird sich einmal an meinen Namen ...

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Was ist ein Individuum? Einheit, Individualität und Selbstbewußtsein in Plotins Metaphysik der Seele[1]

(Christian Tornau)

1. Einleitung Die Philosophie des griechischen Neuplatonikers Plotin (205-270 n. Chr.) ist in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt als originärer Beitrag zu Grundfragen der Metaphysik, der philosophischen Anthropologie und auch der Ethik anerkannt worden. ...

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Die Vorstellungen Platons von Krieg und Frieden

(Michael Lausberg)

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Die Geschichte des Begriffs der Toleranz

(Michael Lausberg)

1 Einleitung Der lateinische Begriff der tolerantia wurde von Martin Luther als „Tollerantz“ in die deutsche Sprache übertragen. Der Autor geht in der nachfolgenden Untersuchung von folgender Definition aus:i „Toleranz ...

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Die Aufgabe des Denkens und das Geviert

(Alejandro Rojas Jiménez)

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Zur Rolle von Moral und Ethik in der modernen Gesellschaft

(Geraldine Ermisch)

Im Kapitel zehn „Die Moral der Gesellschaft: Paradigm Lost“ aus Reese-Schäfers „Niklas Luhmann: Zur Einführung“ erläutert der Autor den Standpunkt des Soziologen Luhmann in Hinblick auf die Rolle von Moral und Ethik in ...

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Theodicy shading off into Anthropodicy in Milton, Twain and Kant

(Karim Akerma)

Antinatalism as Eve’s Escape Route in the Face of Wrongful Creation, Unrequested Existence and the Evil of Freedom

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Leitbilder der philosophischen Entwicklungsphase Bakunins

(Michael Lausberg)

Im Jahre 1835 quittierte Bakunin seinen Dienst als Leutnant in der russischen Armee und wechselte an die Universität Moskau.[1] Hier lernte er den jungen Dichter Nikolay W. Stankjewitsch kennen, von dem er seinen ersten ...

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Die Angst vor der Technik

(Teresa Tammer)

Kann bessere Wissenschaft die Angst vor der Technik überwinden?

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Nietzsche: "Vom Freigeist zum Übermenschen"

(Lisz Hirn)

Friedrich Nietzsche diskutiert in seiner Philosophie zwei anthropologische Ideale, die chronologisch eindeutig voneinander unterscheidbar sind: Der Philosoph konstruiert zum einen in seinen „frühen“ Werken das Ideal des „freien Geistes“, zum anderen erörtert er in ...

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Philosophische Aspekte der Gartenkunst am Beispiel des Wörlitzer Parks

(Stefan Groß)

Abstract Wie in vielen englischen Gärten der damaligen Zeit, wurde auch im Wörlitzer Gartenreich die regelmäßig-barocke Anordnung der Natur zugunsten des freien Spiels der freien Formen aufgehoben. Die Natur wurde ...

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Die Ausnahme. Zum 50. Todestag von Albert Camus

(Robert Lembke)

Heute vor 50 Jahren war die Welt mit einem Male ärmer geworden. Von ihr gegangen war Albert Camus, gestorben bei einem Autounfall mit seinem Verleger Gallimard, als dieser ihm seinen ...

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Schopenhauer: Kunst und Wille

(Lisz Hirn)

...

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"Basedow und das Dessauer Philanthropin"

(Michael Lausberg)

Rousseaus pädagogische Gedanken haben in der europäischen Geisteswelt außerordentlich gewirkt, am tiefsten aber wohl in Deutschland.[1] Sie förderten vor allem jene schulreformatorischen Bestrebungen der deutschen Aufklärung, die sich um 1770 in dem Kreise der ...

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Schopenhauer

(Peter Sloterdijk)

Schopenhauer ist der erste Denker ersten Ranges gewesen, der aus der abendländischen Vernunftkirche ausgetreten ist. Neben Marx und den Junghegelianern war er derjenige, der den revolutionären Bruch im Denken des 19. Jahrhunderts in ...

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Zum Tode von Claude Lévi-Strauss – Ein Rückblick

(Michael Lausberg)

Claude Lévi-Strauss, der „wohl bedeutendste Ethnologe des 20. Jahrhunderts“[1], verstarb am 30. Oktober 2009 in Paris. In seinen Forschungen entwickelte er die ethnologische Methode des Strukturalismus weiter, insbesondere zur Analyse der Verwandtschaftssysteme und Denkformen der ...

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Die Stellung des Subjekts bei Foucault und Habermas

(Markus Paulus)

Zusammenfassung The query for the nature of human subjects, their position between social forces and self-determined agency has been a topic of philosophy and social theory since their origins. This paper confronts ...

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Die Resonanz des gobinistischen Rassen­begriffs bei Wagner und Nietzsche

(Michael Lausberg)

Einleitung Der Grundinhalt des Rassismus, d.h. eine Über- oder Unterlegenheit einer bestimmten Menschengruppe gegenüber einer anderen, die als Abstammungs- oder Fortpflanzungsgemeinschaften mit „artgleichen“ physischen, psychischen und charakterlichen Eigenschaften aufgefasst wird, ist wahrscheinlich ...

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Ist der Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation gescheitert? - Eine kritische Besprechung von Hans Jonas‘ „Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation.“

(Geraldine Ermisch)

In Hans Jonas’ ethischem Hauptwerk Das Prinzip Verantwortung, Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation erklärt der Autor die Grundzüge und Eigenschaften traditioneller Ethikformen und verdeutlicht, welche neuen Anforderungen eine der heutigen technisierten ...

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Das Epiphänomen des Bewußtseins

(Borislaw Wankow)

Ich verstehe das Bewußtsein nicht. Ich habe nichts Ver­nünftiges oder Intelligentes darüber zu sagen. (Der große Evolutionsbiologe John Maynard Smith im Gespräch mit Robert Wright1) Stuart: Was ist Bewußtsein? Al: ...

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Das ökonomistische Projekt der Macht im Spiegel der Systemkrise - Eine Analyse, Kritik und Polemik zur politischen Rollenidentität

(Ulrich Büchler)

„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“[1] „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von ...

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Deleuzes Hegel-Kritik

(Stefan Groß)

I. Einleitung Gilles Deleuzes Denken ist spannungsreich und abwechslungsvoll, nicht umsonst plädiert er in seinem Hauptwerk Differenz und Wiederholung letztendlich dafür, daß ein Buch entweder wie ein Kriminal- oder wie ein Science-Fiction-Roman geschrieben ...

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Christentum und Repräsentation

(Gonsalv K. Mainberger)

Die christliche Religion ist, wie die anderen Buchreligionen, ein Repräsentationssystem. Spezifisches Merkmal ist die „Gottesperspektive“[1], ein Blickwinkel, der den Religionsausübenden zwar von einer fremden Instanz auferlegt und überantwortet ist, von ihnen aber im Zuge ...

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Die Philosophie des Konfuzius

(Michael Lausberg)

1) Einleitung Die auf Konfuzius zurückgehende, neben Daoismus und Buddhismus ein­flussreichste philosophische Geisteshaltung in China und Ostasien ist der Konfuzianismus, der in China seit der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) ...

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Ethik als TÜV der Religionen

(Jakob A. Bertzbach)

Interview vom 24.04.09 mit dem Berliner Ethikdozenten Jakob A. Bertzbach zu Ethik, Religion und Volksabstimmungen

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Die Funktion der Religion und die Autonomie der Politik

(Volker Gerhardt)

Braucht die demokratische Gesellschaft Religion? SPD-Bundestagsfraktion und Arbeitskreis Christen in der SPD Berlin, Bundestag, 13. März 2009

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Correctness. Über Moral als Mittel der Meinungskontrolle

(Hermann Lübbe)

Hermann Lübbe: „Die Herrschaft von Correctness - Regeln fixiert partielle Realitätsverluste“. „Correctness“ gilt im englisch angereicherten Neudeutsch als Neologismus für die uns angesonnene Beachtung moralisch qualifizierter Verhaltensregeln von öffentlicher Relevanz. In dieser ...

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Rudolf Eucken und der Idealismus. Deutsche Weltanschauung nobelpreisgekrönt.

(Hermann Lübbe)

Professor Dr. Dr. hc. Hermann Lübbe zählt zu den einflußreichsten Philosophen in der Bundesrepublik. Zuletzt sind von ihm folgende Bücher erschienen: Vom Parteigenossen zum Bundesbürger. Über beschwiegene und historisierte Vergangenheiten. München, 2007; Die Zivilisationsökumene. Globalisierung kulturell, technisch und politisch. München, 2005; Religion nach der Aufklärung. München, 2004; Modernisierungsgewinner. Religion, Geschichtssinn, Direkte Demokratie und Moral. München, 2004.

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Kritische Anmerkungen zu Bernd Ehlerts Kritik: „Der Denkfehler und die Inhumanität der „Neuen Atheisten“ um Richard Dawkins.“

(Notker Gloker)

Erschienen in: TABVLA RASA, Die Zeitung für Mitteldeutschland. Ausgabe 30. Oktober 2007.

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Was heißt Frausein?

(Heike Geilen)

Hans-Martin Schönherr-Mann Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht Dtv (November 2007) 238 Seiten, Taschenbuch ISBN-10: 3423246480 ISBN-13: 978-3423246484 Preis: 14,50 EURO

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Samuel von Pufendorfs politische Philosophie

(Michael Lausberg)

1. Einleitung Samuel von Pufendorf war der führende Staatstheoretiker im Deut­sch­land des aufgeklärten Absolutismus. Neben staats- und völker­rechtlichen Schriften verfasste er als Historiograph für die Regenten von Brandenburg und Schweden geschichtliche Werke. ...

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Probleme der Induktion und Deduktion

(Borislaw Wankow)

Zusammenfassung: Es werden Induktion und Deduktion bzw. Verifikation und Falsifikation als vermeintlich grundlegende Verfahren für die Begründung der Wissenschaft und damit den Erkenntnisgewinn untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf der Kritik von Karl Poppers wissenschaftstheoretischen Ansichten. Dabei ...

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VIDAY REFLEXION EN EL PENSAMIENTO ANTIGUO: PLOTINO Y PSEUDO DIONISIO AREOPAGITA

(Stefan Groß)

Junto a la filosofía de Platón y Aristóteles fue especialmente el Neoplatonismo, el que influenció sistemáticamente la filosofía cristiana de occidente. Por un período de mil años las preguntas planteadas por el platonismo ...

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Lebenswelt und Wissenschaft

(Alejandro Rojas Jiménez)

Es hat neulich eine Sitzung in Heidelberg stattgefunden, wo besprochen wurde, worin das wissenschaftliche Phänomen spezifisch besteht. Sollte die Intuition des Wiener Kreises richtig sein, dann würde die Suche nach dem Spezifischen des wissenschaftlichen ...

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Philosophie auf dem „Holodeck“ – wie könnte sie aussehen?

(Ralf Beuthan)

Zu A. F. Kochs „Versuch über Wahrheit und Zeit“ (Paderborn: Mentis 2006/ ISBN: 3897855615)

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